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Bristol Airport

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Vorlage:Infobox Flughafen

Der Bristol Airport Vorlage:Flughafen-Codes ist der internationale Verkehrsflughafen von Bristol im Südwesten Englands. Mit 7,6 Millionen Passagieren im Jahr 2016 ist er der neuntgrößte Flughafen des Vereinigten Königreichs.

Geschichte

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Eine Vickers Viscount der Cambrian Airways im Jahr 1963 in Bristol

Im Jahr 1929 entschied ein Fliegerverein vom Flugplatz Filton, eine Farm in Whitechurch, nahe Bristol zu erwerben, um dort einen Flugplatz zu errichten. Im Jahr 1930 wurde der Bristol Airport von Prinz George eingeweiht und war zu dieser Zeit der dritte Flugplatz in England. Im ersten Betriebsjahr nutzten über 900 Passagiere den Flugplatz und 1940 schon über 4000 Fluggäste.

Während des Zweiten Weltkrieges war Bristol als einziger Zivilflughafen im Vereinigten Königreich in Betrieb und nahm alle Passagierflüge auf.

Da der Flugplatz eine längere Start- und Landebahn für die neuen Flugzeuge benötigte, aber von Wohngebieten umgeben war, entschied man, eine Militäranlage der Royal Air Force nahe Redhill, dem heutigen Standort, zum Militärflugplatz RAF Lulsgate Bottom auszubauen. Auch nach der Eröffnung des neuen Flugplatzes 1957 durch Prinzessin Marina wurde der alte Flugplatz in Whitechurch genutzt.

Im Jahr 1963 wurde die Piste verlängert und 1965 erweiterte man aufgrund des starken Passagierwachstums das Passagierabfertigungsgebäude. Drei Jahre später wurde ein neues, 460 m² großes Fluggastgebäude in Betrieb genommen.

Im Jahr 1974 löste sich die wichtigste Fluggesellschaft vor Ort auf, die Court Line, und der Flughafen litt unter dem daraus resultierenden Passagierrückgang.

Im Jahr 1996 verkaufte der Stadtrat von Bristol den Flughafen und 1997 waren 51 % Besitzanteile in den Händen von FirstGroup plc., während die Stadt Bristol die restlichen 49 % hielt. Im März 2000 wurde abermals ein neues Abfertigungsgebäude eröffnet. Im selben Jahr wurden erstmals über zwei Mio. Passagiere abgefertigt. Im Januar 2001 kauften Macquarie Bank und Cintra den Flughafen für 198 Mio. Pfund auf.

Zwischen 1996 und 2006 war der Flughafen der am stärksten wachsende Regionalflughafen des Vereinigten Königreichs.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Im Mai 2005 bot Continental Airlines erstmals Direktflüge von Bristol nach Newark bei New York an, diese wurden jedoch im November 2010 wieder eingestellt.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Am 5. Januar 2007 hatte der Flughafen mit der einzigen Start- und Landebahn Probleme, da deren neuer Asphaltbelag zu feucht war und es zu mehreren Zwischenfällen kam, bei denen landende Flugzeuge erst sehr spät bzw. neben der Piste zum Stillstand kamen. Die Piste wurde am folgenden Wochenende für mehr als zwölf Stunden gesperrt. British Airways strich aus Sicherheitsbedenken vorübergehend ihre Flüge von und nach Bristol.<ref>BBC News v. 5. Januar 2007: Flights cancelled in safety row</ref> Seit November 2007 ist Bristol eine der Basen von Ryanair.

2010 und 2013 wurden jeweils neue Anbauten an das bestehende Terminal umgesetzt, einerseits um die Passagierkapazität zu erhöhen, andererseits aber auch um mehr Parkpositionen in der Nähe der Gates zu haben und so den Busverkehr auf dem Flughafengelände zu minimieren.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Im Jahr 2014 wurde der kanadische Pensionsfonds Ontario Teachers’ Pension Plan (OTPP) Alleineigentümer des Flughafens.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Im Jahr 2017 verkaufte der OTPP je 15 % seiner Anteile an die australische New South Wales Treasury Corporation („TCorp“) und den Sunsuper Superannuation Fund („Sunsuper“), hält seither also noch 70 %.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

