Berylliumacetat
Berylliumacetat ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe des Berylliumverbindungen und Acetate mit der Konstitutionsformel Be(CH3COO)2.
Gewinnung und Darstellung
Berylliumacetat kann durch Reaktion von Berylliumoxidacetat in Eisessig mit Acetylchlorid gewonnen werden.<ref>Georg Brauer (Hrsg.), unter Mitarbeit von Marianne Baudler u. a.: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearbeitete Auflage. Band II, Ferdinand Enke, Stuttgart 1978, ISBN 3-432-87813-3, S. 899.</ref> Das Berylliumoxidacetat wird durch Reaktion von wasserfreiem Berylliumchlorid und Essigsäureanhydrid hergestellt.<ref name="Walsh">Kenneth A. Walsh: Beryllium chemistry and Processing. ASM International, 2009, ISBN 978-0-87170-721-5, S. 123f. (Vorlage:Google Buch).</ref>
- <math>\mathrm{Be_4O(CH_3COO)_6 + 2 \ CH_3COCl + 2 \ CH_3COOH}</math>
- <math>\mathrm{\longrightarrow 4 \ Be(CH_3COO)_2 + 2 \ HCl + (CH_3CO)_2O}</math>
Eigenschaften
Berylliumacetat ist ein nicht brennbarer Feststoff, welcher sich beim langsamen Erhitzen ab 60–100 °C, beim schnellen Erhitzen ab 150–180 °C zersetzt.<ref name="GESTIS" /> Es gibt langsam, beim Erhitzen schnell Essigsäureanhydrid ab und geht in Berylliumoxidacetat über,<ref name="Walsh" /> welches sublimiert.<ref name="parsons" />
- <math>\mathrm{4 \ Be(CH_3COO)_2 \longrightarrow Be_4O(CH_3COO)_6 + (CH_3CO)_2O}</math>
Beim schnellen Erhitzen erfolgt teilweise Zersetzung zu Essigsäureanhydrid und Berylliumoxid.<ref name="Walsh" />
- <math>\mathrm{Be(CH_3COO)_2 \longrightarrow BeO + (CH_3CO)_2O}</math>
Von kaltem Wasser wird es kaum angegriffen, hydratisiert aber in heißem Wasser.<ref name="parsons">C. L. Parsons: The Chemistry and Literature of Beryllium. Chemical Publishing, Easton 1909, Vorlage:OCLC, S. 40. (Volltext)</ref>
Einzelnachweise
<references />