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Bund Deutscher Kriminalbeamter

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Bund Deutscher Kriminalbeamter
(BDK)
colspan="2" class="notheme" style="text-align: center; padding:1em 0; background-color:#Vorlage:Standardfarbe; color:#202122;" | Bund Deutscher Kriminalbeamter Logo.svg
Rechtsform eingetragener Verein
Gründung 28. September 1968 in Nordrhein-Westfalen
Auflösung Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Gründer Günter Tausch und Willi Knop
Sitz Berlin<ref>Impressum, auf bdk.de, abgerufen am 1. November 2020</ref>
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Nachfolger Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Zweck gewerkschaftlicher Berufsverband von Kriminalpolizei-Angehörigen
Vorsitz Dirk Peglow<ref name="Peglow">Peglow folgt auf Fiedler. Behörden Spiegel, 11. November 2021, abgerufen am 24. Januar 2022.</ref>
Geschäftsführung Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Eigentümer Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Umsatz Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Stiftungskapital Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Beschäftigte Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Freiwillige Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Mitglieder ca. 15.000
Website bdk.de

Der Bund Deutscher Kriminalbeamter (Abk.: BDK oder bdk) ist ein gewerkschaftlicher Berufsverband der Angehörigen der deutschen Kriminalpolizei und aller in der Kriminalitätsbekämpfung Beschäftigten im öffentlichen Dienst. Er ist ein selbständiger, parteipolitisch unabhängiger Berufsverband, unterliegt keinen dachgewerkschaftlichen Einflüssen und vertritt laut eigenen Angaben 15.000 Kriminalbeamte in Deutschland.<ref name="Spiegel10">Lörrach: Amokschützin erstickte Sohn mit Plastiktüte. Spiegel Online, 21. September 2010, abgerufen am 15. Januar 2011.</ref>

Tätigkeitsprofil

Der BDK setzt sich für die wirtschaftlichen, beruflichen, sozialen und kulturellen Interessen seiner Mitglieder ein. Nach seiner Selbstdarstellung leistet der Verband durch sein Wirken im politischen Raum, in der Öffentlichkeit und in der polizeilichen Organisation einen Beitrag zur Entwicklung einer praxisnahen, realistischen und fortschrittlichen Kriminalitätsbekämpfung. Der Verband vertritt die Auffassung, dass seine Vorschläge auf den Erfahrungen der täglichen Auseinandersetzung mit Kriminalität, ihren Ursachen und Wirkungen sowie der Kenntnis und der Anwendung professioneller Kriminalistik basieren.

Geschichte

Am 28. September 1968 gründeten die beiden Kriminalisten Günter Tausch und Willi Knop in Nordrhein-Westfalen den Berufsverband der Kriminalpolizei, da sich viele Kriminalisten nicht mehr durch die Gewerkschaft der Polizei (GdP) vertreten sahen und die Kriminalpolizei in anderen Gewerkschaften eine Minderheit war. Daraus resultierend wurden oft die spezifischen Anliegen der Kriminalisten Mehrheitsverhältnissen geopfert. Getragen von der Vorstellung, dass nur Kriminalisten für Kriminalisten fachkompetent argumentieren könnten und nur Einigkeit auch Minderheiten starkmache, stellte die neugegründete Berufsorganisation ihre Arbeit unter das Ziel einer gerechten Bewertung der kriminalpolizeilichen Arbeit. Erste Forderung war dabei die Einführung der zweigeteilten Laufbahn für die Kriminalpolizei, d. h. die Überführung des kompletten mittleren Dienstes in den gehobenen Dienst unter entsprechender Besoldungserhöhung.

