Bohuslav Martinů
Bohuslav Martinů (* 8. Dezember 1890 in Polička, Böhmen, Österreich-Ungarn; † 28. August 1959 in Liestal, Schweiz) war ein tschechischer Komponist.
Leben
Martinů – Sohn eines Schuhmachers und Türmers – erhielt seinen ersten Violinunterricht beim Schneider seines Heimatortes. Dank seiner bemerkenswerten Fortschritte finanzierten ihm die Stadtbewohner ein Studium am Prager Konservatorium, wo er ab 1906 Violine bei Josef Suk und ab 1909 zusätzlich Orgel und Komposition studierte. 1910 jedoch wurde er wegen mangelnden Interesses vom Unterricht ausgeschlossen. Trotzdem erlangte er 1912 das Diplom als Violinlehrer. In den Jahren 1913 und 1914 spielte er als Gast die zweite Violine bei der Tschechischen Philharmonie in Prag. Den Ersten Weltkrieg verbrachte er als Musiklehrer in seiner Heimatstadt, er war als wehrdienstuntauglich eingestuft worden. Von 1918 bis 1923 war Martinů wiederum Geiger in der Tschechischen Philharmonie, ab 1920 als reguläres Mitglied.<ref name="Riemann2012">Hugo Riemann: Riemann Musiklexikon. Hrsg.: Wolfgang Ruf. 13., aktualisierte Auflage. Band 3. Schott Verlag, Mainz 2012, S. 300 f.</ref> In den Jahren 1922 und 1923 nahm er wiederholt Kompositionsunterricht bei Josef Suk und zog 1923 nach Paris, um dort seine Kompositionsstudien bei Albert Roussel zu vollenden. Dort lernte er Charlotte Léonie Victorine Quennehen (1894–1978) kennen, die er 1931 heiratete.<ref>Charlotte Martinů</ref> Bis 1940 lebten sie in Paris und weilten zwischendurch auch gerne bei Martinůs Mäzen Paul Sacher auf dessen Familiensitz Schönenberg in Pratteln BL. Als seine Musik in seiner Heimat von den Nationalsozialisten verboten wurde und sich der Einmarsch der deutschen Truppen in Paris abzeichnete, floh er, lebte einige Monate in Aix-en-Provence und reiste innerhalb von neun Monaten mit kurzen Stationen in Marseille und Lissabon in die USA aus.
USA
In den USA lehrte Martinů von 1941 bis 1953 Komposition, unter anderem beim Musikfestival in Tanglewood, im westlichen Massachusetts, und an der Princeton University, in New Jersey (bis 1948), danach an der Mannes School of Music in New York. Eine 1945 erhaltene Professur für Komposition am neugegründeten Prager Konservatorium trat er wegen persönlicher Schicksalsfälle und der allgemeinen Situation in der Tschechoslowakei nicht an.<ref name="Riemann2012" /> 1952 erhielt er die US-Staatsbürgerschaft.
