Betäubungspfeil
Betäubungspfeile sind spezielle Pfeile die aus Betäubungswaffen (Betäubungsgewehr, Blasrohr) zur Ruhigstellung (Immobilisierung) von Tieren aus der Distanz eingesetzt werden.
Beschreibung
Aufgebaut sind sie grundsätzlich wie eine Spritze, jedoch verfügt die Kanüle über eine seitliche Öffnung, welche mit einem verschiebbaren Kunststoffschlauch verschlossen ist. Trifft die Kanüle auf ein Ziel, wird der Kunststoffschlauch nach hinten geschoben und gibt so die Öffnung frei, dass sich der Inhalt der Spritze entleeren kann. Im hinteren Teil der Spritze befindet sich eine Treibladung, dabei kann es sich entweder um ein expandierendes Gas oder aber einen pyrotechnischen Treibsatz handeln. Zur Flugstabilisierung werden am Ende des Pfeiles Fäden angebracht. Als Füllung werden verschiedene Medikamente meistens in Mischungen eingesetzt, wie z. B. die Hellabrunner Mischung, aber auch Barbiturate, Ketamin, Carfentanyl oder Xylazin.<ref>Klaus Gunther Friedrich, Wundballistische Untersuchungen zur Distanzinjektion als Beitrag zum praktischen Tierschutz, 1998, Seite 95.</ref><ref>Tierärztliche Praxis, Grosstiere/Nutztiere. Ausgabe G, Band 37, 2009, Seite 75.</ref><ref>DTW (Deutsche tierärztliche Wochenschrift), Verlag M. & H. Schaper., 1973, Seite 338</ref>
Weblinks
- <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Handling und Immobilisation von unkooperativen und gefährlichen Patienten in der Kleintierpraxis ( vom 5. November 2013 im Internet Archive)
- https://teledart.com/produkt-kategorien/distanzinjektionen/
Einzelnachweise
<references />