Bojadła
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Bojadła (deutsch Boyadel) ist ein Ort mit etwa 3300 Einwohnern in der Landgemeinde Bojadła im Powiat Zielonogórski der Woiwodschaft Lebus in Polen. Es liegt etwa 25 Kilometer östlich von Zielona Góra (Grünberg).
Geschichte
Das Gemeindegebiet gehörte bis 1945 zum Landkreis Grünberg. Bekannt war in Boyadel die aus bunten Mustern getragene Festtracht der Männer (mit Zylinderhut) und Frauen (Purrhaube genannt).
Gemeinde
Zur Landgemeinde Bojadła gehören eine Reihe von Dörfern mit Schulzenämtern. Vorlage:Hauptartikel
Sehenswürdigkeiten
- Schloss Boyadel: Adam Wenzel von Kottwitz erwarb 1680 die Boyadler Güter von den Glogauer Jesuiten. Das 1707 erbaute erste Schloss brannte im Jahre 1731 ab. Der spätbarocke Neubau des jetzigen Schlosses erfolgte 1734 für David Heinrich von Kottwitz. Im Ballsaal im Obergeschoss befinden sich zwei steinerne spätbarocke Kamine. Die beiden zweistöckigen Turmhäuser links und rechts vor der Hauptfassade mit Zwiebeltürmen und hohen Laternen wurden etwas später ergänzt. Gegenüber liegt ein ursprünglich geometrischer Landschaftspark. Die letzten Besitzer waren Reinhard von Scheffel-Boyadel, dem sein Sohn Adolf von Scheffer-Boyadel nachfolgte.<ref>Vorlage:Literatur</ref>
- Die Römisch-katholische Kirche|Römisch-katholische Fachwerk-Kirche mit dem Patrozinium Therese vom Kinde Jesu mit Schrotholzturm wurde 1757–1759 als Bethauskirche von Adam Heinrich von Kottwitz gestiftet; der Turm wurde 1793 nach Entwurf von Johann Christian Valentin Schultze dazugefügt. Die Inneneinrichtung ist teilweise im Rokokostil gehalten. Die farbigen Glasfenster wurden von 1907 bis 1912 geschaffen. Seit der Reformation bis zum Übergang an Polen 1945 diente die Kirche als evangelisches Gotteshaus.
Literatur
- Dehio-Handbuch der Kunstdenkmäler in Polen. Schlesien. Deutscher Kunstverlag, München u. a. 2005, ISBN 3-422-03109-X, S. 149f.
- Helmut Sieber: Schlösser in Schlesien. Weidlich, Frankfurt (Main) 1971, S. 179.
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Weblinks
Einzelnachweise
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