1953 kehrte er nach Europa zurück, wo er bis 1955 in Nizza und kurzzeitig in Rom lebte. Danach unterrichtete er ein Jahr lang am Curtis Institute in Philadelphia. 1955 wurde er in die American Academy of Arts and Letters gewählt.<ref>Members: Bohuslav Martinů. American Academy of Arts and Letters, abgerufen am 12. April 2019.</ref>
Schweiz
Seine letzten Lebensjahre verbrachte Martinů ab 1956 in der Schweiz, einzig unterbrochen durch seine Tätigkeit 1956/57 als Lehrer an der US-amerikanischen Musikakademie in Rom.<ref name="Riemann2012" /> In der Schweiz lebte er bei Paul Sacher in Pratteln auf Schönenberg. Dank einer Ausnahmebewilligung wurde er auch dort bestattet, nachdem er 1959 im Baselländischen Kantonspital Liestal gestorben war. Seine Frau wollte neben ihm bestattet werden, was einer zweiten Ausnahmebewilligung bedurft hätte und in Pratteln unwahrscheinlich war. Sie legte deshalb 1975 fest, dass Martinůs sterbliche Überreste nach Polička überführt werden sollten. Dies geschah jedoch erst nach ihrem Tod am 23. November 1978; am 12. Juli 1979 fiel der Entscheid und am 16. August wurden Martinůs sterbliche Überreste in seine Heimat überführt, wo auch seine Frau Charlotte bestattet worden war. Am 27. August fand das Staatsbegräbnis statt. 1992 verlieh der Vizerektor der Prager Universität Paul Sacher eine Medaille für seine Verdienste um Bohuslav Martinů und dessen Werk.<ref>Erich Singer: Bohuslav Martinůs letzte Reise. In: Neue Zürcher Zeitung. 28. Oktober 2018, abgerufen am 6. November 2018.</ref> Nach Martinů ist der 1971 entdeckte Asteroid des inneren Hauptgürtels (3081) Martinůboh benannt.<ref></ref>
Zitat
Paul Sacher, Dirigent und Auftraggeber von Kompositionen, über Martinů: „Ich habe in meinem ganzen Leben keinen einfacheren, aufrichtigeren und ergreifenderen Menschen gekannt.“<ref>F. James Rybka: Bohuslav Martinu. The Compulsion to Compose, Scarecrow Press, 2011, ISBN 978-0-8108-7762-7, S. 315, Vorschau Google Books.</ref>
Werke (Auswahl)
Martinůs Werke sind im Halbreich-Verzeichnis (H) erfasst und nummeriert. Der Bärenreiter-Verlag Kassel begann im April 2015 mit einer Gesamtausgabe, die dem Halbreich-Verzeichnis folgt.<ref>Die Bohuslav Martinů Complete Edition. In: Bärenreiter Verlag. Abgerufen am 24. März 2021.</ref>
Orchesterwerke
- Symphonie Nr. 1 H 289 (1942)<ref>Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Leitung von Dirigent Jakub Hrůša: Symphonie Nr. 1 von Bohuslav Martinů, Isarphilharmonie München, 05. April 2023, Produktion von BR-KLASSIK, Laufzeit=37:42.</ref>
- Symphonie Nr. 2 H 295 (1943)
- Symphonie Nr. 3 H 299 (1944)
- Symphonie Nr. 4 H 305 (1945)<ref>Justin Geplaveid: Bohuslav Martinu - Symphony Nº 4 auf YouTube, 1. Februar 2020, abgerufen am 18. Januar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value); Orchester: Spanish Radio and Television Symphony Orchestra, Dirigent: Manuel Hernández Silva, Madrid 10. Januar 2020; Laufzeit: 35:12).Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)</ref>
- Symphonie Nr. 5 H 310 (1946)
- Symphonie Nr. 6 H 343 Symphonische Phantasien (1953)<ref>Justin Geplaveid: Bohuslav Martinu - Symphony Nº 6 "Fantaisies symphoniques" auf YouTube, 23. Januar 2014, abgerufen am 15. Januar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value); Orchester: Spanish Radio and Television Symphony Orchestra, Dirigent: Arturo Tamayo, Madrid 14. Januar 2011; Laufzeit: 32:29).Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)</ref>
- Half-Time, Rondo H 142 (1924)