Nachdem der 1972 ins Amt gekommene und für seine provokativen Aktionen bekannte BDK-Bundesvorsitzende Rolf Grunert 1978 als Spion der DDR-Staatssicherheit enttarnt worden war<ref name="Spiegel89">Manches offene Wort geführt. Spionagefall Lummer: Der Christdemokrat und die DDR-Agentin. In: Der Spiegel. Nr. 36, 1989, S. 26–32 (online4. September 1989).</ref>, übernahm der bisherige Bundesgeschäftsführer Ingo Herrmann das Amt und übte es bis 1990 aus. Kurz nach der Wende in der DDR und noch vor der Wiedervereinigung betrieb er – anfangs auf informeller Ebene – die Ausdehnung des BDK in die neuen Länder – eine Strategie, die sein Nachfolger Eike Bleibtreu fortsetzte.<ref>Manfred Reuter: Polizeigewerkschaften in der "Deutschen Demokratischen Republik", Münster 2016, Seite 109 ff</ref>

Bleibtreus 2003 ins Amt gewählter Nachfolger Klaus Jansen wurde am 21. September 2011 nach massiver Kritik an seinem Führungsstil auf Betreiben mehrerer Landesverbände des BDK von seinem Amt entbunden. Seitdem führt André Schulz (* 1970) zunächst kommissarisch die Geschäfte des Vorsitzenden<ref>Jörg Diehl: Polizeigewerkschaft: Kleinkrieg unter Kriminalisten. Spiegel Online, 22. Februar 2012, abgerufen am 7. Juni 2013.</ref> und wurde auf dem 14. Bundesdelegiertentag 2013 in Suhl mit 94,3 % der Stimmen in seinem Amt bestätigt.

Im Juni 2012 warf Schulz dem NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestages „postmortale Klugscheißerei“ vor, was ihm den harschen Vorwurf des Ausschussvorsitzenden einbrachte, er habe ein „absurdes Rechtsstaatsverständnis“ und ein „gestörtes Verhältnis zur parlamentarischen Demokratie und zur Kontrollaufgabe von Abgeordneten“.<ref>Artikel <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Edathy empfiehlt Kripo-Chef den Rücktritt (Memento vom 23. Oktober 2012 im Internet Archive). In: Tagesschau online vom 22. Oktober 2013. Abgerufen am 19. Oktober 2013.</ref><ref>Artikel NSU-Ausschussvorsitzender kritisiert BDK-Chef. In: N24 online vom 22. Oktober 2012. Abgerufen am 19. Oktober 2013.</ref>

Bundesvorsitzende des BDK

Struktur

Der BDK hat Landesverbände in allen Bundesländern, den Verband „Bundeskriminalamt“ für alle Bedienstete des Bundeskriminalamt (BKA) sowie den Verband „Bundespolizei“ für die Bediensteten der Bundespolizei, der Zollfahndung und die Feldjäger der Bundeswehr.

Landesverband<ref>Landesverband</ref>
/Verband
Sitz der Landesgeschäftsstelle Vorsitzende/r
Baden-Württemberg<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig BDK-Landesverband BW.] In: www.bdk.de. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 10. Dezember 2020.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Sinsheim Steffen Mayer
Bayern<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig BDK-Landesvorstand Bayern.] In: www.bdk.de. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 17. Januar 2026.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Fürth Jürgen Schneider
Berlin<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig BDK-Landesvorstand Berlin.] In: www.bdk.de. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 17. Januar 2026.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Berlin Guido Seifert
Brandenburg<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig BDK-Landesvorstand Brandenburg.] In: www.bdk.de. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 17. Januar 2026.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Berlin Christoph Wenzlaff
Bremen<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig BDK-Landesvorstand Bremen.] In: www.bdk.de. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 17. Januar 2026.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Bremen Petra Rump
Hamburg<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig BDK-Landesvorstand Hamburg.] In: www.bdk.de. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 17. Januar 2026.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Hamburg Jan Reinecke
Hessen<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig BDK-Landesvorstand Hessen.] In: www.bdk.de. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 17. Januar 2026.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Wiesbaden Dirk Peglow
Mecklenburg-Vorpommern<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig BDK-Landesvorstand Mecklenburg-Vorpommern.] In: www.bdk.de. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 17. Januar 2026.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Rostock Eike Bone-Winkel (kommiss.)
Niedersachsen<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig BDK-Landesvorstand Niedersachsen.] In: www.bdk.de. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 17. Januar 2026.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Hannover Jörn Memenga
Nordrhein-Westfalen<ref name=":0">BDK-Landesvorstand Nordrhein-Westfalen. In: www.bdk.de. Abgerufen am 17. Januar 2026.</ref> Düsseldorf<ref name=":0" /> Oliver Huth
Rheinland-Pfalz<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig BDK-Landesvorstand Rheinland-Pfalz.] In: www.bdk.de. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 17. Januar 2026.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Boppard Lothar Butzen
Saarland<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig BDK-Landesvorstand Saarland.] In: www.bdk.de. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 17. Januar 2026.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Saarbrücken Maurice Marrali
Sachsen<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig BDK-Landesvorstand Sachsen.] In: www.bdk.de. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 17. Januar 2026.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Dresden Torsten Schmortte
Sachsen-Anhalt<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig BDK-Landesvorstand Sachsen-Anhalt.] In: www.bdk.de. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 17. Januar 2026.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Magdeburg Peter Meißner
Schleswig-Holstein<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig BDK-Landesvorstand Schleswig-Holstein.] In: www.bdk.de. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 17. Januar 2026.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Kiel Frank Ziegler
Thüringen<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig BDK-Landesvorstand Thüringen.] In: www.bdk.de. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 17. Januar 2026.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Erfurt Jan Malik
Bundeskriminalamt<ref>BDK-Verband Bundeskriminalamt. Abgerufen am 2. Juli 2022.</ref> Meckenheim Marina Hackenbroch
Bundespolizei/Zoll<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig BDK-Landesvorstand Verband Bundespolizei.] , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 17. Januar 2026.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Berlin Thomas Mischke

