Bruno von Saarbrücken
Bruno von Saarbrücken († 1123) war Bischof von Speyer von 1107 bis 1123.<ref>Hans Ammerich: Das Bistum Speyer und seine Geschichte, Band 1: Von den Anfängen bis zum Ende der Salierzeit (1125); Kehl am Rhein 1998; ISBN 3-927095-36-2. S. 45.</ref>
Familie
Bruno von Saarbrücken stammte aus dem Geschlecht der Grafen von Saarbrücken, die von den Saliern mit wichtigen Ämtern betraut wurden. Bruno war der Sohn des Grafen Siegbert und ein Bruder von Friedrich von Saarbrücken und des Mainzer Erzbischofs Adalbert I. von Mainz, damit auch Onkel von Erzbischof Adalbert II. von Mainz.<ref>Peter Acht: Adalbert I., Erzbischof von Mainz. In: Neue Deutsche Biographie. (NDB). Band 1. Duncker & Humblot, Berlin 1953, ISBN 3-428-00182-6, S. Vorlage:VonBis (deutsche-biographie.de).</ref>
Kirchliche Karriere
Bruno war zunächst Abt des Klosters Lorsch. 1107 wurde er zum Bischof von Speyer ernannt. Dessen Kathedrale war zugleich die Begräbniskirche und damit der zentrale Gedenkort für die regierende Dynastie der Salier. Ebenfalls 1107 wurde er auch Abt des Klosters Limburg, eine Funktion, die er bis 1111 innehatte.<ref>Wilhelm Manchot: Kloster Limburg. Eine bauwissenschaftliche und geschichtliche Abhandlung. Hrsg.: Mannheimer Altertumsverein. Berlin 1892, S. 12.</ref>
Bruno war einer der beiden Botschafter, die im Frühjahr 1122 ein Schreiben von Kaiser Heinrich V. an Papst Calixt II. überbrachten, mit dem die Verhandlungen eingeleitet wurden, die im Herbst des gleichen Jahres zum später so genannten Wormser Konkordat führten, das den Investiturstreit beendete.<ref>Meyer von Knonau: Jahrbücher, S. 199.</ref> Bruno war auf der Reichsversammlung von 1122 in Worms anwesend, die den Vertrag aushandelte, und wird in der Zeugenliste aufgeführt.<ref>Meyer von Knonau: Jahrbücher, S. 211.</ref>
Siehe auch
Einzelnachweise
<references />
Literatur
- Hans-Walter Herrmann: Saarbrücken, Grafen v. In: Neue Deutsche Biographie. (NDB). Band 22. Duncker & Humblot, Berlin 2005, ISBN 3-428-11203-2, S. Vorlage:VonBis (deutsche-biographie.de).
- Gerold Meyer von Knonau: Jahrbücher des Deutschen Reiches unter Heinrich IV. und Heinrich V. Bd. 7: 1116 bis 1125. Duncker und Humblot, Leipzig 1909.
- Franz Xaver Remling: Geschichte der Bischöfe zu Speyer. Band 1. Kirchheim u. Schott, Mainz 1852, S. 345–359.
Weblinks
| Vorgänger | Amt | Nachfolger |
|---|---|---|
| Gebhard II. von Urach | Bischof von Speyer 1107–1123 | Arnold II. von Leiningen |
Jesse | Hilderich | Athanasius | Principius | Dragobodo | Atto | Sigwin | Luido | David | Basinus | Fraido | Benedikt | Hertin | Gebhard I. | Gotedank | Einhard I. | Bernhard | Amalrich | Reginbald I. | Gottfried I. | Ottgar | Balderich | Rupert | Walter | Siegfried I. | Reginger | Reginbald II. | Sigibodo I. | Arnold I. | Konrad I. | Einhard II. | Heinrich I. von Scharfenberg | Rüdiger gen. Huzmann | Johannes I. | Gebhard II. von Urach | Bruno von Saarbrücken | Arnold II. von Leiningen | Siegfried II. von Wolfsölden | Günther von Henneberg | Ulrich I. von Dürrmenz | Gottfried II. | Rabodo von Lobdaburg | Konrad II. | Ulrich II. von Rechberg | Otto von Henneberg
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Bruno von Saarbrücken |
| KURZBESCHREIBUNG | Bischof von Speyer |
| GEBURTSDATUM | 11. Jahrhundert |
| STERBEDATUM | 1123 |