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Bleiwurzgewächse

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Bleiwurzgewächse
Datei:Plumbago auriculata 9zz.jpg

Kap-Bleiwurz (Plumbago auriculata)

Systematik
Unterabteilung: Samenpflanzen (Spermatophytina)
Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida)
Eudikotyledonen
Kerneudikotyledonen
Ordnung: Nelkenartige (Caryophyllales)
Familie: Bleiwurzgewächse
Wissenschaftlicher Name
Plumbaginaceae
Juss.

Die Bleiwurzgewächse (Plumbaginaceae) bilden eine Familie in der Ordnung der Nelkenartigen (Caryophyllales) innerhalb der Bedecktsamigen Pflanzen (Magnoliopsida).

Beschreibung und Ökologie

Datei:Plumbago europaea Ypey66.jpg
Europäische Bleiwurz (Plumbago europaea), Illustration von Adolphus Ypey 1813
Datei:Ceratostigma plumbaginoides 'Hardy Blue-Flowered Leadwart' (Plumbagnaceae) flower.JPG
Unterfamilie Plumbaginoideae: Blüten Chinesische Bleiwurz (Ceratostigma plumbaginoides)
Datei:Aegialitis annulata 48428985.jpg
Unterfamilie Staticoideae: Aegialitis annulata
Datei:Acantholimon ulicinum kz01.jpg
Unterfamilie Staticoideae: Acantholimon ulicinum
Datei:Kew Gardens - London - September 2008 (2958514729).jpg
Unterfamilie Staticoideae: Habitus und Laubblätter von Dictyolimon macrorrhabdos
Datei:Limoniastrum monopetalum 3-2.jpg
Unterfamilie Staticoideae: Strauch-Strandflieder (Limoniastrum monopetalum)
Datei:Limonium ferulaceum.JPG
Unterfamilie Staticoideae: Steckenkraut-Strandflieder (Myriolimon ferulaceum)
Datei:Psylliostachys suworowii (Plumbaginaceae) plant.JPG
Unterfamilie Staticoideae: Psylliostachys suworowii

Vegetative Merkmale

Es sind meist ausdauernde krautige Pflanzen, es gibt aber auch verholzende Pflanzen: Sträucher, selten sind es Lianen (Kletterpflanzen). Die Familie Plumbaginaceae besteht vor allem aus Xerophyten, die in Halbwüsten und Steppen vorkommen und aus Halophyten in Strandnähe.

Generative Merkmale

Die Blüten stehen in ganz unterschiedlich aufgebauten Blütenständen zusammen.

Die meist zwittrigen Blüten sind fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf Kelchblätter sind zu einer fünfrippigen Röhre verwachsen, der in fünf Kelchzipfeln endet, die deutlich kürzer sind als die Kelchröhre. Die fünf Kronblätter sind verwachsen oder frei; wenn sie frei sind dann sind sie genagelt. Es ist nur ein Kreis mit fünf fertilen Staubblättern vorhanden; sie sind meist frei außer bei der Gattung Aegialitis; sie sind epipetal, stehen also vor den Kronblättern, es fehlt also der äußere Staubblattkreis. Die fünf Fruchtblätter sind meist zu einem oberständigen Fruchtknoten verwachsen. Es sind ein oder fünf Griffel vorhanden.

Es werden Kapselfrüchte oder Nüsse gebildet.

Ökologie

Die Bestäubung erfolgt meist durch Insekten (Entomophilie).

Systematik

Die Familie Plumbaginaceae wurde 1789 durch Antoine Laurent de Jussieu in Genera Plantarum (Jussieu), 92 aufgestellt.

In der Familie Plumbaginaceae gibt es zwei Unterfamilien mit insgesamt 27 Gattungen und 836 Arten:<ref name="GRIN" />