- La bagarre H 155 (1927)
- Les Fresques de Piero della Francesca H 352 (1954/55)<ref>Musik und Video-Inszenierung mit Detail-Fotos der Fresken von Piero della Francesca, Autor: Arthur Spirk, 2010 im Rahmen der 16. Martinu Festtage in Basel uraufgeführt.</ref>
- Mahnmal für Lidice H 296 (1943)<ref>Bohuslav Martinů - Památník Lidicím (Memorial to Lidice), Musik und Video-Inszenierung, Freiluft-Aufführung auf dem Gelände des Mahnmals, Laufzeit=09:05.</ref>
- Parabeln H 367 (1958)
- Sinfonietta La Jolla H 328 (1950)<ref>Kaspar Zehnder: Sinfonietta Cracovia & Kaspar Zehnder - Bohuslav Martinu: Sinfonietta "La Jolla" auf YouTube, 22. Januar 2015, abgerufen am 19. Januar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value); from the concert on 11 June 2009 in Brno (CZ) with Kaspar Zehnder and Sinfonietta Cracovia within the Concentus Moraviae Festival 2009).Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value) Laufzeit=21:43.</ref>
- Tre ricercari H 267 (1938)
- Toccata e due canzoni H 311 (1946), ein Auftragswerk von Paul Sacher
- Suiten und etliche Gelegenheitswerke
Konzerte
- Klavierkonzert Nr. 1 D-Dur H 149 (1925)
- Klavierkonzert Nr. 2 H 237 (1934)
- Klavierkonzert Nr. 3 H 316 (1948)
- Klavierkonzert Nr. 4 H 358 Incantation (1956)
- Klavierkonzert Nr. 5 H 366 Fantasia concertante (1958)
- Divertimento (Concertino) für Klavier (linke Hand) und Orchester H 173 (1926)
- Concertino für Klavier und Orchester H 269 (1938)
- Sinfonietta giocosa für Klavier und Orchester H 282 (1940)
- Konzert für Cembalo und kleines Orchester H 246 (1935)
- Violinkonzert Nr. 1 H 232bis (1932/33)
- Violinkonzert Nr. 2 H 293 (1943)
- Suite concertante für Violine und Orchester D-Dur H 276 (1939, rev. 1944)
- Concerto da camera für Violine und Streichorchester mit Klavier und Schlagzeug H 285 (1941)
- Rhapsody-Concerto für Viola und Orchester H 337 (1952)<ref>Martinu - Rhapsody Concerto for Viola and Orchestra, Abruf=2025-11-17, upload=2024-April, Brian Isaacs (viola) playing with the Yale Philharmonia, New Haven, CT, USA and conductor Peter Oundjian, Laufzeit=21:51.</ref>
- Violoncellokonzert Nr. 1 H 196 (1930, rev. 1955)<ref>Martinů · Cellokonzert Nr. 1 · Maria Zaitseva (Cello) · Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks · Hankyeol Yoon (Dirigent) · ARD-Musikwettbewerb 2024 · Finale · BR, Herkulessaal der Münchner Residenz vom 15.09.2024, Laufzeit: 27:20.</ref>
- Violoncellokonzert Nr. 2 H 304 (1945)
- Sonata da camera für Violoncello und Kammerorchester H 283 (1940)<ref>Kerstin Feltz: Martinu Sonata da camera Moskva Orchestra Musica viva auf YouTube, 14. Februar 2018, abgerufen am 14. Januar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value); Violoncello: Kerstin Feltz, Orchester: Moskva Orchestra Musica viva, Dirigent: Alexandr Rudin, Moskau 18. Dezember 2017; Laufzeit: 29:30).Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)</ref>
- Concertino für Violoncello, Bläser, Klavier und Schlagzeug c-Moll H 143 (1924)
- Konzert für Oboe und kleines Orchester H 353 (1955)<ref>Martinů: Oboe Concerto auf YouTube, 20. Juni 2020, abgerufen am 22. Januar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value); Frankfurt Radio Symphony; José Luis García Vegara, Oboe; Ruth Reinhardt, Conductor; hr-Sendesaal Frankfurt, 12 June 2020; Laufzeit: 18:07).Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)</ref>
- Duo concertant für 2 Violinen und Orchester H 264 (1937)
- Konzert für 2 Violinen und Orchester (Nr. 2) H 329 (1950)
- Konzert für 2 Klaviere und Orchester H 292 (1943)
