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Breitenbach (Wetterzeube)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Breitenbach
Gemeinde Wetterzeube
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(307)&title=Breitenbach 51° 0′ N, 12° 4′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(307) 51° 0′ 12″ N, 12° 4′ 26″ O
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Höhe: 269 m
Fläche: 19,69 km²<ref name="Gindex" />
Einwohner: ca. 307 (2011)<ref name="Gindex">Gemarkung Breitenbach, Gemeinde Wetterzeube. In: GEOindex. Abgerufen im Oktober 2025.</ref>
Bevölkerungsdichte: 16 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 2010
Postleitzahl: 06722
Vorwahl: 034425
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Breitenbach ist ein Ortsteil der Gemeinde Wetterzeube und liegt im Süden des sachsen-anhaltischen Burgenlandkreises.

Geographie

Durch Breitenbach verläuft der 51. Breitengrad.

Die ehemalige Gemeinde Breitenbach bestand aus dem Ort Breitenbach und den Ortsteilen Schlottweh und Schneidemühle.

Geschichte

Datei:BreitenbachKempe2.JPG
Ruine der Kempe

Ein Fundplatz aus der jüngeren Altsteinzeit wurde 1925 durch den Dorfschullehrer Erich Thiersch an der Schneidemühle entdeckt. Hierbei handelt es sich offenbar um einen vor zirka 35.000 Jahren vom Anatomisch Modernen Menschen wiederholt aufgesuchten Lagerplatz. Im Jahr 2012 stießen Archäologen bei den seit 2009 andauernden Ausgrabungen auf die bislang älteste Elfenbeinwerkstatt der Welt, in der Mammutstoßzähne verarbeitet wurden.<ref>Raumplanung vor 35.000 Jahren. Archäologie Online, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 30. Oktober 2012; abgerufen am 6. Dezember 2012.</ref><ref>Älteste Elfenbeinwerkstatt der Welt in Sachsen-Anhalt entdeckt. (PDF; 115 kB) Ausgrabungen an der als Mammutjagdstation bekannten Fundstelle Breitenbach bei Zeitz decken 35.000 Jahre alte Elfenbeinwerkstätte auf. Römisch-Germanisches Zentralmuseum, 25. September 2012, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 20. Januar 2018; abgerufen am 6. Dezember 2012.</ref>

Die Burg Breitenbach war ursprünglich ein Königshof, der erstmals in einer gefälschten Königsurkunde von 1138 als Breitenbuch genannt wird. Später wurde wohl in diese ältere Anlage (aus dem 10./11. Jh.) von der Familie Breitenbuch eine Burg hineingebaut, die seit Mitte des 12. bis Ende des 13. Jahrhunderts deren Stammsitz war. Ab der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts befand sich die Burg im Besitz des Naumburger Hochstiftes, wechselte aber mehrmals zwischen dem Bischof und den Markgrafen von Meißen. 1306 übertrug der Markgraf Dietrich die Burg Breitenbach an Graf Simon von Stolberg, und um 1310 hatte es Albert Knut wohl nur kurz als Lehen. Vermutlich wurde die Burg in den kriegerischen Auseinandersetzungen von 1315 durch zwei Brände zerstört. 1317 verkaufte Graf Heinrich von Stolberg die Burg an den Naumburger Bischof. Die direkt neben der Burg liegende Kempe (Kemenate) wurde aus deren Trümmern Mitte des 14. Jahrhunderts errichtet.

Bis 1792 lag Breitenbach im Amt Haynsburg, danach im Amt Zeitz. Ein Schild am Hang unterhalb der Reichsburg weist darauf hin, dass die Nationalsozialisten hier einen Thingplatz errichtet hatten. Reste davon sind keine sichtbar (Stand 2025).

Am 1. Januar 2010 schlossen sich die Gemeinden Breitenbach und Haynsburg mit der Gemeinde Wetterzeube zur neuen Gemeinde Wetterzeube zusammen.<ref>StBA: Gebietsänderungen vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010.</ref>

Einwohnerentwicklung

Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1995 31. Dezember):<templatestyles src="FN/styles.css" /> *

  • 1990 - 346
  • 1995 - 319
  • 2000 - 366
  • 2003 - 379
  • 2007 - 321

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* 
Datenquelle: Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt

Politik

Breitenbach bildet mit den Ortsteilen Schlottweh und Schneidemühle eine eigenständige Gemeinde. Verwaltet wird die Gemeinde von der Verwaltungsgemeinschaft Droyßiger-Zeitzer Forst.

Bürgermeister

Bürgermeister ist seit 2010 Frank Jacob.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Datei:Kirche-Breitenbach.jpg
Kirche
  • Kirche
  • Burgruine der Kempe (Wohnturmrest). Wegen Einsturzgefahr eingezäunt.
  • Wallanlagen der ehemaligen Reichsburg mit Infotafel und Gedenkstein.

Am Rande des Zeitzer Forstes befindet sich in Breitenbach ein Waldspielplatz mit Holzgebäude und Holzturm.<ref> Flyer Ein Tor in den Zeitzer Forst: Die Haynsburg, Heimatverein Haynsburg e. V., Wetterzeube-Haynsburg o. J. (vor 2025).</ref>

Vereine

  • Heimatverein
  • Sportverein

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Breitenbach erreicht man über die Landstraße aus Zeitz oder von Gera über die Bundesstraße 2. Mit den Bussen des MDV ist Breitenbach von Zeitz aus zu erreichen. Der nächste Bahnhof befindet sich etwa 8 km entfernt in Wetterzeube.

Staatliche Einrichtungen

Der Süden des Gemeindegebiets wird vom ehemaligen Truppenübungsplatz Lonzig bedeckt.

Gastronomie

Datei:Breitenbach (Wetterzeube), der Landgasthof "Zur Kempe".jpg
Landgasthof (2005)

Der Landgasthof „Zur Kempe“ ist eine Wildbret-Gaststätte des Zeitzer Forstes<ref> Flyer "Ein Tor in den Zeitzer Forst: Die Haynsburg", Heimatverein Haynsburg e. V., Wetterzeube-Haynsburg o. J. (vor 2025)</ref>.

Literatur

  • Adolf Brinkmann: Über Burganlagen bei Zeitz in tausendjähriger Entwicklung, Verlag Otto Hendel, Halle 1896
  • Gustav Sommer: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Kreises Zeitz, Band 1, Verlag Otto Hendel, Halle/Saale 1879, S. 6.

Weblinks

Commons: Breitenbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang Breitenbach | Dietendorf | Goßra | Haynsburg | Katersdobersdorf | Kleinpötewitz | Koßweda | Obersiedel | Pötewitz | Raba | Rossendorf | Sautzschen | Schkauditz | Schleckweda | Schlottweh | Trebnitz Vorlage:Klappleiste/Ende

Vorlage:Hinweisbaustein