Verbandszeitschrift

Die Verbandszeitschrift der kriminalist<ref>Fachzeitschrift der kriminalist, auf .bdk.de</ref> erscheint zehnmal im Jahr mit jeweils einer Doppelausgabe im Sommer und im Winter. Chefredakteur ist Rolf Jaeger.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Publikationen - Der Kriminalist.] , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 17. Januar 2026.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref><ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Mitglieder des Bundesvorstands.] In: www.bdk.de. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 17. Januar 2026.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Kernforderungen

Der BDK-Bundesverband hat auf seiner Homepage Kernforderungen formuliert, die sich mit den Themen Berufsbild, Personal, Aus- und Fortbildung, Laufbahnrecht, Besoldungsrecht und Tarifverträge, Organisation, Ausstattung und Technik, Führung und Mitbestimmung, Recht und Kriminalpolitik befassen.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Kernforderungen.] , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 17. Januar 2026.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

  • Die ständig ansteigenden Anforderungen an eine moderne Kriminalitätsbekämpfung erfordern ein eigenständiges kriminalistisch orientiertes Berufsbild für die Kriminalpolizei.
  • Verstärkte Einstellung von externen Bewerbern direkt in die Kriminalpolizei. Übernahme geeigneter oder spezialisiert vorgebildeter Bewerber aus der Schutzpolizei. Einstellung von Deutschen mit Migrationshintergrund und Ausländern in die Kriminalpolizei. Erhöhung des Anteils der Kriminalpolizei an der Gesamtpolizei. Vermehrte Einstellung von Tarifbeschäftigten zur Unterstützung der kriminalpolizeilichen Sachbearbeitung.
  • Bundeseinheitliche Standards für die Aus- und Fortbildung der Kriminalpolizei. Verwendungsorientierte Ausbildung von Schutz- und Kriminalpolizei (Modularisierung der Ausbildung). Einrichtung von regionalen, länder- und grenzübergreifenden kriminalistischen Kompetenzcentern (KKC) bei der Fortbildung. Verstärktes Lehrangebot an Fremdsprachen. Sacharbeiter-/Ermittlerfortbildung an internationalen und europäischen Einrichtungen.
  • Einstiegsamt A11 für die kriminalpolizeiliche Sachbearbeitung, für herausgehobene Sachbearbeitung das Amt A13.
  • Bundeseinheitliche Bezahlung für Beamte und Tarifbeschäftigte. Anpassung der Beamtenbesoldung und der Versorgungsbezüge in den neuen Ländern an Westniveau.
  • Aufgabenorientierte Polizeiorganisation. Bundesweit einheitlicher Organisationsaufbau und bundesweit einheitliche Organisationsbezeichnung der Kriminalpolizei. Gewährleistung qualifizierter tatort- und tatzeitnaher Kriminalitätssachbearbeitung. Leitung von Kriminaldienststellen nur durch Kriminalisten mit Fach- und Führungsqualifikation. Aufbau einer Kriminalpolizei des Bundes. Ausbau von EUROPOL als Analyse- und Servicedienststelle, Stärkung der Ermittlungskompetenzen / Möglichkeit der Ermittlungsinitiierung.
  • Kompatible und zertifizierte Standards bei der technischen Ausstattung auf nationaler und internationaler Ebene.
  • Eigene Personalvertretungen für die Kriminalpolizei. Leitbildgerechte Führung.
  • Vereinheitlichung der Polizeigesetze der Länder. Anpassung des materiellen und formellen Rechts an die Erfordernisse der modernen Kriminalitätskontrolle auch auf EU-Ebene.
  • Gewährleistung des Schutzes vor Kriminalität als deutsches und europäisches Verfassungsziel. Stärkung der Stellung der Kriminalitätsopfer in Gerichtsverfahren.

