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Benice (Kamień Pomorski)

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Benice
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Benice (Polen)
Benice (Polen)
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Benice ohne Koordinaten
Basisdaten
Staat: PolenDatei:Flag of Poland.svg Polen

Woiwodschaft: Westpommern
Powiat: Kamień Pomorski
Gmina: Kamień Pomorski
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Einwohner:

Benice (deutsch Benz) ist ein Dorf in der Gemeinde Kamień Pomorski in der polnischen Woiwodschaft Westpommern.

Geographische Lage

Die Ortschaft liegt in Hinterpommern, zwölf Kilometer südöstlich der Stadt Kamień Pomorski (Cammin in Pommern) und 58 Kilometer nördlich von Stettin.

Geschichte

Datei:Szkoła Benice 2.jpg
Ehemaliges Gutshaus der Grafen von Flemming-Benz, erbaut 1867.<ref name="Flemming120" />
Datei:Flemmingscher Kreis 1794.jpg
Benz, südöstlich von Cammin und westlich von Greifenberg, auf einer Landkarte des 18. Jahrhunderts.

Die Ortschaft wurde erstmals 1365 urkundlich erwähnt. Im Jahr 1466 hat die Familie Flemming aus Böck Besitz in Benz. 1628 bestehen drei Anteile mit zusammen 20 Hufen, und es gab im Dorf fünf Kossäten, einen Müller, einen Schmied, einen Schäfer und ein Gasthaus.<ref name="Flemming120">Hasso von Flemming-Benz: Der Kreis Cammin. Holzner, Würzburg 1970, S. 120–121.</ref> Um 1780 gab es in der Ortschaft ein Vorwerk, zehn Bauern, zwei Kossäten, einen Schmied, eine Windmühle, einen Schulmeister und insgesamt 36 Haushaltungen.<ref>Ludwig Wilhelm Brüggemann: Ausführliche Beschreibung des gegenwärtigen Zustandes des Königl. Preußischen Herzogtums Vor- und Hinterpommern. Stettin 1784, Teil II, Band 1, S. 31-32, Nr. 4.</ref> Um 1870 hatte das Lehnrittergut eine Größe von 440 Hektar und 147 Einwohner, das Kirchdorf Benz hatte 31 Besitzer auf 277,5 Hektar und 192 Einwohner.<ref name="Bergh358">Heinrich Berghaus: Landbuch des Herzogtums Pommern und des Fürstentums Rügen. Teil II, Band 6, Anklam 1870, S. 358–360.</ref>

Um 1930 gehörten zur Gemeinde Benz, in der insgesamt 41 Wohnhäuser standen, neben Benz die benannten Wohnplätze Klaushagen und Pemplow. Im Jahr 1925 wurden in der Gemeinde Benz 426 Einwohner gezählt, die auf 88 Haushaltungen verteilt waren.<ref name="Stübs">Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Die Gemeinde Benz im ehemaligen Kreis Cammin in Pommern (Memento des Vorlage:IconExternal vom 29. September 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/gemeinde.benz.kreis-cammin.de (2011).</ref>

Die Gemarkung der Gemeinde Benz hatte eine Flächengröße von 1.690 Hektar, wovon 625,4 Hektar Forst waren. Das Rittergut hatte 1944 eine Größe von ca. 1.120 Hektar. Die Güter Benz und Böck gehörten zuletzt bis 1945 Curd Hasso Graf von Flemming-Benz (1897–1977).<ref name="Flemming120" />

Ortsteil Klaushagen. Dieser Ortsteil wurde erstmals 1321 urkundlich erwähnt. Im Jahr 1628 bestand hier eine Schäferei, die zum Dorf Benz gehörte.<ref name="Flemming120" /> Um 1780 gab es in Klaushagen ein Vorwerk mit einer Schäferei und vier Feuerstellen.<ref>Brüggemann (1784), S. 33</ref> 1870 gab es hier ein Vorwerk von 487 Hektar Größe, fünf Wohngebäude und 65 Einwohner.<ref>Berghaus (1870), S. 398.</ref> 1923 wurden zehn Rentengüter mit 169 Hektar gegründet. 1944 gehörte ein Forst von 341 Hektar Größe zum Waldgut Benz.<ref name="Flemming120" />

