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Biała (Zgierz)

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Biała
Vorlage:Platzhalterbild
Biała (Polen)
Biała (Polen)
Basisdaten
Staat: PolenDatei:Flag of Poland.svg Polen

Woiwodschaft: Łódź
Powiat: Zgierz
Gmina: Zgierz
Geographische Lage: 51° 56′ N, 19° 27′ OKoordinaten: 51° 55′ 48″ N, 19° 26′ 42″ O
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Einwohner: 667 (31. März 2011<ref>GUS 2011: Ludność w miejscowościach statystycznych według ekonomicznych grup wieku (polnisch), 31. März 2011, abgerufen am 6. Juli 2017</ref>)
Postleitzahl: 95-001
Telefonvorwahl: (+48) 42
Kfz-Kennzeichen: EZG
Wirtschaft und Verkehr
Nächster int. Flughafen: Władysław-Reymont-Flughafen Łódź
Chopin-Flughafen Warschau

Biała ist ein Dorf in der Gmina Zgierz in Zentralpolen in der Woiwodschaft Łódź. Es liegt etwa 8 nördlich von Zgierz und 15 km nördlich von Łódź. Die Dörfer Biała, Cyprianów, Jeżewo, Kolonia Głowa und Leonów gehören zum Sołectwo Biała.

Ortsname

Der Ortsname Biała bedeutet „weißer Sandboden“.<ref name="1935Breyer206"/>

Zur Zeit der deutschen Besetzung Polens im Zweiten Weltkrieg, von 1943 bis 1945, hieß der Ort Billheim.<ref name="billheim"/>

Geschichte

Datei:Biala kosciol drewniany-003.JPG
Holzkirche in Biała

Die Gegend um Biała war bereits in vorgeschichtlicher Zeit besiedelt, denn in der Nähe des Dorfes wurde ein römerzeitlicher Friedhof der Przeworsk-Kultur ausgegraben.<ref name="makiewicz"/>

Ende des 19. Jahrhunderts gab es im Dorf und der deutschen Siedlung insgesamt 57 Häuser und 670 Einwohner. Biała war Sitz der damaligen Gmina Biała, deren Schule sich ebenfalls im Ort befand. Darüber hinaus gab es vier Mühlen und eine Filialkirche, die zum katholischen Kirchspiel Gieczno gehörte (wohl die heute noch im Ort befindliche alte Holzkirche der Heiligen Peter und Paulus).<ref name="Slownik"/>

Die deutsche Siedlung Biała

In der Nähe des Dorfes Biała wurde in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, nach unterschiedlichen Angaben 1820<ref name="BreyerKarte"/><ref name="KossmannKarte"/> oder erst 1840<ref name="1971Kneifel178"/>, von deutschen Bauern pommerscher Herkunft<ref name="BreyerKarte"/><ref name="BreyerKarte2"/> eine Siedlung gegründet. In der deutschsprachigen Literatur ist diese Siedlung ebenfalls unter dem Namen Biała bekannt.

Die deutschen Siedler waren evangelisch und besuchten die 1824 gegründete evangelische Kirche in Zgierz.<ref name="1971Kneifel178"/> 1842 richteten sie gemeinsam mit den Deutschen aus Głowa, Wola Branicka, Leonów, Cyprianów und Dobra einen evangelischen Friedhof in Biała ein.<ref name="UnsereKirche"/>

Im Jahr 1863 wurde eine deutschsprachige Kantoratsschule gegründet,<ref name="UnsereKirche"/> in der bis mindestens 1919 in deutscher Sprache unterrichtet wurde.<ref name="BreyerKarte"/><ref name="BreyerKarte2"/> Im Jahr 1925 war die Unterrichtssprache polnisch.<ref name="1971Kneifel178"/> Das ursprünglich hölzerne Schulhaus wurde 1887 durch ein massives Schul- und Bethaus ersetzt, das 1911 abbrannte. Nach dem Wiederaufbau wurde das Gebäude während der Schlacht um Łódź im Ersten Weltkrieg erneut zerstört. Im Schulgarten wurden zwei Massengräber für deutsche Soldaten angelegt, die später auf einen Sammelfriedhof umgebettet wurden.<ref name="UnsereKirche"/>

Siehe auch

Literatur

Weblinks

Fußnoten

<references> <ref name="billheim"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein. (17,4 MiB)</ref>

<ref name="BreyerKarte"> Albert Breyer: Die deutschen Dörfer der Umgegend von Lodz. mit Karte Deutsche Siedlungen der Umgegend von Lodz., in: Deutsche Monatshefte in Polen, Zeitschrift für Geschichte und Gegenwart des Deutschtums in Polen, Jahrgang 2 (12), Heft 5/6, November/Dezember 1935.</ref>

<ref name="BreyerKarte2"> Albert Breyer: "Deutsche Siedlungen in Mittelpolen.", In Viktor Kauder (Hg.): Das Deutschtum in Mittelpolen. Leipzig 1938.</ref>

<ref name="1935Breyer206">Albert Breyer: Die deutschen Dörfer der Umgegend von Lodz. mit Karte Deutsche Siedlungen der Umgegend von Lodz. in: Deutsche Monatshefte in Polen, Zeitschrift für Geschichte und Gegenwart des Deutschtums in Polen, Jahrgang 2 (12), Heft 5/6, November/Dezember 1935, S. 206.</ref>

<ref name="KossmannKarte"> Oskar Kossmann: Karte Entwicklung der ländlichen deutschen Siedlung im nordwestlichen Kongreßpolen (1800, 1825, 1835, 1935)., in: Oskar Kossmann: Die Deutschen in Polen seit der Reformation. Marburg 1978, ISBN 3-87969-141-X.</ref>

<ref name="1971Kneifel178"> Eduard Kneifel: Die evangelisch-augsburgischen Gemeinden in Polen 1555–1939. Vierkirchen 1971, S. 178.</ref>

<ref name="makiewicz"> Makiewicz: Cmentarzysko z okresu rzymskiego w Białej, powiat Łódż, Prace i Materiały Muzeum Archeologicznego i Etnograficznego w Łodzi, Seria Archeologiczna 17, 1970.</ref>

<ref name="Slownik">Słownik geograficzny Królestwa Polskiego i innych krajów słowiańskich, Band I, S. 170</ref>

<ref name="UnsereKirche">Unsere Kirche. Wochenblatt für die evangelisch-lutherische Kirche des Warschauer Konsistorial, Nr. 21 vom 27. Mai 1917</ref>

</references>