Positionen

Rockerkriminalität

Der BDK setzt sich für die Bekämpfung der polizeirelevanten Rockerkriminalität ein und nennt den erforderlichen polizeilichen Ansatz die „Bekämpfungsstrategie der kleinen und großen Nadelstiche“.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Rockerkriminalität (Memento vom 10. August 2013 im Internet Archive) beim BDK, gesehen am 10. Dezember 2012</ref> Der BDK spricht sich für ein generelles Verbot der sogenannten OMCG's Outlaw Motorcycle Gang aus.<ref>Wenn es gegen den Staat geht, halten auch noch so verfeindete Rocker zusammen BZ vom 3. Juni 2012 – eingesehen am 10. Dezember 2012.</ref><ref>Auftragsmord und "Hausbesuche" Hells Angels-Kronzeuge packt aus, N-TV vom 31. Mai 2012 – eingesehen am 10. Dezember 2012.</ref> Der BDK kritisierte massiv das Urteil des BGH (2 StR 375/11, vom 3. November 2011), mit dem ein Rocker, der durch Schüsse durch eine geschlossene Haustür einen Polizeibeamten des SEK in Rheinland-Pfalz tödlich verletzt hatte, aufgrund zugestandener Notwehr freigesprochen wurde.<ref>Rockerportal.de vom 4. November 2011 – eingesehen am 10. Dezember 2012.</ref>

Privater Waffenbesitz

Der BDK engagierte sich unter Jansen gegen den privaten Waffenbesitz. Bei Diskussionen um das Waffenrecht trat er der Waffenlobby entgegen und kämpfte in Verbindung mit dem Aktionsbündnis Winnenden für stärkere Waffenrechtsverschärfungen.<ref>Kritik an Waffenrechtsplänen der Koalition Welt.de vom 13. Mai 2009 – eingesehen am 16. Januar 2011.</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />BDK hetzt weiter gegen Schützen (Memento vom 10. Juni 2015 im Internet Archive) auf Prolegal.de vom 30. März 2010 – eingesehen am 9. Oktober 2013</ref> Nach dem Amoklauf von Lörrach forderte der BDK durch seinen stellvertretenden Verbandsvorsitzenden Bernd Carstensen, als Etappenziel zum Verbot von Großkaliberpistolen,<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.heute.deZDFheute: Streit ums Waffenrecht neu entbrannt (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive ) heute.de vom 21. September 2010 – eingesehen am 16. Januar 2011.</ref><ref>BDK fordert ein Verbot der Großkaliberwaffen</ref><ref>@1@2Vorlage:Toter Link/dwj.deBDK fordert weiter Verbot großkalibriger Waffen in Privathand (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive ) DWJ vom November 2010 – eingesehen am 16. Januar 2011.</ref> die Lagerung von Patronenmunition in Privatwohnungen zu verbieten.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Waffen und Munition im privaten Haushalt sind tödlich (Memento vom 10. Juni 2015 im Internet Archive) BDK-online vom 19. März 2010 – eingesehen am 16. Januar 2011.</ref><ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Noch vieles unklar.] WDR, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 13. Januar 2011.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Unterstützung fand der BDK in den Reihen der SPD, insbesondere durch Katrin Altpeter,<ref>Karin Altpeter: Remstalforum Waffenrecht PDF-Seite der Waiblinger Kreiszeitung vom 18. Juni 2010 im Pressemenü der SPD-Politikerin – eingesehen am 16. Januar 2011.</ref> sowie in der zentralen Parteipolitik der Linken und Grünen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein. auf Bundestag.de Parlamentszeitschrift vom 26. Juni 2009 – eingesehen am 16. Januar 2011.</ref><ref>Aktuelles zum Waffenrecht vom Deutscher Schützenbund dsb.de eingesehen am 16. Januar 2011.</ref><ref>Redebeitrag von Frank Tempel (DIE LINKE) Parlamentsfernsehen vom 18. Juni 2010 – eingesehen am 16. Januar 2011.</ref><ref>Keine Schusswaffen in Privathaushalten (PDF; 56 kB) Antrag der LINKEN vom 23. März 2009 beim Bundestag – eingesehen am 16. Januar 2011.</ref><ref>Abrüstung in Privatwohnungen (PDF; 72 kB) Antrag der GRÜNEN vom 25. März 2009 beim Bundestag eingesehen am 16. Januar 2011.</ref><ref>Redebeitrag von Wolfgang Wieland (B90/GRÜNE) Parlamentsfernsehen vom 18. Juni 2010, eingesehen am 16. Januar 2011.</ref>

