Birnstengel (Bischofsgrün)
Birnstengel Gemeinde Bischofsgrün
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|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(251)&title=Birnstengel 50° 3′ N, 11° 48′ O
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| Höhe: | 644 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 251 (25. Mai 1987)<ref name="OV 1987" /> | |||||
| Postleitzahl: | 95493 | |||||
| Vorwahl: | 09276 | |||||
Birnstengel ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Bischofsgrün im Landkreis Bayreuth (Oberfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Birnstengel liegt in der Gemarkung Bischofsgrün.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 12. Februar 2025.</ref>
Geografie
Das Dorf bildet mit Bischofsgrün im Süden eine geschlossene Siedlung. Diese liegt in einer Rodungsinsel des Bischofsgrüner Forstes. Die Bundesstraße 303 führt nach Rangen (1,4 km westlich) bzw. zur Höhenklinik Bischofsgrün (1,1 km östlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Fröbershammer (0,6 km südöstlich). Anliegerwege führen nach Hedlerreuth (0,7 km westlich) und Hohehaid (0,6 km nördlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 12. Februar 2025 (Die gemessenen Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Der Ort wurde 1317 als „Byenstein“ erstmals urkundlich erwähnt; 1346 wurde er erstmals „Pirnstengel“ genannt.<ref name="H76">D. Hermann, H. Süssmann: Fichtelgebirge, Bayerisches Vogtland, Steinwald, Bayreuther Land, Sp. 76.</ref> Mitte des 14. Jahrhunderts gab es dort ein Gut.<ref>Archiv für Geschichte von Oberfranken, Band 46, abgerufen am 9. April 2012</ref> 1536 bestand der Ort aus zehn Anwesen.<ref name="H76"/>
Birnstengel gehörte zur Realgemeinde Bischofsgrün. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Birnstengel mit Hedlerreuth und Hohehaid aus 35 Anwesen (1 Dreiviertelhof, 1 Viertelhof, 9 Gütlein, 1 Gütlein mit Feuerrecht, 1 Zweidrittelgütlein, 6 Halbgütlein, 2 Sechstelgütlein, 3 Tropfhäuslein, 10 Häuslein, 1 Wohnhäuslein). Die Hochgerichtsbarkeit stand dem bayreuthischen Stadtvogteiamt Berneck zu. Das Kastenamt Gefrees war Grundherr sämtlicher Anwesen.<ref name="W344">R. Winkler: Bayreuth, S. 344f.</ref>
Von 1797 bis 1810 unterstand Birnstengel dem Justiz- und Kammeramt Gefrees. Infolge des Ersten Gemeindeedikts wurde Birnstengel dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Bischofsgrün zugewiesen. Zugleich entstand die Ruralgemeinde Birnstengel, zu der Hedlerreuth und Hohehaid, Rangen gehörten. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Gefrees zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Gefrees. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde die Gemeinde nach Bischofsgrün eingegliedert.<ref name="W466">R. Winkler: Bayreuth, S. 466.</ref><ref>Bischofsgrün > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 12. Februar 2025.</ref>
1817 war dort eine Pechhütte, die Kolophonium und Pech herstellte.<ref>Physikalisch-statistische Beschreibung des Fichtelgebirges: S. 42, abgerufen am 9. April 2012</ref> Damals lebten dort hauptsächlich Arbeiter in Industrie- und Handwerksbetrieben, beispielsweise in einem nahegelegenen Hochofenbetrieb.<ref>Der Main von seinem Ursprung bis zur Mündung: mit Städten, Ortschaften</Ref>
Einwohnerentwicklung
| Jahr | 1818 | 1819 | 1861 | 1871 | 1885 | 1900 | 1925 | 1950 | 1961 | 1970 | 1987 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 239 | 247<templatestyles src="FN/styles.css" /> * | 324<templatestyles src="FN/styles.css" /> † | 316 | 364 | 289 | 354 | 333 | 294 | 264 | 251<templatestyles src="FN/styles.css" /> + |
| Häuser<ref>Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet.</ref> | 36 | 36 | 36 | 42 | 44 | 46 | 63<templatestyles src="FN/styles.css" /> + | ||||
| Quelle | <ref name="W466"/> | <ref>Vorlage:Ober-Mainkreis 1820</ref> | <ref>Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 853, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).</ref> | <ref>Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1025, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).</ref> | <ref>K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 971 (Digitalisat).</ref> | <ref>K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1016 (Digitalisat).</ref> | <ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1039 (Digitalisat).
</ref> || <ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 886 (Digitalisat).</ref> || <ref name="OV 1961">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 652 (Digitalisat).</ref> || <ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 148 (Digitalisat).</ref> || <ref name="OV 1987">Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 293 (Digitalisat).</ref> |
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Religion
Birnstengel ist nach St. Matthäus (Bischofsgrün) gepfarrt und evangelisch-lutherisch geprägt.<ref name="W344"/><ref name="OV 1961"/>
Persönlichkeiten
- Johann Christoph Glaser (1684–nach 1753), Glas- und Kunstmaler<ref>Bayerisches Jahrbuch für Volkskunde</ref>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Birnstengel. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 1: A–Ei. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1799, DNB 790364298, OCLC 833753073, Sp. 395 (Digitalisat).
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
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Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Birnstengel in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Birnstengel im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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- Ersterwähnung 1317