Biengarten (Höchstadt an der Aisch)
Biengarten Stadt Höchstadt an der Aisch
| ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(102)&title=Biengarten 49° 40′ N, 10° 50′ O
{{#coordinates:49,661388888889|10,825555555556|primary
|
dim=10000 | globe= | name=Biengarten | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
}} |
| Höhe: | 296 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 102 (31. Dez. 2006)[Ohne Beleg] | |||||
| Eingemeindung: | 1. Januar 1972 | |||||
| Postleitzahl: | 91315 | |||||
| Vorwahl: | 09193 | |||||
| Das Bild bitte nur als Dateipfad angeben! | ||||||
Biengarten ist ein Gemeindeteil der Stadt Höchstadt an der Aisch im Landkreis Erlangen-Höchstadt (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Biengarten hat eine Fläche von 2,470 km². Sie ist in 353 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 6996,41 m² haben.<ref>Gemarkung Biengarten (092757). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 14. Oktober 2024.</ref> In ihr liegt neben dem namensgebenden Ort der Gemeindeteil Mohrhof.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 14. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Das Dorf liegt am Herrnwiesengraben und ist von zahlreichen Weihern umgeben, die teilweise zu einem Naturschutzgebiet gehören. Größter Weiher der Biengartner Weiherplatte ist der Strichweiher mit 16 Hektar Wasserfläche. 0,5 km nördlich liegt der Bürgerwald. Dort erhebt sich der Weinberg und der Schwarzweiherbuckel (328 m ü. NHN). Eine Gemeindeverbindungsstraße verläuft nach Boxbrunn zur Staatsstraße 2263 (1,2 km westlich) bzw. nach Poppenwind (1,5 km nordöstlich), eine weitere verläuft zum Mohrhof (1,3 km südöstlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 6. August 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Der Ort wurde 1303 im Würzburger Lehenbuch erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname weist auf Bienenzucht hin. Der erste bekannte Lehnsnehmer der „villa Pingarten“ war der Reichsministeriale Herdegen von Gründlach.<ref>F. Krug (Hrsg.): Der Landkreis Erlangen-Höchstadt, S. 136f. = G. Daßler (Hrsg.): Landkreis Höchstadt a. d. Aisch, S. 53 = Biengarten auf der Website hoechstadt.de</ref> Ernst von Crailsheim kaufte 1558 den Weiler Biengarten von Hans Philipp von Seckendorff zu Adlitz. Bis 1706 war Biengarten im Besitz derer von Crailsheim.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Archiv der Familienstiftung von Crailsheim, Herrschaft Neuhaus</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Biengarten aus 13 Anwesen (1 Hof, 2 Halbhöfe, 4 Sölden, 6 Häuser). Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Höchstadt aus, was aber – 4 Häuser betreffend – vom brandenburg-bayreuthischen Kasten- und Jurisdiktionsamt Dachsbach strittig gemacht wurde. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über alle Anwesen hatte das Rittergut Neuhaus.<ref name="HistAtlasFI1-60">Vorlage:Hofmann Höchstadt-Herzogenaurach 1951</ref><ref name="HistAtlasFI2-82">Hanns Hubert Hofmann: Neustadt-Windsheim (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 2). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1953, DNB 452071216, S. 82 (Digitalisat).</ref>
1810 kam Biengarten an das Königreich Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde der Ort dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Kairlindach und der 1813 gebildeten Ruralgemeinde Kairlindach zugeordnet. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde Biengarten in die neu gebildete Ruralgemeinde Boxbrunn umgemeindet.<ref name="HistAtlasFI1-140">Vorlage:Hofmann Höchstadt-Herzogenaurach 1951
= Hanns Hubert Hofmann: Neustadt-Windsheim (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 2). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1953, DNB 452071216, S. 192 (Digitalisat).</ref><ref>Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern. Kanzlei Buchdruckerei, Ansbach 1820, OCLC 869860423, S. 58–59 (Digitalisat).</ref> Am 22. Juli 1822 entstand die Ruralgemeinde Biengarten. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Neustadt an der Aisch zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Neustadt an der Aisch. In der freiwilligen Gerichtsbarkeit unterstanden in Biengarten ein Anwesen dem Patrimonialgericht Neuenbürg (bis 1835) und 16 Anwesen dem Patrimonialgericht Neuhaus (bis 1848). Am 12. Juli 1827 wurde die Gemeinde Biengarten dem Landgericht Herzogenaurach und dem Rentamt Erlangen zugewiesen, am 1. Oktober 1847 schließlich dem Rentamt Herzogenaurach.<ref name="HistAtlasFI1-140" /> Ab 1862 gehörte Biengarten zum Bezirksamt Höchstadt an der Aisch (1939 in Landkreis Höchstadt an der Aisch umbenannt) und weiterhin zum Rentamt Herzogenaurach (1919 in Finanzamt Herzogenaurach umbenannt, seit 1929: Finanzamt Erlangen). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Herzogenaurach (1879 in das Amtsgericht Herzogenaurach umgewandelt), seit 1959 ist das Amtsgericht Erlangen zuständig. Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 2,289 km².<ref name="OV 1961" />
Am 1. Januar 1972 wurde Biengarten im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Stadt Höchstadt an der Aisch eingegliedert.<ref></ref><ref>Höchstadt an der Aisch > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 6. September 2025.</ref>
Einwohnerentwicklung
Religion
Biengarten ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Kilian (Kairlindach) gepfarrt.<ref name="HistAtlasFI1-60"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Georg (Höchstadt an der Aisch) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/>
Wanderwege
Durch den Ort verläuft der Fernwanderweg Rangau-Ostweg.
Wirtschaft
In Biengarten wird Meerrettich angebaut und Karpfenzucht betrieben. Die Teichgenossenschaft Biengarten bewirtschaftet das gesamte Naturschutzgebiet.
Persönlichkeiten
Von 1920 bis 1960 war Johann Grau Bürgermeister von Biengarten.
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Biengarten. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 1: A–Ei. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1799, DNB 790364298, OCLC 833753073, Sp. 383 (Digitalisat).
- Vorlage:Daßler Landkreis Höchstadt a. d. Aisch
- Vorlage:Hofmann Höchstadt-Herzogenaurach 1951
- Hanns Hubert Hofmann: Neustadt-Windsheim (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 2). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1953, DNB 452071216 (Digitalisat).
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3921603005 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
Weblinks
- Biengarten. In: hoechstadt.de. Abgerufen am 6. August 2023.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Biengarten in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Biengarten im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
<references responsive />
Vorlage:Navigationsleiste Gemeindeteile der Stadt Höchstadt an der Aisch
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Literatur/Interner Fehler
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:BibISBN
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Ort im Landkreis Erlangen-Höchstadt
- Geographie (Höchstadt an der Aisch)
- Ehemalige Gemeinde (Landkreis Erlangen-Höchstadt)
- Ersterwähnung 1303
- Gemeindegründung 1822
- Gemeindeauflösung 1971
- Gemarkung im Landkreis Erlangen-Höchstadt