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Bundesstraße 29

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{{#if: beschreibt die Bundesstraße 29 in Deutschland. Zur gleichnamigen Straße in Österreich siehe Manker Straße.

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Die Bundesstraße 29 (Abkürzung: B 29) verläuft in den Bundesländern Baden-Württemberg und Bayern parallel zur A 8 von Waiblingen über das Remstal und die A 7 bis zum Nördlinger Ries. Aufgrund der vierstreifigen Streckenabschnitte wird sie auch Remstalautobahn genannt.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Verlauf

Datei:B14 B29 Dreieck Waiblingen.jpg
Teiler zwischen B 14 (nach rechts unten) und B 29 (nach links unten) bei Waiblingen

Die Bundesstraße 29 beginnt am südöstlichen Ortsrand von Waiblingen, wo sie von der Bundesstraße 14 in Richtung Osten abzweigt. Durch das Remstal führt sie über Schorndorf durchgehend vierstreifig bis nach Schwäbisch Gmünd (42 km). In Lorch zweigt dabei die Bundesstraße 297 ab, die über Göppingen nach Kirchentellinsfurt führt. Markanteste Bauwerke in diesem Abschnitt sind der Grafenbergtunnel, der Sünchentunnel und das Schornbachtalviadukt im Zuge der Umfahrung Schorndorf. Schwäbisch Gmünd wird durch den einröhrigen Gmünder Einhorn-Tunnel unterquert, an dessen östlichem Ende die Bundesstraße 298 in Richtung Gaildorf abzweigt. Nach einem kurzen vierbahnigen Abschnitt führt die B 29 zweibahnig bis zum westlichen Ortsrand der Gemeinde Mögglingen. Im weiteren Verlauf ist die Bundesstraße bis zum Aalener Dreieck durchgängig vierstreifig. An diesem zweigt die Bundesstraße 19 in Richtung Heidenheim ab. Aalen wird durch die Westumgehung (inklusive Rombachtunnel) umfahren. In diesem Abschnitt verläuft die B 29 bis Hüttlingen auf einer gemeinsamen Trasse mit der B 19 und führt im weiteren Verlauf zur Anschlussstelle Aalen/Westhausen der Bundesautobahn 7. Unmittelbar vor der A 7 zweigt die Bundesstraße 290 in Richtung Tauberbischofsheim von der B 29 ab. Von Westhausen verläuft die Bundesstraße weiter über Bopfingen nach Nördlingen (25 km), wo sie in die Bundesstraße 25 mündet.

Datei:B29 Waldhausen.jpg
Vierstreifiger Abschnitt bei Lorch
Datei:Bruecke B29 Kocher.jpg
Brücke über den Kocher bei Hüttlingen im Verlauf der Aalener Westumfahrung
Datei:Bundesstraße 29 - Westhausen.JPG
Verkehrsknotenpunkt B 29/A 7 Anschlussstelle Aalen/Westhausen
Datei:Bundesautobahnbrücke (B29 - A7 AS Westhausen).JPG
Bundesautobahnbrücke über die B 29 an der A 7 AS Aalen/Westhausen

Geschichte

Die württembergische Staatsstraße Nr. 36 war mit 90 km Streckenlänge die zweitlängste Staatsstraße des Königreiches und führte von Stuttgart über Aalen bis Nördlingen. Der westliche Streckenabschnitt bis Aalen wurde im 18. Jahrhundert fertiggestellt, der östliche Streckenabschnitt zwischen Aalen und Nördlingen zwischen 1815 und 1817.

Bei der Einführung des Nummerierungssystems für die Straßen in Deutschland im Jahre 1932 wurde die Strecke zwischen Waiblingen und Nördlingen Fernverkehrsstraße 29 (FVS 29) genannt. Seit der Einrichtung des Reichsstraßennetzes (1934) wurde sie mit Reichsstraße 29 (R 29) bezeichnet.

Abschnittsweise wurden neue Trassen für die Straße gebaut. So wurde in den 1930er Jahren die damals als Ortsumfahrung dienende zweispurige Trasse nördlich der Schorndorfer Innenstadt (heutige L 1150, Waiblinger/Welzheimer Straße) und 1958 die zweispurige Trasse zwischen Mögglingen und Aalen eröffnet.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

In älteren Planungen war ein durchgehend vierstreifiger Ausbau von Stuttgart bis zur Anschlussstelle Aalen/Westhausen der Bundesautobahn 7 vorgesehen. Dieser Streckenabschnitt war als Bundesautobahn 87 geplant, wurde jedoch aus Kostengründen verworfen. Seit den 1970er Jahren erfolgte stattdessen ein teilweise vierstreifiger Ausbau. So konnte im Dezember 1970 der Abschnitt FellbachBeinstein eröffnet werden, auf den 1972 der Ausbau bis Großheppach folgte. Des Weiteren wurde die Strecke bis 1982 zwischen Urbach und Lorch-West bzw. bis Juli 1985 bis Schwäbisch Gmünd ausgebaut. Der vierstreifige Lückenschluss zwischen Großheppach und Urbach erfolgte im Oktober 1986 durch den Ausbau bis Winterbach sowie durch die Ortsumfahrung Schorndorf im Juli 1997.

Westlich der Kernstadt von Aalen wurde im Rahmen der 2001 eröffneten Westumgehung ein komplexes Kreuzungsbauwerk errichtet. Dieses bindet neben dem Rombachtunnel der Umgehungsstraße die Bundesstraße 19 in Richtung Ulm, ein Gewerbegebiet sowie die ehemalige Trasse der B 29 in Richtung Innenstadt an die Bundesstraße an. Die Kreuzung erhielt kurz nach der Fertigstellung auf Grund ihrer Form den Spitznamen Aalener Brezel.

Der 2,23 Kilometer lange einröhrige Gmünder Einhorn-Tunnel ermöglicht seit dem 25. November 2013 die kreuzungsfreie Unterquerung von Schwäbisch Gmünd.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Der erste Bauabschnitt begann am 3. August 2006, der eigentliche Tunnelanstich erfolgte am 29. Oktober 2008.<ref>Vorlage:Literatur</ref> Östlich des Tunnels wurde die Straße auf einem kurzen Abschnitt vierstreifig ausgebaut.<ref>Vorlage:Literatur</ref> Auch die Tunnelportale wurden als Bauvorleistung vierstreifig ausgeführt.<ref>Vorlage:Literatur</ref>

Mit dem Bau der 6,9 Kilometer langen Ortsumfahrung Mögglingen wurde im Sommer 2015 begonnen.<ref name="B29 Mögglingen Baubeginn">Vorlage:Literatur</ref><ref>Neu- und Ausbau der B 29 Ortsumfahrung Mögglingen Regierungspräsidium Stuttgart, 21. Dezember 2017.</ref> Die Freigabe der vierstreifigen Strecke erfolgte am 27. April 2019.<ref>B-29-Ortsumfahrung Mögglingen für den Verkehr freigegeben Waiblinger Kreiszeitung 27. April 2019.</ref>

Für den vierstreifigen, etwa 3,6<ref>Vorlage:Toter Link</ref> Kilometer langen Abschnitt zwischen Essingen und Aalen erfolgte eine erste Planfeststellung im Jahr 1992, 2002 wurde eine überarbeitete Version rechtsgültig.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Nach jahrelangen Verzögerungen erfolgte am 12. Oktober 2020 der erste Spatenstich für den Abschnitt Essingen – Aalen.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Die Verkehrsfreigabe des vierstreifigen Streckenabschnittes erfolgte am 20. Mai 2025.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Verkehrssituation

Das Verkehrsaufkommen auf der B 29 nimmt mit steigender Entfernung zum Großraum Stuttgart zunächst nahezu schrittweise ab, steigt aber wieder stark in Richtung Knotenpunkt zur A 7 Anschlussstelle Aalen/Westhausen. Bei Remshalden wurden im Jahr 2005 rund 52.000 Fahrzeuge pro Tag gezählt, bei Schorndorf 30.000, bei Lorch 25.000, vor dem Aalener Dreieck jedoch 30.000 Fahrzeuge täglich, wobei aber der Anteil des Schwerlastverkehrs in der Nähe Aalens mit über zehn Prozent deutlich höher war, als in der Nähe Stuttgarts (sechs Prozent).<ref name="VkZ">Vorlage:Literatur Vorlage:Webarchiv</ref>

Im Jahr 2016 wurden auf der nur zweispurig ausgebauten Aalener Westumfahrung nach dem Aalener Dreieck zwischen Rombachtunnel und Aalen-Oberalfingen bis zu 29.000 Fahrzeuge täglich gezählt.<ref>Ausbau B 29: Kreistagsmehrheit setzt auf kleine Lösung Schwäbische (Onlineausgabe), 28. März 2017.</ref>

