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Beachvolleyball

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Beachvolleyballspiel in Florida
Datei:Volleyball (beach) pictogram.svg
Piktogramm für Beachvolleyball

Beachvolleyball bzw. Beach-Volleyball (aus englisch beach = Strand und Volleyball) ist eine olympische Mannschaftssportart aus der Gruppe der Rückschlagspiele, bei der sich zwei Mannschaften mit jeweils zwei Spielern auf einem Spielfeld aus Sand, das durch ein Netz geteilt ist, gegenüberstehen. Ziel des Spiels ist es, einen Ball über das Netz auf den Boden der gegnerischen Spielfeldhälfte zu spielen oder die gegnerische Mannschaft zu einem Fehler zu zwingen.

Vom Volleyball in der Halle unterscheidet sich diese Sportart vor allem durch die Anzahl der Spieler, die Beschaffenheit des Spielfelds und die geringere Spieldauer. Angesichts der anderen Bedingungen, die die Beachvolleyball-Regeln vorgeben, haben sich technische Varianten entwickelt, die in der Halle selten zu sehen sind, wie zum Beispiel der Poke-Shot, bei dem der Ball mit den Mittelgliedern von Zeige- und Ringfingern gestoßen wird.

Beachvolleyball entwickelte sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts in den Vereinigten Staaten. Im Laufe der Zeit wurde die Sportart immer weiter professionalisiert, um das Image als reiner Freizeitsport abzulegen. Bei den Olympischen Spielen 1996 gehörte Beachvolleyball erstmals zum offiziellen Programm und 1997 fand in Los Angeles die erste offizielle Weltmeisterschaft statt. Seit den frühen Zeiten dominieren Teams aus den Vereinigten Staaten und Brasilien diese Sportart, aber mittlerweile feiern auch andere Nationen Erfolge, darunter Deutschland mit zwei Olympiasiegen.

Organisiert wird Beachvolleyball – wie der Hallen-Volleyball – vom Weltverband FIVB, kontinentalen Verbänden wie der CEV in Europa sowie den nationalen Volleyball-Verbänden, unter anderem DVV, ÖVV und Swiss Volley. Neben den Olympischen Spielen, der Weltmeisterschaft und kontinentalen Turnieren wie der Europameisterschaft ist der wichtigste internationale Wettbewerb die Volleyball World Beach Pro Tour, die 2022 die FIVB World Tour ablöste. Auf nationaler Ebene finden ebenfalls Turnierserien statt. Dazu gehören die German Beach Tour in Deutschland, die Austrian Beach Volleyball Tour in Österreich, die Coop Beachtour in der Schweiz und die AVP-Tour in den Vereinigten Staaten.

Beachvolleyball ist in den Medien weitestgehend eine Randsportart. Die knappe Spielkleidung der Athletinnen führte hingegen schon zu einigen Kontroversen. In der Freizeit ist der Sport vor allem am Strand beliebt, aber auch in Städten gibt es immer mehr Anlagen. Weitere verwandte Sportarten sind Snowvolleyball und Footvolley.

Regeln

Datei:Grand Slam Moscow 2012, Set 2 - 021.jpg
Goller/Ludwig beim Grand Slam 2012 in Moskau

Die offiziellen Regeln der Sportart werden vom internationalen Volleyballverband FIVB festgelegt. Die aktuelle Version des Regelwerks, die beim 37. Weltkongress des Verbands festgelegt wurde, gilt seit 2021.<ref>Offizielles Regelwerk der FIVB (mehrsprachig)</ref> Bei kontinentalen und nationalen Wettbewerben sind zusätzliche Bestimmungen möglich und bei inoffiziellen Spielen in der Freizeit gibt es Abweichungen.

Spieler und Kleidung

Eine Beachvolleyball-Mannschaft besteht offiziell aus zwei Spielern. Ein Spieler jedes Duos agiert als Mannschaftskapitän. In Freizeitmannschaften treten auch mehr als zwei Spieler pro Team an.

Die Spieler treten auf dem Feld barfuß an. Die Männer tragen Shorts und ein Shirt. Die Frauen durften lange Zeit nur in einem Bikini spielen, was zu Sexismus-Vorwürfen führte (siehe unten). 2012 wurde diese Regel überarbeitet, sodass die Frauen heute mit Shorts bis oberhalb des Knies und Shirts mit Ärmeln spielen dürfen.<ref name="Uniform">Uniform change for all beach volleyball events. FIVB, 18. März 2012, abgerufen am 10. Juni 2019.</ref> Bei schlechten Wetterbedingungen sind wärmere Kleidungsstücke wie Leggings erlaubt.<ref name="Regeln4">Official Beach Volleyball Rules 2021-2024. Chapter 2: Participants. Abgerufen am 23. September 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Spielfeld

Seit einer Regeländerung aus dem Jahr 2001<ref name="Serve">A. López-Martínez, J. Palao: Effect of Serve Execution on Serve Efficacy in Men’s and Women's Beach Volleyball. In: International Journal of Applied Sports Sciences. Band 21, Nr. 1, 2009, S. 1–16.</ref> hat das rechteckige Spielfeld eine Fläche von 16 mal 8 Metern (zuvor 18 mal 9 Meter), die komplett mit Sand bedeckt ist. Jedes Team spielt also in einer Hälfte von 8 mal 8 Metern. Damit ist jede Kante einen Meter kürzer als beim Hallenvolleyball. Das Spielfeld wird von fünf Zentimeter breiten Linien aus elastischen Bändern eingegrenzt. Außerhalb der begrenzenden Seitenlinien ist eine Freizone von mindestens drei Metern vorgeschrieben. Es gibt keine Mittellinie, aber ein Spieler darf die gegnerische Hälfte nur betreten, wenn der Gegner dadurch nicht gestört wird.

In der Mitte wird das Spielfeld durch ein Netz getrennt, das wie beim Hallenvolleyball an der oberen Kante 2,43 m (Männer) oder 2,24 m (Frauen) hoch hängt. Das 8,5 m lange Netz trägt an den seitlichen Rändern jeweils eine Antenne, die genau über der Seitenlinie hängt.<ref name=":0">Official Beach Volleyball Rules 2021-2024. Chapter 1: Facilities And Equipment. Abgerufen am 23. September 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Datei:Mikasa VLS300 official beach volleyball.jpg
Offizieller Spielball

Ball

Der Ball besteht außen aus einem wasserabweisenden, weichen Material (meistens Kunstleder) und einer Gummiblase im Inneren. Er muss den Bedingungen im Freien wie Wasser und Sand standhalten und sollte helle Farben haben. Mit einem Umfang von 66 bis 68 cm und einem Gewicht von 260 bis 280 g ist er minimal größer als der Hallenvolleyball. Der Innendruck des Balles ist mit 171 bis 221 mbar allerdings geringer als der des Hallenvolleyballes (294 bis 319 mbar).<ref name=":0" />

Spielablauf

Datei:2012-08-04-olympics-beach-volleyball.webm
Die Szene aus dem olympischen Achtelfinale 2012 zwischen Liliana/Baquerizo und Cicolari/Menegatti zeigt den typischen Ablauf eines Ballwechsels: Aufschlag, Annahme, Zuspiel, Angriff

Der Ballwechsel beginnt mit dem Aufschlag, der hinter der Grundlinie ausgeführt wird und auf direktem Weg das Netz zwischen den beiden Antennen passieren muss. Die gegnerische Mannschaft muss freie Sicht auf den aufschlagenden Spieler haben und kann dies bei Bedarf einfordern. Wenn die annehmende Mannschaft einen Punkt erzielt, wechselt das Aufschlagrecht. Der Spieler des Teams, der zuletzt nicht aufgeschlagen hat, wird neuer Aufschläger und serviert solange, bis das Aufschlagsrecht wieder an den Gegner geht.

Eine Mannschaft muss den Ball spätestens mit der dritten Berührung über das Netz spielen. Der Block zählt dabei – im Gegensatz zum Hallenvolleyball – als erster Ballkontakt, weshalb anschließend nur noch zwei weitere Kontakte erlaubt sind. Die beiden Spieler müssen den Ball abwechselnd berühren. Ausnahmen gibt es nur direkt nach dem Block (der blockende Spieler darf den Ball ein zweites Mal berühren) oder wenn es beim ersten Ballkontakt „innerhalb derselben Aktion“ zu einer Doppelberührung kommt (z. B. von den Armen auf einen anderen Körperteil). Der Ball darf mit allen Körperteilen gespielt werden.

Sowohl das obere Zuspiel als auch das untere Zuspiel ist möglich. Beim oberen Zuspiel (Pritschen) fordern die Regeln eine „saubere“ Technik. Der Ball darf nur über das Netz gepritscht werden, wenn er rechtwinklig zur Schulterachse, also gerade nach vorn oder hinten, jedoch nicht zur Seite gespielt wird. Ansonsten ist das Pritschen über das Netz nur erlaubt, wenn es „unabsichtlich“, also in deutlich erkennbarer Absicht eines Zuspiels erfolgt (beispielsweise wenn der Wind den Ball auf die gegnerische Seite weht). Das Legen mit der offenen Hand bzw. der aus der Halle bekannte Heber (Angriffsfinte in der Technik des einhändigen oberen Zuspiels mit offener Hand) ist nicht erlaubt und gilt als technischer Fehler. In der Feldabwehr ist das obere Zuspiel unter Zuhilfenahme der Finger (offene Hände) ebenfalls streng reglementiert. Der Ball darf weder geführt (zu lange berührt) noch gefangen oder geworfen werden. Einzige Ausnahme ist ein hart geschlagener Ball des Gegners, bei dem ein leichtes Führen gestattet ist (sogenannter „Beachdig“), wobei die Hände mit schalenförmig gehaltenen Handflächen zum Ball geführt werden und dieser durch eine aktive Streckung der Arme gespielt wird. Wann ein Ball als „hart geschlagen“ gilt, richtet sich nach der zur Verfügung stehenden Reaktionszeit des Abwehrspielers, der Entfernung, die der Ball zurücklegt, sowie der Geschwindigkeit und der Flugkurve. Ein Aufschlag zählt nicht als harter Angriffsschlag.<ref name=":1">Official Beach Volleyball Rules 2021-2024. Chapter 3 and Chapter 4: Playing Format and Actions. Abgerufen am 23. September 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Ein Ballwechsel endet, wenn einer Mannschaft ein Fehler unterläuft:

  • Ein Spieler schlägt den Ball ins Aus, also in den Bereich außerhalb der gegnerischen Spielfeldhälfte.
  • Ein Spieler spielt den Ball nicht regelkonform übers Netz oder lässt ihn in der eigenen Spielfeldhälfte auf den Boden fallen.
  • Ein Spieler begeht einen technischen Fehler.

Zählweise

Datei:2017-08-04-Paul Reimer-Beach Volleyball Medals-022 (35589437453).jpg
Schreiber mit Zählgerät

Wenn es einer Mannschaft nicht gelingt, den Ball ordnungsgemäß zurückzuspielen, erhält der Gegner einen Punkt. Das Rally-Point-System, nach dem eine Mannschaft sowohl bei eigenem als auch bei gegnerischem Aufschlag Punkte erzielen kann, wurde 2001 eingeführt.<ref name="Comparison">Christina Koch, Markus Tilp: Beach Volleyball Techniques and Tactics: A comparison of male and female playing characteristics. In: Kinesiology. Band 41, Nr. 1, 2009, S. 52–59 (qc.ca [PDF]).</ref> Ein Spiel wird über zwei Gewinnsätze ausgetragen. In den ersten beiden Sätzen braucht man zum Gewinnen 21, im eventuellen dritten Satz (Tiebreak) 15 Punkte. Ein Satz gilt erst bei mindestens zwei Punkten Vorsprung als gewonnen.<ref name=":1" /> Um Nachteile auszugleichen, die unter freiem Himmel auftreten können, beispielsweise die blendende Sonne oder Wind, werden nach jeweils sieben (im Entscheidungssatz jeweils fünf) gespielten Punkten die Seiten gewechselt. Zwischen den Sätzen gibt es jeweils eine Minute Pause.<ref name="Regeln18">Official Beach Volleyball Rules 2021-2024. Chapter 5: Interruptions, Delays and Intervals. Abgerufen am 23. September 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Auszeit

Jeder Mannschaft steht pro Satz eine Auszeit für 30 Sekunden zu, deren Zeitpunkt sie frei wählen kann. Zusätzlich gibt es nach 21 gespielten Punkten eine im Regelwerk vorgeschriebene technische Auszeit, die ebenfalls 30 Sekunden dauert. Dies gilt aber nicht für den entscheidenden dritten Satz. Außerdem dürfen die Spieler das Spiel kurz unterbrechen, um ihre Sonnenbrille zu putzen. Da diese Aktion jedoch in vielen Fällen genutzt wird, um den Spielfluss des Gegners zu stören, muss der Schiedsrichter einen Spieler verwarnen, wenn er dieses taktische Mittel zu häufig anwendet. Sollte sich ein Spieler während des Spiels verletzen, hat die betroffene Mannschaft fünf Minuten Zeit, um ihn wieder in einen einsatzfähigen Zustand zu versetzen (medizinische Auszeit).<ref name="Regeln18" /> Falls dies nicht gelingt, wird das Spiel abgebrochen und für den Gegner gewertet. Ungünstige äußere Bedingungen (z. B. starker Regen) führen zu einer Unterbrechung des Spiels, das später mit dem gleichen Zwischenstand fortgesetzt wird.

