Zum Inhalt springen

Biechów

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

{{#if: behandelt das Dorf in der Woiwodschaft Opole. Für das aufgegebene Dorf bei Głogów siehe Biechów (Głogów).

 | Vorlage:Hinweisbaustein 
 | {{#ifeq: 0 | 0 |}}

}} Vorlage:Infobox Ort in Polen

Biechów (deutsch Bechau) ist eine Ortschaft der Landgemeinde Pakosławice im Powiat Nyski der Woiwodschaft Opole in Polen.

Geographie

Geographische Lage

Das Straßendorf Biechów liegt etwa acht Kilometer westlich des Gemeindesitzes Pakosławice, etwa elf Kilometer nordwestlich der Kreisstadt Nysa und etwa 55 Kilometer südwestlich der Woiwodschaftshauptstadt Opole.

Landschaftlich befindet sich der Ort in der Nizina Śląska (Schlesische Tiefebene) innerhalb der Równina Grodkowska (Grottkauer Ebene) im Südwesten der historischen Region Oberschlesien. Der Ort liegt am Rande des Biechowski Las (Bechauer Wald).

Ortsteile

Ortsteile von Biechów sind Godkowice (Guttwitz) und Radowice (Vorwerk Rottwitz).

Nachbarorte

Nachbarorte von Biechów sind im Osten Smolice (Schmollwitz), im Süden Nowaki (Nowag) und im Südwesten Słupice (Schlaupitz).

Geschichte

Datei:Bechau-Sammlung Duncker (5354929).jpg
Schloss Bechau um 1860, Sammlung Alexander Duncker
Datei:2014-09 Biechów (16) Pałac.jpg
Schloss Bechau (2014)
Datei:2014-09 Biechów (07) Kaplica.jpg
Schlosskapelle

Biechów wurde erstmals um 1300 als Bechow urkundlich erwähnt. Es gehörte zur Kastellanei Ottmachau und gelangte zusammen mit dieser an das Fürstentum Neisse, das den Breslauer Bischöfen gehörte und erst 1333 die volle Landeshoheit erlangte. 1342 unterstellte Bischof Preczlaw von Pogarell das Fürstentum Neisse mit den zugehörigen Gebieten als ein Lehen dem böhmischen König Johann von Luxemburg und damit unter die Krone Böhmen, die 1526 an die Habsburger gelangte. Die Grundherrschaft Bechau wechselte mehrmals ihren Besitzer. Im 16. Jahrhundert gehörte sie dem Notar der bischöflichen Kanzlei und Schweidnitzer Landeshauptmann Matthäus von Logau († 1567),<ref>Vorlage:Deutsche Biographie</ref> dessen Sohn der Breslauer Bischof Kaspar von Logau war. Nach dem Dreißigjährigen Krieg erwarb Georg Ludwig von Starhemberg die Herrschaft Bechau, der sie 1658 den Grafen von Hoditz verkaufte. 1720 gelangte sie an die Familie von Montbach.

Nach dem Ersten Schlesischen Krieg 1742 fiel Stephansdorf mit dem größten Teil Schlesiens an Preußen.

Nachdem der preußische Anteil des Fürstentums Neisse 1810 säkularisiert und der weltlichen Macht unterstellt wurde, wurde Bechau 1815 dem Landkreis Neisse im Regierungsbezirk Oppeln eingegliedert. 1845 bestanden im Dorf eine Schlosskapelle, eine Mühle sowie 31 weitere Häuser. Im gleichen Jahr lebten in Bechau 235 Menschen, davon neun evangelisch.<ref name="Knie">Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuss. Provinz Schlesien. Breslau 1845, S. 23; Vorlage:Google Buch.</ref> 1855 lebten 289 Menschen im Ort.<ref name="Triest" /> 1856 gelangte die Herrschaft Bechau an den Grafen Eloi Maria Matuschka-Topolczan (1834–1884), der den Wiederaufbau des 1854 abgebrannten Schlosses veranlasste. 1865 bestanden im Ort 19 Gärtner- und vier Häuslerstellen sowie eine Mühle und eine Schule.<ref name="Triest">Vgl. Felix Triest: Topographisches Handbuch von Oberschlesien. Breslau 1865, S. 999; Vorlage:Google Buch.</ref> 1874 wurde er in seiner Eigenschaft als Rittergutsbesitzer Amtsvorsteher des neu gebildeten Amtsbezirks Bechau, zu dem auch die Dörfer Guttwitz (seit 1945 Godkowice), Rottwitz (Radowice) und Schlaupitz (Słupice) sowie die gleichnamigen Gutsbezirke gehörten.<ref name="Territorial">Territorial Amtsbezirk Biechau</ref> 1885 bestand Bechau aus 389 Einwohnern.<ref>AGOFF Kreis Neisse</ref>

1932 wurde ein Teilgebiet der Landgemeinde Bechau (18,475 ha) in den Landkreis Grottkau umgegliedert.<ref name="Territorial" /> 1933 wurden 437 Einwohner gezählt, 1939 waren es 419. Bis 1945 befand sich der Ort im Landkreis Neisse.<ref name="Vwg">Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>

Als Folge des Zweiten Weltkriegs fiel Bechau 1945 wie fast ganz Schlesien an Polen und wurde in Biechów umbenannt. 1950 kam Biechów zur Woiwodschaft Opole, 1999 zum wiedergegründeten Powiat Nyski.

Sehenswürdigkeiten

  • Das Schloss Bechau wurde 1856–1863 durch den Gutsbesitzer Eloi Maria Graf Matuschka-Topolczan nach Entwurf des Architekten Carl Johann Lüdecke im Stil der Neorenaissance errichtet.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref><ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Nach 1945 wurde das Schloss teilweise für schulische Zwecke genutzt. Heute beherbergt es eine Lehranstalt für Ernährung und Hauswirtschaft. Ein Teil der Gemälde der bis 1945 bedeutenden Gemälde- und Kunstgalerie befindet sich heute im Museum in Nysa (Muzeum Nyskie).
  • Schlosskapelle im Stil der Neugotik, errichtet Anfang des 20. Jahrhunderts
  • 400-jährige Eiche an der Straße in Richtung Grodków

Literatur

Weblinks

Vorlage:Commonscat

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Orte in der Gemeinde Pakosławice