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Benno Friedrich Brand von Lindau

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Datei:Brand von Lindau Wappen FBG.jpg
Wappen von Benno Friedrich Brand von Lindau, 1621 bei Aufnahme in der Fruchtbringenden Gesellschaft

Benno Friedrich Brand von Lindau (* 1. Februar 1571 in Wiesenburg, Kurfürstentum Sachsen; † 25. Dezember 1625) war ein Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft.

Leben

Brand von Lindau war der Sohn des kursächsischen Amtshauptmanns Friedrich Brand von Lindau und dessen Ehefrau Maria von Pflug.

Nach kurzem Studium wurde Brand von Lindau zum Assessor am sächsischen Hofgericht zu Wittenberg berufen.

1591 wurde er über die Grenzen bekannt, als er, auch gerichtlich, gegen die Abschaffung des Exorzismus kämpfte.

1593 heiratete er Maria von Brösicken (Broesigke). Mit ihr hat er zwei Töchter, Benigna Brand von Lindau und Christina Brand von Lindau. Am 4. September 1612 starb seine Ehefrau Maria. Nach reichlicher Trauerzeit heiratete Brand von Lindau 1614 Lucretia von Putlitz<ref>Vgl. Ad. M. Hildebrandt: Vierteljahrsschrift für Wappen-, Siegel- und Familienkunde. Jahrgang XXXVII, Hrsg. Herold (Verein), Carl Heymanns Verlag, Berlin 1909, S. 314.</ref> aus der märkischen Uradelsfamilie Gans zu Putlitz. Auch mit ihr hatte er zwei Töchter, Hippolyta Brand von Lindau und Maria Brand von Lindau. Seine vier Schwiegersöhne (Johann von Rohr, Kurt Dietrich aus dem Winckel, Joachim Christian von Metzsch und August von Hanow) wurden später gleich ihm Mitglieder der Fruchtbringenden Gesellschaft.

1610 wurde Benno Brandt von Lindau-Wiesenburg u. a. mit Joachim von der Schulenburg-Lieberose und den bekanntgewordenen Dietrich von Brösigke-Ketzür sowie Hans (Johann) George von Ribbeck d. Ä. zu Glienicke als Bürge des Hans von Kotze auf Groß Germersleben aktenkundig.<ref>George Adalbert von Mülverstedt: Codex Diplomaticus Alvenslebianus. Urkundensammlung zur Geschichte des Geschlechts von Alvensleben und seiner Besitzungen. E. Baensch jun., Magdeburg 1885, S. 432.</ref>

Mit 50 Jahren wurde Brand von Lindau in die Fruchtbringende Gesellschaft aufgenommen. Fürst Ludwig I. von Anhalt-Köthen verlieh ihm den Gesellschaftsnamen der Steife und das Motto im Feuchten. Als Emblem wurde ihm ein Buchbaum (Fagus sylvatica oder Fagus f. atropurpurea) zugedacht. Im Köthener Gesellschaftsbuch findet sich Brand von Lindaus Eintrag unter der Nr. 36.

1623, nach weiteren Quellen<ref>Georg Schmidt: Die Familie von Wuthenau. Pkt. 20, Komm.-Verlag J. A. Stargardt-Berlin, Groß Paschleben 1893, S. 103.</ref> bereits 1622, erwarb er das Rittergut Grochwitz von Albrecht von Wuthenau.

Auf Grund seines Vermögens und seiner Ländereien trug Brand von Lindau auch den Beinamen der Reiche. Im Alter von 54 Jahren starb Benno Friedrich Brand von Lindau am 25. Dezember 1625 in Wiesenburg.

Literatur

  • Valentin König: Genealogisch-Historische Beschreibung Nebst den Ahnen-Taffeln derer Brande von Lindau. in: Genealogische Adels-Historie, Band 1, Wolfgang Deer, Leipzig 1727, S. 102 ff. Insb. S. 105.
  • A. G. Lohrmann: Historisch genealogische Nachrichten von der adligen Familie Brandt von Lindau. Zerbst 1733.<ref>Gesamtübersicht Literatur, In: Otto Titan von Hefner: Stammbuch des blühenden und abgestorbenen Adels in Deutschland. Band 1, Georg Joseph Manz, Regensburg 1860, S. 616.</ref>
  • August Trinius: Märkische Streifzüge. 1884. Nördlich von Berlin. An der Oberspree. Havellandschaften. Quer über den Fläming. Verlag Schmidt % Sternau, Berlin Oktober 1883, S. 279. (Stammvater/Vita/Benno d. Reiche).

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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