Schiedsrichter

Datei:Grand Slam Moscow 2011, Set 1 - 122.jpg
Erster Schiedsrichter

Ein offizielles Spiel wird von zwei Schiedsrichtern geleitet. Der erste Schiedsrichter steht auf einem Podest am Netzpfosten. Er trifft die Entscheidungen, insbesondere darüber, welches Team einen Ballwechsel gewonnen hat. Der zweite Unparteiische steht ihm gegenüber am anderen Ende des Netzes und assistiert. Zu seinem Aufgabengebiet gehören vor allem die Bewertung der netznahen Aktionen wie die Behinderung durch das Eindringen ins gegnerische Spielfeld oder fehlerhafte Netzberührungen. Er kontrolliert auch die Arbeit der Schreiber, die an einem Tisch hinter ihm sitzen und Punkte sowie weitere Daten zum Spielverlauf notieren. An den Linien überwachen bis zu vier Linienrichter unter anderem, ob ein Ball im Feld oder aus ist, und geben mit Fahnen entsprechende Signale.<ref name=":2">Official Beach Volleyball Rules 2021-2024. Chapter 7: Referees. Abgerufen am 23. September 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Videobeweis (Challenge)

Um umstrittene Schiedsrichterentscheidungen aufklären zu können, gibt es auch im Beachvolleyball einen Videobeweis, der meistens als Challenge<ref name=":2" /> bezeichnet wird. Überprüft werden können neben der Frage, ob ein Ball im Feld war, auch Blockberührungen, Netzkontakte, ein Ball an der Antenne und das Übertreten der Grundlinie.<ref name="Challenge">Beach Volleyball Challenge System Regulations (englisch; PDF)</ref> Die Spieler können mindestens zweimal pro Satz den Videobeweis anfordern. Über die Challenge entscheidet ein Challenge Schiedsrichter. Erkennt er die Unsicherheit durch die Videoaufnahmen als eindeutig aufgelöst an, ist der Widerspruch erfolgreich. Im Erfolgsfall bleibt die Challenge Möglichkeit erhalten. Hat ein Team zu Unrecht Widerspruch eingelegt, verlieren es eine Möglichkeit.<ref name="Challenge" />

Auch der erste Schiedsrichter kann (von sich aus) den Videobeweis anfordern, wenn er sich seiner Entscheidung nicht sicher ist.<ref name="Challenge" />

Der Videobeweis wurde von der FIVB bei den Olympischen Spielen 2016 eingeführt.<ref>Der Videobeweis im Beachvolleyball ist noch nicht ausgereift. Swiss Volley, 19. August 2016, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 10. Juni 2019.@1@2Vorlage:Toter Link/www.volleyball.ch (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> Anfang 2018 veröffentlichte die FIVB ein neues Regelwerk dazu.<ref name="Challenge" /> Wenn es am Spielfeld eine entsprechende Leinwand gibt, werden die Szene und die Entscheidung über die Challenge dort für alle sichtbar angezeigt.<ref name="Challenge" />

Bei den Spielen der German Beach Tour in Deutschland gibt es seit 2018 den Videobeweis auf dem Centre Court.<ref>Großartige Zwischenbilanz für Europas größte nationale Beach-Volleyball Tour. DVV, 26. Juli 2018, abgerufen am 10. Juni 2019.</ref>

Technik

Da sich der Beachvolleyball-Sport aus dem Spiel in der Halle entwickelt hat, entsprechen die grundsätzlichen Techniken denen aus dem Volleyball.

Jeder Ballwechsel wird mit einem Aufschlag eingeleitet. Dabei schlägt der Spieler den Ball mit der Hand oder dem Arm übers Netz. Man unterscheidet einen Sprungaufschlag und den Aufschlag aus dem Stand. Beim „Topspin“ wird der Ball mit einer schnellen Bewegung und viel Kraft geschlagen, während er beim „Floatserve“ ohne Rotation getroffen wird und daher flattert.<ref name="Techniken">Beach-Volleyball: Die wichtigsten Techniken und Regeln. beach-volleyball.de, abgerufen am 10. Juni 2019.</ref>

Wie in der Halle gibt es die Unterscheidung zwischen oberem und unterem Zuspiel. Beim oberen Zuspiel („Pritschen“) berührt der Spieler den Ball mit gespreizten Händen, meistens vor oder über dem Kopf.<ref name="Techniken" /> Das Zuspiel kann sowohl in Sichtachse als auch als Überkopf-Zuspiel praktiziert werden.<ref name="Comparison" /> Da das obere Zuspiel mit technischen Schwierigkeiten verbunden ist und strengen Regeln unterliegt, hat das untere Zuspiel („Baggern“) im Beachvolleyball vor allem bei Profis eine größere Bedeutung als in der Halle. Hierbei wird der Ball mit nach vorne ausgestreckten, nebeneinander gehaltenen Armen gespielt, die eine Art Brett bilden.<ref name="Techniken" />

Im Angriff kann der Ball wie in der Halle mit einem harten Schlag übers Netz gebracht werden. Platziertere Bälle sind mit „Shots“ möglich.<ref name="Angriff">Harter Schlag/Shot/Poke. beach-volleyball.de, abgerufen am 10. Juni 2019.</ref><ref name="Comparison" /> Während der „Cutshot“ diagonal kurz hinters Netz gespielt wird, geht der „Lineshot“ parallel zur Seitenlinie in den hinteren Teil des Spielfelds. Eine speziell im Beachvolleyball benutzte Technik ist der „Pokeshot“ (oder Poke-Shot) (englisch: poke = Stoß), bei dem der Ball mit den Fingerknöcheln gespielt wird.<ref name="Angriff" /><ref>Jürgen Kittsteiner: Beachvolleyball. In: Lars Schlenker, Ilka Seidel, Klaus Bös (Hrsg.): Lehrhilfen für den Sportunterricht. Nr. 8, 2012, S. 14 (sportfachbuch.de [PDF]).</ref> Der ähnliche „Cobrashot“ wird mit den Fingerspitzen ausgeführt.<ref>Beach-Volleyball Fachbegriffe. beach-volleyball.de, abgerufen am 10. Juni 2019.</ref> Diese beiden Techniken werden oft benutzt, um den verbotenen „Lob“ (Angriffsfinte mit offener Hand) zu ersetzen.

Neben dem Baggern werden für die Annahme gegnerischer Aufschläge und Angriffe weitere Techniken verwendet, von denen einige nur im Beachvolleyball verbreitet sind.<ref>Kämpfen um jeden Ball. (PDF) Volleyball-Magazin, August 2008, abgerufen am 10. Juni 2019.</ref> Die „Pokeabwehr“ ist die defensive Version des Pokeshots und wird für schwer erreichbare Bälle eingesetzt. Beim „Beachdig“ werden die schalenförmig gehaltenen Hände aktiv zum Ball bewegt. Beim „Tomahawk“ (benannt nach der gleichnamigen Waffe) wird der Ball mit aneinandergelegten Händen und verschränkten Fingern oberhalb der Schulter gespielt. Bei hart geschlagenen Bällen, die nah an den Körper kommen, kann der „Chickenwing“ benutzt werden; dabei wird der Ball mit dem angewinkelten Arm und Ellbogen seitlich neben dem Körper getroffen. Der „Gatordig“ (englisch: gator = Alligator) hat eine ähnliche Haltung wie der Beachdig, nur sind die Arme hier auf Hüfthöhe.

Der Block wird genau wie in der Halle ausgeführt, indem der Spieler nahe am Netz mit gestreckten Armen hochspringt. Bei einem erfolgreichen Block prallt der Ball direkt zum Gegner zurück. Ansonsten kann der Ball auf der eigenen Seite weiter gespielt werden.

Eine Studie der Universität Graz ergab, dass sich auf professionellem Niveau die Qualität der Aktionen zwischen Männern und Frauen nicht unterscheiden: Bei beiden Geschlechtern sind Annahmen ähnlich präzise sowie Angriffe und Blocks ähnlich häufig erfolgreich.<ref name="Comparison" /> Teils deutliche Unterschiede gibt es jedoch bei den ausgewählten Techniken.<ref name="Comparison" /> Bei den Männern sind Sprungaufschläge häufiger zu beobachten als bei den Frauen, während letztere sich häufiger für den Floatserve entscheiden.<ref name="Comparison" /><ref name="Serve" /> Bei beiden Geschlechtern wird der Ball meistens drei Mal innerhalb des Teams und nicht mit dem ersten oder zweiten Ballkontakt direkt über das Netz gespielt. Allerdings sind Überkopf-Zuspiele bei den Männer in etwa so häufig zu beobachten wie Zuspiele nach vorne; bei den Frauen kommen Zuspiele in Sichtachse fast zehn Mal so oft vor wie Überkopf-Zuspiele.<ref name="Comparison" /> Im Angriff entscheiden sich Männer häufiger für den (härteren) Spike, während Frauen in etwa gleich häufig einen Spike oder einen (platzierteren) Shot spielen.<ref name="Comparison" /> Männer erzielen dabei um etwa 3 % häufiger direkte Punkte, jedoch auch um etwa 3 % häufiger einen Fehler.<ref name="Comparison" />

Taktik

Datei:Beach Volleyball 2007 (1436878951).jpg
Handzeichen

Anweisungen eines Trainers sind während des Spiels nicht erlaubt. Deshalb müssen die Spieler eines Teams eine Taktik entwickeln, um sich gegenseitig zu motivieren und konstruktive Kritik zu äußern. Die verbale Kommunikation findet hauptsächlich zwischen den Ballwechseln, während der Auszeiten und in den Satzpausen statt.

In professionellen Teams sind die beiden Spieler meistens so zusammengestellt, dass einer von beiden hauptsächlich auf den Block und der andere auf die Feldabwehr spezialisiert ist. Wer beides gleichermaßen beherrscht, wird als Universalspieler bezeichnet. Um ihre Strategie zu kommunizieren, haben die Spieler ein einfaches System aus Handzeichen entwickelt. Vor dem Aufschlag zeigt der im Feld stehende Spieler seinem Partner mit den Fingern hinter dem Rücken an, wie der Block gestellt wird und in welche Richtung bzw. auf welchen der beiden gegnerischen Spieler der Aufschlag gehen soll. Wenn bei einem längeren Ballwechsel ein erneuter Block nötig ist, gibt der Blockspieler weitere Zeichen für seinen Partner. Die beiden Hände beziehen sich dabei üblicherweise auf die beiden Gegenspieler. Dabei sind folgende Zeichen weit verbreitet:<ref>Beach-Volleyball Handzeichen. beach-volleyball.de, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 25. April 2019; abgerufen am 10. Juni 2019.</ref>

  • ein gestreckter Finger: Der gegnerische Angreifer wird parallel zur Seitenlinie („longline“) geblockt und der Abwehrspieler wehrt die diagonal geschlagenen Bälle ab.
  • zwei gestreckte Finger: Der gegnerische Angreifer wird in der Diagonalen geblockt und der Abwehrspieler muss den Rest des Feldes abdecken.
  • ganze Hand gestreckt: Der Spieler am Netz führt den Block offensiv aus.
  • Faust: Der Block wird nur angetäuscht und der Blockspieler zieht sich ins Feld zurück.

Allerdings entwickeln Profis auch eigene Zeichen mit anderen Bedeutungen, um nicht so leicht vom Gegner durchschaut zu werden.

