Zum Inhalt springen

Breitenlohe (Burghaslach)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Breitenlohe
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(191)&title=Breitenlohe 49° 43′ N, 10° 36′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(191) 49° 42′ 46″ N, 10° 36′ 28″ O
 {{#coordinates:49,712777777778|10,607777777778|primary
dim=10000 globe= name=Breitenlohe region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code type=city
  }}
Höhe: 346 (343–357) m ü. NHN
Fläche: 1,98 km²<ref name="Gemarkung"/>
Einwohner: 191 (31. Dez. 2014)<ref name="EWZ 2014">Endbericht Fortschreibung lokaler Nahverkehrsplan – Endbericht Nahverkehrsplan - Tabellen. (PDF; 3.9 MB) Landratsamt Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim, S. 16, abgerufen am 15. August 2024.</ref>
Bevölkerungsdichte: 96 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1972
Postleitzahl: 96152
Vorwahl: 09552
Das Bild bitte nur als Dateipfad angeben!

Breitenlohe (fränkisch: Bradnloh<ref>W. D. Ortmann: Landkreis Scheinfeld, S. 19. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „bradṇlō“.</ref>) ist ein Gemeindeteil des Marktes Burghaslach im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Breitenlohe hat eine Fläche von 1,979 km². Sie ist in 296 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 6685,63 m² haben.<ref name="Gemarkung">Gemarkung Breitenlohe (091200). In: geoindex.io. Geoindex, abgerufen am 3. Oktober 2024.</ref><ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 3. Oktober 2024.</ref> Der Ort ist traditionell landwirtschaftlich geprägt.

Geographie

Das Pfarrdorf liegt am Gründleinsbach, einem linken Zufluss der Kleinen Weisach. Im Osten erhebt sich der Düllberg (393 m ü. NHN). Die Staatsstraße 2256 führt nach Burghaslach (2,4 km nördlich) bzw. nach Hombeer (2,3 km südwestlich). Die Kreisstraße NEA 2/ERH 21 führt nach Gleißenberg (2,7 nordöstlich) bzw. nach Kleinweisach (1,7 km südöstlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Dietersdorf (1,3 südöstlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 15. November 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>

Geschichte

Der Ort wurde 1446 als „Preytenloh“ erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname bedeutet ‚zum ausgedehnten lichten Gehölz‘. Schon 1340 wurde eine Wasserburg zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Sie war im Besitz von Albrecht von Hohenlohe. Noch im 14. Jahrhundert folgten die Edlen von Vestenberg, welche die Wasserburg zu einem Schloss umbauten, das in den Bauernkriegen um 1525 zerstört wurde. Kunz Christoph von Vestenberg ließ ab etwa 1569 unter Einbeziehung der Überreste das heutige Schloss erbauen. 1592 verkaufte der verschuldete Sigismund von Vestenberg das Schloss samt Gut an Lorenz von Münster zu Lisberg. Unter dieser Familie wurde das Schloss teilweise barockisiert. Zugleich verkauften sie ihre Ansprüche im Ort an die Castell’sche Herrschaft Burghaslach. 1783 wurden Schloss und Flur an die Grafen von Castell verkauft.<ref>W. D. Ortmann: Landkreis Scheinfeld, S. 19f.</ref><ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 6, Sp. 654f.</ref>

Im Rahmen der bayerischen Gemeindeedikte (frühes 19. Jahrhundert) wurde der Steuerdistrikt Breitenlohe gebildet.<ref name="OV 1818"/> Zu diesem gehörten Fallhütte (Breitenlohe), Fallhütte (Gleißenberg), Frickenhöchstadt, Gleißenberg und Ziegelhütte. Wenig später entstand die Ruralgemeinde Breitenlohe. Sie unterstand in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Herrschaftsgericht Burghaslach<ref>Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern. Kanzlei Buchdruckerei, Ansbach 1820, OCLC 869860423, S. 89 (Digitalisat).</ref> und in der Finanzverwaltung zunächst dem Rentamt Scheinfeld,<ref name="OV 1818"/> nach dessen Auflösung im Jahr 1818 dem Rentamt Iphofen. 1852 kam Breitenlohe an das Landgericht Scheinfeld. Für die Verwaltung war ab 1862 das Bezirksamt Scheinfeld zuständig (1939 in Landkreis Scheinfeld umbenannt) und für die Finanzverwaltung ab 1879 das Rentamt Markt Bibart (1919–1929: Finanzamt Markt Bibart, 1929–1972: Finanzamt Neustadt an der Aisch, seit 1972: Finanzamt Uffenheim). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Scheinfeld, mit dessen Auflösung kam sie 1879 an das Amtsgericht Scheinfeld. Die Gemeinde Breitenlohe hatte 1964 eine Gebietsfläche von 1,998 km².<ref name="OV 1961"/> Am 1. Januar 1972 wurde Breitenlohe im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Burghaslach eingemeindet.<ref></ref><ref>Burghaslach > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 11. Juni 2025.</ref>

