Bibliophagie
Vorlage:Hinweisbaustein Der Ausdruck Bibliophagie (von Vorlage:GrcS und {{#invoke:Vorlage:lang|flat}} bzw. von {{#invoke:Vorlage:lang|flat}}) bezeichnet meist metaphorisch das Verzehren, Aufessen oder Verschlingen von Büchern durch Personen bzw. das Bedürfnis danach.
Die Vorstellung wird u. a. damit erklärt, dass Lesen einem Streben nach Einverleibung des Gelesenen wie des Geschriebenen gleichkommt und in diesem Akt seinen sinnfälligen Ausdruck findet.<ref>Kirsten Dickhaut: Till Eulenspiegel aß keine Bücher. François Forestier: La Manducation. (http://parapluie.de/archiv/sprung/till/).</ref>
Geschichte
Das wörtliche Essen von Buchstaben ist überdies ein seit der griechischen Antike bekannter Brauch, der sich in Produkten wie Russisch Brot, Alphabetkuchen oder Buchstabensuppe bis in die Gegenwart erhalten hat.<ref>Vgl. etwa {{#invoke:Vorlage:Literatur|f}} Hier dazu {{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> In der religiösen Volksmedizin waren bis ins 20. Jahrhundert mit Text versehene Esszettel verbreitet.
Beispiele
Beispiele für Bibliophagie in der Literatur sind die Propheten Ezechiel und Johannes<ref>Offenbarung des Johannes X, 10.</ref> und der Bibliothekar Jorge von Burgos aus Umberto Ecos Der Name der Rose.<ref>Umberto Eco: Der Name der Rose. dtv München 1987, S. 610.</ref>
Siehe auch
Literatur
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- Hans-Walter Schmidt-Hannisa: „Jetzt eß ich das Buch“. Szenarien der Einverleibung von Schrift. In: KulturPoetik. Zeitschrift für kulturgeschichtliche Literaturwissenschaft 3(2) (2003), S. 226–245.
- Mona Körte: Essbare Lettern, brennendes Buch. Schriftvernichtung in der Literatur der Neuzeit. Wilhelm Fink, München 2011, ISBN 978-3-7705-5214-6.
Einzelnachweise
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