Zusätzlich zu den Handzeichen werden auch noch kurze Kommandos benutzt, um dem Mitspieler Anweisungen für dessen Angriff zu geben.<ref name="Fachbegriffe">Beach-Volleyball Fachbegriffe. beach-volleyball.de, abgerufen am 10. Juni 2019.</ref> Die häufigsten Anweisungen sind die im Angriff verwendeten „line“ (longline), „cross“ (diagonal geschlagener Angriff), „shot“ (über den Block auf die Linie spielen) und „cut“ (kurze, diagonale Finte), auch in Kombination mit „over“ (es wird geblockt, also muss der Angriff über den Block hinüber erfolgen), also beispielsweise „line over“. Im deutschen Sprachraum sind auch die Kommandos „mit“ und „ohne“ (Block) üblich. Sie werden dem Angriffsspieler zugerufen, je nachdem wie sich die defensive Mannschaft auf ihrer Feldseite aufgestellt hat.

Eine taktische Besonderheit beim Blocken ist der so genannte Fake Block (englisch: fake = getäuscht), bei dem der Spieler sich zunächst am Netz zum Block positioniert, sich dann aber in die Abwehr zurückzieht. Diese Taktik ist bei den Frauen häufiger zu beobachten.<ref name="Comparison" />

Absprachen sind auch bei der Annahme wichtig. Insbesondere bei Bällen, die in die Mitte der eigenen Spielfeldhälfte kommen, müssen die Spieler klären, wer den Ball annimmt. Dieser Bereich wird in Anspielung auf Streit zwischen Ehepartnern als „Husband and Wife-Zone“ bezeichnet.

Geschichte und internationale Wettbewerbe

Beachvolleyball entstand an den Stränden der Vereinigten Staaten. Brasilien ist das zweite Land, in dem die Sportart von Beginn an erfolgreich ist.<ref name="Sociology">Gilmar Francisco Afonso; Wanderlei Marchi Júnior: Como pensar o voleibol de praia sociologicamente – How to think beach volleyball sociologicaly. In: Moritz: Revista de Educação Física. Band 18, Nr. 1, 2012 (scielo.br).</ref> Mittlerweile gibt es viele Wettbewerbe auf allen Ebenen. Bei internationalen und bei nationalen Wettbewerben ist es üblich, dass die Spiele für Männer und Frauen parallel ausgetragen werden. Dementsprechend sind auch die Preisgelder und Ranglistenpunkte, die es zu gewinnen gibt, auf beide Geschlechter gleich verteilt.

Ursprünge in den USA und Brasilien

Datei:Photograph of a volleyball game between members of President Truman's vacation party at Key West, Florida. - NARA - 199042 (cropped).jpg
Beachvolleyballspiel 1950 in Florida

Nachdem William G. Morgan den Volleyball in der Halle erfunden hatte, gab es 1915 das erste bekannte Beachvolleyball-Spiel. George David Center, der eigentlich als Schwimmtrainer arbeitete, war Mitglied des Outrigger Canoe Club am Waikīkī-Strand auf Hawaii. Dort baute er ein Netz auf und begann, mit Freunden am Strand Beachvolleyball zu spielen.<ref name="Sands2-1">"Sands of Time" The History of Beach Volleyball. Beach Volleyball Database, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 8. Dezember 2015; abgerufen am 12. Juni 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), Kapitel 2-1).</ref> In den folgenden Jahren waren die ersten Spieler erfolgreich und das Spiel im Sand wurde fester Bestandteil des Clubs. Zu den Mitgliedern gehörte Duke Kahanamoku. Der Surfer und dreifache Olympiasieger im Schwimmsport etablierte Beachvolleyball als Sportdirektor in Santa Monica und trug dazu bei, daraus eine ernsthafte Sportart statt einer Freizeitbeschäftigung zu machen.<ref name="Sands2-1" /> Die ersten Beachvolleyball-Aktivitäten in Santa Monica hatten sich Anfang der 1920er Jahre entwickelt. Dort gab es Beachclubs, die Turniere gegen Schwimmer austrugen, aber auch an öffentlichen Stränden wie dem Muscle Beach trafen sich die Aktiven.<ref name="Sands2-2">"Sands of Time" The History of Beach Volleyball. Beach Volleyball Database, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 8. Dezember 2015; abgerufen am 12. Juni 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), Kapitel 2-2).</ref> Üblicherweise wurde in der frühen Phase wie in der Halle sechs gegen sechs gespielt.<ref name="Sands2-2" /> Die Sportart breitete sich in den 1920er und 1930er Jahren weiter aus.<ref>Frank Hoffmann, William Bailey: Sports & Recreation Fads. Routledge, 2013, ISBN 0-918393-92-2 (Buch ohne Angabe der Seitenzahl).</ref> Die ersten Universitäten begannen, Beachvolleyballkurse anzubieten. Die Popularität des Sports in Beachclubs und an Universitäten prägten zunächst das Image eines elitären Sports.<ref name="Sociology" />

Die heute übliche Version mit zwei Spielern pro Team erfand Paul Johnson im Sommer 1930. Er und seine drei Mitspieler erkannten nach einigen Versuchen, dass sie auch zu zweit das komplette Feld nutzen konnten.<ref name="Sands2-3">"Sands of Time" The History of Beach Volleyball. Beach Volleyball Database, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 8. Dezember 2015; abgerufen am 12. Juni 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), Kapitel 2–3).</ref> Johnson spielte später auch mit dem Schwimmolympiasieger und Schauspieler Buster Crabbe.<ref name="Sands2-3" /> Zu den besten Spielern der 1930er Jahre in Santa Monica gehörten die Brüder Sam und Nat Shargo, die darauf bestanden, mehr Spielfelder einzurichten.<ref name="Sands2-4">"Sands of Time" The History of Beach Volleyball. Beach Volleyball Database, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 8. Dezember 2015; abgerufen am 12. Juni 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), Kapitel 2–4).</ref> Technisch waren die Spieler bei den auch als „Finesse Games“ bekannten Zwei-gegen-zwei-Partien noch ziemlich auf Shots beschränkt.<ref name="Sands2-4" /> Um 1930 erreichte Beachvolleyball auch Europa, vor allem Frankreich und die östlichen Staaten Bulgarien, Lettland und Tschechoslowakei.<ref name="History">History. FIVB, abgerufen am 12. Oktober 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> In Frankreich trugen auch die Nudisten in Franconville bei Paris zur Verbreitung bei.<ref name="MajorsHistory">The history of beach volleyball. Beach Major Series, abgerufen am 14. Juni 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

1944 fand am Muscle Beach in Santa Monica das erste öffentliche Beachvolleyball-Turnier statt.<ref name="Sands2-6">"Sands of Time" The History of Beach Volleyball. Beach Volleyball Database, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 8. Dezember 2015; abgerufen am 12. Juni 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), Kapitel 2–6).</ref> Weitere Turniere entstanden bis zum Ende des Jahrzehnts an verschiedenen Orten von San Diego bis Santa Barbara, darunter eine als „Beach Olympics“ bezeichnete Turnierserie.<ref name="Sands2-6" /> Der Strand von Hermosa Beach im Los Angeles County gilt bis heute als einer der populärsten Spielorte.<ref name="AVP">Uli Köhler: AVP-Finale in Hermosa Beach – Karch Kiraly, der Dominator. Deutsche Volleyball Zeitschrift, Oktober 1994, S. 64–69.</ref>

Gene Selznick, der in den 1950er Jahren ein erfolgreiches Duo mit Bernie Holtzman bildete, führte den harten Angriffsschlag (Spike) ins Spiel ein.<ref name="Sands3-3">"Sands of Time" The History of Beach Volleyball. Beach Volleyball Database, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 8. Dezember 2015; abgerufen am 12. Juni 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), Kapitel 3-3).</ref> In dieser Zeit entstanden auch Open-Turniere an verschiedenen Stränden der USA.<ref name="Sands3-4">"Sands of Time" The History of Beach Volleyball. Beach Volleyball Database, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 8. Dezember 2015; abgerufen am 12. Juni 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), Kapitel 3–4).</ref> Weitere Stars wie Ron Von Hagen kamen hinzu.<ref name="Sands4-2">"Sands of Time" The History of Beach Volleyball. Beach Volleyball Database, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 8. Dezember 2015; abgerufen am 12. Juni 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), Kapitel 4-2).</ref> Allmählich gab es auch erfolgreiche Spielerinnen.<ref name="Sands4-3">"Sands of Time" The History of Beach Volleyball. Beach Volleyball Database, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 8. Dezember 2015; abgerufen am 12. Juni 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), Kapitel 4-3).</ref>

Ab 1960 wurde der Strand von Manhattan Beach im Los Angeles County bedeutend, wo der als „Godfather of Beach Volleyball“ bekannte Charlie Saikley die ersten Beach Open organisierte, die seit 1965 jährlich stattfanden und in den USA als „Wimbledon des Beachvolleyballs“ gelten.<ref>Charlie Saikley, 69; Headed Beach Volleyball Tourney. Los Angeles Times, 25. Juni 2005, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 15. Mai 2016; abgerufen am 12. Juni 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Karch Kiraly, der dem Beachvolleyball zu größerer Popularität verhalf und dazu beitrug, dass der bisherige Freizeitsport ab den 1980er Jahren als professionelle Sportart anerkannt wurde, beschrieb es folgendermaßen: „Du sprichst mit irgendeinem Spieler und wenn man ihnen sagt, dass sie in ihrer gesamten Karriere nur ein einziges Turnier gewinnen könnten, würde sich jeder für Manhattan entscheiden.“<ref>A Magical Day at the Beach. Los Angeles Times, 7. Juni 2004, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 20. Dezember 2016; abgerufen am 12. Oktober 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)): „You talk to any player and if they were told they could only win one tournament in their whole career, everybody would choose it to be here in Manhattan.“</ref>

In den 1970er Jahren gab es in den Vereinigten Staaten die ersten kommerziell gesponserten Turniere und 1976 fand die erste nationale Meisterschaft statt., die 30.000 Zuschauer anzog.<ref name="History" /><ref name="Kings">Sinjin Smith, Neil Feinemann: Kings of the Beach: The Story of Beach Volleyball. Power Books, Los Angeles 1988.</ref> Anfang der 1980er Jahre folgten die ersten Turnierserien.<ref name="History" /> Zu dieser Zeit wurde der Sport auch in Brasilien populär und wurde an den Stränden von Copacabana, Ipanema und Leblon betrieben.<ref name="History" /><ref name="Sociology" /> Rio de Janeiro war dann 1986 auch der Veranstaltungsort des ersten internationalen Turniers.<ref name="History" /> Ein Jahr später gab es das erste von der FIVB geleitete internationale Turnier am Strand von Ipanema.<ref name="History" /> Daraus entwickelte sich die FIVB World Series, die 1989 mit Turnieren in Brasilien, Italien und Japan begann und in den folgenden Jahren mit weiteren Turnieren ausgebaut wurde.<ref name="History" /> Im Zuge dessen wurden internationale Turnierkalender aufeinander abgestimmt und das Sporteventmarketing durch die FIVB professionalisiert.<ref name="Sociology" /> Mit dem ersten olympischen Wettbewerb 1996 und der ersten offiziellen Weltmeisterschaft begann dann die moderne Zeit des Beachvolleyballs.

