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Beutelmühle

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Datei:Brombachsee Muehlen.jpg
Infotafel am Nordufer des Brombachsees zu den abgegangenen Mühlen

Die Beutelmühle ist ein abgegangener Gemeindeteil der damaligen Gemeinde Thannhausen im früheren mittelfränkischen Landkreis Gunzenhausen. Heute gehört das Gebiet zur Gemeinde Pfofeld (Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen).

Die Beutelmühle lag am Brombach nordöstlich des Pfofelder Gemeindeteils Langlau und südlich von Absberg im Bereich des heutigen Kleinen Brombachsees. Benachbarte Mühlen waren die (an anderer Stelle wieder aufgebaute) Furthmühle und die ebenfalls durch den Bau des Stausees abgegangene Scheermühle.<ref name="BayernAtlas">Topographische Karten, Bayerisches Vermessungsamt (BayernAtlas)</ref> Nahe der Beutelmühle mündete der Beutelmühlgraben.

Geschichte

Der Ortsnamenforscher Robert Schuh nennt drei mögliche Deutungen des Ortsnamens: „Mühle, die so schnell mahlen kann, dass man gleich auf das aus dem Getreide gemahlene Mehl warten kann“ oder „Mühle mit Mahlkasten“ oder „Mühle mit Mehlbeutel (Mühle, in der das Mehl durch den Mehlbeutel geschüttelt wird).“<ref name="Schuh-30">Schuh, S. 30</ref>

1398 wird die Einöde erstmals erwähnt, als am 29. Mai dieses Jahres Stefan von Absberg mit seiner Ehefrau Barbara von Uttenhofen und sein Bruder Hadmar unter anderem die „BeittenMüll“ und den „BeittenWeyer“ an die Deutschordenskommende Ellingen verkauften.<ref>H. Wilhelm: Die Edlen von und zum Absberg. In: Alt-Gunzenhausen, 1931, 8, S. 36</ref> Dorthin war sie spätestens seit dem frühen 17. Jahrhundert (Beleg von 1608) vogt- und gültbar; die Fraisch war nach einem Beleg von 1612 zwischen dem Deutschen Orden und dem markgräflich-ansbachischen Amt Gunzenhausen strittig. Für 1732 erfährt man, dass die Mühle nach Absberg gepfarrt ist und der Zehnt brandenburgisch-ansbachischer Besitz ist; die Vogtei inner Ettern wird vom Deutschen Orden in Ellingen wahrgenommen, während die hohe Fraisch nunmehr eindeutig beim markgräflichen Oberamt Gunzenhausen liegt.<ref>Dieser Abschnitt im Wesentlichen nach Schuh, S. 30</ref>

1792 wurde die Einöde mit dem Markgrafentum Ansbach preußisch. Am Ende des Heiligen Römischen Reichs ging die Beutelmühle mit dem ehemaligen Fürstentum Ansbach infolge des Reichsdeputationshauptschlusses 1806 an das neue Königreich Bayern über, wo die Einöde im Landgericht/Rentamt Gunzenhausen ab 1808 dem Steuerdistrikt Absberg, ab 1811 der Ruralgemeinde Absberg und ab 1818 der Ruralgemeinde Thannhausen eingegliedert war.<ref>Historischer Atlas, S. 230, 240 f.</ref>

Von den Mühlenbetreibern sind aus dem Lauf der Jahrhunderte mehrere bekannt. So waren 1585 Hans Pommer und seine eheliche Hausfrau Veronica Deutschordenshintersassen auf der Beuttelmühl.<ref>Findmittel. Staatl. Archive in Bayern @1@2Vorlage:Toter Link/www.gda.bayern.de (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im August 2018. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref> 1644 hießen die Müllersleute Hans Himelseher und Maria.<ref>Findmittel. Staatl. Archive in Bayern @1@2Vorlage:Toter Link/www.gda.bayern.de (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im August 2018. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref> 1644 bis 1834 saß die Familie Rupp auf der Mühle; für 1831 ist bekannt, dass neben der Mahlmühle auch eine Schneidemühle betrieben wurde.<ref name="TopoGeogrStatLex">Topo-geographisch-statistisches Lexicon vom Königreiche Bayern</ref> Seit 1858 wurde die Mühle von der Familie Walter betrieben, bis das Anwesen durch den Freistaat Bayern zum Bau des Kleinen Brombachsees aufgekauft wurde. Die letzten Besitzer Hermann und Elsa Walter betrieben die Landwirtschaft der Mühle und das Sägewerk bis zum Abbruch der Mühle in den 1980er Jahren und der Flutung des Kleinen Brombachsees.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Geschichte der Beutelmühle. (Memento vom 3. Mai 2013 im Internet Archive) Fränkisches-Seenland.de</ref>

Einwohnerzahlen

Literatur

Weblinks

Fußnoten

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Vorlage:Klappleiste/Anfang Beutelmühle | Birkenmühle | Furthmühle | Grafenmühle | Griesmühle | Langweidmühle | Neumühle | Öfeleinsmühle | Scheermühle | Sägmühle Vorlage:Klappleiste/Ende Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende Koordinaten: 49° 7′ 54,8″ N, 10° 52′ 31,1″ O

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