Bench (britisches Unternehmen)
Bench (Eigenschreibweise: Bench.) ist eine 1989 in Manchester gegründete Modemarke, die aus der Skateboarding-Szene entstand. Sie wird heute in Lizenz vermarktet, in Europa von Apparel Brands Ltd. und in Amerika von Freemark Apparel Brands.
Geschichte
Die Marke Bench wurde 1989 von Nayef Marar und Barry Suddons gegründet, die selbst Skateboard fuhren.<ref name=":0">Jon Robinson: Owner of fashion brand Bench sold to investment company. In: business-live.co.uk. 22. August 2023, abgerufen am 12. April 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Zunächst entwarfen sie T-Shirts, die vom Stil der BMX- und Skateboard-Szene inspiriert waren.<ref>Bench. Revenue and Financials. In: Fashionbi. Abgerufen am 12. April 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Marke erlangte Aufmerksamkeit, als sie von Prominenten wie Robbie Williams, Liam Gallagher und Nicole Appleton getragen wurde.<ref>Top fashion firm in £20m MBO. In: manchestereveningnews.co.uk. 10. August 2004, abgerufen am 12. April 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
1994 brachte Marar Bench in die 1991 gegründete Americana Imports Limited mit ein, 1998 kam Barry Suddons dazu; das Unternehmen wurde später in Bench Global Limited umbenannt, weitere Gründungen zusammen mit anderen Beteiligten folgten.<ref>BENCH GLOBAL LIMITED filing history - Find and update company information. In: GOV.UK. Abgerufen am 12. April 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 2004 verkauften Marar, Suddons und andere das Unternehmen Americana International und die Marke Bench an das eigene Management für 20 Millionen Pfund Sterling, unterstützt von der britischen Beteiligungsgesellschaft ISIS Equity Partners, die dafür 36 % der Anteile bekam.<ref name=":0" /> Im Laufe der Jahre expandierte das Unternehmen in weitere Bereiche des Modesegments und etablierte sich als „urbane Lifestyle-Marke für Männer, Frauen und Kinder“.<ref>Münchner KMS Team pusht Markenentwicklung von Bench - HORIZONT. Abgerufen am 12. April 2024.</ref> Besonders bekannt wurde Bench für Hoodies und Kapuzenjacken mit einem großen Logo-Schriftzug.<ref>Gerhard Hegmann: Bench-Chef Sälzer: „Der Hoodie wird nie out sein“. In: welt.de. 3. Februar 2017, abgerufen am 12. April 2024.</ref><ref>Hoodie statt Hemd: Bad Rappenauer will Bench wieder erfolgreich machen. In: stimme.de. 26. September 2017, abgerufen am 12. April 2024.</ref>
Mitte der 2000er Jahre begann eine Partnerschaft mit dem kanadischen Vertriebshändler Freemark Apparel Brands (FAB Inc.) über die Distribution der Marke Bench in Kanada und den USA.<ref>Distributor went abroad to bring brands like Bench to Canada. In: The Globe and Mail. 14. Juli 2016 (theglobeandmail.com [abgerufen am 12. April 2024]).</ref> 2007 übernahm die Londoner Beteiligungsgesellschaft Hg Capital das Unternehmen Americana International für 190 Millionen Pfund Sterling.<ref>Hg Capital set to snap up Americana brands. In: telegraph.co.uk. 3. März 2007, abgerufen am 12. April 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 2011 machte Bench einen Umsatz von 150 Millionen Pfund und wies einen Gewinn von 18,3 Millionen Pfund aus.<ref name="stern" />