Olympische Spiele

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Olympisches Finale der Frauen 2016: Ludwig/Walkenhorst gegen Àgatha/Bárbara

1992 in Barcelona wurde das Spiel auf Sand als Demonstrationssportart vorgestellt.<ref>Olympische Geschichte. beach-volleyball.de, abgerufen am 16. Juni 2019.</ref> Karch Kiraly gelang es als bislang einzigem Spieler, sowohl in der Halle als auch im Sand olympisches Gold zu gewinnen. 1996 in Atlanta setzte er sich mit seinem Partner Kent Steffes in einem rein US-amerikanischen Endspiel gegen Michael Dodd und Mike Whitmarsh durch.<ref name="VMOly1996">A part of history. (PDF) Deutsche Volleyball-Zeitschrift, September 1996, abgerufen am 16. Juni 2019.</ref> Vier Jahre später bei den Spielen in Sydney blieb die Goldmedaille im Heimatland des Beachvolleyballs, da Dain Blanton und Eric Fonoimoana die Brasilianer Zé Marco und Ricardo Santos besiegten.<ref name="FIVBOly">BVB Olympic Results. (PDF) FIVB, abgerufen am 16. Juni 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Letzterer gewann 2004 in Athen mit Emanuel Rego das Finale gegen die Spanier Javier Bosma und Pablo Herrera Allepuz.<ref name="FIVBOly" /> Die Deutschen Jörg Ahmann und Axel Hager sowie die Schweizer Patrick Heuscher und Stefan Kobel holten 2000 bzw. 2004 die Bronzemedaillen.<ref name="FIVBOly" /> Die dritte Goldmedaille für die US-Amerikaner gewannen Todd Rogers und Phil Dalhausser beim Turnier 2008 in Peking, während sich die Brasilianer Silber und Bronze sicherten.<ref name="FIVBOly" /> Vier Jahre später gewannen die Deutschen Julius Brink und Jonas Reckermann bei den Spielen in London als erstes europäisches Duo die olympische Goldmedaille.<ref name="FIVBOly2012">London 2012 Olympic Games Beach Volleyball. FIVB, abgerufen am 16. Juni 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 2016 in Rio de Janeiro siegte mit dem Duo Alison Cerutti / Bruno Oscar Schmidt ein Team aus dem Gastgeberland.<ref name="FIVBOly2016">Rio 2016 Beach Volleyball. Abgerufen am 16. Juni 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Bei den Frauen gingen die neun Medaillen der ersten drei Olympiaturniere ausschließlich an Mannschaften aus Brasilien, den USA und Australien. Sandra Pires und Jackie Silva (1996), Natalie Cook und Kerri Pottharst (2000) sowie Kerri Walsh und Misty May-Treanor (2004) besiegten in den Endspielen jeweils ein brasilianisches Duo.<ref name="FIVBOly" /> 2008 wiederholten Walsh/May-Treanor ihren Olympiasieg, aber im Endspiel standen ihnen diesmal die Chinesinnen Tian Jia und Wang Jie gegenüber.<ref name="FIVBOly" /> Auch die Bronzemedaille ging an China.<ref name="FIVBOly" /> 2012 gewannen die beiden US-Amerikanerinnen zum dritten Mal in Folge Gold.<ref name="FIVBOly2012" /> 2016 in Rio de Janeiro gewann das deutsche Duo Laura Ludwig / Kira Walkenhorst und damit erstmals ein Team aus Europa.<ref name="FIVBOly2016" />

Bei den wegen der COVID-19-Pandemie verschobenen Olympischen Spielen 2020 in Tokio wurden vom 24. Juli bis zum 7. August 2021 zwei Beachvolleyball-Wettbewerbe ausgetragen. Bei den Frauen und Männern nahmen jeweils 24 Mannschaften am Turnier teil. Wegen positiver Corona-Tests gab es personelle Änderungen und Ausfälle bei einzelnen Teams. Austragungsort war der Shiokaze Park im Stadtbezirk Shinagawa. Den Frauenwettbewerb gewannen Alexandra Klineman und April Ross aus den Vereinigten Staaten, den Männerwettbewerb Anders Mol und Christian Sørum aus Norwegen.

Als Qualifikation für die Olympischen Spiele dienen neben der Weltrangliste die Continental Cups. Diese werden in den zwei Jahren vor einem olympischen Turnier in jedem Kontinentalverband ausgetragen.<ref>Qualification System – Games of the XXXII Olympiad – Tokyo 2020. (PDF) FIVB, abgerufen am 15. Juni 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Weltmeisterschaft

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Viertelfinalspiel bei der Weltmeisterschaft 2015 in Amsterdam

Die Dominanz der Spieler sowie Spielerinnen aus den USA und Brasilien zeigt sich auch bei den Ergebnissen der Weltmeisterschaften. Nach zehn internationalen Turnieren in Rio de Janeiro fand 1997 in Los Angeles die erste offizielle WM statt. Bei den Frauen gab es nach drei brasilianischen Siegen drei Titel in Folge für Walsh und May-Treanor.<ref name="WMWinners">Past Winners. FIVB, abgerufen am 16. Juni 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 2007 in Gstaad stand den US-Amerikanerinnen – wie ein Jahr später beim olympischen Finale – das Duo Tian/Wang gegenüber.<ref name="WMWinners" /> Die Chinesinnen waren die ersten Finalistinnen, die nicht aus Brasilien oder den USA kamen. Auf dem Siegerpodest der WM 2009 in Stavanger waren die beiden führenden Nationen wieder unter sich.<ref name="WMWinners" /> Die Brasilianerinnen Larissa und Juliana Felisberta da Silva beendeten 2011 in Rom mit einem Tiebreak-Sieg gegen Walsh/May-Treanor die Dominanz der Vereinigten Staaten und gewannen den vierten Titel für die Südamerikanerinnen.<ref name="WMWinners" /> Bei der WM 2013 stand zum ersten Mal kein Team aus USA oder Brasilien im Finale. Die amtierenden Weltmeisterinnen Xue Chen / Zhang Xi aus China setzten sich gegen die Deutschen Karla Borger und Britta Büthe durch.<ref name="WMWinners" /> 2017 siegte das deutsche Doppel Ludwig/Walkenhorst.<ref name="WMWinners" /> 2019 in Hamburg gewannen Sarah Pavan und Melissa Humana-Paredes als erste Kanadierinnen den Titel, während die US-Amerikanerin April Ross ihr zweites Endspiel in Folge verlor.<ref>Confident Canadians Pavan and Humana-Paredes claim championship crown. FIVB, 6. Juli 2019, abgerufen am 7. Juli 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Bei den Männern gingen bis einschließlich 2005 alle Goldmedaillen nach Südamerika (viermal Brasilien, einmal Argentinien).<ref name="WMWinners" /> Zweimal standen dabei Schweizer Duos im Finale.<ref name="WMWinners" /> Erst 2007 konnten die US-Amerikaner Todd Rogers und Philip Dalhausser die Serie der Südamerikaner beenden.<ref name="WMWinners" /> Julius Brink, der 2005 in Berlin mit Kjell Schneider bereits Bronze gewonnen hatte, und Jonas Reckermann besiegten 2009 im Endspiel die Brasilianer Harley/Alison und gewannen damit als erste Europäer die Weltmeisterschaft.<ref name="WMWinners" /> 2011 waren die Südamerikaner im Finale unter sich, während Brink/Reckermann Dritte wurden.<ref name="WMWinners" /> Bei der WM 2013 in Stare Jabłonki ging der Titel an das junge niederländische Duo Brouwer/Meeuwsen, während sich das deutsche Team Erdmann/Matysik die Bronzemedaille sicherte.<ref name="WMWinners" /> 2015 und 2017 waren wieder die Brasilianer siegreich, wobei in Wien das einheimische Duo Doppler/Horst im Finale stand.<ref name="WMWinners" /> 2019 gelang dies den Deutschen Julius Thole und Clemens Wickler, die den Russen Stojanowski/Krassilnikow unterlagen.<ref>Russian Stoyanovskiy crowned “youngest” world champions. FIVB, 7. Juli 2019, abgerufen am 7. Juli 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Die nächste Weltmeisterschaft war ursprünglich für 2021 geplant,<ref>Rome announced as host of 2021 FIVB Beach Volleyball World Championships. FIVB, 20. März 2019, abgerufen am 7. Juli 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> wurde aber wegen der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf Juni 2022 verschoben, wobei Rom Gastgeber bleiben soll.<ref>2021 FIVB Beach Volleyball World Championships rescheduled for June 2022. FIVB, 23. April 2020, abgerufen am 21. Mai 2020.</ref>

Europameisterschaft

Datei:EM2008 Sara Laura.jpg
Medaillengewinnerinnen der EM 2008 in Hamburg

Die erste Europameisterschaft der Männer fand 1993 in Almería statt.<ref name="CEVEM">CEV Beach Volleyball European Championship. (PDF) CEV, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 16. Juni 2019; abgerufen am 16. Juni 2019.</ref> Bei den ersten vier Turnieren kamen die Sieger aus vier unterschiedlichen Ländern.<ref name="CEVEM" /> Das deutsche Duo Ahmann/Hager wurde 1994 Dritter und 1996 Zweiter.<ref name="CEVEM" /> Die restlichen Bronzemedaillen der ersten Jahre gingen an Italiener.<ref name="CEVEM" /> Nach einem rein norwegischen Finale 1997 begann die Siegesserie der Schweizer, bei der die Laciga-Brüder und das Duo Egger/Heyer vier Goldmedaillen gewannen.<ref name="CEVEM" /> Anschließend standen die deutschen Markus Dieckmann und Jonas Reckermann dreimal in Folge im Endspiel.<ref name="CEVEM" /> Nach dem ersten spanischen Erfolg 2005 in Moskau gewannen Julius Brink und Christoph Dieckmann den nächsten Titel für Deutschland.<ref name="CEVEM" /> Die Niederländer Nummerdor/Schuil, die 2007 noch den Österreichern Doppler/Peter Gartmayer unterlegen waren, dominierten die nächsten drei Europameisterschaften.<ref name="CEVEM" /> 2011 in Kristiansand gab es erstmals ein rein deutsches Endspiel und 2012 verteidigten Brink/Reckermann ihren Titel erfolgreich.<ref name="CEVEM" /> Nach dem Sieg der Spanier Gavira/Herrera begann 2014 die Erfolgsserie des italienischen Duos Nicolai/Lupo, das dreimal den Titel gewann.<ref name="CEVEM" /> 2015 siegten die zuvor zweimal im Endspiel unterlegenen Letten Samoilovs/Šmēdiņš.<ref name="CEVEM" /> 2018 waren sie die Finalgegner der neuen Europameister Mol/Sørum aus Norwegen.<ref name="CEVEM" /> 2019 verteidigten die Norweger ihren Titel erfolgreich gegen die Russen Semjonow / Leschukow, während das österreichische Duo Ermacora/Pristauz Dritter wurde. Auch 2020 und 2021 konnten Mol/Sørum ihren Europameistertitel verteidigen. Insgesamt sind Deutschland und die Schweiz die erfolgreichsten Nationen bei den Europameisterschaften der Männer.

Bei der ersten Europameisterschaft der Frauen 1994 in Espinho war mit Beate Bühler und Danja Müsch ebenso ein deutsches Duo erfolgreich wie ein Jahr später in Saint-Quay-Portrieux mit Beate Paetow und Cordula Borger.<ref name="CEVEM" /> Anschließend dominierten die Tschechinnen Celbová/Dosoudilová und die Italienerinnen Bruschini/Solazzi den Wettbewerb.<ref name="CEVEM" /> Erst 2001 in Jesolo gewann keines der beiden Duos eine Medaille.<ref name="CEVEM" /> 2003 in Alanya kam es zu einem rein deutschen Finale zwischen Pohl/Rau und Ahmann/Vollmer, während die Gastgeber im folgenden Jahr in Timmendorfer Strand beim Sieg der Schweizerinnen Kuhn/Schnyder-Benoit ohne Medaillen blieben.<ref name="CEVEM" /> 2005 und 2007 gingen zwei Titel an Griechenland und dazwischen einer an Russland.<ref name="CEVEM" /> 2007 begann auch die Erfolgsserie von Sara Goller und Laura Ludwig, die viermal in Folge das Endspiel erreichten.<ref name="CEVEM" /> 2011 gab es Bronze, während Cicolari/Menegatti die fünfte Goldmedaille für Italien gewannen.<ref name="CEVEM" /> Anschließend siegten zwei niederländische Duos und die Schwaiger-Schwestern aus Österreich.<ref name="CEVEM" /> Von 2015 bis 2017 gab es drei EM-Titel nacheinander für Deutschland.<ref name="CEVEM" /> Die EM 2018 gewannen Keizer/Meppelink aus den Niederlanden das Finale gegen die Schweizerinnen Betschart/Hüberli.<ref name="CEVEM" /> Im Finale 2019 setzten sich die Lettinnen Graudiņa/Kravčenoka gegen die Polinnen Wojtasik und Kociołek durch. Insgesamt sind die deutschen und italienischen Frauen die erfolgreichsten Teilnehmerinnen bei den Europameisterschaften.

Die EM 2020 sollte zunächst im Spätsommer 2020 in den Niederlanden stattfinden, wurde dann aber in Jürmala, Lettland ausgetragen.<ref>Covid 19 Beach Volleyball. CEV, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 1. Oktober 2020; abgerufen am 21. Mai 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Bei den Frauen gewann das Schweizer Duo Heidrich/Vergé-Dépré, die im Finale das deutsche Team Behrens/Tillmann besiegten. Die EM 2021 in Wien gewann wiederum ein Schweizer Team, diesmal Betschart/Hüberli, gegen das Niederländische Team Stam/Schoon.

FIVB World Tour und Weltrangliste

Die World Tour ist die internationale Turnierserie des Weltverbands. Nachdem es zu Beginn der 1990er Jahre erste internationale Turniere gegeben hatte, wurde eine erste Turnierserie unter dem Namen World Series eingerichtet.<ref name="History" /> Bis 2016 waren die Turniere in die Kategorien Major, Grand Slam und Open eingeteilt.<ref name="Laola">Neue World-Tour-Regelung „zerstört den Sport“. Laola1.tv, 20. April 2017, abgerufen am 13. Juni 2019.</ref> Seit 2017 gibt es eine umfangreichere Klassifizierung mit fünf Sternen für die höchstdotierten Turniere und einem Stern für die kleinsten Turniere.<ref name="Laola" /> Die Preisgelder reichen von 600.000 bis 20.000 Dollar und außerdem gibt es 600 bis 100 Punkte für die Weltrangliste.<ref name="Laola" /> Diese Weltrangliste wird nach jedem Turnierwochenende aktualisiert.<ref>Weltranglisten bei beach-volleyball.de</ref> Die Neuregelung der World Tour sorgte bei der Einführung für Kritik bei einigen Athleten, die insbesondere die niedrig bewerteten Turniere bemängelten.<ref name="Laola" /> Bei der aktuellen World Tour 2019/20 wurden ab dem Frühjahr 2020 viele Turniere wegen der COVID-19-Pandemie abgesagt.<ref name="FIVBCovid" />

Seit 2015 findet am Ende der Weltserie das World Tour Final statt.<ref>USA to host inaugural Swatch FIVB Beach Volleyball Season Final. FIVB, abgerufen am 13. Juni 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Außerdem werden die FIVB World Tour Champions gekürt. Bei den Männern dominieren Brasilianer bisher diese Wertung.<ref name="TourChamps">Übersicht der Tour Champions in der Beach Volleyball Database (englisch)</ref> Die einzigen deutschen Sieger waren 2009 die damaligen Weltmeister Julius Brink und Jonas Reckermann.<ref name="TourChamps" /> Bei den Frauen gelang dies 2016 den Olympiasiegerinnen Laura Ludwig und Kira Walkenhorst.<ref name="TourChamps" /> Drei Titel gingen an Spielerinnen aus den Vereinigten Staaten, die anderen Auszeichnungen an Brasilianerinnen.<ref name="TourChamps" />

Weitere kontinentale Wettbewerbe

Der europäische Verband CEV veranstaltete bis 2017 eine Turnierserie mit Masters- und Challenger-Turnieren. Durch die Neuordnung der FIVB World Tour (siehe unten) wurden die europäischen Turniere in die Weltserie eingebunden.<ref>CEV European Championship Tour. beach-volleyball.de, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 25. Januar 2019; abgerufen am 15. Juni 2019.</ref>

Auch in anderen Kontinenten finden regelmäßig Meisterschaften oder Turnierserien statt.

Beachvolleyball ist außerdem Bestandteil anderer Multisport-Veranstaltungen. Dazu zählen die Panamerikanischen Spiele<ref>Lima 2019, Voleibol de Playa</ref> und die Asienspiele.<ref>Olympic Council of Asia, Beach Volleyball</ref>

Nachwuchswettbewerbe

Datei:2018-10-17 Final (Girls Beach volleyball) at 2018 Summer Youth Olympics by Sandro Halank–032.jpg
Die Russinnen Marija Alexandrowna Botscharowa und Marija Alexandrowna Woronina dominieren derzeit die weiblichen Nachwuchswettbewerbe.

Der Weltverband FIVB veranstaltet Weltmeisterschaft für die Altersklassen U21 und U19. Bei der U21-WM 2019 in Udon Thani (Thailand) siegten die Brasilianerinnen Victoria Lopez Pereira und Vitoria de Souza sowie ihre Landsmänner Renato und Rafael Lima de Carvalho.<ref>Victoria/Vitoria seal women’s U21 title win with tie-break comeback. FIVB, 23. Juni 2019, abgerufen am 6. Januar 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Renato/Rafael extend Brazil’s reign in men’s U21 World Championship. FIVB, 23. Juni 2019, abgerufen am 6. Januar 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im Juli 2018 fand die U19-WM in Nanjing (China) statt. Dabei setzten sich die russischen Duos Botscharowa/Woronina und Tschekunow/Weretjuk durch.<ref>Bocharova and Voronina claim U19 World Championship women’s title. FIVB, 15. Juli 2018, abgerufen am 6. Januar 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Shekunov and Veretiuk earn top podium finish at U19 World Championship. FIVB, 15. Juli 2018, abgerufen am 6. Januar 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die 2020er Ausgabe wurde aufgrund der Corona-Pandemie verschoben und findet vom 15. bis 19. September 2021 in Ban Nong Ya Ma (Provinz Roi Et, Thailand) statt.<ref>Thailand to host U19 Beach Volleyball World Championships in 2020. FIVB, 8. November 2019, abgerufen am 6. Januar 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Beach Volleyball Under 19 World Championships Roi ET, Thailand 2020. Abgerufen am 19. Mai 2021.</ref>

Europameisterschaften gibt es für die Altersklassen U22, U20 und U18. Das U22-Turnier 2021 in Baden gewannen die Russinnen Botscharowa/Woronina sowie die Schweden Åhman/Hellvig.<ref>Young Swedish and Russian aces triumph at #EuroBeachVolleyU22. CEV, 16. Mai 2021, abgerufen am 19. Mai 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Bei der U20-Meisterschaft 2019 in Göteborg siegten ebenfalls Botscharowa/Woronina bei den Frauen; der Titel der Männer ging an die Niederländer Yorick de Groot und Matthew Immers.<ref>The Netherlands and Russia triumph with gold at #EuroBeachVolleyU20. CEV, 30. Juni 2019, abgerufen am 6. Januar 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Das U18-Turnier 2019 in Baden gewann Botscharowa mit Jelisaweta Gubina, während sich die Deutschen Leon Meier und Lui Wüst in der männlichen Konkurrenz durchsetzten.

Außerdem ist Beachvolleyball eine Disziplin bei den Olympischen Jugendspielen. Beim Turnier 2018 siegten die Russinnen Botscharowa/Woronina sowie die Schweden David Åhman und Jonatan Hellvig.<ref>Beach volleyball golds go to Sweden and Russia. olympic.org, 17. Oktober 2018, abgerufen am 6. Januar 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die nächste Ausgabe ist für 2026 in Dakar geplant.

Organisation und Wettbewerbe in einzelnen Ländern

Deutschland

Datei:Techniker Beach Tour Münster 2019 Finale der Frauen.jpg
Techniker Beach Tour 2019 in Münster, Finale der Frauen

Die Geschichte der Beachvolleyball-Turniere in Deutschland begann Ende der 1980er Jahre.<ref name="Smash">Die Geschichte des deutschen Beach-Volleyballs. DVV zitiert nach Smash Hamburg, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Oktober 2007; abgerufen am 13. Juni 2019.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.smash-hamburg.de</ref> 1991 gab es die erste deutsche Turnierserie.<ref name="Smash" /> Seit 1992 bildet die deutsche Meisterschaft den Abschluss und Höhepunkt der Turnierserie. Die erste deutsche Meisterschaft wurde im Ostseebad Damp ausgetragen, bevor sich 1993 Timmendorfer Strand als ständiger Veranstaltungsort etablierte.<ref>Geschichte der Deutschen Meisterschaft. beach-volleyball.de, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 26. Oktober 2020; abgerufen am 13. Juni 2019.</ref>

Mit der Masters-Serie setzte sich die Entwicklung der Sportart fort. Die Anzahl der Turniere stieg bis Mitte der 1990er Jahre zeitweise auf über 30 Veranstaltungen.<ref>Entwicklung der Turnieranzahl der nationalen Beach-Volleyball Serie. (PDF) DVV, abgerufen am 14. Juni 2019.</ref> Als die Anzahl reduziert wurde, blieb das Interesse der Zuschauer – auch wegen der internationalen Erfolge deutscher Spieler – bestehen. 2005 geriet der nationale Beachvolleyball-Sport in eine Krise. Nachdem bereits im Vorjahr nur noch fünf Masters-Turniere stattgefunden hatten, sollten TV-Übertragungen bei RTL der Serie zu neuer Aufmerksamkeit verhelfen, doch nach einem Sommer beendete der Fernsehsender die Kooperation.<ref>Nach einem Jahr: RTL verabschiedet sich vom Beachvolleyball. DWDL.de, 19. Oktober 2005, abgerufen am 14. Juni 2019.</ref> Seit 2006 gab es als einzige deutsche Turnierserie die Smart Beach Tour. Die höchste Turnierserie wurde 2018 als Techniker Beach Tour neu gestaltet.<ref>Die Techniker Beach Tour 2018 mit neuem Turniermodus. volleyballer.de, 25. April 2018, abgerufen am 14. Juni 2019.</ref> Sie fand 2019 in acht Austragungsorten statt, von denen jeweils die Hälfte in Städten und am Strand liegen. Die Tour 2020 wurde wegen der COVID-19-Pandemie in Deutschland zunächst abgesagt.<ref>Techniker Beach Tour 2020 abgesagt – Beach-DM soll stattfinden. DVV, 17. März 2020, abgerufen am 21. Mai 2020.</ref> Später richtete der DVV die Comdirect Beach Tour 2020 ein, die sich aus Turnieren für die Top-Teams und Qualifikationsturnieren zur deutschen Meisterschaft zusammensetzt.<ref>Aus Road To Timmendorfer Strand wird comdirect beach tour. DVV, 17. Juli 2020, abgerufen am 17. Juli 2020.</ref> Nationale Turniere in Deutschland werden vom Deutschen Volleyball-Verband mit der Deutschen Volleyball Sport GmbH organisiert.

Angesichts der Absagen anderer Wettbewerbe veranstaltete eine Gruppe um die Profis Alexander Walkenhorst und Daniel Wernitz im Juni/Juli 2020 als neuen Wettbewerb die Beach-Liga.<ref>Neue Beach-Liga startet am 13. Juni in Düsseldorf. Volleyball-Magazin, 20. Mai 2020, abgerufen am 21. Mai 2020.</ref>

Zum Jahresbeginn 2017 richtete der DVV zur Förderung seiner Spitzenduos einen zentralen Stützpunkt in Hamburg ein.<ref>Hamburg wird die Beachvolleyball-Hauptstadt. Hamburger Abendblatt, 14. Dezember 2016, abgerufen am 13. Juni 2019.</ref> Die Einrichtung führte in den ersten Monaten zu kritischen Äußerungen der Spieler, die sich oft selbst organisieren, bevor der Verband individuelle Lösungen vereinbarte.<ref>Punktsieg für Borger und Kozuch. Stuttgarter Nachrichten, 21. November 2017, abgerufen am 13. Juni 2019.</ref>

Zahlreiche internationale Turniere fanden bereits in Deutschland statt. Zunächst etablierte sich Berlin als regelmäßiger Gastgeber. Von 1995 bis 2008 gastierte die FIVB World Tour jedes Jahr in der Hauptstadt, ab 2003 mit einem Grand Slam, der lediglich 2006 wegen der Fußball-WM ausfiel. 2005 fand die Weltmeisterschaft in Berlin statt. 2002 in Timmendorfer Strand, 2008 in Hamburg und 2010 in Berlin wurden Europameisterschaften ausgetragen. Darauf folgte die Weltmeisterschaft 2015. Hamburg wurde später der wichtigste Standort für internationale Turniere in Deutschland. 2016 gab es hier erstmals ein Turnier der Beachvolleyball-Weltserie und 2017 sowie 2018 fand dort jeweils das Finale der World Tour statt. Das Tennisstadion am Rothenbaum war auch Austragungsort der Beachvolleyball-Weltmeisterschaft 2019.

Österreich

Bei der österreichischen Meisterschaft werden seit 1994 die Staatsmeister der Frauen und Männer ermittelt.<ref>Österreichische Meister im Beachvolleyball. Laola1.tv, abgerufen am 12. August 2020.</ref> Auf nationaler Ebene findet eine Turnierserie statt. Diese wurde 2013 neu organisiert, als der bisherige Vermarkter der deutschen Turnierserie die Organisation übernahm.<ref>"Es kann in Österreich genauso funktionieren". beach-volleyball.de, 18. Oktober 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 26. Oktober 2020; abgerufen am 14. Juni 2019.</ref> Seit 2015 gibt es die Austrian Beach Volleyball Tour.<ref>Mehr Turniere, mehr Spieler, mehr Action. Austrian Beach Tour, 26. Mai 2018, abgerufen am 12. August 2020.</ref> Die Pro Tour wird 2020 mit acht Turnieren ausgetragen<ref>ABV Tour Pro 2020 beim ÖVV</ref> Hinzu kommen eine Amateur- und eine Junior-Tour. In früheren Jahren fanden Turnierserien unter anderen Sponsorennamen statt.

Das größte Turnier Österreichs fand lange Zeit in Klagenfurt am Wörthersee statt. 2017 kam das Aus für das von Hannes Jagerhofer organisierte Turnier.<ref>Aus für Beachvolleyball am Kärntner Wörthersee. heute.at, 29. August 2017, abgerufen am 14. Juni 2019.</ref> Von 1997 bis 2000 hatte es auf der FIVB World Tour den Rang eines Open-Turniers. 2001 war die Stadt Austragungsort der Weltmeisterschaft und im folgenden Jahr wurde Klagenfurt zum Grand Slam heraufgestuft. 2013 und 2015 wurden in Klagenfurt die Europameisterschaften ausgetragen. 2017 fand in Wien die zweite Weltmeisterschaft auf österreichischem Boden statt.

Schweiz

Die erste Schweizer Meisterschaft im Beachvolleyball fand 1992 in Luzern statt, nachdem es zwei Jahre zuvor das erste Turnier überhaupt gegeben hatte.<ref name="Swiss">Schweizer Beachvolleyball – eine Erfolgsgeschichte. Swiss Volley, abgerufen am 14. Juni 2019.</ref> 1993 wurde erstmals eine Turnierserie ausgetragen, die in den nächsten Jahren immer umfangreicher wurde.<ref name="Swiss" /> Wie in Deutschland bildet die nationale Meisterschaft den Abschluss der Tour. Seit 1996 ist Bern der feste Austragungsort für diese Veranstaltung; nur 2003 wurde die Meisterschaft an den Zürcher Hauptbahnhof verlegt.<ref>Beachvolleyball Schweizermeisterschaften Podium seit 1992. (PDF) Swiss Volley, abgerufen am 14. Juni 2019.</ref> 2019 fanden auf der Coop Beachtour sechs Turniere sowie die Meisterschaft in Bern Ende August statt.<ref>Coop Beach Tour 2019 bei Swiss Volley</ref> 2020 wurde die Turnierserie wegen der COVID-19-Pandemie in der Schweiz komplett abgesagt.<ref>Absage Coop Beachtour 2020. (PDF; 197 kB) Coop Beach Tour, 29. Juni 2020, abgerufen am 31. Juli 2020.</ref> Seit der Saison 2024 wird die höchste nationale Turnierkategorie, die A-1 Tour, als Emmi Caffè Latte Beachtour ausgetragen.<ref>Emmi Caffè Latte ist neuer Titelpartner der Schweizer Beachtour. Abgerufen am 25. September 2024.</ref>

Gstaad war Gastgeber der Beachvolleyball-Weltmeisterschaft 2007 und ist Austragungsort eines Turniers der World Tour. Weiterhin wurden 2002 in Basel und 2016 in Biel/Bienne Europameisterschaften ausgetragen.

Vereinigte Staaten

Im Juli 1983 gründeten US-amerikanische Profispieler die Association of Volleyball Professionals, um ihre Rechte bei der Vermarktung und finanziellen Fragen besser durchzusetzen.<ref name="BVDb">Beach Volleyball History. Beach Volleyball Database, abgerufen am 14. Juni 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Der neue Verband startete nach einem Streik der Spieler bei einer inoffiziellen Weltmeisterschaft 1984 in Redondo Beach eine eigene Turnierserie.<ref name="BVDb" />

Die AVP Tour entwickelte sich in den folgenden Jahren mit attraktiven Preisgeldern in Konkurrenz zur FIVB World Tour. Viele Spieler verzichteten zugunsten der AVP Tour auf die Teilnahme an einigen anderen internationalen Turnieren.<ref name="MajorsHistory" /> Wegen der Folgen der Weltfinanzkrise musste die Serie im Jahr 2010 abgebrochen werden.<ref name="BVDb" /> Mit Hilfe eines neuen Investors wurde 2013 erstmals wieder eine komplette Serie der AVP-Tour ausgetragen.<ref>The Business Of Professional Beach Volleyball Shows Promise As Final Event Of 2013 Approaches. Forbes, 16. Oktober 2013, abgerufen am 14. Juni 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 2017 führte die AVP zwei eigene Regeln ein, die sich vom Regelwerk der FIVB unterscheiden.<ref>AVP To Continue Use Of Experimental Rule Changes In 2017. flovolleyball.tv, 1. Mai 2017, abgerufen am 14. Juni 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die AVP Tour 2019 bestand aus acht Turnieren, von denen drei zur höherwertigen Gold Series gehörten. Die AVP Tour 2020 wurde wegen der COVID-19-Pandemie in den Vereinigten Staaten auf eine Champion Cup Series mit drei Turnieren verkürzt. Für Spieler, die noch keine Profis sind, und für den Nachwuchs gibt es die untergeordnete Turnierserien AVP Next und AVP First.<ref>AVP expands AVPNext developmental competition series. AVP, 5. März 2015, abgerufen am 6. August 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>AVP launches AVP First as part of the of organization’s developmental structure. AVP, 25. Mai 2015, abgerufen am 6. August 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Die NCAA nahm Beachvolleyball für Frauen 2009 als „emerging sport“ (entstehende Sportart) ins universitäre Sportprogramm auf.<ref>Emerging Sports: Sand Volleyball. NCAA, abgerufen am 16. Juni 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 2015 beschloss die Organisation, im folgenden Jahr erstmals eine NCAA-Meisterschaft durchzuführen.<ref>Newest championship will be called beach volleyball. NCAA, 17. September 2015, abgerufen am 16. Juni 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>NCAA-Meisterschaft Beachvolleyball</ref>

Brasilien

Die Beachvolleyball-Wettbewerbe in Brasilien werden vom nationalen Volleyballverband Confederação Brasileira de Voleibol (CBV) organisiert. Die größte nationale Turnierserie ist der Circuito Brasileiro Open.<ref name="CBVOpen">Sobre o Open. CBV, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 21. März 2019; abgerufen am 16. Juni 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Serie erstreckt sich über etwa neun Monate. Die erste Ausgabe fand 1991 nur für Männer statt, bevor ein Jahr später die Frauen hinzukamen.<ref name="CBVOpen" /> Die erfolgreichsten Teilnehmer sind Emanuel Rego und Larissa França.<ref name="CBVOpen" /> Als zweite Serie gibt es seit 2012 die Challenger-Turniere unter dem Titel Circuito Banco do Brasil Nacional.<ref name="CBVChal">Sobre o Challenger. CBV, abgerufen am 16. Juni 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Hier treten die Mannschaften an, die sich nicht für die Open-Serie qualifizieren.<ref name="CBVChal" /> Seit 2014 gibt es am Saisonende die Superpraia als nationale Meisterschaft.<ref name="CBVSuper">Sobre o Superpraia. CBV, abgerufen am 16. Juni 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Dafür qualifizieren sich die 14 besten Mannschaften der aktuellen Saison und zwei Wildcard-Gewinner.<ref name="CBVSuper" />

Weitere nationale Wettbewerbe

Außerhalb des deutschsprachigen Raums gibt es weitere nationale Turnierserien. Folgende Länder haben im Jahr 2019 entsprechende Wettbewerbe, die vom Weltverband FIVB offiziell anerkannt sind: Australien, Belgien, Frankreich, Griechenland, Italien, Japan, Lettland, Niederlande, Polen, Spanien, Tschechien, Türkei.<ref>FIVB National Tours (englisch)</ref>

Erfolgreichste Spieler

Deutschland

Datei:Alemãs levam ouro no vôlei de praia em Copacabana 1038669-18.08.2016 ffz-001a.jpg
Laura Ludwig und Kira Walkenhorst bei der Siegerehrung der Olympischen Spiele 2016
Datei:Grand Slam Moscow 2012, Set 4 - 041.jpg
Julius Brink und Jonas Reckermann 2012 in Moskau

Deutsche Teams gewannen bereits zweimal olympisches Gold. 2012 in London setzten sich Julius Brink und Jonas Reckermann durch und 2016 in Rio de Janeiro siegten Laura Ludwig und Kira Walkenhorst.<ref name="FIVBOly2012" /><ref name="FIVBOly2016" />

Ludwig ist auch insgesamt die erfolgreichste deutsche Spielerin. Mit Sara Goller wurde sie Europameisterin 2008 und 2010, zweimal Vizeeuropameisterin und viermal deutsche Meisterin. Mit Walkenhorst folgten zwei weitere EM-Titel 2015 und 2016, drei deutsche Meisterschaften, der Olympiasieg und der Gewinn der Weltmeisterschaft 2017.<ref>Laura Ludwig – Profil beim Weltverband FIVB (englisch) und Beach-Profil beim DVV.</ref> Außerdem wurde Ludwig insgesamt zehnmal zur Beachvolleyballerin des Jahres gewählt.<ref name="BVdJ">Beachvolleyballerinnen des Jahres seit 1995. volleyball.de, abgerufen am 26. Juni 2019.</ref> Sie wurde mit Clemens Wickler auch 2019 gewählt.<ref>Die Lieblinge der Leser: Laura Ludwig & Clemens Wickler. Volleyball-Magazin, 28. August 2019, abgerufen am 28. August 2019.</ref>

Bereits zuvor waren deutsche Spielerinnen international erfolgreich. Die ersten beiden EM-Turniere endeten mit deutschen Siegen. Besonders erfolgreich waren dabei Danja Müsch und Beate Bühler, die 1994 das Turnier gewannen und in den nächsten beiden Jahren Dritte und Zweite wurde.<ref name="CEVEM" /> Müsch kam bei der EM 2000 noch mal ins Finale.<ref name="CEVEM" /> Die mehrfache Beachvolleyballerin des Jahres nahm an drei Olympischen Spielen teil.<ref name="BVdJ" /><ref>Danja Müsch – Profil beim Weltverband FIVB (englisch)</ref> und spielte auch mit Susanne Lahme, die zuvor 263 Länderspiele als Hallenvolleyballerin absolviert hatte.<ref>Der Volleyball Award 2008 geht an Susanne Lahme. Volleyball-Bundesliga, abgerufen am 16. Juni 2019.</ref>

Stephanie Pohl und Okka Rau gewannen 2003 das rein deutsche EM-Finale und vertraten ihr Land bei den Olympiaturnieren in Athen und Peking.<ref name="PohlFIVB">Stephanie Pohl – Profil beim Weltverband FIVB (englisch)</ref> Als erste deutsche Frauen-Mannschaft gewannen sie im Juli 2008 in Marseille ein Turnier der FIVB World Tour.<ref name="PohlFIVB" /> 2010 kamen es zu einem weiteren deutschen EM-Finale zwischen Goller/Ludwig sowie Ilka Semmler und Katrin Holtwick,<ref name="CEVEM" /> die im Vorjahr deutsche Meister geworden waren und 2007 bereits an der Spitze der kontinentalen Rangliste gestanden hatten.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Porträt von Ilka Semmler. (Memento vom 26. September 2020 im Internet Archive) beach-volleyball.de, abgerufen am 26. Juni 2019.</ref> Ein weiteres deutsches Spitzenduo waren Karla Borger und Britta Büthe, die 2013 Vizeweltmeisterinnen und 2014 deutsche Meisterinnen wurden. 2016 nahmen sie an den Olympischen Spielen teil und wurden EM-Dritte.<ref>Karla Borger – Profil beim Weltverband FIVB (englisch) und Beach-Profil beim DVV</ref> Nach weiteren Medaillen 2017 liegen die deutschen Frauen damit in der ewigen Rangliste der Europameisterschaft deutlich vorne.