Mit dieser Meinung stand der BDK in direktem Gegensatz zu den beiden größeren Polizeigewerkschaften GdP und DPolG. Beide Gewerkschaften lehnen aus Sicherheitsgründen zentrale Waffenlager ab. Sie plädieren für mehr Waffenkontrollen in den Privathaushalten und ein besseres Amoktraining der Polizisten. DPolG und GdP lehnen auch weitere Waffenrechtsverschärfungen ab.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Polizei lehnt weitere Verschärfung des Waffenrechts ab (Memento vom 22. September 2010 im Internet Archive) Tagesschau.de vom 21. September 2010</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Polizeigewerkschaft verlangt schärfere Kontrollen (Memento vom 21. Januar 2015 im Internet Archive) tagblatt.de vom 21. September 2011 – eingesehen am 16. Januar 2011.</ref>

Telekommunikation und Neue Medien

Der BDK fordert bessere Einwirkungsmöglichkeiten staatlicher Organe auf das Internet. Er begründet dies vor allem mit Pädophilie und Internetkriminalität. Klaus Jansen schrieb dem Internet in der Vergangenheit die Zerstörungskraft von Atomwaffen zu und bezeichnete es 2010 als größten Tatort der Welt.<ref name="Resetknopf_Spiegel">Gefahren im Netz-Kriminalbeamte fordern Reset-Knopf fürs Internet, spiegel.de, 18. Juli 2010</ref> Aus Sicht des BDK soll das Bundeskanzleramt die Möglichkeit erhalten, in Krisen Deutschland ganz oder teilweise vom Internet zu trennen.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Kriminalität: Kriminalbeamte für Internet-Ausweispflicht.] Die Zeit, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 13. Januar 2011.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Diese Forderung wurde von Teilen der Politik und der Medien scharf kritisiert. Eine Sprecherin des Chaos Computer Club bezeichnete den Vorschlag eines „Resetknopfes für das Internet“ unter anderem als „eine lächerliche Schnapsidee“ und wies darauf hin, dass mit einem entsprechenden Schritt die Wirtschaft generell ausgeschaltet und die Bevölkerung vom Informationsfluss abgeschnitten würde.<ref name="Resetknopf_Spiegel" />

Der amtierende Bundesvorsitzende André Schulz äußerte sich bisher größtenteils liberaler zum Thema Telekommunikation und Internet als sein Vorgänger, so distanzierte er sich auch von der Forderung nach einem „Reset-Knopf“ fürs Internet.

