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Borissowo (Kaliningrad)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Siedlung
Borissowo/Kraussen
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Flagge Wappen
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Föderationskreis Nordwestrussland
Oblast Kaliningrad
Stadtkreis Kaliningrad
Gegründet 1425
Frühere Namen Crawsyn (1425)
Craußen (nach 1785)
Craussen (nach 1871)
Kraußen (nach 1905)
Kraussen (1933–1946)
Zeitzone UTC+2
Geographische Lage
Koordinaten 54° 41′ N, 20° 38′ OKoordinaten: 54° 40′ 31″ N, 20° 37′ 45″ O
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Borissowo (Kaliningrad) (Europäisches Russland)
Borissowo (Kaliningrad) (Europäisches Russland)
Lage im Westteil Russlands
Borissowo (Kaliningrad) (Oblast Kaliningrad)
Borissowo (Kaliningrad) (Oblast Kaliningrad)
Lage in der Oblast Kaliningrad

Borissowo ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist ein Ort im Moskauer Rajon, einem Stadtbezirk der russischen Stadt Kaliningrad (Königsberg (Preußen)) in der Oblast Kaliningrad (Gebiet Königsberg).

Geographische Lage

Borissowo liegt acht Kilometer südöstlich des Stadtzentrums von Kaliningrad (Königsberg (Preußen)) in einem in den Rajon Gurjewsk (Kreis Neuhausen) hineinragenden Landzipfel und ist von der russischen Fernstraße A 196 (ehemalige deutsche Reichsstraße 131) aus zu erreichen. Die nächste Bahnstation ist Lugowoje (Gutenfeld) an der Bahnstrecke von Kaliningrad über Gussew (Gumbinnen) nach Litauen, einem Teilstück der ehemaligen Preußischen Ostbahn.

Geschichte

Das ehedem Kraussen<ref>Ortsinformationen Bildarchiv Ostpreußen: Kraussen</ref> (1425 Crawsyn, nach 1785 Craußen, nach 1871 Craussen, nach 1905 Kraußen, 1933 bis 1946 Kraussen) genannte Dorf erfuhr im Jahre 1425 seine Gründung. Von 1874 bis 1945 war der Kraußen in den Amtsbezirk Steinbeck<ref>Rolf Jehke, Amtsbezirk Steinbeck</ref> (heute russisch: Rybnoje) eingegliedert, der zum Landkreis Königsberg (Preußen) (1939 bis 1945 Landkreis Samland) im Regierungsbezirk Königsberg der preußischen Provinz Ostpreußen gehörte. Im Jahre 1910 zählte Kraußen 233 Einwohner<ref>M. W. Ehrenreich: Landkreis Königsberg. In: Gemeindeverzeichnis 1900. U. Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 21. Januar 2008; abgerufen am 20. Dezember 2025 (Stand 1. Dezember 1910).</ref>.

Am 30. März 1920 vergrößerte sich die Landgemeinde Kraußen um den nordwestlich gelegenen Gutsbezirk Kraussenhof<ref>Ortsinformationen Bildarchiv Ostpreußen: Kraussenhof</ref>, der hierher eingemeindet wurde. Am 25. März 1993 wurde Kraußen in Kraussen umbenannt. Im gleichen Jahr zählte der Ort 277 Einwohner, nur sechs Jahre später lebten hier am Stadtrand von Königsberg (Preußen) 1.523 Menschen<ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>.

Im Jahre 1945 kam das nördliche Ostpreußen und somit auch Kraussen zur Sowjetunion. Das Dorf erhielt die russische Bezeichnung „Borissowo“ und ist seit 1993 eine „Siedlung“ (russisch: possjolok) im Moskauer Rajon (Stadtbezirk Moskau) der Stadt Kaliningrad (Königsberg).

Kirche

Die vor 1945 mehrheitlich evangelische Bevölkerung Kraussens war in das Kirchspiel Steinbeck-Neuendorf (russisch: Rybnoje-Rschewskoje) eingepfarrt. Es gehörte zum Kirchenkreis Königsberg-Land I innerhalb der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union. Letzter deutscher Geistlicher war Pfarrer Viktor Felix Reiß.

Heute liegt Borissowo im Einzugsbereich der evangelisch-lutherischen Auferstehungskirche in Kaliningrad (Königsberg). Sie ist die Hauptkirche der neu gebildeten Propstei Kaliningrad<ref>propstei-kaliningrad.info: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Evangelisch-lutherische Propstei Kaliningrad (Memento vom 29. August 2011 im Internet Archive)</ref> der Evangelisch-lutherischen Kirche Europäisches Russland (ELKER).

Sohn Kraußens

  • Erhard Riemann (1907–1984), deutscher Volkskundler und Hochschullehrer

Einzelnachweise

<references />