Ortsteil Pemplow. Dieser Ortsteil wurde 1308 als Besitz des Domkapitels Cammin urkundlich erwähnt. Im Jahr 1530 bleiben das Schulzenamt mit vier Hufen bei der Familie Steinwehr, und die Benzer Bauern besetzen die wüsten Hofstellen (zehn Hufen).<ref name="Flemming120" /> Um 1780 gehört das Vorwerk mit der Schäferei und fünf Feuerstellen zum Gut Benz.<ref>Brüggemann (1784), S. 420.</ref> Um 1870 ist der Ortsteil ein Lehnrittergut der Flemming mit 451,5 Hektar und 96 Einwohnern.<ref>Berghaus (1870), S. 420.</ref> Im Jahr 1939 gehören die Schäferei und das Vorwerk zu Benz. 1867 wurde ein neues Gutshaus errichtet, an derselben Stelle, an der auch das alte gestanden hatte.<ref name="Flemming120" />

Bis 1945 gehörte Benz zum Landkreis Cammin i. Pom. im Regierungsbezirk Stettin der preußischen Provinz Pommern des Deutschen Reichs. Benz war Sitz des Amtsbezirks Benz.

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs erhielt die Bevölkerung von Benz am 4. März 1945 spät abends die Erlaubnis zur Räumung des Dorfs, die jedoch zu spät kam. Die Trecks wurden am 5. März 1945 mittags bei Parlowkrug von sowjetischen Panzern beschossen und überrollt.<ref>Flemming-Benz (1970), S. 537 ff.</ref> Nach Kriegsende wurde Benz unter polnische Verwaltung gestellt. Mit der Übernahme der Verwaltung durch die Polen im Sommer 1945 setzte in der Region die endgültige Ausweisung der verbliebenen Bevölkerung ein, die im selben Jahr weitgehend abgeschlossen war.<ref>Flemming-Benz (1970), S. 541.</ref>

Kirche

Die vor 1945 in Benz anwesende Dorfbevölkerung gehörte mit großer Mehrheit dem evangelischen Glaubensbekenntnis an.<ref name="Stübs" /> Die Dorfkirche von Benz, in die auch die Protestanten aus Klaushagen eingepfarrt waren, war eine Filialkirche von Königsmühl.

Am 3. August 1898, dem Geburtstag des Stifters Erblandmarschall Hasso Graf von Flemming, wurde in schöner Lage auf einer Anhöhe am Dorfausgang eine neue Kirche eingeweiht, ein neugotischer Backsteinbau mit einem Turm, der von zwei Treppentürmchen flankiert ist.<ref>Flemming-Benz (1970), S. 262.</ref> Sie ersetzte eine kleine Fachwerkkirche, die 1594 als Filialkirche von Königsmühl erwähnt wurde und die bis 1945 noch als Begräbniskapelle diente, dann jedoch abgerissen wurde.<ref>Flemming-Benz (1970), S. 252–253.</ref> Das Patronat über die Kirchen von Benz lag in den Händen der Familie Flemming.

Schule

Benz hatte bis 1945 eine eigene Volksschule.<ref>Flemming-Benz (1970), S. 304.</ref>

Persönlichkeiten: Söhne und Töchter des Ortes

  • Karl von Flemming (1872–1938), Fideikommissherr auf Basenthin, Gutsherr auf Leussin bei Wollin und Mitglied des Deutschen Reichstags
  • Richard von Flemming (1879–1960), Großgrundbesitzer und Landwirtschaftsfunktionär

Literatur

  • Benz, Dorf und Rittergut, Kreis Cammin Pomm., Regierungsbezirk Stettin, Provinz Pommern, Preußen. In: Meyers Gazetteer, mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Benz (meyersgaz.org).
  • Hasso von Flemming-Benz: Der Kreis Cammin. Holzner, Würzburg 1970.
  • Heinrich Berghaus: Landbuch des Herzogtums Pommern und des Fürstentums Rügen. Teil II, Band 6, Anklam 1870, S. 358–360 (Google Books), S. 398 (Google Books) und S. 420 (Google Books).
  • Ludwig Wilhelm Brüggemann: Ausführliche Beschreibung des gegenwärtigen Zustandes des Königl. Preußischen Herzogtums Vor- und Hinterpommern. Stettin 1784, Teil II, Band 1, S. 37–38, Ziffer 21 (Google Books), S. 33, Ziffer 8 (Google Books) und S. 41 (Google Books).

Weblinks

Commons: Benice – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten

<references />

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