- Konzert für Violine, Klavier und Orchester H 342 (1953)
- Konzert für Flöte, Violine und Orchester G-Dur H 252 (1936)
- Konzert für Streichquartett mit Orchester H 207 (1931)
- Konzert für Klaviertrio mit Orchester H 231 (1933)
- Concertino für Klaviertrio und Streichorchester H 232 (1933)<ref>Martinů: Concertino for Piano and String Orchestra auf YouTube, 3. März 2017, abgerufen am 22. Februar 2025 (<templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Sheridan Piano Trio ( vom 25. März 2025 im Internet Archive): Elizabeth Fayette, violin; Carl-Oscar Osterlind, cello; Moritz Winkelmann, piano; orchester: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />New York Classical Players ( vom 2. Mai 2025 im Internet Archive), Dirigent: Dongmin Kim, April 10, 2016, Church of the Heavenly Rest, New York, NY; Laufzeit: 21:43).</ref>
- Doppelkonzert für 2 Streichorchester, Klavier und Pauken H 271 (1938), ein Auftragswerk von Paul Sacher<ref>Martinů: Double Concerto for Two String Orchestras, Piano, and Timpani | The Orchestra Now auf YouTube, 21. August 2021, abgerufen am 18. Januar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value); Orchester: The Orchestra Now (TON), Dirigent: Zachary Schwartzman, Fisher Center at Bard, October 17, 2020; Laufzeit: 22:51).Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)</ref>
- Sinfonia concertante Nr. 1 für 2 Orchester H 219 (1932)
- Sinfonia concertante Nr. 2 für Violine, Violoncello, Oboe, Fagott und Orchester H 322 (1949), ein Auftragswerk von Paul Sacher
- Concerto grosso für Kammerorchester H 263 (1937)
Bühnenwerke
Opern
- Voják a Tanečnice (Der Soldat und die Tänzerin) H 162 (1926)
- Les larmes du couteau (Messertränen) H 169 (1928)
- Les trois souhaits ou Les vicissitudes de la vie (Die drei Wünsche oder Die Wechselfälle des Lebens) H 175 (1929)
- Le jour de bonté (Der Wohltätigkeitstag) H 194 (1931)
- Hry o Marii (Marienspiele) H 236 (1934)
- Hlas lesa (Die Stimme des Waldes) H 243 (1935)
- Veselohra na mostě (Komödie auf der Brücke) H 247 (1935)
- Divadlo za branou (Das Vorstadttheater) H 251 (1936)
- Juliette ou La clé des songes H 253 (1938)
- Alexandre bis (Zweimal Alexander) H 255 (1937)
- What Men Live By (Wovon die Menschen leben) H 336 (1952)
- The Marriage (Die Heirat) H 341 (1952)
- Plainte contre inconnu (Anklage gegen unbekannt) H 344 (1953)
- Mirandolina H 346 (1954)
- Ariane H 370 (1958)
- The Greek Passion (Griechische Passion) H 372 (1958)
Ballette (Auswahl)
- Istar H 130 (1923)
- Kdo je na světě nejmocnější (Wer ist der Mächtigste auf Erden) H 133 (1923)
- Špalíček (Liederbündel) H 214/I (1931–33)
- Špalíček (Liederbündel) H 214/II (1940)
Vokalmusik
- Česká říkadla (Tschechische Kinderverse), sechs vierstimmige Frauenchöre auf Worte der Volkspoesie (1930/31)
- Čtyři písně o Marii (Vier Lieder über Maria) für gemischten Chor auf Volkspoesie (1934)
- České madrigaly (Tschechische Madrigale), acht Madrigale für Frauen und Männerstimmen auf mährische Volkspoesie (1939)
- Polní Mše (Feldmesse) für Bariton, Männerchor und Orchester H 279 (1939)
- Pět českých madrigalů (Fünf Tschechische Madrigale) für Sopran, Alt, Tenor und Bass auf Volkspoesie (1948)
- Tři písně posvátné (Drei Geistliche Lieder) für Frauenchor mit Violine auf mährische Volkspoesie (1952)
- Tři zpěvy, drei sechsstimmige Frauenchöre auf Worte der Volkspoesie (1952)
- Romance z pampelišek (Löwenzahn-Romanze) für gemischten Chor und Solo-Sopran (1957)<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Online-Katalog ( vom 3. Juni 2008 im Internet Archive) der Martinů-Stiftung</ref>
