Bolesławice (Kobylnica)
| Bolesławice | ||||||
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| Vorlage:Platzhalterbild |
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| Basisdaten | ||||||
| Staat: | Datei:Flag of Poland.svg Polen
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| Woiwodschaft: | Pommern | |||||
| Powiat: | Słupsk | |||||
| Gmina: | Kobylnica | |||||
| Geographische Lage: | 54° 27′ N, 16° 57′ O
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| Einwohner: | 260 | |||||
| Postleitzahl: | 76-251 Kobylnica | |||||
| Telefonvorwahl: | (+48) 59 | |||||
| Kfz-Kennzeichen: | GSL | |||||
| Wirtschaft und Verkehr | ||||||
| Straße: | DK 6: Stettin–Danzig | |||||
| Eisenbahn: | PKP-Strecke 405: Ustka–Piła, Bahnstation: Widzino | |||||
| Nächster int. Flughafen: | Danzig | |||||
Bolesławice (deutsch Ulrichsfelde) ist ein Dorf in der polnischen Woiwodschaft Pommern und gehört zur Stadt-und-Land-Gemeinde Kobylnica (Kublitz) im Powiat Słupski (Stolper Kreis).
Geographische Lage
Das Dorf liegt in Hinterpommern, etwa fünf Kilometer westlich der Stadt Słupsk (Stolp) und drei Kilometer westnordwestlich der Stadt Kobylnica (Kublitz)
Nachbargemeinden von Bolesławice sind: Sycewice (Zitzewitz) und Zębowo (Symbow) im Westen, Bierkowo (Birkow) im Norden, die Stadt Słupsk im Osten und die Stadt Kobylnica (Kublitz) sowie Widzino (Veddin) im Süden.
Geschichte
Ulrichsfelde ist eine Siedlung aus der Zeit Friedrichs des Großen und wurde nach dem Kriegs- und Domänenrat George Philipp Ulrich benannt. Die Kriegs- und Domänenkammer legte um 1780 auf dem westlichen Teil der Gemarkung Kublitz das neue Dorf Ulrichsfelde mit einer Schäferei und acht Büdnern an.<ref name="bruegg" />
Anfang der 1930er Jahre hatte die Gemarkung der Landgemeinde Ulrichsfelde einen Flächeninhalt von 2,5 km². Innerhalb der Gemeindegrenzen standen zusammen 25 bewohnte Wohnhäuser an drei verschiedenen Wohnplätzen:<ref name=stuebs />
- Geffkenkaten
- Siedlung
- Ulrichsfelde
Der Wohnplatz Geffkenkaten lag etwa 1,5 Kilometer westlich des Dorfkerns. Um 1935 hatte gab es in Ulrichsfelde u. a. einen Gasthof und eine Metzgerei.<ref>Klockhaus' kaufmännisches Handels- und Gewerbe-Adressbuch des Deutschen Reichs, Band 1 A, Berlin 1935, S. 1173–1174 (Google Books).</ref> Im Jahre 1939 lebten auf der 246 Hektar umfassenden Gemeindefläche 198 Einwohner in 50 Haushaltungen.
Bis 1945 gehörte das Dorf mit Adlig Kublitz, Kublitz, Lossin, Sanskow und Veddin zum Amtsbezirk Lossin im Landkreis Stolp<ref>Vgl. hierzu: Karl–Heinz Pagel: Der Landkreis Stolp in Pommern. Zeugnisse seiner deutschen Vergangenheit.</ref> im Regierungsbezirk Köslin der preußischen Provinz Pommern des Deutschen Reichs. Lossin war zugleich Sitz des zuständigen Standesamtes. Amtsgerichtsbereich war Stolp. Als letzter deutscher Bürgermeister amtierte Albert Voß.
Als sich gegen Ende des Zweiten Weltkriegs im März 1945 die Rote Armee dem Ort Ulrichsfelde näherte, brachen die Einwohner im Treck auf und flohen in den Norden des Landkreises. In der Nacht zum 8. März 1945 wurde das Dorf von der Roten Armee besetzt. Die Einwohner kehrten für kurze Zeit in ihr Dorf zurück. Nach Beendigung der Kampfhandlungen wurde die Region von der Sowjetunion der Volksrepublik Polen zur Verwaltung überlassen. Es begann danach die Zuwanderung polnischer Zivilisten. Ulrichsfelde wurde in Bolesławice umbenannt. Die Dorfbewohner wurden in der Folgezeit von der polnischen Verwaltungsbehörde aus Ulrichsfelde vertrieben.
