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Begegnungen am Ende der Welt

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Vorlage:Medienbox/Kopf
Produktionsland Kanada, USA, Deutschland
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2007
Länge 99 Minuten
Stab
Regie Werner Herzog
Produktion Henry Kaiser<ref>"Henry Kaiser auf imdb.com. Abgerufen am 2. Januar 2010.</ref>
Musik Henry Kaiser,
David Lindley
Kamera Peter Zeitlinger
Schnitt Joe Bini
Besetzung

Begegnungen am Ende der Welt ist ein 2007 gedrehter Dokumentarfilm von Werner Herzog. Der Film erzählt von Menschen und Orten in der Antarktis und feierte seine Welturaufführung am 1. September 2007 auf dem Telluride Film Festival.

Inhalt

Herzog und der österreichische Kameramann Peter Zeitlinger begeben sich in die Antarktis, um Menschen zu treffen, die dort leben und arbeiten, sowie einige besonders bemerkenswerte Orte des Kontinents aufzusuchen. Sie starten an der McMurdo-Station an der Südspitze der Ross-Insel. Weitere Ziele sind unter anderem die original bewahrte Station von Ernest Shackleton, der Südpol und der Mount Erebus.

Herzog sagt am Beginn der Dokumentation im Audiokommentar, dass dieser Film kein typischer Film über "fluffy penguins" sein wird, sondern über die dort lebenden und arbeitenden Menschen, ihre Träume und die Landschaft handeln wird. Nach einigen Aufnahmen an der Antarktis interviewt Herzog den Meeresökologen Dr. David Ainley und fragt nach dem Sexualverhalten der Tiere und ihrer psychischen Gesundheit. Dr. Ainley beschreibt ein auffälliges Verhalten: Manche Pinguine zeigen sich disorientiert und gehen an weit vom Ozean und der Pinguinkolonie entfernte Orte, an denen sie wegen der dort lebensfeindlichen Umstände nicht sein sollten. Es folgt eine Szene, in der einer dieser Pinguine gefilmt wird, wie er alleine weg von seiner Kolonie und den Futterplätzen am Ozean Richtung der weit entfernten Berge läuft, unterlegt mit Herzogs Erzählerstimme: „He would neither go towards the feeding grounds at the edge of the ice, nor return to the colony. Shortly afterwards, we saw him heading straight towards the mountains, some 70 km away. Dr. Ainley explained, that even if he caught him and brought him back to the colony, he would immediately head right back for the mountains. But why? [...] And here, he's heading off into the interior of the vast continent. With 5,000 kilometers ahead of him, he’s heading towards certain death.“<ref>Antarctic Digital Heritage: Antarctica - Encounters at the End of the World. Documentary. 2. November 2020, abgerufen am 24. Januar 2026.</ref>

Viraler Trend in den sozialen Medien

Das Phänomen des Nihilist Penguin, welches für die Internetcommunity Gefühle der Isolation, Hoffnungslosigkeit, der Absurdität des Daseins aber auch Widerstand gegen Gesellschaftsnormen symbolisiert,<ref>What does Werner Herzog’s nihilist penguin teach us about life? Abgerufen am 24. Januar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> wurde im Januar 2026 zum viralen Internetmeme. Werner Herzog veröffentlichte am 23. Januar 2026 anlässlich der Bekanntheit der Szene ein Video auf seinem Instagram-Account, in dem er Gedanken über das Phänomen äußert und Hintergründe der Filmarbeit erzählt.<ref>Instagram. Abgerufen am 24. Januar 2026.</ref> Ainley sprach im Februar 2026 davon, dass der Pinguin wohl seinen „inneren Kompass“ aufgrund einer neurobiologischen Störung nicht richtig auslesen konnte.<ref>Stern.de: Warum einsame Pinguine wirklich ins Landesinnere ziehen von Lars Abromeit vom 2. Februar 2026, abgerufen am 4. Februar 2026.</ref>

Kritik

Der Film wurde von Kritikern überdurchschnittlich gut aufgenommen. So schrieb etwa der US-amerikanische Filmkritiker Roger Ebert: „Ein Gedicht von sonderbarer Schönheit. Herzog ist ein einzigartiger Filmemacher; sein Film entführt uns in eine Welt, erheblich größer und wunderlicher als unsere eigene. Allein die Unterwasseraufnahmen hätten dem Film genügt, aber er bietet so viel mehr.“<ref>Roger Ebert: Kritik zu Encounters at the End of the World. 10. Juli 2008. Abgerufen am 28. März 2009.</ref> Das Branchenblatt Variety sprach von „Herzogs bestem Film“, der „Genuss in Reinform“ biete.<ref>variety.com: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Encounters at the End of the World – Movie Review From The Toronto Film Festival (Memento vom 28. März 2009 im Internet Archive) (englisch)</ref>

Auszeichnungen

Werner Herzogs Film war bei der 81. Oscarverleihung im Jahr 2009 für den Dokumentarfilm-Preis nominiert, hatte aber gegenüber James Marshs Man on Wire das Nachsehen. Weitere Nominierungen folgten bei den amerikanischen Gotham Awards, Independent Spirit Awards und Satellite Awards.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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