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Braunstirn-Weißspanner

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Braunstirn-Weißspanner
Datei:Cabera.exanthemata.7457.jpg

Braunstirn-Weißspanner (Cabera exanthemata)

Systematik
Ordnung: Schmetterlinge (Lepidoptera)
Familie: Spanner (Geometridae)
Unterfamilie: Ennominae
Tribus: Caberini
Gattung: Cabera
Art: Braunstirn-Weißspanner
Wissenschaftlicher Name
Cabera exanthemata
(Scopoli, 1763)
Datei:2021 08 11 Cabera exanthemata.jpg
Jungraupe an Schwarz-Pappel

Der Braunstirn-Weißspanner (Cabera exanthemata) ist ein Schmetterling (Nachtfalter) aus der Familie der Spanner (Geometridae).

Merkmale

Der Braunstirn-Weißspanner erreicht eine Flügelspannweite von 30 bis 35 Millimetern. Die Falter haben cremeweiße Flügel, die gelbgrau bestäubt sind. Auf den Vorderflügeln verlaufen drei gebogene und gezähnte braungelbe Querlinien; auf den Hinterflügeln sind es zwei. Die Stirn unterhalb der Fühler ist bräunlich (Name!).<ref name="Koch"/>

Die Raupen sind entweder hellgrün mit einer feinen, pudrigen Bestäubung, oder seltener braun gefärbt mit dunklen Flecken auf dem Rücken.

Ähnliche Arten

Formen

  • Cabera exanthemata f. arenosaria Haworth. Mit starker dunkler Bestäubung und breiteren Querlinien.<ref name="Koch"/>
  • Cabera exanthemata f. approximaria Prout. Innere Querlinien fließen fast zusammen.<ref name="Koch"/>

Synonyme

Vorkommen

Die Ost-West-Verbreitung des Braunstirn-Weißspanners ist mit der ähnlichen Art Cabera pusaria vergleichbar. Die Falter sind von der Iberischen Halbinsel durch ganz Europa bis ins Amurgebiet anzutreffen. Im Norden reicht das Verbreitungsareal über den Polarkreis hinaus, während die Art im Süden in Kleinasien und einigen angrenzenden östlichen Gebieten fehlt. In Nordamerika ist der Braunstirn-Weißspanner ebenfalls anzutreffen.<ref name="Ebert">Günter Ebert (Hrsg.): Die Schmetterlinge Baden-Württembergs Band 9 (Spanner (Geometridae) 2. Teil), Nachtfalter VII. Ulmer Verlag Stuttgart 2003. ISBN 3-800-13279-6</ref>

Lebensweise

Der Braunstirn-Weißspanner ist an Wald- und Wiesenrändern, in Heiden, Mooren, Gärten und Parklandschaften anzutreffen. Die Falter sind nachtaktiv und werden von künstlichen Lichtquellen angezogen. Man kann sie in Höhenlagen von 100 bis 1.800 Metern (Alpen) antreffen, der Verbreitungsschwerpunkt liegt allerdings in der Ebene.

Zu den Futterpflanzen zählen u. a.:

  • Weiden (Salix spec.)<ref name="Koch"/><ref name="Ebert"/>
  • Silber-Weide (Salix alba)<ref name="Ebert"/>
  • Purpur-Weide (Salix purpurea)<ref name="Ebert"/>
  • Korb-Weide (Salix viminalis)<ref name="Ebert"/>
  • Ohr-Weide (Salix aurita)<ref name="Ebert"/>
  • Espe (Populus tremula)<ref name="Koch"/><ref name="Ebert"/>
  • Schwarz-Pappel (Populus nigra)<ref name="Ebert"/>
  • Erlen (Alnus spec.)<ref name="Koch"/><ref name="Ebert"/>
  • Grau-Erle (Alnus incana)<ref name="Ebert"/>
  • Schwarzerle (Alnus glutinosa)<ref name="Ebert"/>
  • Haselnuss (Corylus spec.)<ref name="Koch"/>
  • Birken (Betula spec.)<ref name="Koch"/>
  • Sandbirke (Betula pendula)<ref name="Ebert"/>

Die Puppe überwintert.

Flug- und Raupenzeiten

Der Braunstirn-Weißspanner bildet eine Generation im Jahr, die von Anfang Mai bis Ende August fliegt. Die Raupen sind von Juni bis September anzutreffen. Unter günstigen klimatischen Bedingungen kann in Deutschland eine zweite Generation von August bis Oktober beobachtet werden (Oberrheinebene, Neckar-Tauberland, Oberschwaben<ref name="Ebert"/>).<ref name="Koch">Manfred Koch, Wolfgang Heinicke, Bernd Müller: Wir bestimmen Schmetterlinge. Band 4: Spanner. 2., verbesserte und erweiterte Auflage. Neumann, Leipzig/Radebeul 1976, DNB 780451570.</ref>

Quellen

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Commons: Braunstirn-Weißspanner – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien