Zum Inhalt springen

Biesingen (Bad Dürrheim)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Biesingen
Das Ortswappen bitte nur als Dateipfad angeben!
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(380)&title=Biesingen 47° 59′ N, 8° 35′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(380) 47° 59′ 17″ N, 8° 35′ 1″ O
 {{#coordinates:47,988056|8,583611|primary
dim=10000 globe= name=Biesingen region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code type=city
  }}
Höhe: 704 m ü. NN
Einwohner: 380 (15. Mai 2022)[Ohne Beleg]Vorlage:Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland/Wartung/NoEinwQuelle
Eingemeindung: 1. September 1971
Postleitzahl: 78073

Biesingen ist ein Dorf in Baden-Württemberg in Deutschland, gelegen im Schwarzwald-Baar-Kreis und heute der kleinste Stadtteil von Bad Dürrheim.

Geographie

Biesingen liegt auf 704 m ü. NN in der Baar und hat 427 Einwohner (Stand: 31. Dezember 2018).

Geschichte

Biesingen wurde im Jahr 759/60 erstmals in einer Schenkungsurkunde des Klosters St. Gallen erwähnt;<ref>Die beiden ältesten Urkunden zur Geschichte von Biesingen aus dem Mittellateinischen von Thomas H. T. Wieners, in: 1250 Jahre Gemeinde Biesingen 760–2010, hrsg. v. der Ortsverwaltung Biesingen, Donaueschingen 2010, S. 58–61, hier S. 58.</ref> im frühen Mittelalter gehörte der Ort gemeinsam mit Aasen zur Urmark Heidenhofen.<ref>Thomas H. T. Wieners: Zur Ersterwähnung von Biesingen und zum bisher unentdeckten Biesinger Königsgut, in: 1250 Jahre Gemeinde Biesingen 760–2010, hrsg. v. der Ortsverwaltung Biesingen, Donaueschingen 2010, S. 8–14, hier S. 10.</ref> In den 1410er Jahren wurde Biesingen im Verlauf der Lupfener Fehde schwer in Mitleidenschaft gezogen.<ref>Biesingen – Altgemeinde~Teilort bei leo-bw.de.</ref> Im Grenzvertrag zwischen Württemberg und Baden 1810 wird der Ort dem Großherzogtum Baden zugeschlagen. Am 1. September 1971 wurde es in die Stadt Bad Dürrheim eingemeindet und wechselte somit vom Landkreis Donaueschingen in den Landkreis Villingen, aus dem später der heutige Schwarzwald-Baar-Kreis entstand.<ref></ref>

Politik

Liste der Bürgermeister (1839–1971)

  • 1839–1841: Johannes Schnekenburger<ref name="kaiser">Wolfgang Kaiser: Kommunale Politik – vom selbstständigen Dorf zum Teilort, in: 1250 Jahre Gemeinde Biesingen (760–2010), Donaueschingen 2010, S. 47–51, hier S. 51.</ref>
  • 1842–1847: Martin Held
  • 1848–1861: Johann Graf
  • 1862–1872: Johann Martin Schnekenburger
  • 1872–1878: Johann Georg Schnekenburger
  • 1879–1890: Martin Mönch
  • 1891–1909: Johann Martin Schnekenburger
  • 1910–1911: Reinhold Strom
  • 1912–1926: Christian Schnekenburger
  • 1926–1945: Karl Held
  • 1945–1968: Erhard Schnekenburger
  • 1969–1971: Ernst Strom

Liste der Ortsvorsteher (seit 1971)

  • 1971–1987: Ernst Strom<ref name="kaiser"/>
  • 1987–1996: Willi Schnekenburger
  • 1996–2009: Wolfgang Kaiser
  • 2009–2019: Stephan Klemens
  • 2019–2024: Armin Wehrle
  • seit 2024: Tatjana Tröster

Wappen

[[Datei:{{#property:p94}}|100px|links|Wappen von Biesingen]] Blasonierung: „In Silber (Weiß) eine grün belaubte, bewurzelte schwarze Linde“
Wappenbegründung: Das Wappen wurde 1960 verliehen. Es basiert auf einem Siegel aus dem 19. Jahrhundert. Die Bedeutung ist unklar.<ref>Biesingen bei heraldry-wiki.com.</ref>

Gemeindepartnerschaft

Wirtschaft und Infrastruktur

Datei:Biesingen, evangelische Kirche.jpg
Evangelische Kirche Biesingen

Der kleinste Stadtteil Bad Dürrheims mit einer gewachsenen Tradition von Landwirtschaft und Handwerk, 300 ha Gemarkungsfläche und einem herausgeputzten Ortskern rund um die malerische, evangelische Kirche hat am Modellversuch „Aufblühende Dörfer“ der Evangelischen Akademie Bad Boll teilgenommen.

Seit 2008 ist Biesingen das Dorf, das im Schwarzwald-Baar-Kreis am meisten Solarenergie pro Einwohner produziert. Im Landesvergleich Baden-Württembergs liegt es in der gleichen Kategorie auf Platz 10 und im Bundesvergleich auf Platz 47.<ref>Südwest Presse, 28. Oktober 2008.</ref> Im ehemaligen Gasthaus Löwen wurde 2015 eine Betreuungseinrichtung für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge mit 17 Plätzen eingerichtet, die von der privaten Organisation „Soziale Kompetenz“ (Geschäftsführer: Alex Fetzer) getragen wird. In einem weiteren ehemaligen Gasthaus hat das Kinderhaus am Buchberg (Hüfingen-Behla) eine Außenwohngruppe eingerichtet.

Sehenswürdigkeiten

Sehenswert ist die neugotische Kirche in der Dorfmitte und der Altvogtshof mit dem 1987 neugestalteten Dorfplatz.

Literatur

  • Karl Reil: Biesingen. Gottes kleine Lehen. Ettlingen 1987, ISBN 3-926198-03-6.
  • Gemeinde Biesingen – 1250 Jahre (760–2010). Festschrift zum Jubiläum 8. + 9. Mai 2010. Hrsg. v. der Ortsverwaltung Biesingen, Donaueschingen 2010.

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Stadtteile von Bad Dürrheim

Vorlage:Hinweisbaustein

Weblinks

Commons: Biesingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien