Bundeswehrkrankenhaus
Ein Bundeswehrkrankenhaus (BwKrhs, BWK) ist ein Krankenhaus, das vom Zentralen Sanitätsdienst der Bundeswehr betrieben wird. Außer Soldaten und Angehörigen der Bundeswehrverwaltung behandelt es auch andere Zivilisten. Derzeit (seit 2008) gibt es noch Bundeswehrkrankenhäuser in Koblenz, Hamburg, Berlin, Ulm und Westerstede. Alle Bundeswehrkrankenhäuser versorgen deutsche und verbündete Soldaten, die bei Auslandseinsätzen der Bundeswehr verwundet worden sind.
Standorte
Heutige Bundeswehrkrankenhäuser
Ehemalige Lazarette und Krankenhäuser
| Wappen | BWK | Ort | Eröffnung | Auflösung |
|---|---|---|---|---|
| BWK Amberg | Amberg | 1958 | 6ZYBAK723INFO&lg=de Joachim Horstmann auf www.sanitaetsdienst-bundeswehr.de: „Auflösung in Amberg: Das "Lazarett" schließt seine Pforten“]</ref> | |
| BWK Bad Zwischenahn | Bad Zwischenahn | 1959 |
2008<ref name="BadZw" /> | |
| BWK Detmold<ref name="DissWerk" /> | Detmold | 1957 | ||
| BWK Gießen<ref name="DissWerk" /><ref>siehe auch Erich Bock</ref> | Gießen | 1957 | 1997 | |
| Marinelazarett Glückstadt → BWK Glückstadt | Glückstadt | 1957 | 1974 | |
| BWK Hamm<ref name="DissWerk" /> | Hamm-Mitte | 1957 |
| |
| BWK Kempten | Kempten (Allgäu) | 1957<ref>Südbayerns Patienten in Uniform werden in Kempten kuriert. In: Der Allgäuer, Nr. 257, 12./13. Dezember 1959.</ref> |
1980<ref>Wehrmedizin und Wehrpharmazie (2009)</ref> | |
| BWK Kiel | Kronshagen | 1961 | 1996 | |
| BWK Leipzig | Wiederitzsch | 1991<ref>Das BwKrhs Leipzig war bis zur Wiedervereinigung Lazarett der NVA und wurde dann von der Bundeswehr als BwKrhs weitergeführt.</ref> | 2007<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> | |
| BWK München | München, Fasangarten | 1967 (?)<ref>Übernahme des bisherigen Krankenhauses der US-Streitkräfte</ref> |
1994<ref>heute Sitz des Bundespatentgerichts und Außenstelle des Deutschen Patent- und Markenamtes</ref> | |
| BWK Osnabrück<ref name="DissWerk" /> | Osnabrück, Natruper Holz | 1972 | 1993 | |
| BWK Wildbad | Bad Wildbad | 1962 | 1994 |
Gliederung
- Klinik I – Innere Medizin
- Klinik II – Chirurgie
- Klinik III – Dermatologie, Venerologie, Allergologie
- Klinik IV – Augenheilkunde
- Klinik V – Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde
- Klinik VI – Psychiatrie
- Abt. VIII – Radiologie
- Klinik IX – Neurologie
- Klinik X – Anästhesiologie und Intensivmedizin
- Klinik XI – Urologie
- Klinik XII – Neurochirurgie
- Klinik XIII – Pathologie
- Klinik XIV – Unfallchirurgie, Orthopädie und Gefäßchirurgie
- Abt. XV – Nuklearmedizin
- Abt. XVI – Laboratoriumsmedizin
- Abt. XXI – Mikrobiologie
- Abt. XXIII – Zahnmedizin und Oralchirurgie
- Abt. XXIV – Apotheke
Angegliedert sind die entsprechend nummerierten Fachärztlichen Untersuchungsstellen (FU-1, FU-3, FU-6 usw.).
Geschichte
1957 wurden die ersten Lazarette zur medizinischen Versorgung der Soldaten der gerade aufgestellten Bundeswehr eingerichtet. Sie behandelten nur Soldaten, nur in Notfällen oder auf Weisung des Bundesministers der Verteidigung auch zivile Patienten. Die Lazarette wurden nach der Bettenzahl in drei Kategorien (200/400/600) unterteilt.
1970 wurden die teilstreitkraftübergreifenden Sanitätseinrichtungen der Bundeswehr als Zentrale Sanitätsdienststellen der Bundeswehr (ZSanDBw) zusammengefasst. Zugleich wurden die Lazarette der Bundeswehr in Bundeswehrkrankenhäuser umbenannt. Ab 1970 standen die Bundeswehrkrankenhäuser auch zivilen Patienten ohne Einschränkung zur Verfügung. Besonders in Hinblick auf die Vorbereitung des Sanitätspersonals auf Auslandseinsätze oder Krisensituationen hat es sich bewährt, die Bundeswehrkrankenhäuser in den zivilen Rettungsdienst einzugliedern.
1993 wurden vier Bundeswehrkrankenhäuser geschlossen. Zur Unterstützung der Bundeswehrkrankenhäuser wurden 13 Facharztzentren gegründet.
Siehe auch
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
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