Bertelsdorf (Stein)
Bertelsdorf Stadt Stein
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(401)&title=Bertelsdorf 49° 24′ N, 11° 0′ O
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| Höhe: | 333–346 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 401 (1. Jan. 2022)<ref name="Einwohner">Landkreis Fürth – Nahverkehrsplan 2023. (PDF; 10,7 MB) In: vgn.de. Verkehrsverbund Großraum Nürnberg, S. 65, abgerufen am 1. Oktober 2024.</ref> | |||||
| Postleitzahl: | 90547 | |||||
| Vorwahl: | 0911 | |||||
Bertelsdorf (fränkisch: Bärdlschduaf<ref>E. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 11. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „bęɘdlšdùɘf“.</ref>) ist ein Gemeindeteil der Stadt Stein im Landkreis Fürth (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Bertelsdorf liegt in der Gemarkung Stein.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 9. Oktober 2024.</ref>
Geographie
Durch das Dorf fließt der Herbstgraben, ein linker Zufluss der Rednitz. Im Norden liegen die Flurgebiete Buchleite und Huffeld. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Eckershof (0,7 km südwestlich) bzw. nach Deutenbach (0,9 km nordöstlich); eine weitere führt nach Oberweihersbuch (1 km nordwestlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 17. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Der Ort wurde 1346 als „Berchtoldsdorf“ erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname hat als Bestimmungswort den Personennamen des Gründers Berthold. Der Ort bestand ursprünglich aus drei Höfen.<ref name="Bertelsdorf">Bertelsdorf auf der Website stadt-stein.de</ref><ref>Nach E. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 11, Erstnennung im Jahr 1380 als „Perthtoldsdorf“.</ref>
Im Jahre 1732 gab es laut den Oberamtsbeschreibungen von Johann Georg Vetter in Bertelsdorf vier Anwesen. Grundherren waren das Spitalamt Heilig Geist der Reichsstadt Nürnberg (zwei Halbhöfe), und Nürnberger Eigenherren (von Pömer: ein Ganzhof; von Tucher: ein Ganzhof).<ref>F. Eigler: Schwabach, S. 296.</ref> Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Bertelsdorf weiterhin vier Anwesen. Das Hochgericht übten südlich der Regelsbacher Straße das brandenburg-ansbachische Oberamt Schwabach und nördlich der Regelsbacher Straße das brandenburg-ansbachische Richteramt Roßtal aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte die Reichsstadt Nürnberg. Die grundherrschaftliche Aufteilung war dieselbe wie 1732.<ref name="E384">F. Eigler: Schwabach, S. 384.</ref>
Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Schwabach. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde 1808 Bertelsdorf dem Steuerdistrikt Regelsbach (I. Sektion) und der 1818 gebildeten Ruralgemeinde Regelsbach zugeordnet.<ref>F. Eigler: Schwabach, S. 480.</ref> 1925 beantragten Bertelsdorf und Eckershof die Umgemeindung nach Stein, was aber von der Gemeinde Regelsbach abgelehnt wurde. Am 1. Januar 1967 wurde Bertelsdorf nach Stein eingegliedert.<ref name="Bertelsdorf"/><ref>Stein > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 21. Mai 2025.</ref> Mit Stein gehörte Bertelsdorf damit von 1967 bis 1972 zum Landkreis Nürnberg.
Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und war ursprünglich nach St. Laurentius (Roßtal) gepfarrt,<ref name="E384"/> wurde dann im frühen 19. Jahrhundert nach St. Johannes Baptist (Eibach) umgepfarrt,<ref name="OV 1846"/> spätestens ab 1950 nach St. Jakobus (Oberweihersbuch).<ref name="OV 1950"/> Die Katholiken waren ursprünglich nach St. Sebald (Schwabach) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/> Heute ist die Pfarrei St. Albertus Magnus (Stein) zuständig.<ref>Pfarrverband Nürnberg-Südwest/Stein. In: bistum-eichstaett.de. Abgerufen am 27. Mai 2023.</ref>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Bertelsdorf. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 1: A–Ei. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1799, DNB 790364298, OCLC 833753073, Sp. 366 (Digitalisat).
- Friedrich Eigler: Schwabach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 28). Michael Laßleben, Kallmünz 1990, ISBN 3-7696-9941-6.
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Vorlage:Wagner Land- und Stadtkreis Schwabach
Weblinks
- Ortsteile > Bertelsdorf. In: stadt-stein.de. Abgerufen am 17. Juli 2023.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Bertelsdorf in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Bertelsdorf im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
<references responsive />
Vorlage:Navigationsleiste Gemeindeteile der Stadt Stein (Mittelfranken) Vorlage:Hinweisbaustein