Zum Inhalt springen

Berliner Bäder-Betriebe

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Berliner Bäder-Betriebe

colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Berliner Bäder Logo 06.2018.svg
Rechtsform Anstalt des öffentlichen Rechts
Gründung 1996
Sitz Berlin, DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland
Leitung Vorstand:(Vorsitzender),
Johannes Kleinsorg (Vorsitzender),
Marie Rupprecht
Mitarbeiterzahl 783 (Jahresdurchschnitt 2023)<ref name="GBer23">Geschäftsbericht 2023 (PDF; 2,0 MB), abgerufen am 6. Februar 2025.</ref>
Umsatz 129,8 Mio. € (2023; davon Landeszuschuss: 110,9 Mio. €)<ref name="GBer23" />
Website www.berlinerbaeder.de
Stand: 31. Dezember 2023

Die Berliner Bäder-Betriebe (BBB) sind der größte kommunale Bäderbetreiber Europas. Insgesamt unterstehen den BBB 67 Bäder. Sie verwalten 38 Schwimmhallen, fünf Kombibäder (Hallen- und Sommerbad) für den öffentlichen Badebetrieb, weitere sieben nichtöffentliche Schwimmeinrichtungen für den Schul- und Vereinsbetrieb sowie 29 Frei- und Sommerbäder. Letztere sind neun Bäder an private Betreiber verpachtet.<ref name="GBer23" /> Zudem gehören den Berliner Bäder-Betrieben 22 Saunen, von denen drei verpachtet sind.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Homepage der Bäderbetriebe mit einigen Daten (Memento vom 27. Juli 2013 im Internet Archive)</ref> Im Jahr 2023 verzeichneten die Einrichtungen der BBB insgesamt 5,7 Millionen Besucher, davon 3,6 Millionen im öffentlichen und 2,1 Millionen im nicht öffentlichen Badebetrieb.<ref name="GBer23" />

Geschichte

Die Berliner Bäder-Betriebe wurden 1996 als Anstalt des öffentlichen Rechts gegründet. Sie übernahmen die Trägerschaft der Bäder von den bis dahin zuständigen Berliner Bezirken. Die finanzielle Ausstattung des Zuschussbetriebs geht seither kontinuierlich zurück. Während die Bezirke 1995 für ihre Bäder noch rund 79 Millionen Euro erhielten, reduzierte das Land Berlin im Jahr 2000 den Zuschuss auf 55,8 Millionen Euro und im Jahr 2006 auf 37,3 Millionen Euro. In den Jahren 2001 und 2002 mussten deshalb elf Bäder geschlossen werden. Im Jahr 2002 wurden die Eintrittspreise erhöht und Ermäßigungen reduziert. 2014 sind die Preise erneut angehoben worden. 2024 sind die Preise für Sauna und Kurse erhöht worden.<ref>Schwimmen lernen und Schwitzen wird teurer: Berliner Bäderbetriebe erhöhen Preise ab 1. März. In: Tagesspiegel. 15. Februar 2024, ISSN 1865-2263 (tagesspiegel.de [abgerufen am 6. Februar 2025]).</ref> Zusammen mit Hamburg hat Berlin deutschlandweit die geringste Anzahl an Schwimmbädern pro Einwohner (Stand 2023).<ref>Ben Mendelson: "So steht es um Deutschlands Schwimmbäder", Handelsblatt, 22. Juli 2023</ref>

In den Erhalt oder gar die technische Erneuerung der Schwimmhallen wurde so gut wie gar nicht investiert, es besteht ein hoher Sanierungs­stau. Dieser wird im Frühjahr 2019 mit rund 230 Millionen Euro beziffert.<ref name="BBB1-19">BBB aktuell, Informationsbroschüre der Berliner Bäder-Betriebe, Ausgabe 1/2019.</ref> Deshalb musste 2018 die Schwimmhalle Holzmarktstraße für immer schließen. Der Fortbestand weiterer Schwimmhallen ist gefährdet.

Seit Anfang Juni 2024 ist die Nutzung einiger Bäder nur noch mit einem Onlineticket möglich.<ref>Martin Schwarzbeck: Wie Online-Pflicht Menschen ausschließt. netzpolitik.org, 31. August 2024, abgerufen am 2. September 2024.</ref>

Nutzung

Die Schwimmanlagen der BBB sind Orte des Schwimmenlernens, des Breiten- und Leistungssports, des Gesundheits- und Rehabilitationssports und Naherholungsorte für die Bevölkerung.

Betrieb

Der nichtöffentliche Badebetrieb für das Schul- und Vereinsschwimmen hat einen Anteil von rund 50 Prozent des gesamten Badebetriebs.

Sanierung und Modernisierung

2018 erhielten die Bäder-Betriebe vom Senat eine Kapitalzusage, sodass ab 2019 drei dringende Investitionen begonnen werden konnten: Seit Juni 2019 konnten Sanierungsarbeiten im Stadtbad Tiergarten und im Paracelsusbad beginnen, Anfang 2020 wurde das Spreewaldbad im Ortsteil Kreuzberg für zwei Jahre zwecks Komplettsanierung geschlossen. Bereits im Sommer 2018 wurden Schüler mit Bussen zu Schwimmhallen in Tempelhof und Schöneberg gebracht.<ref>Susanne Lenz: Die Schwimmhalle an der Holzmarktstaße schließt. In: Berliner Zeitung, 19. April 2018, S. 15.</ref> Kleinere Baumaßnahmen erfolgen im Jahr 2019 auch in anderen Bädern, ohne dass diese dafür geschlossen werden mussten.<ref name="BBB1-19"/>

Datei:Berliner Baeder Betriebe Einnahmen-Ausgaben 2019.jpg
Die Einnahmen und Ausgaben der Berliner Bäder-Betriebe 2019 nach Positionen
Quelle: Infrastrukturatlas 2020<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Infrastrukturatlas – Daten und Fakten über öffentliche Räume und Netze (Memento vom 14. November 2020 im Internet Archive) Berlin 2020, ISBN 978-3-86928-220-6, dort S. 28</ref>

Beteiligungen

Die Berliner Bäder-Betriebe sind über ihre Tochter BBB Infrastruktur GmbH & Co. KG mittelbar an der Gesellschaft PD – Berater der öffentlichen Hand beteiligt.<ref>Vorstellung der PD. (PDF) In: pd-g.de. 12. Mai 2021, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 21. Mai 2021; abgerufen am 21. Mai 2021.</ref>

Freibäder und Schwimmhallen

Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

Literatur

  • Uta Maria Bräuer und Jost Lehne: Bäderbau in Berlin. Architektonische Wasserwelten von 1800 bis heute. Lukas Verlag, Berlin 2013, ISBN 978-3-86732-129-7.
  • Susanne Rost, Gerhard Lehrke: Schöner schwimmen. In: Berliner Zeitung, 21. März ????. S. 9.

Weblinks

Einzelnachweise

<references responsive />