2018 wurde Dave Lees zum neuen Geschäftsführer des Flughafens ernannt.<ref name="history">Vorlage:Internetquelle</ref>

Um Platz für einen neuen Verkehrsknotenpunkt und die Vergrößerung des Flughafens zu schaffen, wurde 2019 mit dem Abriss des alten, in den 1950er Jahren gebauten, Terminalgebäudes begonnen.<ref name="history" />

Im Jahr 2023 erhielt der Flughafen nach jahrelangen Rechtsstreitigkeiten mit Gegnern des Projekts die Genehmigung zur Erhöhung der jährlichen Passagierkapazität von 9 auf 12 Mio. Passagiere.<ref name="bl24">Vorlage:Internetquelle</ref> Im Folgejahr kündigte der Flughafen weitere Ausbaupläne an.<ref name="bl24" /> Diese beinhalten eine weitere Erhöhung der Passagierkapazität von 12 auf 15 Mio. jährlich und sollen Langstreckenflüge ermöglichen, sind allerdings in der lokalen Bevölkerung umstritten.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

2025 verkaufte der OTPP seine verbliebenen Anteile an das australische Investmentunternehmen Macquarie,<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> wodurch dieses nun Anteile in Höhe von 55 % am Flughafen Bristol hält.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref><ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Im Juli 2025 wurde eine neue 60 Mio. £ teure Erweiterung fertiggestellt. Hauptsächlich wurden dabei die Parkplätze sowie das Busterminal vergrößert. So soll der Anteil von 15 % der Fluggäste, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Flughafen kommen, erhöht werden.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Lage und Verkehrsanbindung

Der Flughafen liegt etwa 11 km südwestlich der Innenstadt Bristols an der Schnellstraße A38 und kann auch über den nahen Motorway M5 erreicht werden. Vom Flughafen aus besteht mit den von First betriebenen Buslinien A1 und A2 eine direkte Verbindung mit Halt am Bahnhof Bristol Temple Meads in die Innenstadt von Bristol.

Abfertigungsgebäude

Datei:Bristol International Airport, terminal building departure area.jpg
Der Check-in-Bereich des Flughafens Bristol

Der Flughafen Bristol verfügt über ein Terminal mit 50 Check-in-Schaltern und insgesamt 18 Flugsteigen (1-4, 6-16 und 23-25), die bisher nicht mit Fluggastbrücken ausgestattet sind. Daneben gibt es die üblichen Service- und Einzelhandelseinrichtungen.

Fluggesellschaften und Ziele

Von Bristol aus werden, hauptsächlich durch Billigfluggesellschaften wie Ryanair, EasyJet und Jet2, Flüge in alle Regionen Europas angeboten. Hinzu kommen einzelne Flüge nach Nordafrika und in die Türkei. Die einzigen deutschen Flughäfen, die bedient werden, sind Berlin und München. Hinzu kommen im übrigen deutschsprachigen Raum die österreichischen Flughäfen Innsbruck, Salzburg und Wien sowie die schweizerischen Flughäfen Basel, Genf und Zürich.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Zwischenfälle

  • Am 21. September 1967 verunglückte eine Vickers Viscount 808 der irischen Aer Lingus (Luftfahrzeugkennzeichen EI-AKK) bei der Landung auf dem Flughafen Bristol-Lulsgate. Das rechte Tragflächenende und der Propeller des Triebwerks Nr. 4 schlugen auf der Landebahn auf, woraufhin der Kapitän einen Durchstartversuch einleitete. Als er Hindernisse voraus bemerkte, brach er diesen Versuch wieder ab und fuhr das Fahrwerk ein, woraufhin das Flugzeug auf dem Bauch bis zu einem Zaun rutschte. Alle 21 Insassen, die vier Besatzungsmitglieder und 17 Passagiere, überlebten. Das Flugzeug wurde irreparabel beschädigt.<ref>Vorlage:ASN</ref>
  • Am 19. Januar 1970 wurde eine Vickers Viscount 701 der britischen Cambrian Airways (G-AMOA) bei einer harten Landung auf dem Flughafen Bristol-Lulsgate irreparabel beschädigt. Alle 63 Insassen, die vier Besatzungsmitglieder und 59 Passagiere, überlebten.<ref>Vorlage:ASN</ref>

Weblinks

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Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Flughafen (England)