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Bubussuso

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Bubussuso
Datei:2022-11-01 Bubussuso, nahe dem Friedhof.jpg
Nahe dem Friedhof Ida-Idak
Daten
Fläche 19,47 km²<ref name="Cen2015">Direcção-Geral de Estatística: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ergebnisse der Volkszählung von 2015 (Memento des Vorlage:IconExternal vom 23. September 2019 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.statistics.gov.tl, abgerufen am 23. November 2016.</ref>
Einwohnerzahl 854 (2022)<ref name="Cen2022">Institutu Nasionál Estatístika Timor-Leste: Final Main Report Census 2022, abgerufen am 18. Mai 2023.</ref>
Chefe de Suco Estanislau Borges
(Wahl 2016)
Aldeias Einwohner (2015)<ref name="Cen2015" />
Aituha 135
Bubulora 64
Bubussusso 182
Lihu Lau 96
Orlora 224
Bubussuso (Osttimor)
Bubussuso (Osttimor)
Koordinaten: 8° 55′ S, 125° 47′ O
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Bubussuso (Bubususo, Bubussuço, Bubususu, ehemals Bibisuso, Bibissuço, Bibissuso, Bibissusso, Bibissousso, Bibiçuço) ist ein osttimoresischer Suco im Verwaltungsamt Fatuberlio (Gemeinde Manufahi).

Geographie

Bubussuso
Orte Position<ref name="Statistik"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Atlanten der zwölf Gemeinden und der Sonderverwaltungsregion Osttimors, Stand 2019 (Memento vom 17. Januar 2021 im Internet Archive) (Direcção-Geral de Estatística DGE).</ref> Höhe
Aituha 8° 54′ 43″ S, 125° 46′ 17″ O
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887 m
Bubulora 8° 55′ 8″ S, 125° 46′ 27″ O
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841 m
Bubussuso 8° 54′ 52″ S, 125° 47′ 0″ O
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715 m
Lihu Lau 8° 54′ 34″ S, 125° 46′ 56″ O
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770 m
Orlora 8° 54′ 18″ S, 125° 46′ 10″ O
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972 m

Bubussuso liegt im Nordwesten des Verwaltungsamts Fatuberlio. Westlich befindet sich der Suco Fahinehan, nördlich und östlich der Suco Caicassa. Im Süden grenzt Bubussuso an das Verwaltungsamt Alas mit seinen Sucos Dotik und Aituha. Entlang der Ostgrenze fließt der Südliche Lacló.<ref name="GIS"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Timor-Leste GIS-Portal (Memento vom 30. Juni 2007 im Internet Archive)</ref> Bubussuso hat eine Fläche von 19,47 km²<ref name="Cen2015" /> und teilt sich in die fünf Aldeias Aituha, Bubulora, Bubussusso, Lihu Lau und Orlora.<ref name=JdR><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Jornal da Républica mit dem Diploma Ministerial n.° 199/09 (Memento vom 3. Februar 2010 im Internet Archive) (portugiesisch; PDF; 323 kB)</ref>

Der Ort Bubussuso liegt im Norden des Sucos, auf einer Meereshöhe von 715 m. Hier befindet sich die Grundschule des Sucos, die Escola Primaria Bubussuso<ref name=Poll>Liste der Wahllokale zu den Parlamentswahlen in Osttimor 2007 (PDF-Datei; 118 kB)</ref> und ein provisorischer Hubschrauberlandeplatz.<ref name="UNMIT">UNMIT: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Timor-Leste District Atlas Version 02, August 2008 (Memento vom 3. Dezember 2011 im Internet Archive; PDF; 511 kB)</ref>

Größere Straßen, die den Suco mit der Außenwelt verbinden, fehlen. So mussten für die Parlamentswahlen in Osttimor 2007 die Wahlurnen zum Wahllokal in der Grundschule mit einem Hubschrauber hingebracht und wieder abgeholt werden.<ref name=Poll/> Im Norden liegen die Dörfer Bubussuso, Bubulora (Bobolora), Aituha, Lihu Lau (Liholau) und Orlora. Die Kapelle Santu Agustinho Bubususu befindet sich in der Aldeia Orlora. Sie gehört zur Pfarrei Fatuberlio.

Einwohner

In Bubussuso leben 854 Einwohner (2022), davon sind 423 Männer und 431 Frauen. Im Suco gibt es 159 Haushalte.<ref name="Cen2022" /> Über 96 % der Einwohner geben Lakalei als ihre Muttersprache an. Jeweils etwa anderthalb Prozent sprechen Tetum Prasa und Tetum Terik.<ref>Ergebnisse des Zensus 2010 für den Suco Bubussuso (tetum; PDF; 8,4 MB)</ref>

Geschichte

Datei:Timor-alte-Karte.jpg
Bibissousso auf einer Karte Timors aus dem 18. Jahrhundert

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Bubussuso war eines der traditionellen Reiche Timors, die von einem Liurai regiert wurden. Es erscheint als Bibissuço auf einer Liste von Afonso de Castro, einem ehemaligen Gouverneur von Portugiesisch-Timor, der im Jahre 1868 47 Reiche aufführte.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Timor Loro Sae – Um pouco de história (Memento vom 13. November 2001 im Internet Archive)</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />East Timor - Portuguese Dependency of East Timor (Memento vom 21. Februar 2004 im Internet Archive)</ref> Eine Liste von 1769 nennt das Reich Bibisuso.<ref>Hans Hägerdal: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Servião and Belu: Colonial conceptions and the geographical partition of Timor, University of Vaxjo (Memento vom 3. September 2014 im Internet Archive) (PDF; 346 kB).</ref> Der britische Forschungsreisende Henry Ogg Forbes berichtete am Ende des 19. Jahrhunderts, dass wenn der Liurai von Bibissuço keinen Sohn als Erben hatte, der Liurai des benachbarten Reichs Manufahi um einen Sohn als neuen Herrscher gebeten wurde. Dafür erhielt Manufahi eine Abgabe.<ref>Katharine Davidson: The Portuguese colonisation of Timor: the final stage, 1850-1912, S. 121, Sydney 1994.</ref>