- Zbojnické písně (Räuberlieder), zehn Männerchöre auf mährische Volkspoesie (1957)
- Das Gilgamesch-Epos, Kantate H 351 (UA 1958), Auftragswerk von Paul Sacher
- Madrigaly, vier Madrigale für Sopran, Alt, Tenor und Bass auf mährische Volkspoesie (1959)
- zahlreiche weitere Lieder, Kantaten und Hymnen
Kammermusik
- 7 Streichquartette: Nr. 1 H 117 (1918), Nr. 2 H 150 (1925), Nr. 3 H 183 (1929), Nr. 4 H 256 (1937), Nr. 5 H 268 (1938), Nr. 6 H 312 (1956), Nr. 7 H 314 Concerto da Camera (1947)
- Streichsextett H224 (1932)<ref>Ludmila Pavlová: Bohuslav Martinů - Streichsextett auf YouTube, 8. September 2018, abgerufen am 14. Januar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value); Streichsextett anlässlich des Festivals Podkrkonošské hudební léto vom Konzert am 8. September 2018 in Nová Paka,; Laufzeit: 18:43).Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)</ref>
- Streichquintett mit 2 Violen H 164
- Streichtrio Nr. 2, H 238 (1934 Paris)<ref>B. Martinů: String trio nr. 2 H 238 auf YouTube, 31. Januar 2018, abgerufen am 5. Februar 2025 (Trio Quodlibet: Mariechristine Lopez, violin; Virginia Luca, viola; Fabio Fausone, cello; Live recorded in Turin, Chiesa dei SS. Pietro e Paolo in September 2017; Laufzeit: 15:24).</ref>
- 3 Klaviertrios: Nr. 1 Cinq pièces brèves H 193 (1930), Nr. 2 H 327 (1950), Nr. 3 H 332 (1951)
- Trio für Flöte, Violoncello und Klavier in C-dur H 300 (1944)<ref>Trio for Flute, Cello and Piano - B. Martinu auf YouTube, 6. Juni 2020, abgerufen am 1. Februar 2025 (Kwon Hye Jin Flute Recital, 2020.05.31 Seoul Arts Center Recital Hall, Flute Kwon Hye Jin, Cello Jung Seung Yeon, Piano Yoon Hyo Lin; Laufzeit: 22:45).</ref>
- Klavierquartett H 287 (1942 Jamaica; Long Island, New York)<ref>Bohuslav Martinů: Piano Quartet (1942) / Australia Piano Quartet auf YouTube, 28. September 2018, abgerufen am 2. Februar 2025 (performed by the Australia Piano Quartet: Kristian Winther - Violin, James Wannan - Viola, Thomas Rann - Cello, Brieley Cutting - Piano; on 6 September 2018 at Eugene Goossens Hall; Laufzeit: 22:57).</ref>
- 2 Klavierquintette: Nr. 1 H 229 (1933), Nr. 2 H 298 (1944)
- Sonate für Flöte und Klavier H 306 (1945)<ref>Bohuslav Martinu Sonata No.1 for Flute and Piano auf YouTube, 22. Juni 2020, abgerufen am 31. Januar 2025 (Flöte: Jieun Han,; Laufzeit: 17:33).</ref>
- 6 Violinsonaten
- Violasonate H 355 (1955)<ref>Bohuslav Martinů - Sonata for viola and piano auf YouTube, 10. August 2014, abgerufen am 7. Februar 2025 (Kristina Fialová - viola; Martin Levický - piano, Pilsen, 9. März 2014; Laufzeit: 16:09).</ref>
- Three Madrigals (Duett No. 1) for Violin and Viola, H 313 (1947 New York)<ref>Martinů - Duo for Violin and Viola No 1, “Three Madrigals”, H 313 auf YouTube, 6. Februar 2018, abgerufen am 8. Februar 2025 (Alpensia Concert Hall, PyeongChang, Korea 2015.7.29, Zia Shin - violin; Maxim Rysanov - viola; Laufzeit: 16:57).</ref>
- 3 Violoncellosonaten: Nr. 1 H 277 (1939),<ref>Martinu Cello Sonata no. 1 auf YouTube, 16. Januar 2016, abgerufen am 16. Januar 2025 (Duo Elsa: cello: Marie Viard, piano: Liliya Khusnullina,; Laufzeit: 19:32).</ref> Nr. 2 H 286 (1941),<ref>Martinu Cello Sonata no. 2 auf YouTube, 5. Mai 2020, abgerufen am 17. Januar 2025 (Nathan Mo: cello, Yanfeng Bai: piano, Thayer Hall, Los Angeles, Mar. 25, 2019; Laufzeit: 18:52).</ref> Nr. 3 H 340 (1952)<ref>Martinu Cello Sonata no. 3 auf YouTube, 29. September 2017, abgerufen am 15. Januar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value); Carol Ou: cello, Mana Tokuno: piano, Carol Ou Cello Recital,
