Bohrkäfer
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| Bohrkäfer | ||||||||||||
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| Datei:Rhyzopertha dominica01.jpg
Getreidekapuziner (Rhyzopertha dominica) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Bostrichidae | ||||||||||||
| Latreille, 1802 |
Die Bohrkäfer (Bostrichidae) stellen eine Familie der Käfer dar. In Europa kommen 47 Arten und Unterarten vor.<ref name="www.faunaeur.org">Bostrichidae. Fauna Europaea, abgerufen am 14. November 2006.</ref> Sie sind den Borkenkäfern (Scolytinae) ähnlich, unterscheiden sich aber in ihren Fühlern und Augen deutlich.
Merkmale
Die Käfer werden 2 bis 20 Millimeter lang und haben langgestreckte zylindrische und leicht abgeflachte Körper und ovale Augen. Sie sind entweder stark, fein behaart, oder haben keine Haare. Der Kopf der Tiere ist etwas nach vorne gestreckt, wobei dieser bei den Unterfamilien Lyctinae und Polycaoninae unverdeckt und bei den Unterfamilien Dinoderinae und Bostrichinae durch den Halsschild von oben verdeckt ist. Einige Arten haben Deckflügel, die nicht den gesamten Hinterleib bedecken. Ihre Fühler haben 9 bis 11 Glieder, wobei die letzten zwei oder drei Segmente zu einer Keule verdickt sind. Diese Segmente können bei manchen Arten kammartig verdickt sein. Sowohl die Männchen, als auch die Weibchen haben jeweils auf allen Beinen fünf Tarsenglieder. Die Tarsen sind meist lang und werden bei manchen Arten teilweise durch die Tibien überlappt. Diese wiederum haben an den ersten Beinpaaren meist Dornen und Häkchen.
Die Larven und Imagines besitzen zwei Mycetomen. Es handelt sich um Behälter am Darm, die symbiotische Bakterien beinhalten. Die Übertragung der Bakterien erfolgt durch das Einwandern in die Eizellen noch im Eierstock (Ovar). Zu den Bakterien zählen Shikimatogenerans bostrichidophilus und Bostrichicola ureolyticus.<ref>Julian Simon Thilo Kiefer, Suvdanselengee Batsukh, Eugen Bauer, Bin Hirota, Benjamin Weiss, Jürgen C. Wierz, Takema Fukatsu, Martin Kaltenpoth, Tobias Engl: Inhibition of a nutritional endosymbiont by glyphosate abolishes mutualistic benefit on cuticle synthesis in Oryzaephilus surinamensis. In: Communications Biology. Band 4, Nr. 1, 11. Mai 2021, ISSN 2399-3642, doi:10.1038/s42003-021-02057-6, PMID 33976379, PMC 8113238 (freier Volltext) – (nature.com [abgerufen am 28. Januar 2026]).</ref><ref>Eine Doppelsymbiose sorgt für ein robustes Außenskelett bei holzfressenden Käfern. Abgerufen am 28. Januar 2026.</ref>
Lebensweise und Vorkommen
Die Käfer bohren in Holz und sind sehr wärmeliebend. Manche Arten, wie z. B. der Getreidekapuziner (Rhyzopertha dominica) sind Schädlinge, da sie neben Holz auch Bücher und ihre Larven zusätzlich Samen und Getreide fressen.
Unterfamilien und Arten (Auswahl)
Die Familie wird in neun Unterfamilien unterteilt. Es folgt eine Liste mit einigen Beispielen:<ref>Petr Zahradník, Jiří Háva: Bostrichidae (Coleoptera) (= World catalogue of insects. Band 17). Brill, Leiden 2024, ISBN 978-90-04-70790-0.</ref>
- Unterfamilie †Alitrepaninae (nur Fossilien aus der Kreide bekannt)
- Unterfamilie Bostrichinae
- Apate
- Karminroter Kapuzinerkäfer (Bostrychus capucinus)
- Horn-Bohrkäfer (Bostrychoplites cornutus)
- Dinapate
- Lichenophanes varius
- Phonapate
- †Protapate (Miozän)
- Sinoxylon perforans
- Xylomedes
- Xylopertha retusa
- Unterfamilie Dinoderinae
- Gekörnter Bergwald-Bohrkäfer (Stephanopachys substriatus)
- Getreidekapuziner (Rhyzopertha dominica)
- Bambusbohrer (Dinoderus minutus)
- Unterfamilie Dysidinae
- Apoleon
- Dysides* Unterfamilie Endecatominae
- Unterfamilie Endecatominae
- Unterfamilie Euderiinae
- Unterfamilie Lyctinae
- Acantholyctus
- Loranthophila
- Lycthoplites
- Lyctus
- Minthea
- Geprägter Splintholzkäfer (Trogoxylon impressum)
- Unterfamilie Polycaoninae
- Unterfamilie Psoinae
Einzelnachweise
<references />
Weblinks
- Bostrichidae (spanisch)