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Beanspruchung (Sport)

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Belastungs-Beanspruchungs-Modell
Datei:Marit Bjorgen 2010.jpg
Verstärkte Atmung als Folge einer hohen körperlichen Beanspruchung.

Beanspruchung ist die individuelle Reaktion eines Organismus auf eine Belastung, messbar an der Veränderung verschiedener physiologischer Parameter wie zum Beispiel Herzfrequenz. Der Beanspruchungsgrad, also die Größe der Beanspruchung, wird von der Leistungsfähigkeit des Menschen bestimmt, so dass die Beanspruchung bei gleicher Leistung sehr unterschiedlich sein kann.<ref>Urs Boutellier: Sport- und Arbeitsphysiologie. In: Robert F. Schmidt, Florian Lang, Manfred Heckmann: Physiologie des Menschen. 31. Auflage, Heidelberg 2010, Springer, ISBN 978-3-642-01650-9, S. 855</ref> Je geringer der Leistungszustand des Sportlers, desto größer ist der Beanspruchungsgrad.<ref>Günter Schnabel, Dietrich Harre, Jürgen Krug, Alfred Borde: Trainingswissenschaft.3. Auflage, Sportverlag Berlin, München 2003, ISBN 3-517-06682-6, S. 211</ref> So hat zum Beispiel eine ausdauerleistungsfähige Person bei gleicher Belastung eine niedrigere Herzfrequenz als eine untrainierte Person.<ref>Horst de Marées: Sportphysiologie. 9. Auflage. Sportverlag Strauss, Köln 2003, ISBN 978-3-939390-00-8, S. 439</ref>

Beanspruchungsformen

Man unterscheidet die fünf motorischen Hauptbeanspruchungsformen Koordination, Beweglichkeit, Kraft, Schnelligkeit und Ausdauer. Dabei werden Kraft, Schnelligkeit und Ausdauer als die „klassischen“ Hauptbeanspruchungsformen gesehen, Koordination und Flexibilität als selektive motorische Hauptbeanspruchungsformen.<ref>Wildor Hollmann und Theodor Hettinger: Sportmedizin. 4. Auflage, Schattauer, Stuttgart 2000, ISBN 3-7945-1672-9, S. 131</ref>

Messung der Beanspruchung

Der Beanspruchungsgrad kann mit physiologischen Messgrößen wie zum Beispiel Herzfrequenz, Atemzeitvolumen oder Laktat, mit Hilfe von Beobachtungen (Selbst- und Fremdbeobachtung) oder mit Befragungen und physiologischen Skalierungsmethoden (zum Beispiel Borg-Skala) erfasst, bewertet und kontrolliert werden.<ref>Kuno Hottenrott, Thomas Gronwald: Ausdauertraining in Schule und Verein. Hofmann, Schorndorf 2009, ISBN 978-3-7780-0381-7, S. 48</ref> Dies ist ein wichtiges Aufgabengebiet der Leistungsdiagnostik.

Beanspruchungsfolgen

Zu den unmittelbaren Folgen einer Beanspruchung zählen die Ermüdung sowie eine zeitweise verminderten Leistungsfähigkeit. Zu den bleibenden Folgen zählt die Anpassung des Organismus durch Superkompensation.<ref>Günter Schnabel, Dietrich Harre, Jürgen Krug, Alfred Borde: Trainingswissenschaft. 3. Auflage, Sportverlag Berlin, München 2003, ISBN 3-517-06682-6, S. 61</ref>

Weblinks

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Einzelnachweise

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