Als die ersten großen Beachvolleyball-Turniere stattfanden, waren Jörg Ahmann und Axel Hager das erfolgreichste deutsche Männer-Duo. Ihren größten Erfolg schafften sie mit dem Gewinn der olympischen Bronzemedaille 2000 in Sydney.<ref name="AhmannHager">Jörg Ahmann und Axel Hager beenden ihre Karriere. beach-volleyball.de, 14. September 2004, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 16. Juni 2019; abgerufen am 16. Juni 2019.</ref> Sie wurden Dritte der Europameisterschaft 1994 und standen zwei Jahre später im Finale.<ref name="AhmannHager" /> Die Veranstalter der deutschen Meisterschaft ehrten die fünffachen Titelträger, indem sie die Ahmann-Hager-Arena in Timmendorfer Strand nach ihnen benannten.<ref name="AhmannHager" /> Andreas Scheuerpflug war gleich zweimal bei Olympischen Spielen vertreten, 2000 mit Oliver Oetke und 2004 mit Christoph Dieckmann, der zuvor mit seinem Bruder Markus Dieckmann gespielt hatte.<ref>Andreas Scheuerpflug – Profil beim Weltverband FIVB (englisch)</ref> Letzterer stand 2002 bis 2004 mit dem späteren Olympiasieger Jonas Reckermann dreimal im EM-Finale und gewann zwei Titel; 2005 kam ein dritter Platz hinzu.<ref name="CEVEM" />

Christoph Dieckmann wurde Europameister 2006 mit Julius Brink, der im Vorjahr an der Seite von Kjell Schneider in Berlin WM-Dritter geworden war.<ref name="BrinkFIVB">Julius Brink – Profil beim Weltverband FIVB (englisch)</ref> Später kamen Brink und Reckermann zusammen und avancierten zum erfolgreichsten deutschen Männer-Duo. Sie gewannen 2009 als erste Europäer überhaupt die Weltmeisterschaft.<ref name="BrinkFIVB" /> 2011 erreichten sie in Rom den dritten Platz und wurden anschließend in einem deutschen Endspiel erstmals gemeinsam Europameister.<ref name="BrinkFIVB" /> 2012 folgte neben dem Olympiasieg der nächste gemeinsame EM-Titel.<ref name="CEVEM" /> Nach dem Karriereende von Brink/Reckermann gab es bei den deutschen Männern eine schwächere Phase. Julius Thole und Clemens Wickler waren 2018 Vierte des World-Tour-Finales und deutsche Meister, bevor sie 2019 in Hamburg Vizeweltmeister wurden.<ref>Julius Thole – Profil beim Weltverband FIVB (englisch) und Beach-Profil beim DVV</ref>

Österreich

<templatestyles src="Mehrere Bilder/styles.css" />

Die Schwaiger-Schwestern Doris und Stefanie vor Olympia 2012

Österreich hat sich spätestens 2003 als erfolgreiche Nation im internationalen Beachvolleyball etabliert. In diesem Jahr gewannen Nik Berger und Clemens Doppler in Rhodos die erste FIVB-Bronzemedaille für Österreich und danach die Europameisterschaft in Alanya.<ref name="DopplerFIVB">Profil beim Weltverband FIVB (englisch)</ref> 2007 gab es für Doppler in Valencia den nächsten Titel, diesmal an der Seite von Peter Gartmayer.<ref name="DopplerFIVB" /> Sie besiegten Nummerdor/Schuil, die anschließend selbst dreimal in Folge den Titel gewannen.<ref name="CEVEM" /> Zweimal standen den Niederländern dabei österreichische Duos gegenüber.<ref name="CEVEM" /> 2014 gewannen Doppler/Horst EM-Bronze in Cagliari.<ref name="CEVEM" /> 2017 erreichten sie das WM-Finale in Wien.<ref name="DopplerFIVB" />

Die österreichischen Frauen waren bisher bei den großen Turnieren weniger erfolgreich. Erst 2011 in Kristiansand gewannen Barbara Hansel und Sara Montagnolli die erste EM-Medaille für ihr Land.<ref name="CEVEM" /> Das zweite Nationalteam bildeten die Schwestern Doris und Stefanie Schwaiger. Sie erreichten bei den Olympischen Spielen 2008 und 2012 sowie bei den Weltmeisterschaften 2009 und 2013 den fünften Rang, ehe sie 2013 vor eigenem Publikum in Klagenfurt Europameisterinnen wurden.<ref>Profil beim Weltverband FIVB (englisch)</ref>

Schweiz

<templatestyles src="Mehrere Bilder/styles.css" />

Paul Laciga
Simone Kuhn

Die Schweizer Männer sind nach Deutschland die zweiterfolgreichste Nation bei Europameisterschaften. Den größten Anteil an diesem Erfolg haben die Brüder Martin und Paul Laciga, die das Turnier von 1998 bis 2000 dreimal in Folge gewannen, nachdem sie 1997 bereits Dritter geworden waren.<ref name="CEVEM" /> Nach den drei Siegen standen sie außerdem noch zweimal im Endspiel.<ref name="CEVEM" /> Markus Egger und Sascha Heyer, die den Laciga-Brüdern in Getxo noch unterlegen waren, schafften 2001 die Revanche.<ref name="CEVEM" /> Außerdem wurden sie 2003 Dritter und 2004 Zweite.<ref name="CEVEM" /> Patrick Heuscher und Stefan Kobel komplettierten mit drei Podestplätzen die Erfolgsbilanz.<ref name="CEVEM" /> Sie gewannen 2004 in Athen auch die bislang einzige Olympiamedaille der Schweiz.<ref>Profil beim Weltverband FIVB (englisch)</ref> Bei Weltmeisterschaften stand Paul Laciga zweimal im Finale: 1999 mit seinem Bruder und 2005 mit Heyer unterlag er jeweils gegen brasilianische Teams.<ref>Profil beim Weltverband FIVB (englisch)</ref>

Bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften konnten die Schweizer Frauen noch keine Medaillen gewinnen. An allen drei Medaillen bei Europameisterschaften war Simone Kuhn beteiligt.<ref name="CEVEM" /> 2001 erreichte sie mit Nicole Schnyder-Benoit das Finale und 2004 gewann das Duo das Turnier in Timmendorfer Strand. 2012 wurden Kuhn/Zumkehr Dritte beim World-Tour-Turnier in Gstaad.<ref>Profil beim Weltverband FIVB (englisch)</ref>

Vereinigte Staaten

<templatestyles src="Mehrere Bilder/styles.css" />

Todd Rogers und Phil Dalhausser
Kerri Walsh und Misty May-Treanor mit dem damaligen US-Präsidenten George Bush

Da die Ursprünge des Beachvolleyballs in den Vereinigten Staaten liegen, brachten die USA schon in den ersten Jahrzehnten viele starke Spieler hervor. Gemeinsam mit Brasilien dominierten sie die ersten großen Turniere. Durch die eigene Turnierserie in der Heimat sammelten sie zusätzliche Erfahrungen auf hohem Niveau.

Karch Kiraly gehörte zu den prominentesten Spielern, die sich um eine Professionalisierung der Sportart bemühten.<ref name="AVP" /> Mit seinem Partner Kent Steffes gewann er in einem rein amerikanischen Finale gegen Michael Dodd und Mike Whitmarsh das Olympiaturnier in Atlanta und wurde damit zum ersten Spieler, der sowohl in der Halle als auch im Sand Goldmedaillen holte.<ref name="VMOly1996" /> Bei der Weltmeisterschaft in Los Angeles belegten US-amerikanische Duos die Plätze zwei und drei hinter den Brasilianern.<ref name="WMWinners" /> Auch das zweite olympische Gold ging im Jahr 2000 an die USA, als Dain Blanton und Eric Fonoimoana in Sydney triumphierten.<ref name="FIVBOly" /> Dax Holdren und Stein Metzger wurden 2003 Vizeweltmeister und im folgenden Jahr Fünfte in Athen.<ref name="WMWinners" /> Mit dem WM-Sieg 2007 begann die Erfolgsserie von Todd Rogers und Phil Dalhausser, die ein Jahr später in Peking auch das olympische Finale für sich entschieden und 2009 in Stavanger WM-Dritte wurden.<ref name="WMWinners" /><ref name="FIVBOly" /> In den folgenden Jahren gingen die Medaillen bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften hingegen an die Konkurrenz aus Brasilien und Europa.<ref name="FIVBOly" />

Die US-amerikanischen Frauen-Duos wurden bei den ersten beiden Weltmeisterschaften jeweils Zweite und Dritte hinter den brasilianischen Siegerinnen.<ref name="WMWinners" /> Zwei dieser Spielerinnen, Holly McPeak und Elaine Youngs, wurden 2004 in Athen Olympiadritte.<ref name="FIVBOly" /> Die Goldmedaille gewannen Kerri Walsh und Misty May-Treanor, die seit der WM 2003 in Rio de Janeiro die internationale Konkurrenz dominierten.<ref name="WalshFIVB">Profil beim Weltverband FIVB (englisch)</ref> Sie verteidigten ihren WM-Titel zweimal erfolgreich und schafften 2008 und 2012 zwei weitere Olympiasiege.<ref name="WalshFIVB" /> Walsh holte zusammen mit April Ross zudem 2016 die Bronzemedaille und ist damit die erfolgreichste Beachvolleyball-Olympionikin.<ref name="WalshFIVB" /> 2009 siegten April Ross und Jennifer Kessy bei der Weltmeisterschaft.<ref name="WMWinners" /> 2011 standen Walsh/May-Treanor wieder selbst im WM-Finale, das sie allerdings gegen die Brasilianerinnen Larissa/Juliana verloren.<ref name="WMWinners" /> Bei der WM 2017 mussten sich April Ross und ihre neue Partnerin Lauren Fendrick im Endspiel dem deutschen Duo Ludwig/Walkenhorst geschlagen geben.<ref name="WMWinners" />

Brasilien

<templatestyles src="Mehrere Bilder/styles.css" />

Juliana und Larissa
Emanuel und Alison

Neben den Vereinigten Staaten ist Brasilien das zweite Herkunftsland des Beachvolleyballs. Deshalb haben die Südamerikaner viele erfolgreiche Spieler hervorgebracht, die sich mit den US-Amerikanern die Medaillen bei den ersten Turnieren teilten. Sie gewannen bei Weltmeisterschaften bisher insgesamt zwölf Endspiele.<ref name="WMWinners" /> Bei den Frauen holten brasilianische Teams bisher bei jedem WM-Turnier mindestens eine Medaille; bei den Männern gelang dieses mit einer Ausnahme (Gstaad 2007) auch bei jedem WM-Turnier.<ref name="WMWinners" /> Bei Olympischen Spielen gewann Brasilien insgesamt dreizehn Medaillen, darunter drei goldene.<ref name="FIVBOly" /> Außerdem gab es zahlreiche Siege bei internationalen FIVB-Turnieren.

Sandra Pires und Jackie Silva gewannen die ersten Titel bei den wichtigsten Beachvolleyball-Veranstaltungen. 1996 in Atlanta wurden sie in einem brasilianischen Duell die ersten Olympiasiegerinnen und ein Jahr später entschieden sie auch die Weltmeisterschaft in Los Angeles für sich.<ref name="FIVBOly" /><ref name="WMWinners" /> Sandra Pires war in anderen Paarungen weiterhin erfolgreich. Mit ihrer vorherigen Endspielgegnerin Adriana Samuel Ramos holte sie 2000 Olympiabronze und mit Tatiana Minello stand sie 2001 im WM-Finale.<ref name="FIVBOly" /><ref name="WMWinners" /> In diesem Spiel verteidigten Adriana Behar und Shelda Bede ihren Titel, die 1997 bereits Dritter geworden waren.<ref name="WMWinners" /> Der zweite Platz 2003 vervollständigte ihre Medaillensammlung bei Weltmeisterschaften.<ref name="WMWinners" /> Außerdem standen sie 2000 und 2004 im olympischen Finale.<ref name="FIVBOly" /> Bei der WM 2005 in Berlin begann die Erfolgsserie von Larissa und Juliana.<ref name="WMWinners" /> Nach drei Podiumsplätzen in Folge wurden sie 2011 durch einen Sieg gegen die US-Amerikanerinnen Walsh/May-Treanor erstmals Weltmeisterinnen.<ref name="WMWinners" /> 2015 gewannen brasilianische Duos alle drei WM-Medaillen mit Ágatha Bednarczuk und Bárbara Seixas als Siegerinnen.<ref name="WMWinners" /> Dieses Duo holte bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro die Silbermedaille.<ref name="FIVBOly" />

Bei den Männern sorgten Guilherme und Pará für die ersten brasilianischen Erfolge. Sie gewannen die Weltmeisterschaft 1997 und wurden 1999 Dritter.<ref name="WMWinners" /> Der Titel ging in Marseille an Emanuel Rego und José Loiola.<ref name="WMWinners" /> Letzter stand 2001 mit dem olympischen Silbermedaillengewinner Ricardo Santos erneut im Endspiel.<ref name="WMWinners" /> Emanuel/Ricardo bildeten anschließend ein neues Duo, das 2003 vor heimischen Publikum Weltmeister wurde und ein Jahr später beim Olympiaturnier in Athen triumphierte.<ref name="WMWinners" /><ref name="FIVBOly" /> Bei der nächsten WM 2005 in Berlin siegte der vorherige Dritte Márcio Araújo mit seinem neuen Partner Fabio Luiz.<ref name="WMWinners" /> Bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking wurde das Duo Zweiter vor Emanuel/Ricardo.<ref name="FIVBOly" /> 2011 kam es bei der WM in Rom zu einem brasilianischen Finale, in dem Emanuel und Alison, der 2009 mit Harley gegen Brink/Reckermann unterlegen war, Márcio Araújo und Ricardo besiegten.<ref name="WMWinners" /> Bei den Weltmeisterschaften 2015 (Alison / Bruno Schmidt) und 2017 (Evandro / André Loyola) setzten brasilianische Teams ihre Erfolgsgeschichte fort.<ref name="WMWinners" />