Eigentümer von Americana International, und damit der Marke Bench, wurde ab Februar 2014 die deutsche Beteiligungsgesellschaft Emeram Capital Partners. Ab 2014 leitete der ehemalige Hugo-Boss- und Escada-Manager Bruno Sälzer die Bench-Sparte.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Bruno Sälzer kauft 15 % an der Modemarke Bench und wird CEO und Chairman ( vom 8. Juli 2018 im Internet Archive), emeram.com, 30. Juni 2014, abgerufen am 12. April 2024.</ref> 2016 machte Bench jedoch nur noch 53 Millionen Pfund Umsatz bei einem Verlust von 20 Millionen Pfund.<ref name="stern">Thomas Steinmann: Gescheiterter Bench-Chef Bruno Sälzer: "Ich dachte, es wäre leichter". In: stern.de. 4. Mai 2018, abgerufen am 12. April 2024.</ref> Bis 2015 schloss das Unternehmen nach Restrukturierungsmaßnahmen die meisten seiner betriebseigenen Ladengeschäfte und führte nur noch wenige Standorte fort, beispielsweise in Großbritannien 20 Outlet-Geschäfte<ref>Sales fall below £100m at fashion brand Bench insidermedia.com, 16. April 2015</ref>, in Deutschland die Geschäfte in Hamburg (2017 geschlossen) und Frankfurt am Main sowie 13 Outlets. 2016 konnte das Unternehmen aufgrund von logistischen Problemen seine Händler nicht beliefern, was mit einem Minus von 6,1 Millionen Euro und verlorenen Einzelhändlern einherging.<ref name="stern" /> Im März 2018 zog sich Sälzer aus dem Tagesgeschäft bei Bench zurück.<ref>Jan Schroder: Bench meldet Insolvenz an. In: fashionunited.de. 1. Mai 2018, abgerufen am 12. April 2024.</ref> An seiner Beteiligung von 15 Prozent an der Tochtergesellschaft Emeram Urbanics Holding Ltd., zu welcher Bench im Emeram-Portfolio gehörte, hielt Sälzer jedoch fest.<ref>Exklusiv: Bruno Sälzer gibt Chefposten bei Modemarke Bench auf. In: Capital.de. 19. März 2018 (capital.de [abgerufen am 24. April 2018]).</ref>
Ende April 2018 wurde in Manchester ein Insolvenzverfahren über Bench Ltd. eröffnet, von dem auch die deutsche Konzerntochter betroffen war.<ref>Das britische Kult-Modelabel Bench ist insolvent. In: nordbayern.de. Abgerufen am 12. April 2024.</ref><ref>Handelsregister. Insolvenzgericht München, Az. 1500 IN 1164/18. Abgerufen am 22. Januar 2023.</ref> Damals gab es noch 20 Outlets in Großbritannien, 12 in Deutschland sowie je zwei in Österreich und in den Niederlanden.<ref>Georg Weishaupt, Jakob Blume: Britisches Kult-Modelabel Bench ist pleite. In: Handelsblatt. 2. Mai 2018, abgerufen am 12. April 2024.</ref><ref>Mode: Bench schließt Läden und Firmen in Deutschland. In: Der Spiegel. 23. Juli 2018, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 12. April 2024]).</ref>
Im Juli 2018 übernahm die US-amerikanische Beteiligungsgesellschaft Gordon Brothers Group LLC die britische Bench Ltd. und alle Bench-Markenrechte.<ref>Gordon Brothers: Gordon Brothers erwirbt die Marke Bench und alle damit verbundenen geistigen Eigentumsrechte. In: prnewswire.com. 5. Juli 2018, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 8. Juli 2018; abgerufen am 12. April 2024.</ref> Die Bench International GmbH<ref>Handelsregister. Amtsgericht München, HRB 157135. Abgerufen am 22. Januar 2023.</ref> und die Bench International Retail GmbH in München wurden abgewickelt, die Ladengeschäfte geschlossen.<ref>Charlotte Schnitzspahn: Insolvenz Urbanwear-Label: Aus für deutsche Bench-Tochter. In: textilwirtschaft.de. 6. Juli 2018, abgerufen am 12. April 2024.</ref> Damit verschwand die Marke vom deutschen Markt.
Im April 2020 verkaufte Gordon Brothers die weltweiten Rechte (außer Nord- und Südamerika) an Bench an die Investmentgesellschaft Wraith, die zu dem ehemaligen Bench-Lizenznehmer Apparel Brands Limited gehört.<ref name=":0" /> Im Juli 2019 brachte Apparel Brands Bench wieder auf den britischen und deutschen Markt.<ref>Grace Whelan: Exclusive: Bench relaunches for spring 20. In: Drapers. 9. Juli 2019, abgerufen am 12. April 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Bench-Rechte für den amerikanischen Kontinent hält weiterhin Freemark Apparel Brands aus Kanada.
Siehe auch
Weblinks
Fußnoten
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