Oct. 23, 2016; Laufzeit: 20:02).Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)</ref>
- Klarinettensonate H 356 (1956)
- Vier Madrigale für Oboe, Klarinette und Fagott, H 266 (1938 Nice)<ref>MARTINŮ: Four Madrigals for Oboe, Clarinet and Bassoon, auf YouTube, 6. Juni 2021, abgerufen am 4. Februar 2025 (Performed June 19, 2014, ChamberFest Cleveland Season 3,
Mixon Hall, Cleveland Institute of Music, Cleveland, Ohio; Alex Klein, oboe; Franklin Cohen, clarinet; Fernando Traba, bassoon; Laufzeit: 21:34).</ref>
- Oboe Quartett (Oboe, Violine, Cello, und Klavier), H 315 (1947 New York)<ref>Martinů : Quatuor pour hautbois et trio avec piano H. 315, auf YouTube, 13. September 2021, abgerufen am 11. Februar 2025 (Trio Ernest: Natasha Roque Alsina: Piano; Stanislas Gosset: Violine; Clément Dami: Violoncello; Gabriel Pidoux: Oboe. Enregistré en direct à la Salle des Abeilles du Palais de l'Athénée, Genève. Saison Bee Classical ! 9 Mai 2021; Laufzeit: 12:14).</ref>
- Sonatine für Trompete und Klavier H 357 (1956)
- Sonate für 2 Violinen und Klavier H 213 (1932)
- Sonate für Flöte, Violine und Klavier H 254 (1937)<ref>Martinů: Sonata for Flute, Violin, and Piano, auf YouTube, 18. Juli 2018, abgerufen am 31. Januar 2025 (Marya Martin, Flute; Amy Schwartz Moretti, Violin; Orion Weiss, Piano; Bridgehampton Presbyterian Church, August 14, 2016,; Laufzeit: 15:53).</ref>
- Madrigal-Sonate für Flöte, Violine und Klavier H 291 (1942)
- 4 Serenaden: Nr. 1 für 2 Klarinetten, Horn, 3 Violinen und Viola H 217 (1932), Nr. 2 für 2 Violinen und Viola H 216 (1932), Nr. 3 für Oboe, Klarinette, 4 Violinen und Violoncello H 218 (1932), Nr. 4 für 2 Klarinetten, Violine, Viola und Violoncello H 334 (1951)
- Toccata e due canzoni
- Romanze für Violine und Klavier (1930)
- Duo für Violine und Violoncello Nr. 1 H 157 (1927)<ref>B. Martinů-Duo for Violin and Violoncello No. 1, H. 157 auf YouTube, 6. September 2024, abgerufen am 18. Januar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value); Ludmila Pavlová - violin, Eduard Šístek - violoncello, 25.5.2024, Academy of Performing Arts in Prague, Martinů hall, May 25, 2024; Laufzeit: 12:55).Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)</ref>
- Nonett H 374 (1959 Schönenberg-Pratteln)<ref>Martinů: Nonet H 374 auf YouTube, 26. Oktober 2023, abgerufen am 23. Januar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value); Sonc Festival 2023, Radeče, Slovenia; Laufzeit: 17:36).Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)</ref>
- Fantasia für Theremin (oder Ondes Martenot), Oboe, Streichquartett and Klavier, H 301 (1944 Ridgefield, Conn.)<ref>Martinu: Fantasia für Theremin (oder Ondes Martenot), Oboe, Streichquartett and Klavier auf YouTube, 5. Dezember 2022, abgerufen am 13. Februar 2025 (Katica Illényi: Theremin, recorded on 24 February 2020, F. Liszt Academy, Solti hall, Budapest; Laufzeit: 15:35).</ref>
- zahlreiche weitere Kammermusik-Werke
Klaviermusik
- Loutky (Marionetten) für Klavier (Heft I H 137 1924, Heft II H 116 1914–1918, Heft III H 92 1912–1914)
- Etüden und Polkas H 308 (1945)
- Klaviersonate H 350 (1954)
- Cembalosonate H 368 (1958)
- zahlreiche weitere Klavierstücke
Literatur
- Aleš Březina: Die Martinů-Manuskripte in der Paul Sacher Stiftung Basel. In: Schweizer Jahrbuch für Musikwissenschaft 14, 1994, ISSN 0259-3165, S. 157–174.
