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Buchen-Schlauchzitterling

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Buchen-Schlauchzitterling
Datei:Ascotremella faginea 61721 MushroomObserver cropped.jpg

Buchen-Schlauchzitterling (Ascotremella faginea)

Systematik
Unterabteilung: Echte Schlauchpilze (Pezizomycotina)
Klasse: Leotiomycetes
Ordnung: Helotiales
Familie: Helotiaceae
Gattung: Ascotremella
Art: Buchen-Schlauchzitterling
Wissenschaftlicher Name
Ascotremella faginea
(Peck) Seaver

Der Buchen-Schlauchzitterling oder Trugzitterpilz (Ascotremella faginea) ist weltweit die einzige Art aus der Gattung Ascotremella. Der Pilz bildet gallertartige Fruchtkörper und wächst hauptsächlich auf Buchen. Anders als Drüslinge und Zitterlinge, deren Fleisch ebenfalls eine gelatinöse Konsistenz aufweist, gehört der Pilz zu den Schlauchpilzen.<ref name="Baral" />

Merkmale

Datei:Trugzitterpilz Ascotremella faginea Regen nahe Viechtach-001 cropped.jpg
Der Buchen-Schlauchzitterling (Ascotremella faginea) wächst an Laubgehölzen, insbesondere Rotbuche.

Charakteristisch für den Trugzitterpilz sind wulstig-lappige, hirnartig gefaltete Fruchtkörper. Frisch zeigen sie eine rosa oder fleischähnliche Farbe, im Alter sind sie graubraun. Zusammengeflossen können sie 2–10 cm breite und 5–20 cm hohe, kreisel- bis polsterförmige Lager ausbilden. Bei Trockenheit schrumpfen die Fruchtkörper stark ein und verhärten. Die Sporen in den Schläuchen sind elliptisch, einzellig, farblos, fein längsstreifig und 6–10 µm × 4–5 µm groß.<ref name="EOL" />

Vorkommen

Der Trugzitterpilz wächst büschelig auf Rinde oder Holz von lagernden Ästen und Stämmen verschiedener Laubgehölze, besonders an Buche. Er bevorzugt ziemlich frische, wenig bis mittelstark zersetzte Holzbereiche. Er kann von Juni bis November gefunden werden. Der Pilz wurde 1890 in den USA im Staat New York durch Peck beschrieben. Die erste Entdeckung in Europa gelang im August 1944 an totem Holz in der Nähe von Goodwood/Sussex. Am 10. September 1960 wurde er erstmals in Deutschland bei Bad Oldesloe im südlichen Schleswig-Holstein gefunden.<ref name="Friederichsen1966" /> Er kommt selten bis zerstreut vor, aber in den letzten Jahren häufen sich die Fundmeldungen.

Literatur

  • Hermann Jahn: Pilze an Bäumen. Patzer, Berlin / Hannover 1990, ISBN 3-87617-076-1.
  • Gunter Schlechte: Holzbewohnende Pilze. Jahn und Ernst, Hamburg 1986, ISBN 3-925242-26-0.

Einzelnachweise

<references> <ref name="Baral">Hans-Otto Baral: @1@2Vorlage:Toter Link/www.mycokey.orgSkizze der Mikromerkmale von Ascotremella faginea (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Juni 2023. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot. MykoKey 4.0. Abgerufen am 10. Februar 2011.</ref>

<ref name="EOL">Makro- und Mikrofotos von Ascotremella faginea. In: Encyclopedia of Life. Abgerufen am 10. Februar 2011.</ref>

<ref name="Friederichsen1966">I. Friederichsen, H. Engel: Ascotremella faginea (Peck) Seaver, erstmalig in Deutschland gefunden (PDF; 311 kB). In: Westfälische Pilzbriefe. Bd. VI. Heft 1. 1966. (PDF-Datei; 304 kB)</ref> </references>

Weblinks