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Bewirtschaftung

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Unter Bewirtschaftung versteht man die planvolle und wertschöpfende Nutzung und das Management von Wirtschaftsobjekten sowie die Verwendung von Haushaltsmitteln.

Das Wort „Bewirtschaftung“ leitet sich vom Wirtschaften ab, also der planmäßigen und effizienten Entscheidung über knappe Ressourcen zwecks bestmöglicher Bedürfnisbefriedigung. Als zu bewirtschaftende Wirtschaftsobjekte kommen Immobilien (Wohn- oder Gewerbeimmobilien), technische Anlagen, Gewässer, Landwirtschaft oder Wirtschaftswald in Betracht; flächenmäßig werden insbesondere Agrarflächen, Gewerbeflächen, Waldflächen, Wasserflächen oder Wohnflächen bewirtschaftet. Die Bewirtschaftung hat auch im Rahmen der Staatsfinanzen eine große Bedeutung.

Immobilien

{{#invoke:Vorlage:Siehe auch|f}} Die Bewirtschaftung von Immobilien ist eine Teilaufgabe des Facilitymanagements. Die Aufgabe der Immobilienbewirtschaftung besteht darin, Immobilien bereitzustellen, die die Ziele der Grundeigentümer möglichst weitgehend erfüllen.<ref>Holger Wallbaum/Susanne Kytzia/Samuel Kellenberger, Nachhaltig Bauen: Lebenszyklus, Systeme, Szenarien, Verantwortung, 2011, S. 128</ref> Das Kerngeschäft der Immobilienbewirtschaftung umfasst insbesondere Buchhaltung (Mieten, Betriebskosten und Nebenkosten sowie die Anforderung von Nachzahlungen), Controlling, Gebäudeversicherungen, Immobilienverwaltung (Kautionen, Wohn- und Gewerbeflächen), Leerstandsmanagement, Parkraumbewirtschaftung, Vermietungswesen oder Vertragswesen.<ref>Michaela Hellerforth, Schnelleinstieg Immobilienbewirtschaftung, 2014, S. 27</ref> Bei der Immobilienbewirtschaftung steht die Nutzung im Vordergrund, die durch die Grundeigentümer, die Betreiber und die Nutzer bestimmt wird.<ref>Holger Wallbaum/Susanne Kytzia/Samuel Kellenberger, Nachhaltig Bauen: Lebenszyklus, Systeme, Szenarien, Verantwortung, 2011, S. 128</ref> Die Immobilienbewirtschaftung kann eine Funktion im eigenen Unternehmen darstellen, aber auch Dienstleistung für Dritte sein (Immobilienmanagement).

Landwirtschaft/Forstwirtschaft/Gewässer

Die Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Nutzflächen erfolgt durch Anbau, Pflanzenschutz und Ernte im Rahmen der Agrarproduktion. Landwirtschaft sind gemäß {{#switch: juris

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Zweck des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG) ist es, durch eine nachhaltige Wasserbewirtschaftung die Gewässer als Bestandteil des Naturhaushalts, als Lebensgrundlage des Menschen, als Lebensraum für Tiere und Pflanzen sowie als nutzbares Gut zu schützen ({{#switch: juris

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Technische Anlagen

Die Betreiber technischer Anlagen müssen bei deren Bewirtschaftung besondere gesetzliche Anforderungen erfüllen (siehe Betriebserlaubnis). Das liegt an den großen Betriebsgefahren, die von Industrieanlagen und anderen technischen Systemen ausgehen können. Zu den technischen Anlagen zählen insbesondere Abwasser-, Förder-, lufttechnische, Kommunikations-, Telekommunikations-, Wärmeversorgungs- oder Wasserkraftanlagen.<ref>Ulrich Bogenstätter, Property Management und Facility Management, 2008, S. 317</ref> Viele davon sind überwachungsbedürftige Anlagen. Im Zentrum steht die Verhinderung oder Minimierung von Betriebsstörungen, wobei das Facilitymanagement für eine umfassende Instandhaltung, Wartung sowie die Durchführung von erforderlichen Reparaturen zu sorgen hat. Das technische Gebäudemanagement soll die Gebäude und Anlagen funktionsfähig halten.

Wirtschaftliche Aspekte

Zentrale Kostenart bei der Bewirtschaftung sind die Bewirtschaftungskosten, die in {{#switch: juris

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Staatliche Bewirtschaftung

Im Rahmen der Staatsfinanzen betrifft die Bewirtschaftung die Haushaltswirtschaft, die unter anderem dem Prinzip einer sparsamen Bewirtschaftung unterliegt ({{#switch: juris

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}}{{#if: 12||[Paragraf fehlt]}}{{#if: hgrg||[Gesetz fehlt]}} Abs. 3 HGrG). Haushaltsrechtlich wird unter Bewirtschaftung die Steuererhebung von Staatseinnahmen oder die Verteilung der Staatsausgaben verstanden.<ref>Herbert Wiesner/Antonius Westermeier, Das staatliche Haushalts-, Kassen- und Rechnungswesen, 2007, S. 157</ref> Mit der Zuweisung von Ausgaben zur selbständigen Bewirtschaftung wird eine Dienststelle zum „Bewirtschafter“. Bewirtschaftung bedeutet in diesem Sinne, den durch Haushaltsgesetz festgestellten Haushaltsplan auszuführen.<ref>Herbert Wiesner/Antonius Westermeier, Das staatliche Haushalts-, Kassen- und Rechnungswesen, 2007, S. 188 f.</ref> Die Bewirtschaftung geschieht in der öffentlichen Verwaltung durch den Haushaltsvollzug aufgrund eines Haushaltsplans und gibt der Verwaltung die Möglichkeit, Verbindlichkeiten einzugehen und Forderungen zu begründen durch Verwaltungshandeln nach außen.

Als Bewirtschaftung kann auch im Rahmen der Kriegswirtschaft oder Mangelwirtschaft eine staatliche Maßnahme in Form der Rationierung von verbrauchseinschränkenden Teilmengen bestimmter Güter an die Bevölkerung verstanden werden.<ref>Verlag Dr. Th. Gabler (Hrsg.), Gablers Wirtschaftslexikon, Band 1, 1984, Sp. 739</ref> Sie wird durch Rationierung mit Hilfe von Bezugsscheinen oder bestimmter Kontingente umgesetzt. Ein Mangel an Devisen wegen unzureichender Währungsreserven führt zur Devisenbewirtschaftung.<ref>Andreas Horsch/Gerd Waschbusch/Klaus Schäfer/Ludwig Gramlich/Peter Gluchowski, Gabler Banklexikon: Bank – Börse – Finanzierung, Band 1, 2020, S. 532</ref>

Weblinks

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Einzelnachweise

<references />

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