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Beuchen

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{{#if: beschreibt die Technik in der Textilindustrie, für den Ortsteil Beuchen siehe Beuchen (Amorbach).

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}} Beuchen, Bäuchen oder Bauchen ist eine alkalische Druckkochung von Baumwolle zur Beseitigung wachstumsbedingter und aus vorangegangenen Bearbeitungsprozessen stammender Begleitstoffe und Verunreinigungen.<ref>Ursula Völker, Katrin Brückner: Von der Faser zum Stoff – Textile Werkstoff- und Warenkunde.35., aktualisierte Auflage Verlag Dr. Felix Büchner. Hamburg 2014, ISBN 978-3-582-05112-7, S. 191.</ref><ref>Thomas Gries, Dieter Veit, Burkhardt Wulfhorst: Textile Thomas Fertigungsverfahren – Eine Einführung. 3., überarbeitete und erweiterte Auflage. Carl Hanser Verlag, München 2019, ISBN 978-3-446-45684-6, S. 270.</ref>

Das sind beispielsweise

Der industrielle Prozess wird unter Druck bei 110 °C bis 130 °C durchgeführt und führt zu einem Gewichtsverlust von 3 % bis 8 %. Dabei werden neben dem Alkalispender (in den meisten Fällen Natronlauge) ätzalkalistabile Netzmittel und Tenside, sowie Komplexbildner, Dispergiermittel und Reduktionsmittel eingesetzt. Bei Anwendung stärkehaltiger Schlichte muss zusätzlich entschlichtet werden. Das alkalische Abkochen wird nur bei schlechter Ausgangsware alleine angewandt, sonst als kombinierte Bleiche mit Abkochung. Eine Alternative zu diesem Verfahren stellt die Saure Vorbehandlung dar.

In der bäuerlichen Flachsverarbeitung wurde das Beuchen in geschlossenen eisernen Kesseln (sogenannten Bäuchkesseln) oder in bedeckten Holzbottichen ausgeführt. Die zu behandelnden Stoffbahnen oder Leinenstränge wurden ins Bauchfass geschichtet. Zuoberst kam ein grobes Leintuch, das mit Buchenasche bedeckt und mit heißem Wasser übergossen wurde. Dadurch entstand eine Lauge, die man durch die Wäsche sickern ließ, aus dem Bottich abließ, erhitzte und wieder über das Leinen goss. Dieser Vorgang wurde mehrfach wiederholt. Schmutzpartikel wurden dabei gelöst und entfernt. Der Arbeitsgang dauerte einen ganzen Tag.

Literatur

Einzelnachweise

<references />