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Bofinger-Stuhl

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Datei:Sedia BA1171, helmut batzner, 1964-66.JPG
Bofinger-Stuhl in blau

Der Bofinger-Stuhl, auch als BA 1171 bezeichnet, wurde von dem Architekten und Designer Helmut Bätzner im Jahre 1964 entworfen und in enger Zusammenarbeit mit der im baden-württembergischen Ilsfeld ansässigen Firma Bofinger unter Leitung von Rudolf Baresel-Bofinger zum ersten in einem Pressgang in Serie gefertigten Kunststoffstuhl der Welt weiterentwickelt.<ref>Bernd Polster: Wohndesign Deutschland: Die Klassiker, Dumont, 2008</ref>

Als Material wurde bei der Herstellung durchgefärbtes, glasfaserverstärktes Polyesterharz verwendet.<ref>Charlotte Fiell, Peter Fiell: 1000 Chairs, Taschen Verlag, 2005</ref> In einer langen Versuchsreihe wurde die charakteristische Formgebung des Stuhles im Hinblick auf Sitzform, größtmögliche Stabilität bei geringstmöglicher Materialstärke, erforderliche Elastizität, Stapelbarkeit und industrielle Serienfertigung gefunden.<ref>Moderne Klassiker: Möbel, die Geschichte machen, Schöner Wohnen, 1996</ref> Der Pressvorgang in der zweischaligen beheizten Stahlpressform dauerte unter fünf Minuten und erforderte nur eine minimale manuelle Nachbearbeitung der Kanten.<ref>Peter Dunas, Mathias Schwartz-Clauss, Petra Rhode: 100 Masterpieces aus der Sammlung des Vitra Design Museums, Vitra Design Museum, 1996</ref>

1966 erregte der Bofinger-Stuhl auf der Kölner Möbelmesse die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit und erhielt noch im selben Jahr den Rosenthal-Studio-Preis in Anwesenheit von Bundeskanzler Ludwig Erhard, Philip Rosenthal und Bauhausgründer Walter Gropius.<ref>Werner Blaser: Element-System-Möbel, Deutsche Verlags Anstalt, Stuttgart, 1984</ref> Der Bofinger-Stuhl wurde zur zeitgenössischen Design-Ikone und erschien in zahlreichen Veröffentlichungen. 1971 setzten sich anlässlich eines Happenings zwölf namhafte Künstler, darunter Joseph Beuys, Sigmar Polke, Günther Uecker, Wolf Vostell und Stefan Wewerka, mit dem Bofinger-Stuhl auseinander.<ref>Werner Blaser: Element-System-Möbel, Deutsche Verlags Anstalt, Stuttgart, 1984</ref> Museen, wie das Victoria & Albert Museum in London, das Centre Pompidou in Paris und das Vitra Design Museum in Weil am Rhein, nahmen den Bofinger-Stuhl in ihre Sammlung auf. Der Bofinger-Stuhl gilt als einer der bedeutendsten Klassiker des modernen Möbeldesigns.<ref>Peter Dunas, Mathias Schwartz-Clauss, Petra Rhode: 100 Masterpieces aus der Sammlung des Vitra Design Museums, Vitra Design Museum, 1996 (archivierte Version von designwissen.net)</ref>

Siehe auch

Weblinks

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Einzelnachweise

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