A Beautiful Mind – Genie und Wahnsinn
| Produktionsland | USA |
|---|---|
| Originalsprache | Englisch |
| Erscheinungsjahr | 2001 |
| Länge | 135 Minuten |
| Altersfreigabe |
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| Produktionsunternehmen |
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| Stab | |
| Regie | Ron Howard |
| Drehbuch | Akiva Goldsman |
| Produktion |
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| Musik | James Horner |
| Kamera | Roger Deakins |
| Schnitt | |
| Besetzung | |
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A Beautiful Mind – Genie und Wahnsinn ist eine US-amerikanische Filmbiografie des Regisseurs Ron Howard. Sie erzählt die Lebensgeschichte des insbesondere für die Spieltheorie bekannten Mathematikers John Forbes Nash nach dessen gleichnamiger Biografie von Sylvia Nasar. Der vielfach ausgezeichnete Film hatte am 21. Dezember 2001 Premiere.
Handlung
Der Film beginnt mit Nashs Studienzeit in Princeton, wo er bereits den Ruf eines Mathematikgenies genießt, aber ein Außenseiterdasein führt. In dieser Zeit lernt er auch seine Frau am Lehrstuhl kennen. Seit seinem Studium hat er eine schizophrene Psychose, die ihn immer mehr in den Wahn führt, er entschlüssele im streng geheimen Auftrag der amerikanischen Regierung Codes sowjetischer Agenten. Auch sein bester Freund und Zimmergenosse Charles ist, wie sich schließlich herausstellt, nur eine Wahnvorstellung, ausgelöst durch Schizophrenie. Schließlich folgt der Zusammenbruch, Nash wird in die geschlossene Psychiatrie eingeliefert. Dort wird er mit Insulin behandelt, das ihn in ein künstliches Koma versetzt und Schocks auslöst (Insulinschocktherapie). Als er wieder aus der Klinik nach Hause kommt, kümmert sich seine Frau um ihn, wird dabei aber selber an die Grenzen der Belastbarkeit gebracht. Erst in den 1990er Jahren feiert er, von seiner Erkrankung weitgehend genesen, ein vielbeachtetes Comeback, das schließlich im Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften 1994 gipfelt.
Soundtrack
Die Musik wurde komponiert und dirigiert von James Horner.
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- A Kaleidoscope of Mathematics
- Playing a Game of ‘Go!’
- Looking for the Next Great Idea
- Creating ‘Governing Dynamics’
- Cracking the Russian Codes
- Nash Descends into Parcher’s World
- First Drop-Off, First Kiss
- The Car Chase
- Alicia Discovers Nash’s Dark World
- Real or Imagined?
- Of One Heart, of One Mind
- Saying Goodbye to Those You So Love
- Teaching Mathematics Again
- The Prize of One’s Life... The Prize of One’s Mind
- All Love Can Be
- Closing Credits
Umsetzung
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Im Film
Nash wird zwar von Anfang an als Sonderling dargestellt, jedoch werden seine zunehmenden Wahnvorstellungen zunächst ganz plausibel in die Handlung eingebettet, d. h. Nashs Wahrnehmung ist Teil der filmischen Realität. Erst später wechselt der Blickwinkel zur Sichtweise seiner Mitmenschen, worauf sich beispielsweise sein Büro oder ein „Computerzentrum“ in das verwandelt, was es in Wirklichkeit ist: eine in den wahnhaften Phasen seiner Erkrankung erstellte wirre Zettelwirtschaft. Auch treten Nashs Wahnfiguren (dargestellt z. B. durch Ed Harris und Paul Bettany) als zunächst glaubhafte Charaktere auf und entpuppen sich erst im Verlauf des Filmes als Phantasiegestalten. Trotzdem gibt es während des Films Hinweise darauf, dass John Nash einen Wahn durchlebt. Zum Beispiel erwähnt er gegenüber einer Wahnfigur, dem FBI-Agenten William Parcher, dass die Lagerräume, in denen sich das Computerzentrum befinden soll, laut Universitätseinweisung leer seien. Letztendlich wird der deutlichste Hinweis, dass nämlich die Wahnfigur Marcee nicht älter wird, für Nash zum Schlüssel zur Erkenntnis seiner Krankheit.
Unterschiede zur Biografie
Der Film hat sich zugunsten der für Hollywood typischen Dramaturgie einige künstlerische Freiheiten genommen.