Schulz forderte mehrfach die unverzügliche Wiedereinführung der Verkehrsdatenspeicherung (Vorratsdatenspeicherung) als wichtigen Baustein für die Kriminalitätsbekämpfung,<ref>Vorratsdatenspeicherung Letztes Ultimatum aus Brüssel, Wirtschaftswoche vom 22. März 2012 – eingesehen am 14. Dezember 2012</ref> stellte sich aber z. B. deutlich gegen das geplante ACTA-Abkommen. Dieses sei intransparent entstanden, handwerklich schlecht gemacht und in vielen Punkten nicht konkret genug. Das angestrebte Ziel stehe dadurch im Missverhältnis zu durchaus bestehender Gefahr drohender unverhältnismäßiger Grundrechtseinschränkungen. Bis zu einer umfassenden Klärung der Rechtslage müsse man ACTA somit ablehnen.<ref name="Der_Zweck_heiligt_nicht_die_Mittel"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />ACTA - Scheinheilige Proteste, aber der Zweck heiligt nicht die Mittel (Memento vom 21. Januar 2015 im Internet Archive) BDK – Der Kommentar, vom 26. Februar 2012 – eingesehen am 14. Dezember 2012</ref>

Ebenso sprach er sich gegen eine Meldepflicht für Cyber-Attacken aus, die von dem damaligen Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich gefordert wurde. Es sei kein Geheimnis, dass Unternehmen mehr und mehr dazu übergehen, im Schadensfall ihre Interessen von ihren Compliance-Abteilungen und privaten Sicherheitsunternehmen vertreten zu lassen und Straftaten nicht bei der Polizei anzuzeigen. Viele Unternehmen bezweifeln zudem mittlerweile die Leistungsfähigkeit von Polizei und Justiz in diesem Bereich. Diese Befürchtungen seien auch durchaus nicht unberechtigt, so Schulz. Unter anderem sei die beginnende vertrauensvolle Zusammenarbeit von Ermittlungsbehörden und Wirtschaftsunternehmen zu forcieren. Die auf Freiwilligkeit und Vertrauen basierende Allianz für Cybersicherheit sei weiter auszubauen.<ref name="Meldepflicht für Cyber-Attacken"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />BDK: Meldepflicht für Cyber-Attacken (Memento vom 21. Januar 2015 im Internet Archive) Ad Hoc News vom 25. August 2012 – eingesehen am 14. Dezember 2012</ref>

Der BDK forderte in einem 15-Punkte-Programm zu Internet und Neuen Medien, neben der Verbesserungen in der Ausstattung der Beamten, bei Fällen, wo eine sichere Erledigung von Rechtsgeschäften gewährleistet werden muss, eine Pflicht zur eindeutigen Identifikation von Internet-Nutzern.<ref>BDK-Positionspapiere. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 10. August 2013;.</ref>

Der BDK fordert weiterhin „gesetzliche Befugnisse für offene und verdeckte Ermittlungen im Internet, speziell in sozialen Netzwerken wie Facebook, SchülerVZ oder Twitter“.<ref name="Resetknopf_Spiegel" /> Im Rahmen der Diskussion um polizeiliche Fahndungen bei Facebook äußerte Schulz, dass diese im strengen Rahmen der gesetzlichen Voraussetzungen erfolgen und aufgrund der weiter steigenden Verbreitung des Internets und der damit zu erwartenden Fahndungserfolge auch durchgeführt werden sollten. Bei Personenfahndungen aber nur als ultima ratio unter besonderer Abwägung der Verhältnismäßigkeit und der gewissenhaften Prüfung jedes Einzelfalles.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Facebook-Fahndungen – Heiligt der Zweck die Mittel? (Memento vom 18. August 2013 im Internet Archive) BDK – Der Kommentar, vom 24. Juli 2012 – eingesehen am 14. Dezember 2012.</ref>

Direkteinstieg zur Kriminalpolizei und Studiengang „Kriminalistik“ an der Deutschen Hochschule der Polizei

Außer der Forderung des Direkteinstieges bei den Kriminalpolizeien der Länder und der Entwicklung eines Berufsbildes „Kriminalpolizei“ fordert der BDK die Einführung des Studienganges Kriminalwissenschaften mit Schwerpunkt Kriminalistik an der Deutschen Hochschule der Polizei (DHPol) in Münster, wo gezielt die Führung der Kriminalpolizei für die Führung der Kriminalpolizei fortgebildet werden muss, sowie die verstärkte Einstellung von externen Experten.

