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Borsna

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{{#if: befasst sich mit der Stadt in der Ukraine, für Informationen zum gleichnamigen Fluss siehe Borsna (Fluss).

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Diese Weiterleitung ist grundsätzlich kein Gegenstand von SLA. und {{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=ru|SCRIPTING=Cyrl|SERVICE=russisch}}) ist eine Stadt mit etwa 10.000 Einwohnern in der Oblast Tschernihiw im Nordosten der Ukraine und war bis Juli 2020 das Zentrum des gleichnamigen Rajons Borsna.

Datei:Borzna collage.jpg
Ortsansichten

Geografie

Die Stadt liegt ca. 104 km südöstlich von der Hauptstadt der Oblast Tschernihiw und ca. 184 km von der ukrainischen Hauptstadt Kiew an der Europastraße E 101/M 02 (Kiew–Moskau).

Borsna wird durch den kleinen Fluss Borsenka, einem Nebenfluss der Desna bewässert.

Geschichte

Die Stadt wurde 1633 gegründet (nach dem Magdeburger Stadtrecht) und war seit 1654 Garnisonsstadt. 1633 wurde Borsna an Polen abgetreten, kam aber 1654 als Teil des ukrainischen Staates von Bohdan Chmelnyzkyj unter russische Hoheit. Während des Befreiungskriegs der ukrainischen Kosaken von polnischer Oberherrschaft (1648–1658) war die Stadt ein wichtiger Stützpunkt der Ukrainer.

Seit 1880 war Borsna Kreisstadt im Gouvernement Tschernigow. Die Stadt mit 4 Kirchen und einer Kreisschule zählte Anfang des 21. Jahrhunderts kaum 9000 Einwohner, welche neben Ackerbau und Viehzucht Tuch- und Wollmanufakturen, Strumpfwirkerei, Seiden-, Hut- und Lederfabrikation, auch Talg- und Seifensiederei und Stearinfabrikation betrieben. Der Handel Borsnas wurde durch vier Jahrmärkte belebt. Im Kreis Borsna wurde viel Tabak gebaut, namentlich in der deutschen Kolonie Bjelaja Wesha.<ref>Meyers Konversationslexikon. Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885–1892 in site Retrobibliothek</ref>

Die große jüdische Einwohnerschaft verringerte sich wegen der Pogrome 1880 und 1919 schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Während der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg, vom 21. September 1941 bis zum 7. September 1943, wurden von den Deutschen 126 Zivilisten (vor allem Juden) in Borsna ermordet. 179 Menschen wurden als Fremdarbeiter nach Deutschland gebracht. 104 Juden fielen allein bei dem Massaker am 18. Januar 1942 in Schapowaliwka bei Borsna zum Opfer<ref>Vorlage:Webarchiv in site Vorlage:Webarchiv (eng.)</ref>.

Verwaltungsgliederung

Am 18. Juni 2018 wurde die Stadt zum Zentrum der neugegründeten Stadtgemeinde Borsna (Борзнянська міська громада/Borsnjanska miska hromada). Zu dieser zählten auch die 13 in der untenstehenden Tabelle aufgelisteten Dörfer,<ref>Відповідно до Закону України "Про добровільне об'єднання територіальних громад" у Чернігівській області у Борзнянському районі Борзнянська міська, Малозагорівська, Миколаївська, Оленівська та Прачівська сільські ради рішеннями від 11, 14 травня, 11, 14 і 18 червня 2018 року</ref> bis dahin bildete sie zusammen mit den Dörfern Bilschowyk, Kynaschiwka, Ljubomudriwka und Sabiliwschtschyna die gleichnamige Stadtratsgemeinde Borsna (Борзнянська міська рада/Borsnjanska miska rada) im Zentrum des Rajons Borsna. Am 12. Juni 2020 kam noch die 8 Dörfer Hryschiwka, Jaduty, Jurkiwschtschyna, Krasnostaw, Ostriw Nadiji, Saponiwka, Schapowaliwka und Schdaniw zum Gemeindegebiet.<ref>Кабінет Міністрів України Розпорядження від 12 червня 2020 р. № 730-р "Про визначення адміністративних центрів та затвердження територій територіальних громад Чернігівської області"</ref>

Am 17. Juli 2020 kam es im Zuge einer großen Rajonsreform zum Anschluss des Rajonsgebietes an den Rajon Nischyn.<ref>Верховна Рада України; Постанова від 17.07.2020 № 807-IX Про утворення та ліквідацію районів</ref>

Folgende Orte sind neben dem Hauptort Borsna Teil der Gemeinde:

Name
ukrainisch transkribiert ukrainisch russisch
Adamiwka Адамівка Адамовка (Adamowka)
Hryschiwka Гришівка Гришовка (Grischowka)
Iwaniwka Іванівка Ивановка (Iwanowka)
Jaduty Ядути Ядуты
Jurkiwschtschyna Юрківщина Юрковщина (Jurkowtschina)
Krasnostaw Красностав Красностав
Kynaschiwka Кинашівка Кинашевка (Kinaschewka)
Ljubomudriwka Любомудрівка Любомудровка (Ljubomudrowka)
Mala Sahoriwka Мала Загорівка Малая Загоровка (Malaja Sagorowka)
Mykolajiwka Миколаївка Николаевка (Nikolajewka)
Oleniwka Оленівка Оленовка (Olenowka)
Ostriw Nadiji (bis 2016 Kirowske) Острів Надії (Кіровське) Остров Надежды (Ostrow Nadeschdy)/Кировское (Kirowskoje)
Pratschi Прачі Прачи
Sabiliwschtschyna Забілівщина Забеловщина (Sabelowschtschina)
Sabiliwschtschyna Druha Забілівщина Друга Забеловщина Вторая (Sabelowschtschina Wtoraja)
Saponiwka Сапонівка Сапоновка (Saponowka)
Schapowaliwka Шаповалівка Шаповаловка (Schapowalowka)
Schdaniw Жданів Жданов (Schdanow)
Suchowodka Суховодка Суходовка
Tscherwone Osero Червоне Озеро Червоное Озеро (Tscherwonoje Osero)
Wolnyzja Вольниця Вольница (Wolniza)

Bevölkerung

Demografischer Wandel
1897 1926 1959 1970 1979 1989 2001 2008 2014
12 526 10 896 10 131 10 188 11 532 12 506 11 707 10 762 10 396

Quelle:<ref>Bevölkerung ukrainischer Städte auf pop-stat.mashke.org</ref>

Söhne und Töchter der Stadt

  • Wiktor Sabila (1808–1869) lebte auf einem Gut bei Borsna und starb in der Stadt

Kultur und Sehenswürdigkeiten, Sehenswürdigkeiten

Museen und Parks

  • Regional Geschichts- und Gedenk-Museum-Reserve Panteleimon Kulisch „Hannyna Wüsten“ (Farm Motronivka);
  • Kunst- und Gedenk-Museum „Haus der Volkskünstler der Ukraine, Oleksandr Saenko“;
  • Borznyansky Historisches Museum (Volk).

Siehe auch

Literatur

  • Sergej Udowik: Die Ukraine. Historische Orte. Wakler-Verlag Kiew 2010, ISBN 978-966-543-102-2.

Weblinks

Vorlage:Commonscat

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Orte in der Oblast Tschernihiw