Beachvolleyball in den Medien

Beachvolleyball ist in den deutschen Medien weitestgehend eine Randsportart, die relativ wenig Beachtung findet. Dabei sind auch hohe Einschaltquoten möglich. Bei den Olympischen Spielen 2016 war das Beachvolleyball-Halbfinale der Frauen zwischen dem deutschen Duo Ludwig/Walkenhorst und den Brasilianerinnen Talita/Larissa mit 8,52 Millionen Zuschauern in Deutschland die meistgesehene Übertragung.<ref>8,52 Mio. sehen Beach-Volleyball, mehr als 7 Mio. Fußball und Turnen – neuer Olympia-Rekord für Das Erste. Meedia, 17. August 2016, abgerufen am 10. Juni 2019.</ref> Der Dokumentarfilm Ludwig/Walkenhorst – Der Weg zu Gold zeigt das deutsche Duo auf dem Weg zum Olympiasieg; er erschien auf DVD und wurde in einer gekürzten Version bei Das Erste im Free-TV gezeigt.<ref>Beach-Mediathek: Ludwig/Walkenhorst-Doku. beach-volleyball.de, 10. Oktober 2016, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 30. Oktober 2020; abgerufen am 10. Juni 2019.</ref>

Die German Beach Tour als höchste deutsche Turnierserie wird auf dem Portal Twitch von dem Kanal Spontent übertragen.<ref>SPONTENT-Videos – Twitch. Abgerufen am 26. November 2025.</ref> Beachvolleyballer sind manchmal auch in Fernsehshows außerhalb von Sportübertragungen zu Gast.<ref name="Emanzipation">Emanzipation im Bikini. Der Tagesspiegel, 14. August 2010, abgerufen am 10. Juni 2019.</ref> So trat das Duo Holtwick/Semmler beispielsweise bei TV total und beim TV total Turmspringen auf.<ref>Ilka Semmler startet beim TV total Turmspringen. beach-volleyball.de, 16. November 2007, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 26. Oktober 2020; abgerufen am 10. Juni 2019.</ref><ref>Holtwick/Semmler bei TV total (Video bei myspass.de)</ref>

Das monatlich erscheinende Volleyball-Magazin (1977 bis 2002 Deutsche Volleyball-Zeitschrift) ist das mit einer Auflage von rund 4.400 Exemplaren das am weitesten verbreitete Printmedium für Volleyball und Beachvolleyball in Deutschland.<ref>Mediadaten 2019. (PDF) Philippka Sportverlag, abgerufen am 24. Juni 2019.</ref> Es bietet neben aktuellen Berichten und Reportagen auch Informationen zum Training.

In den Vereinigten Staaten gibt es diverse Medienpartner für Beachvolleyball. Die Spiele der nationalen AVP-Tour 2019 sind bei Amazon Prime zu sehen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />AVP + Amazon Prime (Memento vom 14. Mai 2019 im Internet Archive) (englisch)</ref> In früheren Jahren war NBC der TV-Partner der AVP-Tour.<ref>NBC Sports to broadcast every AVP tournament this year. NBC Sports, 3. Mai 2017, abgerufen am 16. Juni 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name="BVDb" /> Einige internationale Wettbewerbe, die in den USA stattfinden, zeigt der Sportsender ESPN.<ref>ESPN Secures Broadcast Rights to International Beach Volleyball Event in the USA in 2017. ESPN, 19. Mai 2019, abgerufen am 16. Juni 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Dort wird auch die NCAA-Meisterschaft übertragen.<ref>Broadcast Info. NCAA, abgerufen am 16. Juni 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

In Brasilien wurde Beachvolleyball erstmals 1985 im Fernsehen übertragen.<ref name="Sociology" /> Mittlerweile wird die nationale Turnierserie im Fernsehen vom Sportsender SporTV gezeigt, der zum Netzwerk Rede Globo gehört.<ref name="CBVOpen" /> Außerdem gibt es Übertragungen auf der Facebook-Seite des Volleyballverbands CBV.<ref name="CBVOpen" />

Weitere Übertragungen von Beachvolleyball-Wettbewerben aus diversen Ländern gibt es online in Livestreams und On-Demand-Videos. Die FIVB betreibt einen YouTube-Kanal<ref>Youtube-Kanal der FIVB</ref> und das Portal Laola1.tv zeigt ebenfalls diese Sportart.<ref>Beachvolleyball bei Laola1.tv</ref>

Kontroverse um Spielkleidung und Sexismus

Datei:East Coast Surfing Championships - Volleyball - ECSC.jpg
Beachvolleyballerinnen in Shorts und in Bikinihosen

Anlässlich der Olympischen Spiele 2004 erließ die FIVB eine offizielle Vorschrift, dass die Bikini-Hosen der Frauen an der Seite nur sieben Zentimeter breit sein dürfen.<ref>Beach volleyball Players' uniforms guidelines for the Olympic Games. (PDF (1,34 MB)) FIVB, abgerufen am 10. Juni 2019.</ref> Die knappe Bekleidung beim Beachvolleyball hat immer wieder zu Kontroversen geführt. Eine Untersuchung der TV-Übertragungen der Frauenspiele im olympischen Beachvolleyballwettbewerb 2004 ergab, dass knapp 40 % der Kameraeinstellungen auf Brust oder Gesäß der Spielerinnen fokussierten, was zu der Annahme führte, dass weniger die sportliche Komponente als vielmehr das Aussehen der Frauen im Vordergrund stünden.<ref>Kimberly Bissell, Andrea Duke: Bump, Set, Spike: An Analysis of Commentary and Camera Angles of Women's Beach Volleyball During the 2004 Summer Olympics. Journal of Promotion Management, 21. Oktober 2008, abgerufen am 10. Juni 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Kritiker bemängelten, dass durch das olympische Reglement alle Beachvolleyball-Spielerinnen dazu beitragen mussten, das Produkt Beachvolleyball mit Hilfe von sexueller Ausstrahlung zu vermarkten. Sportlerinnen aus islamischen Ländern wurden dadurch benachteiligt.<ref name="Time">Egyptian Women's Volleyball Team Competed in Hijab For Their First Olympic Game. Time, 8. August 2016, abgerufen am 24. Juni 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Christoph Becker: Volleyball in Iran: Die Hälfte der Freiheit. Frankfurter Allgemeine Zeitung, abgerufen am 25. Juni 2019.</ref>

Spielerinnen weisen darauf hin, dass der Bikini der Vermarktung förderlich ist<ref>"Wenn die Männer so missbraucht werden wollen..." beach-volleyball.de, 3. Januar 2012, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 10. Juni 2019.@1@2Vorlage:Toter Link/www.beach-volleyball.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref><ref>Ästhtetik der Frauenkörper lockt zum Beachvolleyball. Welt online, 22. März 2012, abgerufen am 24. Juni 2019.</ref> und dass die Athletinnen in anderen Sportarten wie Leichtathletik und Schwimmen auch knappe, enganliegende Kleidung tragen.<ref name="Höschen">Beachvolleyball bei Olympia: Nerven die knappen Höschen? Bento, 9. August 2016, abgerufen am 10. Juni 2019.</ref> Einige Spielerinnen vermarkten erotische Fotos.<ref name="Emanzipation" /><ref>Beach-Queens hautnah. Fit for fun, abgerufen am 10. Juni 2019.</ref>

Im März 2012 änderte die FIVB aus Rücksicht auf religiöse Einschränkungen die Kleidungsvorschriften für die Spielerinnen. Diese dürfen seitdem neben den bisher üblichen Bikinis auch Shorts tragen, die mindestens drei Zentimeter oberhalb des Knies enden müssen.<ref name="Uniform" />

Bei den Olympischen Spielen 2016 erhielt das Thema bei einem Vorrundenspiel internationale Aufmerksamkeit, als das deutsche Duo Ludwig/Walkenhorst in den üblichen Bikinis auf die mit langer Kleidung angetretenen Ägypterinnen el-Ghobashy/Meawad traf.<ref>Bei Olympia treffen Welten aufeinander. FAZ, 10. August 2016, abgerufen am 24. Juni 2019.</ref><ref name="Time" />

Freizeitsport

Datei:Eilenburg 1050-Jahrfeier Festwiese Beachvolleyball6.jpg
Freizeitturnier in Eilenburg

Beachvolleyball galt seit seiner Entstehung an den Stränden der USA lange Zeit als Trend- oder Freizeitsport. Heute wird der Sport sowohl von Profis als auch von zahlreichen Amateuren ausgeübt. Bei Freizeitturnieren werden die Regeln oft gelockert. So können bei manchen Turnieren zum Beispiel mehr als zwei Spieler pro Team antreten und es gibt gemischte Teams aus Männern und Frauen. Außerdem werden die Regeln bezüglich einer sauberen Technik nicht so streng gesehen. Seit 2007 veranstalten die Fanclubs der deutschen Volleyball-Bundesliga jährlich eine Meisterschaft als Beachvolleyball-Turnier.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />XII. Deutsche Meisterschaft der Volleyball-Fanclubs. (Memento vom 12. August 2020 im Internet Archive) fanclub-dm.de, Bluebears e. V., abgerufen am 25. Juni 2019.</ref>

Beachvolleyball wird beim Urlaub am Strand oder als Freizeitbeschäftigung gespielt. Auch in Innenstädten, die weit vom Meer entfernt liegen, entstehen Spielfelder.<ref>Übersicht von Beachvolleyball-Anlagen. beach-volleyball.de, abgerufen am 25. Juni 2019.</ref> In manchen Städten gibt es auch Indoor-Anlagen zum Training im Winter oder bei schlechtem Wetter.

Verwandte Sportarten

Snowvolleyball

Datei:Team Adler-Richter.jpg
Spieler beim Snowvolleyball

Als Gegenstück zum Beachvolleyball im Sommer entstand die Wintersportart Snowvolleyball. Sie wird auf Schnee statt Sand und mit drei statt zwei Spielern gespielt. Die ersten Turniere gab es 2008 in Österreich. 2016 fand die erste Turnierserie der CEV statt und 2018 gab es die erste deutsche Meisterschaft und die erste Europameisterschaft. Snowvolleyball soll als Teil der Olympischen Winterspiele in Zukunft eine olympische Sportart werden.

Footvolley

In den 1960er Jahren entstand an den Stränden Brasiliens ein neuer Trendsport. Footvolley kombiniert Beachvolleyball und Fußball. 2003 wurde der erste deutsche Verband gegründet. Seitdem bemühen sich die Aktiven um eine Professionalisierung ihrer Sportart.

Literatur / DVDs

  • Jörg Ahmann: Beach-Volleyball-Taktik für Gewinner. 2. Auflage. Neuer Sportverlag, Stuttgart 2017, ISBN 978-3-938023-00-6.
  • Jörg Ahmann: Beach-Volleyball-Übungen für Gewinner. 2. Auflage. Neuer Sportverlag, Stuttgart 2017, ISBN 978-3-944526-67-6.
  • Markus Hederer, Christian Kolb: Beach-Volleyball. Training – Technik – Spielspaß. Pietsch, 2004, ISBN 3-613-50464-2.
  • Karch Kiraly, Byron Shewman: The Sand Man: An Autobiography. Renaissance Books, 1999, ISBN 1-58063-054-5. (englisch)
  • Christina Koch, Markus Tilp: Beach Volleyball Techiniques and Tactics: A comparison of male and female playing characteristics. (englisch) In: Kinesiology. Band 41, Nr. 1, 2009, S. 52–59. (PDF)
  • Rüdiger Naffin: Beach-Volleyball für Anfänger und Fortgeschrittene. Neuer Sportverlag, Stuttgart 2005, ISBN 3-938023-07-4.
  • Jörg Schlockermann, Frank Mackerodt: Beachvolleyball. Rowohlt, Reinbek 2000, ISBN 3-499-19485-6.
  • Volleyball-Magazin. Philippka-Sportverlag, Münster, ISSN 1610-336X.
  • Max Hauser: Beachvolleyball-Training | Übungen für mehr Spaß und Erfolg im Sand. DVD 2015.
  • Laura Ludwig, Kira Walkenhorst: Ludwig / Walkenhorst – Der Weg zu Gold. DVD. 2016, OCLC 1073762989.

Weblinks

Portal: Volleyball – Übersicht über Wikipedia-Inhalte zum Thema Hallen- und Beachvolleyball
Commons: Beachvolleyball – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Beachvolleyball – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Allgemeine Informationen

Daten

Verbände

Live-Übertragungen und Video-on-Demand

Einzelnachweise

<references responsive > <ref name="FIVBCovid">FIVB announce changes to the beach volleyball calendar in May. FIVB, 20. März 2020, abgerufen am 21. Mai 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> </references>

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