Ab 1860 gehörte Bibissuço zur gleichnamigen Militärkommandantur, zusammen mit Samoro, Claco, Foulão, Tutuluro und Turiscai.<ref name="Schlicher134-136">Monika Schlicher: Portugal in Osttimor. Eine kritische Untersuchung zur portugiesischen Kolonialgeschichte in Osttimor 1850 bis 1912. S. 134–136, Abera, Hamburg 1996, ISBN 3-931567-08-7, (Abera Network Asia-Pacific 4), (Zugleich: Heidelberg, Univ., Diss., 1994).</ref> 1883 kam es zur Militärkommandantur Alas.<ref name="150 Anos">mosun.blogs.sapo.tl: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />150 Anos da criação de distritos em Timor (Memento vom 11. Mai 2016 im Internet Archive)</ref>

Während der Rebellion von Manufahi (1911/12) war Bubussuso mit Boaventura verbündet, dem aufständischen Liurai von Manufahi. Die Rebellion endete im Oktober 1912 mit der Gefangennahme von Boaventura. Die zu Portugal loyalen Liurais, ohne die ein Sieg wohl nicht möglich gewesen wäre, erhielten zum Dank militärische Ränge eines Majors oder Oberstleutnants. Umgekommene oder gefangengenommene Herrscher, wie Afonso Hornai de Soares Pereira von Bubussuso, wurden durch loyale Anhänger Portugals ersetzt, ohne Rücksicht auf die traditionelle Nachfolge zu nehmen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Geoffrey C. Gunn: History of Timor (Memento vom 24. März 2009 im Internet Archive) – Technische Universität Lissabon (PDF-Datei; 805 kB)</ref>

Herrscher von Bibissuço<ref name="BeloHerrscher">Belo, Dom Carlos Filipe Ximenes
Os antigos reinos de Timor-Leste (Reys de Lorosay e Reys de Lorotoba, Coronéis e Datos), S. 122–125 Baucau: Tipografia Diocesana Baucau 2011.</ref>
Datei:D. Affonso de Bibicuco e seus principais.jpg
Dom Afonso de Bibiçuço und sein Gefolge
  • Dom Francisco Soares da Costa (1815)
  • Dom Manuel Fernandes Tavares (1854)
  • Dom Florencio Fernandes Hornay (1874–1881)
  • Dom Afonso Hornay de Soares Pereira (1885–1913)

1975 begann Indonesien mit der Besetzung von Osttimor. Fatuberlio war ein Rückzugsgebiet des Widerstands durch die FALINTIL. Die Einwohner der Sucos Bubussuso, Caicassa und Fahinehan ergaben sich den Invasoren 1978, nachdem die Widerstandsbasis (base de apoio) Centro Sul zerstört worden war. Zunächst wurden sie in der Küstenregion Manufahis versammelt, dann in Fahinehan unter der Kontrolle des indonesischen Airborne Infantry Battalion 100. Viele der Zivilisten starben durch den Mangel an Nahrungsmitteln und Medikamenten. In der Umgebung durften die Internierten nur in Begleitung von Soldaten nach Nahrung suchen. Dabei durften sie sich nicht mehr als ein Kilometer vom Lager entfernen. Zwei Männer wurden erschossen, weil sie die Grenze überschritten hatten. Auch im Ort Turiscai wurden Einwohner der drei Sucos interniert.<ref name="CAVR7.3"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />„Chapter 7.3 Forced Displacement and Famine“ (Memento vom 28. November 2015 im Internet Archive) (PDF; 1,3 MB) aus dem „Chega!“-Report der CAVR (englisch)</ref>

1981 wurden die Einwohner von Bubussuso und Fahinehan von den indonesischen Besatzern nach Oeto (Suco Dotik, Subdistrikt Alas) zwangsumgesiedelt, weil sie in Verdacht standen, die FALINTIL weiter mit Nahrungsmitteln zu versorgen. Die Felder wurden von den indonesischen Soldaten niedergebrannt, damit sie nicht der Widerstandsbewegung nutzen konnten. Für die Zwangsumgesiedelten wurde der neue Ort Weberec gegründet. Da die Menschen aus dem Norden von Fatuberlio als Bergbewohner nur ihre fruchtbaren Felder gewohnt waren, hatten sie Schwierigkeiten im heißen, sumpfigen Flachland, was zu vielen Todesfällen führte. Bis 1983 erfolgte die Rücksiedlung in die angestammten Gebiete.<ref name="CAVR7.3"/>

Politik

Datei:2022-07-22 Estanislau Borges, CdS Bubussuso.jpg
Estanislau Borges (2022)

Bei den Wahlen von 2004/2005 wurde Francisco Amaral zum Chefe de Suco gewählt<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2004/2005 - Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)</ref> und 2009 in seinem Amt bestätigt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2009 - Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)</ref> Bei den Wahlen 2016 gewann Estanislau Borges.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Lista Naran Xefe Suku Eleito 2016, 2. Dezember 2016. (Memento vom 14. August 2021 im Internet Archive)</ref>

Weblinks

Commons: Bubussuso – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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Die administrativen Grenzen innerhalb Osttimors haben sich 2015 geändert. Dieser Artikel muss daher geprüft und gegebenenfalls aktualisiert werden. Siehe Neue administrative Grenzen.

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