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Bettina Würth

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Datei:Bettina Würth.jpg
Bettina Würth

Bettina Würth (* 9. Oktober 1961 in Schwäbisch Hall) ist eine deutsch-schweizerische Managerin. Sie ist Ehrenvorsitzende des Beirats der Würth-Gruppe.<ref>Dagmar Deckstein: Die soziale Rebellin. In: Süddeutsche Zeitung. 4. Oktober 2017, abgerufen am 8. Juli 2021.</ref><ref>Heiko Fritze: Reinhold Würth setzt Nachfolgeregelung um – wer die wichtigen Posten übernimmt. Heilbronner Stimme, 2. Dezember 2024, abgerufen am 20. Mai 2025.</ref> Sie ist eine Enkelin des Firmengründers Adolf Würth und die älteste Tochter von Reinhold Würth.<ref>The Würth family. In: Würth Haus Rorschach. Abgerufen am 9. Februar 2026.</ref> Würth gehört mit einem geschätzten Vermögen von 3 bis 3,5 Milliarden Schweizer Franken zu den reichsten Schweizer Bürgern.<ref>Trotz Pandemie: Die reichsten Ostschweizerinnen und Ostschweizer wurden im vergangenen Jahr noch reicher. In: Tagblatt. Abgerufen am 9. Februar 2026.</ref>

Leben

Bettina Würth ist das zweite von drei Kindern der Unternehmer Carmen und Reinhold Würth. Sie besuchte ein Internat, ging von der Schule nach der elften Klasse mit der mittleren Reife ab und zog nach München.<ref>Munzinger Online/Personen - Internationales Biographisches Archiv: Bettina Würth. Abgerufen am 8. Juli 2021.</ref>

Bettina Würth ist verheiratet mit dem Schweizer Markus Johannes Baptist Würth, geborener Rusch<ref>Die Würth-Dynastie setzt auf eine Frau: Nicht nur Töchterle. Abgerufen am 15. Oktober 2022.</ref><ref>Familie Würth: Steuer-Tour-de-Suisse. Abgerufen am 15. Oktober 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> und vierfache Mutter. Durch ihre Heirat mit Rusch nahm sie zusätzlich zur deutschen Staatsangehörigkeit<ref>Manfred Stockburger: Der Schraubenkönig sucht sich ein neues Volk. In: Heilbronner Stimme. 19. Dezember 2008 (bei stimme.de [abgerufen am 21. Dezember 2008]).</ref> auch das Schweizer Bürgerrecht an; sie ist heimatberechtigt in Appenzell.<ref>Festspielfreunde wählen neuen Vorsitzenden. In: Hohenloher Zeitung. 17. März 2011 (bei stimme.de [abgerufen am 18. März 2011]).</ref>

Nach der Schule absolvierte Bettina Würth ein Praktikum in einem Kindergarten im Münchener Stadtviertel Hasenbergl.<ref>Munzinger Online/Personen - Internationales Biographisches Archiv: Bettina Würth. Abgerufen am 8. Juli 2021.</ref><ref>Thiemo Heeg: Die Heimkehrerin. In: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. 5. September 2004.</ref> Ab 1984 stieg sie als Lehrling in das elterliche Unternehmen Würth ein.<ref>Karriereführer: „Vibrierende Neugier“: Interview mit Bettina Würth. 24. März 2021, abgerufen am 8. Juli 2017.</ref><ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Bettina Würth – Munzinger Biographie.] In: www.munzinger.de. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 30. Mai 2023.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Nach der Ausbildung zur Industriekauffrau arbeitete sie in verschiedenen Bereichen des elterlichen Unternehmens für Montage- und Befestigungstechnik im In- und Ausland.<ref>Wolfgang Gillmann: Den eigenen Weg gehen. Bettina Würth. In: Handelsblatt. 17. Juni 2011, abgerufen am 8. Juli 2021.</ref> 1992 bekam sie von ihrem Vater eine Führungsposition und wurde zur Assistentin des Divisionsleiters Holz berufen.<ref>Manfred Stockburger: Bettina Würth übernimmt heute den Beiratsvorsitz der Würth-Gruppe. In: Hohenloher Zeitung vom 1. März 2006.</ref> Mehrere Stationen in der Firma führten sie in den folgenden Jahren unter anderem nach Spanien und in die Schweiz.<ref name="Stocker">Frank Stocker: Die Königin der Schrauben. In: Die Welt. 9. Juli 2006, abgerufen am 9. Juli 2007.</ref>