- Aleš Březina, Ivana Rentsch (Hrsg.): Kontinuität des Wandels. Bohuslav Martinů in der Musikgeschichte des 20. Jahrhunderts = Continuity of change. Bohuslav Martinů in the Twentieth-Century music history, Inhaltsverzeichnis Lang, Bern 2010, ISBN 978-3-0343-0403-0
- Harry Halbreich: Bohuslav Martinů – Werkverzeichnis und Biografie. 2. revidierte Ausgabe. Schott, Mainz u. a. 2007, ISBN 3-7957-0565-7.
- Gabriele Jonté: Bohuslav Martinů in den USA. Seine Symphonien im Kontext der Exiljahre 1940–1953, von Bockel, Neumünster 2013, ISBN 978-3-932696-96-1.
- Brian Large: Martinů. Duckworth, London 1975, ISBN 0-7156-0770-7.
- Charlotte Martinů: Mein Leben mit Bohuslav Martinů. Orbis, Prag 1978.
- Ivana Rentsch: Anklänge an die Avantgarde : Bohuslav Martinůs Opern der Zwischenkriegszeit (= Beihefte zum Archiv für Musikwissenschaft, Bd. 61), Stuttgart : Steiner, 2007.
- Miloš Sǎfránek: Bohuslav Martinů. Leben und Werk, Bärenreiter-Verlag Kassel 1964, ISBN 978-3-7618-0352-3.
- Thomas D. Svatos: Martinů's Subliminal States. A Study of the Composer's Writings and Reception, with a Translation of His American Diaries, University of Rochester Press 2018, ISBN 978-1-58046-557-1, Vorschau Google Books.
- Ulrich Tadday (Hrsg.): Bohuslav Martinu, München: ed. text und kritik 2009 (Musik-Konzepte NF Sonderband). [Mit Beiträgen von Aleš Brezina, Sandra Bergmannová, Eva Velická, Stefan Weiss, Ivana Rentsch, Klaus Döge, Daniela Philippi, Wolfgang Rathert und Jarmila Gabrielová]
Weblinks
- Literatur von und über Bohuslav Martinů im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Werke von und über Bohuslav Martinů in der Deutschen Digitalen Bibliothek
- Literatur und andere Medien von und über Bohuslav Martinů im Katalog der Nationalbibliothek der Tschechischen Republik
- Martinů Festtage
- Martinů auf Klassika
- Bohuslav Martinů Website (englisch)
- Bohuslav Martinů Zentrum in Polička (tschechisch/deutsch/englisch)
- John Cratons Bohuslav-Martinů-Biographie (französisch/englisch)
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Martinů, Bohuslav |
| KURZBESCHREIBUNG | tschechisch-US-amerikanischer Komponist der Moderne |
| GEBURTSDATUM | 8. Dezember 1890 |
| GEBURTSORT | Polička, Ostböhmen |
| STERBEDATUM | 28. August 1959 |
| STERBEORT | Liestal bei Basel |
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- Bohuslav Martinů
- Komponist (Tschechien)
- Komponist (Vereinigte Staaten)
- Komponist klassischer Musik (20. Jahrhundert)
- Komponist (Oper)
- Komponist (Ballett)
- Emigrant zur Zeit des Nationalsozialismus
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- Mitglied der American Academy of Arts and Letters
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- Tschechoslowakischer Emigrant in den Vereinigten Staaten
- Tscheche
- Geboren 1890
- Gestorben 1959
- Mann