Boxscher M-Test
Der Boxsche M-Test ist ein Verfahren aus der mathematischen Statistik. Er wurde 1949 von G. E. P. Box entwickelt<ref>Box, G. E. P. (1949). A general distribution theory for a class of likelihood criteria. Biometrika, 36, 317–346, {{#invoke:Vorlage:Handle|f|scheme=doi|class=plainlinks|parProblem=Problem|errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Parameter:DOI|errClasses=error editoronly|errHide=1|errNS=0 4 10 100}}, {{#invoke:JSTOR|f|1=2332671}}{{#if:
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Vorausgesetzt wird, dass die <math>m</math>-dimensionalen Daten in den <math>p</math> Gruppen multivariat normalverteilt sind: <math>\mathcal{N}(\mu_k; \Sigma_k)</math> mit Erwartungswertvektoren <math>\mu_k = (\mu_{k1}, ..., \mu_{km})</math> und Kovarianzmatrizen <math>\Sigma_k=(\sigma_{k;rs})_{r,s=1,...,m}</math> verteilt (<math>k=1,...,p</math>).
Die Hypothese soll geprüft werden, dass alle Kovarianzmatrizen gleich sind, also
- <math>H_0: \Sigma_1 = \Sigma_2 = ... = \Sigma_p </math> vs. <math>H_1:</math> es gibt min. ein Paar <math>i</math> und <math>j</math> mit <math> \Sigma_i \neq \Sigma_j</math>.
Die Prüfgröße für den Test ist das so genannte M von Box,
- <math>M= \gamma \sum _{k=1}^p(n_k - 1) \cdot \log| S_k^{-1} \cdot S| </math>
wobei
- <math> \gamma =1- \frac {2m^2 + 3m-1} {6 \cdot (m + 1) \cdot (p-1)} \left(\sum _{k=1}^p \frac {1} {n_k -1} - \frac {1} {n-p} \right) </math>
als Korrektur dient. Die Kovarianzmatrix <math>\Sigma_k</math> wird aus den Beobachtungen, die zur Gruppe <math>k</math> gehören, geschätzt
- <math> s_{k;rs} = \frac {1} {n_k-1} \sum_{i=1}^{n_k} (x_{ir}- \bar x_r) (x_{is}- \bar x_s)</math>
und die gepoolte, also mittlere, Kovarianzmatrix durch
- <math> S=\frac {1}{n-p} \sum_{k=1}^p (n_k - 1) \cdot S_k .
</math>
Bei jeweils genügend großem <math>n_{k}</math> ist die Prüfgröße annähernd Chi-Quadrat-verteilt mit <math>m(m+1)(p-1)/2</math> Freiheitsgraden. Wenn die <math>S_k</math> sich insgesamt sehr von <math>S</math> unterscheiden, wird der Wert der Prüfgröße hoch. <math>H_0</math> wird also beim Signifikanzniveau <math>\alpha</math> abgelehnt, wenn M größer ist als das <math>1- \alpha</math>-Quantil der Chi-Quadrat-Verteilung mit <math>m(m+1)(p-1)/2</math> Freiheitsgraden.
Der Test reagiert sensitiv auf Verletzungen der Voraussetzung der mehrdimensionalen Normalverteilung.
Einzelnachweise
<references />