Der BDK kritisierte mehrfach, dass die meisten Kriminalpolizeien in den Ländern hoffnungslos überaltert seien. Damit drohe, dass der Fachverstand in kürzester Zeit verschwinden werde. An der Frage, ob der Öffentliche Dienst in der Lage sein wird, sich im Wettstreit mit der Privatwirtschaft um die jungen klugen Köpfe durchzusetzen – also genau dem Personal, das für die Entwicklung einer modernen Kriminalpolizei unverzichtbar ist – werde sich entscheiden, wie sicher Deutschland in der Zukunft sein wird und ob die Balance zwischen Wehrhaftigkeit und demokratischem Rechtsstaat gelingen wird. Für die Qualität der Kriminalpolizei der Zukunft werde die Mischung aus kriminalistischem Know-how, praktischer Erfahrung und akademischen, u. a. kriminalwissenschaftlichem Wissen entscheidend sein.

Der BDK erklärte wiederholt, dass junge Menschen heute sehr genau entscheiden würden, ob sie zur Schutz- oder zur Kriminalpolizei gehen. Für viele ist nur die Verwendung bei der Schutzpolizei attraktiv, für andere nur die bei der Kriminalpolizei. Den Einheitspolizisten könne sich Deutschland heutzutage bei der Komplexität der Kriminalitätsbekämpfung nicht mehr erlauben. Der Polizei würden viele junge Menschen verloren gehen, die eben nicht eine jahrelange Verwendung bei der Bereitschaftspolizei oder im Streifendienst anstreben und dann mit der ungewissen Berufsperspektive, ob sie irgendwann mal zur Kripo kommen werden, leben wollen – und umgekehrt. Dieser Personenkreis verzichte dann lieber auf eine Bewerbung, obwohl sie eine Bereicherung für die gesamte Polizei darstellen würde. Ideologische Betrachtungen seien hier fehl am Platze. Es gehe um eine bestmögliche Ausbildung, sowohl für Schutz- als auch für Kriminalpolizisten.

Außer der Möglichkeit, den Beruf des Kriminalisten direkt ergreifen zu können, fordert der BDK auch weiterhin die Wechselmöglichkeit aus der Schutzpolizei als sog. Aufsteiger aus dem mittleren Dienst mit anschließendem Kripo-Hochschulstudium und auch für bereits Angehörige des gehobenen Dienstes nach einer entsprechend intensiven kriminalistisch-kriminologischen Fortbildung müsse ein Wechsel möglich sein.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Grundlagen für eine zukunftsfähige Kriminalitätsbekämpfung durch Direkteinstieg in die Kriminalpolizei schaffen (Memento vom 25. September 2013 im Internet Archive) BDK – Der Kommentar, vom 27. Mai 2012 – eingesehen am 15. Dezember 2012.</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Die Kriminalpolizei auf dem Weg in die Zukunft (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive) Behördenspiegel vom 13. April 2012.</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein., Sauerlandkurier vom 21. Februar 2007 – eingesehen am 15. Dezember 2012.</ref><ref>BDK-NRW: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Direkteinstieg zur Kriminalpolizei – jetzt!!! (Memento vom 21. Januar 2015 im Internet Archive), vom 19. November 2007 – eingesehen am 15. Dezember 2012.</ref><ref>Kripo-Gewerkschaft: Einstellungsoffensive statt weiterer Personalabbau bei der Brandenburger Polizei! / BDK fordert verwendungsorientierte Ausbildung und Direkteinstieg nach dem Studium in die Kripo, Pressemitteilung vom 22. Februar 2008 – eingesehen am 15. Dezember 2012.</ref><ref>Nachwuchssorgen bei der Kriminalpolizei, Westfalenpost vom 25. März 2009 – eingesehen am 15. Dezember 2012.</ref><ref>Hamburgs Polizei geht der Nachwuchs aus, Hamburger Abendblatt vom 5. September 2011 – eingesehen am 15. Dezember 2012.</ref><ref>Kriminalbeamtenbund fordert mehr Kripo-Nachwuchs, Bild vom 1. Oktober 2011 – eingesehen am 15. Dezember 2012.</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivlink (Memento vom 26. September 2013 im Internet Archive) BDK Baden-Württemberg: Wiedereinführung eines direkten Zugangs für Bewerber zur Kriminalpolizei ist unabdingbar, vom 21. August 2012 – eingesehen am 15. Dezember 2012.</ref><ref name="Kripo leidet an Überalterung – Anreize für Nachwuchs fehlen">mainfranken24.de Mainfranken24, vom 11. Oktober 2012 – eingesehen am 15. Dezember 2012.</ref>

Clankriminalität

Im April 2019 beschloss der BDK-Bundesvorstand ein umfassendes Positionspapier zur Bekämpfung der Clankriminalität in Deutschland. Neben einer Definition des Phänomens und einer Betrachtung der aktuellen kriminalpolizeilichen Lage enthält das Positionspapier in 24 Abschnitten Vorschläge zur Prävention und Repression.<ref>Clankriminalität bekämpfen. (PDF) Abgerufen am 17. Januar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Kritik

Der Bund Deutscher Kriminalbeamter steht in der Kritik, Aufmerksamkeit über Verbrechen oder deren Gerichtsverfahren zu nutzen, um mehr Überwachungsmöglichkeiten für die Polizei zu fordern. Dabei setze er Datenschutz mit Täterschutz gleich. Zahlreiche seiner Forderungen würden dabei in die informationelle Selbstbestimmung der Bürger eingreifen.<ref>Kai Biermann: Die Trolle von der Polizei. Zeit online, 12. August 2012, abgerufen am 12. August 2014.</ref>

Mitgliedschaften

Der Bund ist Mitglied im Netzwerk Europäische Bewegung Deutschland<ref>Mitgliedseite im EBD. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 3. August 2012;.</ref>, im Deutschen Forum für Kriminalprävention<ref>DFK. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 26. Januar 2013;.</ref> sowie im Europäischen Rat der Polizei-Gewerkschaften CESP.<ref>BDK. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 24. Juni 2012;.</ref>

Der Bund Deutscher Kriminalbeamter ist Partner in der Allianz für Cyber-Sicherheit des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik<ref>publisher: Teilnehmerliste der Allianz für Cyber-Sicherheit. Abgerufen am 23. August 2021.</ref> sowie im Projekt White IT und unterstützt im Rahmen seiner Verbandstätigkeit auch andere Initiativen, Aktionen und Einrichtungen, wie den Arbeitskreis Kinderrechte der Giordano-Bruno-Stiftung, der Task Force für effektive Prävention von Genitalverstümmelung<ref>Bund Deutscher Kriminalbeamter unterstützt Notruf-Projekt „SOS FGM“ › Taskforce FGM. Abgerufen am 23. August 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> und dem Violence Prevention Network.<ref>BDK Vernetzung. Abgerufen am 23. August 2021.</ref>

Verleihungen

Seit 1975 vergibt der BDK an Personen des öffentlichen Lebens, die sich in besonderer und oft in ganz unterschiedlicher Weise um die Innere Sicherheit verdient gemacht haben, die Auszeichnung Bul le Mérite.<ref>bul-le-merite.de</ref>

In Schleswig-Holstein wird des Weiteren jährlich am Aschermittwoch humorvoll die Nick-Knatterton-Ehrenmütze verliehen.

Zudem vergab der BDK auch Ehrenmitgliedschaften, etwa an den Journalisten Eduard Zimmermann.

Andere Polizeigewerkschaften

Neben dem Bund Deutscher Kriminalbeamter gibt es die Gewerkschaft der Polizei (GdP) als Gewerkschaft im Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) sowie die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) im Deutschen Beamtenbund (dbb).

Die Bundesarbeitsgemeinschaft kritischer Polizistinnen und Polizisten versteht sich als inhaltliche Alternative zu den gewerkschaftlichen Berufsverbänden der Polizei mit besonderem Augenmerk auf bürgerrechtliche Themen.

Weblinks

Einzelnachweise

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