Demographie
| Jahr | Einwohner | Anmerkungen |
|---|---|---|
| 1782 | – | Dorf, königliche Schäferei, mit neun Feuerstellen (Haushaltungen)<ref name="bruegg" >Ludwig Wilhelm Brüggemann: Ausführliche Beschreibung des gegenwärtigen Zustandes des Königl. Preußischen Herzogtums Vor- und Hinterpommern. Teil II, Band 2, Stettin 1784, S. 936, oben (Google Books).</ref> |
| 1818 | 51 | Dorf, königliche Besitzung<ref name="Krug" >Alexander August Mützell und Leopold Krug: Neues topographisch-statistisch-geographisches Wörterbuch des preußischen Staats, Band 5: T–Z, Halle 1823, S. 56, Ziffer 241(Google Books).</ref><ref name="FvR" >Friedrich von Restorff: Topograohische Beschreibung der Provinz Pommern mit einer statistischen Uebersicht, Nicolaische Buchhandlung, Berin und Stettin 1827, S 273, Ziffer 18 (Google Books).</ref> |
| 1852 | 159 | Dorf<ref>Topographisch-statistisches Handbuch des Preußischen Staats (Kraatz, Hrsg.). Berlin 1856, S. 640 (Google Books).</ref> |
| 1910 | 207 | am 1. Dezember, Dorf<ref name=mgaz >Ulrichsfelde, Kreis Stolp, Provinz Pommern. In: Meyers Gazetteer, mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Ulrichsfelde (meyersgaz.org).</ref> |
| 1925 | 195 | Landgemeinde, in 29 Haushaltungen, sämtlich Evangelische<ref name=stuebs >Die Gemeinde Ulrichsfelde im ehemaligen Kreis Stolp in Pommern (Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft, 2011)</ref> |
| 1933 | 216 | <ref name="Vwg">Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref> |
| 1939 | 198 | <ref name="Vwg" /> |
Bolesławice gehört zur Gmina Kobylnica im Powiat Słupski der Woiwodschaft Pommern (bis 1998 Woiwodschaft Stolp). Hier leben jetzt 260 Einwohner.
Kirche
Vor 1945 waren alle Dorfbewohner evangelischer Konfession. Ulrichsfelde gehörte zur Kirchengemeinde Kublitz und damit zum Kirchspiel der St.-Johannis- und Schlosskirche in Słupsk. Es war dem Kirchenkreis Stolp-Stadt in der Kirchenprovinz Pommern der Kirche der Altpreußischen Union zugeordnet.
Das katholische Kirchspiel war in Stolp.
Die seit 1945 und Vertreibung der einheimischen Dorfbewohner anwesendende polnische Dorfbevölkerung ist weitestgehend katholischer Konfession. Die polnischen Katholiken gehören zur Filiale Bolesławice der Pfarrei Kobylnica (Kublitz) der Katholischen Kirche in Polen. Die Pfarrei ist dem Dekanat Słupsk Zachód (Stolp-West) im Bistum Köslin-Kolberg zugeordnet.
Heute hier lebende evangelische Kirchenmitglieder gehören zum Kirchspiel der Kreuzkirche in Słupsk (Stolp) in der Diözese Pommern-Großpolen der Evangelisch-Augsburgischen Kirche.
Schule
In der einklassigen Volksschule unterrichtete bis 1945 eine Lehrkraft etwa 25 Kinder.
Verkehr
Bolesławice ist zu erreichen über die polnische Landesstraße 6 (ehemalige deutsche Reichsstraße 2, heute auch Europastraße 28) Danzig–Stettin.
Bahnstation ist Widzino (Veddin) (3 km) an der Staatsbahnstrecke Nr. 405 Piła (Schneidemühl) – Szczecinek (Neustettin) – Miastko (Rummelsburg) – Słupsk (Stolp) – Ustka (Stolpmünde).
Literatur
- Ulrichsfelde, Kreis Stolp, Provinz Pommern. In: Meyers Gazetteer, mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Ulrichsfelde (meyersgaz.org).
- Karl-Heinz Pagel: Der Landkreis Stolp in Pommern. Lübeck 1989, S. 978–979 (Download Ortsbeschreibung Ulrichsfelde) (PDF; 393 kB)
- Ludwig Wilhelm Brüggemann: Ausführliche Beschreibung des gegenwärtigen Zustandes des Königl. Preußischen Herzogtums Vor- und Hinterpommern. Teil II, Band 2, Stettin 1784, S. 936, oben (Google Books), und S. 931, Ziffer (4) (Google Books).
Weblinks
- Amtsbezirk Lossin (Territorial.de)
- Die Gemeinde Ulrichsfelde im ehemaligen Kreis Stolp in Pommern (Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft, 2011)
Einzelnachweise
<references/>
Ortschaften: Bolesławice (Ulrichsfelde) | Bzowo (Besow) | Kobylnica (Kublitz) | Komiłowo (Keudellshof) | Komorczyn (Kummerzin) | Kończewo (Kunsow) | Kruszyna (Krussen) | Kuleszewo (Kulsow) | Kwakowo (Quackenburg) | Lubuń (Labuhn) | Lulemino (Lüllemin) | Łosino (Lossin) | Płaszewo (Wendisch Plassow) | Reblino (Reblin) | Runowo Sławieńskie (Klein Runow) | Sierakowo Słupskie (Zirchow) | Słonowice (Groß Schlönwitz) | Słonowiczki (Klein Schlönwitz) | Sycewice (Zitzewitz) | Ściegnica (Ziegnitz) | Widzino (Veddin) | Wrząca (Franzen) | Zagórki (Sagerke) | Zębowo (Symbow) | Żelkówko (Klein Silkow)
Weitere Dörfer: Bolesławice-Kolonia | Ciechomice (Friedrichshof) | Dobrzęcino (Dubberzin) | Giełdoń (Georgenthal) | Kczewo (Egsow) | Kobylniczka (Adlig Kublitz) | Kozłówek | Luleminko | Maszkowo (Johannishof) | Miedzno (Grenzhof) | Otok | Reblinko (Neu Reblin) | Rozłęka (Planheide) | Runowo-Kolonia (Annaburg) | Sierakowo-Kolonia | Wrząckie (Klein Franzen) | Zajączkowo (Sanskow) | Zbyszewo (Reinholdsfelde) | Zębowo-Kolonia | Żelki (Groß Silkow) | Żelkowiec