- Im Film besteht die Ehe zwischen John Nash und seiner Frau mindestens bis zur Verleihung des Alfred-Nobel-Gedächtnispreises fort. Das Ehepaar ließ sich im realen Leben jedoch schon 1963 scheiden und heiratete erst wieder im Erscheinungsjahr des Films. Auch Nashs homosexuelle Erfahrungen werden im Film nicht erwähnt.
- John Nashs älterer Sohn aus einer Beziehung vor der Ehe mit Alicia Lardé findet im Film keine Erwähnung.
- Die Paranoia, die Teil des Krankheitsbildes ist, richtet sich im Film gegen sowjetische Agenten. Der Nash-Biografin Sylvia Nasar zufolge waren seine Ausbrüche jedoch antisemitisch.
- Seine Reisen nach Paris, Genf und London, die ihn als weltläufig charakterisiert hätten, finden im Film keine Erwähnung.
- Der Sieg des Verstandes über seine Erkrankung, die er im Film gemeinsam mit seiner Ehefrau durchsteht, wird zwangsläufig zugespitzt und ist ein Motiv dieses Films.
Kritik
| Quelle | Bewertung |
|---|---|
| Rotten Tomatoes (Tomatometer) | Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)<ref name="rotten tomatoes">A Beautiful Mind – Genie und Wahnsinn. In: Rotten Tomatoes. Fandango, abgerufen Format invalid (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), aggregiert aus Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Kritiken).</ref> |
| Metacritic (Metascore) | Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)<ref name="metacritic">A Beautiful Mind – Genie und Wahnsinn. In: Metacritic. Abgerufen Format invalid (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), aggregiert aus Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Kritiken).</ref> |
| Prädikat der FBW | besonders wertvoll<ref>A Beautiful Mind – Genie und Wahnsinn. Abgerufen am 19. Januar 2025.</ref> |
| AllMovie | SternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbol<ref>Vorlage:AllMovie</ref> |
| CinemaScore | A–<ref name="cinemascore" /> |
| Lexikon des internationalen Films | SternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbol<ref name="ldif" /> |
| Filmstarts | SternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbol<ref name="filmstarts" /> |
| They Shoot Pictures, Don’t They? | #855 im 21. Jhd.<ref name="tspdt" /> |
A Beautiful Mind erhielt ein sehr gutes Presseecho, was sich auch in den Auswertungen US-amerikanischer Aggregatoren widerspiegelt. So erfasst Rotten Tomatoes überwiegend positive Besprechungen und ordnet den Film damit als „Verbrieft Frisch“ ein.<ref name="rotten tomatoes" /> Laut Metacritic fallen die Bewertungen im Mittel „Grundsätzlich Wohlwollend“ aus.<ref name="metacritic" /> Insgesamt listet They Shoot Pictures, Don’t They? A Beautiful Mind unter den angesehensten Filmen des 21. Jahrhunderts.<ref name="tspdt">The 21st Century's 1,000 Most Acclaimed Films (Table). In: They Shoot Pictures, Don’t They? 2025, abgerufen am 4. Mai 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
„Mit 22 Jahren ist John Forbes Nash Jr. (Crowe) schon Doktor der Mathematik, später arbeitet das Superhirn für die Regierung. Doch mehr und mehr glaubt Nash, von Agenten bedroht zu werden. Das Genie rutscht zusehends in den Wahn ab… Vier Oscars gewann der spannende Mix aus Drama, Lovestory und Spionagethriller nach einer wahren Geschichte.