1996 gründete sie zusammen mit ihrer Schwester Marion die Live-Kommunikationsagentur marbet Marion & Bettina Würth GmbH & Co. KG. 1997 übernahm sie den Aufbau der neu gegründete Division Bau in Deutschland.<ref name="Stocker" /> 1998 wurde sie Mitglied der Geschäftsführung der Adolf Würth GmbH & Co. KG.<ref>Geschäftsbericht der Würth-Gruppe 1998</ref> 2001 wurde Würth, damals verantwortlich für Umsatz und Personal in Nord- und Ostdeutschland,<ref>Dorian Hartmuth: Auf welche Weise setzt man sich als Frau in einer männerdominierten Unternehmensspitze durch? In: So entsteht Ihre große Karriere. Prominente Führungspersönlichkeiten erklären, was wirklich zählt. Springer Gabler, 2015, ISBN 978-3-658-09184-2.</ref> Mitglied der Konzernführung der Würth-Gruppe<ref>Andreas Wildhagen: Die Würth-Dynastie setzt auf eine Frau: Nicht nur Töchterle. In: Handelsblatt. 6. Oktober 2006, abgerufen am 24. März 2021.</ref>. Im Jahr 2006 übernahm sie von ihrem Vater das Amt der Vorsitzenden des Beirats der Würth-Gruppe. Der Beirat ist das höchste Gremium der Würth-Gruppe (vergleichbar einem Aufsichtsrat) und überwacht die Geschäftsstrategie sowie die Personalplanung, er beruft und entlässt die Geschäftsführung.<ref>Süddeutsche Zeitung: Reinhold Würth regelt seine Nachfolge im Konzern. 8. Juli 2022, abgerufen am 22. Mai 2023.</ref><ref>Adolf Würth GmbH & Co KG: Führungsgremien | Würth Group. Abgerufen am 22. Mai 2023.</ref> 2025 übergab sie den Vorsitz an ihren Neffen Sebastian Würth.<ref>SWR Aktuell: Würth: Neue Generation sieht großes Wachstumspotenzial. 31. Dezember 2024, abgerufen am 20. Mai 2025.</ref>

Gesellschaftliches Engagement

Bettina Würth engagiert sich für zahlreiche gemeinnützige Initiativen, vor allem in den Bereichen internationale Verständigung und Förderung von Kindern und Jugendlichen, darunter UNICEF Deutschland<ref>UNICEF-Geschäftsbericht 2019: Große Spendenbereitschaft in Deutschland. 19. Juni 2020, abgerufen am 8. Juli 2021.</ref>.

2006 initiierte sie die nach ihrer im Kindesalter verstorbenen Tochter benannte Freie Schule Anne-Sophie, eine reformpädagogische Privatschule im Künzelsauer Stadtteil Taläcker<ref>Dagmar Deckstein: Die soziale Rebellin. In: Süddeutsche Zeitung. 4. Oktober 2017, abgerufen am 8. Juli 2021.</ref>, 2011 nahm die zweite Freie Schule Anne-Sophie in Berlin ihren Betrieb auf.<ref name="Freie Schule">Freie Schule Anne-Sophie. In: Geschäftsbericht der Würth-Gruppe 2020. Abgerufen am 8. Juli 2021.</ref> Beide Schulen sind staatlich anerkannt und beschulen rund 1.000 Schüler (2021). Sie bieten die Primar, Sekundarstufe I und Sekundarstufe II Stufen an.<ref name="Freie Schule" /> Trägerin ist die gemeinnützige Stiftung Würth.

Mitgliedschaften

Weblinks

Einzelnachweise

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