Über 32.000 Fahrzeuge täglich wurden hingegen auf dem 3,6 km langen zweispurigen Abschnitt zwischen Aalen-Oberalfingen Einmündung L 1029 sowie Einmündung B 290 und der A 7 Anschlussstelle Aalen/Westhausen gezählt, der an allen Kreuzungen mit Lichtsignalanlagen ausgestattet ist; Landrat Klaus Pavel bezeichnete im März 2018 diese Verkehrsbelastung als „gewaltig“.<ref>Weg frei für Bahnübergang und weiteren B 29-Ausbau Schwäbische Post (Onlineausgabe), 6. März 2018.</ref>

Datei:Bundesstraße 29 - Permanente Stau-Warnung.JPG
Permanente Stauwarnung auf der B 29 in Richtung Aalen von der A 7 Anschlussstelle Aalen/Westhausen

Da die B 29 zwischen der A 7 Anschlussstelle Aalen/Westhausen und Aalen-West sowie zwischen Böbingen und Schwäbisch Gmünd nur zweistreifig ausgebaut ist, ist dieser Teil während des Berufsverkehrs sehr stauträchtig. Ein großes Nadelöhr bildet hierbei der 870 m lange einröhrige gegenverkehrführende Rombachtunnel und vor allem der 3,6 km lange Abschnitt zwischen Aalen-Oberalfingen und der A 7.

Korridorsperrung für Schwerlastverkehr

Aufgrund der enormen Verkehrsbelastung zwischen der Anschlussstelle Aalen/Westhausen der Bundesautobahn 7 und Nördlingen durch Schwerlastverkehr wurde für den LKW-Durchgangsverkehr über 12 t Gesamtgewicht eine Korridorsperrung erlassen, welche am 17. Januar 2011 in Kraft getreten ist.<ref>Vorlage:Toter Link Schwäbische Post (Onlineausgabe), 13. Januar 2011.</ref>

Von dem enormen Schwerlast-Durchgangsverkehr sind vor allem die Stadt Bopfingen mit Teilorten Aufhausen und Trochtelfingen sowie Pflaumloch mangels immer noch fehlender Ortsumfahrungen betroffen.<ref>Vorlage:Toter Link Schwäbische Post (Onlineausgabe), 6. März 2009.</ref><ref>Vorlage:Toter Link Schwäbische Post (Onlineausgabe), 19. März 2010.</ref><ref>IHK: Ortsumgehungen statt Durchfahrtsverbote Augsburger Allgemeine (Onlineausgabe), 30. Mai 2012.</ref>

Die Korridorsperrung wurde infolge des LKW-Durchfahrtverbotes auf der B 25 bei Dinkelsbühl mangels fehlender Ortsumfahrungen als Reaktion zur Abwehr von Verdrängungsverkehr erlassen, welche bundesweit einmalig ist.<ref>Sperrung: Das Warten hat ein Ende Schwäbische (Onlineausgabe), 13. Januar 2011.</ref><ref>B 25 bei Dinkelsbühl bleibt für Lastwagen gesperrt Nordbayrische Nachrichten (Onlineausgabe), 29. März 2011.</ref>

Zur Abwehr von weiterem Verdrängungsverkehr von der B 29 wurde im Umkreis eine Reihe von Landes- und Kreisstraßen im Raum Ellwangen, Bopfingen und Neresheim für den Schwerlast-Durchgangsverkehr gesperrt. Ausgenommen von der Korridorsperrung ist der Quell- und Zielverkehr.<ref>Dieser Korridor ist bislang einmalig Schwäbische (Onlineausgabe), 29. November 2010.</ref>

Planungen

Der Bundesverkehrswegeplan 2030 sieht neben der bereits realisierten Ortsumfahrung Mögglingen und der in Bau befindlichen vierstreifigen Erweiterung zwischen Essingen und Aalen diverse weitere Ausbauten der Bundesstraße 29 vor:

Darüber hinaus bestehen weitere Planungen für einen Ausbau der Strecke:

Siehe auch

Weblinks

Vorlage:Commonscat Vorlage:Autobahnatlas

Einzelnachweise

<references responsive />

Vorlage:Navigationsleiste Bundesstraßen in Deutschland

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