Bau- und Bodendenkmäler

Datei:BreitenloheKirche.JPG
Die Kirche von Breitenlohe

In Breitenlohe gibt es drei Baudenkmäler:<ref>Denkmalliste für Burghaslach (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>

  • Das Wasserschloss Breitenlohe stammt im Kern aus dem 15. Jahrhundert und wurde im 16. Jahrhundert ausgebaut. Es besitzt einen quadratischen Grundriss, einen rechteckigen Innenhof um den sich vier dreigeschossige Flügel nit vier runde Ecktürme gruppieren. Im südwestlichen Turm befand sich ein Gefängnis. Östlich, dem Schloss vorgelagert, stehen mit einem Stallgebäude und einer Scheune aus dem 18. Jahrhundert dem Schloss zugeordnete Wirtschaftsgebäude. 1942 kaufte es der Wasserwerksunternehmer Georg Jaeckel, von dem es die heutigen Besitzer, Familie Friedrich, geerbt haben; sie haben es in mehreren Bauabschnitten restauriert.
  • Die katholische Kuratiekirche Exaltatio S. Crucis ist eine Chorturmkirche, stammt in Teilen aus dem 15. Jahrhundert. Das zugehörige Langhaus mit seiner Ausstattung datiert ins Jahr 1595.
  • Unterhalb des evangelischen Friedhofs befindet sich ein Bildstock von 1715.
  • Bei Breitenlohe liegt eine mittelalterliche Wüstung als archäologische Stätte.
  • Sehenswert ist auch die Dorflinde östlich des Pfarrhauses.

Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

Einwohnerentwicklung

Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970 1987 2014
Einwohner 170 160 167 156 147 151 153 165 159 181 148 157 137 135 136 135 125 145 147 213 269 247 201 208 191 191
Häuser<ref>Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser, 1871 bis 1987 als Wohngebäude.</ref> 30 21 24 26 25 25 25 38 47 57
Quelle <ref name="OV 1818">Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, OCLC 1071656043, S. 12 (Digitalisat).</ref> <ref>Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, OCLC 635011891, S. 266 (Digitalisat). Im Historischen Gemeindeverzeichnis werden hiervon abweichend 161 Einwohner angegeben.</ref> <ref name="HGV">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192). München 1954, DNB 451478568, OCLC 311071516, S. 183, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).</ref> <ref name="HGV"/> <ref>Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 1079, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).</ref> <ref>

Kgl. statistisches Bureau (Hrsg.): Verzeichniß der Gemeinden des Königreichs Bayern nach dem Stande der Bevölkerung im Dezember 1867. XXI. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Ackermann, München 1869, S. 172 (Digitalisat). </ref> || <ref>Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1243, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1879</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1882</ref> || <ref>K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 1179 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1892</ref> || <ref name="HGV"/> || <ref>K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1251 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV"/> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1911</ref> || <ref name="HGV"/> || <ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1289 (Digitalisat). </ref> || <ref name="HGV"/> || <ref name="HGV"/> || <ref name="HGV"/> || <ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 1116 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV"/> || <ref name="OV 1961">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 817 (Digitalisat).</ref> || <ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 175 (Digitalisat).</ref> || <ref>Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 338 (Digitalisat).</ref> || <ref name="EWZ 2014"/>

Religion

Breitenlohe ist römisch-katholisch geprägt und Sitz der Pfarrei Zur Kreuzerhöhung.<ref name="OV 1961"/>

Soziales Leben

Breitenlohe hat eine eigene Freiwillige Feuerwehr.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

<references responsive />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende Vorlage:Hinweisbaustein