Fazit: Das Leben schreibt die spannendsten Storys.“
„Geschickte Winkelzüge des Drehbuchs, das Nash in einen gefährlichen Regierungsauftrag während des Kalten Krieges verwickelt, und schauspielerische Glanzleistungen sichern die Aufmerksamkeit des Publikums. Dabei hält es Regisseur Ron Howard freilich mehr mit der Beschwörung von Mitleid und Rührseligkeit als mit einer Hinterfragung von Krankheit und Genie.“
„Es sind die einfach großartigen Darstellerleistungen, die A Beautiful Mind dennoch sehenswert machen. […] Und dem Australier Crowe gelingt es tatsächlich meisterhaft, diesem brüchigen, zerrissenen und verletzbaren Charakter subtil und glaubhaft Gestalt zu geben. Mit jedem Moment nimmt man ihm den jungen, exzentrischen Mathematiker ab, der sich auf dem Feld des abstrakten Denkens als Geist von visionärem Format beweist, aber in der realen Welt, im zwischenmenschlichen Leben als unbeholfener, linkischer und neurotisch wirkender Sonderling auftritt.“
Auch das Publikum war sehr angetan. So vergaben US-Kinobesucher einen CinemaScore von A– entsprechend der deutschen Schulnote 1–.<ref name="cinemascore"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archiv ( vom 9. August 2019 im Internet Archive) bei CinemaScore</ref> Außerdem setzen die Nutzer der Filmdatenbank IMDb A Beautiful Mind auf Platz 151 ihrer Top 250 beliebtesten Filme.<ref>Top 250 Movies. IMDb, abgerufen am 4. Mai 2025.</ref>
Auszeichnungen
Es folgt eine Auswahl der wichtigsten Auszeichnungen, eine vollständige Auflistung findet sich in der Filmdatenbank IMDb.<ref>A Beautiful Mind: Genie und Wahnsinn (2001) – Auszeichnungen – IMDb. Abgerufen am 19. Januar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
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- Oscarverleihung 2002
- Bester Film
- Beste Regie: Ron Howard
- Beste Nebendarstellerin: Jennifer Connelly
- Bestes adaptiertes Drehbuch: Akiva Goldsman
- weitere Nominierungen:
- Golden Globe Awards 2002
- Bester Film – Drama
- Bester Hauptdarsteller – Drama: Russell Crowe
- Beste Nebendarstellerin: Jennifer Connelly
- Bestes Drehbuch: Akiva Goldsman
- weitere Nominierungen:
- Beste Filmmusik: James Horner
- Beste Regie: Ron Howard
- British Academy Film Awards 2002
- Bester Hauptdarsteller: Russell Crowe
- Beste Nebendarstellerin: Jennifer Connelly
- weitere Nominierungen:
- Bester Film
- Bestes adaptiertes Drehbuch: Akiva Goldsman
- Satellite Awards 2001
- Beste Nebendarstellerin: Jennifer Connelly
- Bester Filmsong: „All Love Can Be“ – (interpretiert von) Charlotte Church
- weitere Nominierungen:
- Bester Hauptdarsteller (Drama): Russell Crowe
- Bester Nebendarsteller (Drama): Ed Harris
- Bestes adaptiertes Drehbuch: Akiva Goldsman
- Beste Filmmusik: James Horner
- Bester Filmschnitt
Weblinks
- abeautifulmind.com (englisch)
- Vorlage:IMDb/1
- A Beautiful Mind – Genie und Wahnsinn in der Online-Filmdatenbank
- A Beautiful Mind – Genie und Wahnsinn in der Deutschen Synchronkartei
Einzelnachweise
<references />
Vorlage:Navigationsleiste Oscar Bester Film Vorlage:Klappleiste/Anfang Gib Gas… und laßt euch nicht erwischen | Julie erobert den Himmel | Nightshift – Das Leichenhaus flippt völlig aus | Splash – Eine Jungfrau am Haken | Cocoon | Gung Ho | Willow | Eine Wahnsinnsfamilie | Backdraft – Männer, die durchs Feuer gehen | In einem fernen Land | Schlagzeilen | Apollo 13 | Kopfgeld – Einer wird bezahlen | EDtv | Der Grinch | A Beautiful Mind – Genie und Wahnsinn | The Missing | Das Comeback | The Da Vinci Code – Sakrileg | Frost/Nixon | Illuminati | Dickste Freunde | Rush – Alles für den Sieg | Im Herzen der See | Inferno | The Beatles: Eight Days a Week – The Touring Years | Solo: A Star Wars Story | Pavarotti | Hillbilly-Elegie | Dreizehn Leben | Eden | Jim Henson: Ein Mann voller Ideen Vorlage:Klappleiste/Ende Vorlage:Filmdaten Vorlage:Hinweisbaustein
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Kein lokales Bild, aber Bild auf Wikidata
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Parameter:Datum
- Film mit dem FBW-Prädikat „besonders wertvoll“
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Zitat
- Filmtitel 2001
- Filmdrama
- Filmbiografie über Wissenschaftler
- Literaturverfilmung
- US-amerikanischer Film
- Psychose im Film