Unterfamilie Plumbaginoideae <templatestyles src="Person/styles.css" />Burnett: Sie enthält vier Gattungen und 36 Arten:
  • Ceratostigma <templatestyles src="Person/styles.css" />Bunge: Die etwa acht Arten kommen im tropischen Nordostafrika, in Südostasien, in Tibet und China vor.
  • Dyerophytum <templatestyles src="Person/styles.css" />Kuntze (Syn.: Vogelia <templatestyles src="Person/styles.css" />Lam.): Die nur zwei Arten kommen auf Sokotra, eine Art in Südwestafrika und eine Art von Arabien bis Indien vor.<ref name="Mabberley2008" />
  • Plumbagella <templatestyles src="Person/styles.css" />Spach: Sie enthält nur eine Art:
  • Bleiwurz (Plumbago <templatestyles src="Person/styles.css" />L.): Sie enthält etwa 24 Arten, darunter:
    • Europäische Bleiwurz (Plumbago europaea <templatestyles src="Person/styles.css" />L.)
    • Kap-Bleiwurz (Plumbago auriculata <templatestyles src="Person/styles.css" />Lam.)
Unterfamilie Staticoideae <templatestyles src="Person/styles.css" />Kosteletzky: Sie enthält zwei Tribus und 23 Gattungen:
Tribus Aegialitideae <templatestyles src="Person/styles.css" />(Link) Peng: Sie enthält nur eine Gattung:
Tribus Staticeae <templatestyles src="Person/styles.css" />Bartling: Sie enthält 22 Gattungen mit etwa 800 Arten:
  • Igelpolster (Acantholimon <templatestyles src="Person/styles.css" />Boiss.): Die etwa 165 Arten kommen vom östlichen Mittelmeerraum bis Zentralasien vor, darunter:
  • Grasnelken (Armeria <templatestyles src="Person/styles.css" />Willd., Syn.: Statice <templatestyles src="Person/styles.css" />L.): Die etwa 90 Arten gedeihen in den gemäßigten Gebieten der Nordhalbkugel und in Südamerika vor.
  • Bamiania <templatestyles src="Person/styles.css" />Lincz.: Sie enthält nur eine Art:
  • Bukiniczia <templatestyles src="Person/styles.css" />Lincz. (Syn.: Aeoniopsis <templatestyles src="Person/styles.css" />Rech. f.): Sie enthält nur eine Art:
  • Cephalorhizum <templatestyles src="Person/styles.css" />Popov & Korovin: Die nur zwei Arten kommen in Zentralasien vor.
  • Ceratolimon <templatestyles src="Person/styles.css" />M.B. Crespo & M.D. Lledó: Die vier Arten kommen im Mittelmeerraum vor.
  • Chaetolimon <templatestyles src="Person/styles.css" />(Bunge) Lincz.: Die nur drei Arten kommen in Zentralasien vor.
  • Dictyolimon <templatestyles src="Person/styles.css" />Rech. f.: Die etwa vier Arten kommen von Zentralasien bis Indien vor.
  • Eremolimon <templatestyles src="Person/styles.css" />Lincz.: Die etwa sieben Arten kommen in Zentralasien vor.
  • Ghaznianthus <templatestyles src="Person/styles.css" />Lincz.: Sie enthält nur eine Art:
    • Ghaznianthus rechingeri <templatestyles src="Person/styles.css" />(Freitag) Lincz.: Sie kommt nur in Afghanistan vor.
  • Gladiolimon <templatestyles src="Person/styles.css" />Mobayen: Sie enthält nur eine Art:
  • Goniolimon <templatestyles src="Person/styles.css" />Boiss.: Die etwa 20 Arten kommen von Russland bis in die Mongolei und in Nordwestafrika vor.
  • Ikonnikovia <templatestyles src="Person/styles.css" />Lincz.: Sie enthält nur eine Art:
    • Ikonnikovia kaufmanniana <templatestyles src="Person/styles.css" />(Regel) Lincz.: Sie kommt in Zentralasien und im nordwestlichen China vor.
  • Limoniastrum <templatestyles src="Person/styles.css" />Fabr. (Syn.: Bubania <templatestyles src="Person/styles.css" />Girard): Die nur zwei Arten kommen im Mittelmeerraum vor. Darunter:
  • Limoniopsis <templatestyles src="Person/styles.css" />Lincz.: Die etwa zwei Arten kommen von der Türkei bis zum Kaukasusraum vor
  • Strandflieder oder Widerstoß (Limonium <templatestyles src="Person/styles.css" />Mill., Syn.: Afrolimon <templatestyles src="Person/styles.css" />Lincz., Bakerolimon <templatestyles src="Person/styles.css" />Lincz., Plegorhiza <templatestyles src="Person/styles.css" />Molina, Statice <templatestyles src="Person/styles.css" />L.): Es gibt 200 bis 350 Arten.
  • Muellerolimon <templatestyles src="Person/styles.css" />Lincz.: Sie enthält nur eine Art:
  • Myriolimon <templatestyles src="Person/styles.css" />Lledó, Erben & M.B.Crespo (Syn.: Myriolepis <templatestyles src="Person/styles.css" />(Boiss.) Lledó, Erben & M.B.Crespo): Die nur zwei Arten kommen im Mittelmeerraum vor. Darunter:
    • Steckenkraut-Strandflieder (Myriolimon ferulaceum <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Lledó, Erben & M.B.Crespo) (Syn.: Limonium ferulaceum <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Kuntze, Statice ferulacea <templatestyles src="Person/styles.css" />L.)
  • Neogontscharovia <templatestyles src="Person/styles.css" />Lincz.: Die nur drei Arten kommen in Zentralasien und in Afghanistan vor.
  • Popoviolimon <templatestyles src="Person/styles.css" />Lincz.: Sie enthält nur eine Art:
  • Psylliostachys <templatestyles src="Person/styles.css" />(Jaub. & Spach) Nevski: Die etwa zehn Arten kommen von Mittelmeerraum bis Zentralasien vor.
  • Saharanthus <templatestyles src="Person/styles.css" />M.B.Crespo & M.D.Lledó (Syn.: Caballeroa <templatestyles src="Person/styles.css" />Font Quer nom. inval.): Sie enthält nur eine Art:
  • Vassilczenkoa <templatestyles src="Person/styles.css" />Lincz.: Sie enthält nur eine Art:
    • Vassilczenkoa sogdiana <templatestyles src="Person/styles.css" />(Lincz.) Lincz.: Sie kommt in Zentralasien und in Afghanistan vor.

Quellen

Einzelnachweise

<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. </ref> <ref name="Mabberley2008"> David John Mabberley: Mabberley’s Plant-Book. A portable dictionary of plants, their classification and uses. 3. Auflage, Cambridge University Press 2008, ISBN 978-0-521-82071-4. </ref> </references>

Weblinks

Commons: Bleiwurzgewächse (Plumbaginaceae) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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