Zum Inhalt springen

Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft
– LfL –
colspan="2" class="notheme" style="padding: 1em 0; text-align: center; background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#202122;" | Logo
Staatliche Ebene Land
Stellung Mittelbehörde
Aufsichtsbehörde Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus
Gründung 1. Januar 2003
Hauptsitz Campus Freising-Weihenstephan
Behördenleitung Stephan Sedlmayer
Bedienstete ca. 1.100<ref>Jahresbericht 2017 „Schwerpunktthema Digitalisierung“ abgerufen am 26. März 2018.</ref>
Netzauftritt www.lfl.bayern.de

Die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) ist eine Landesbehörde im Geschäftsbereich des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus (StMELF) mit Sitz am Campus Weihenstephan in Freising. Sie ist eine diesem Staatsministerium unmittelbar nachgeordnete Behörde und versteht sich als das Wissens- und Dienstleistungszentrum für die Landwirtschaft in Bayern, was sie unter dem Slogan „forschen, fördern, bilden“ zusammenfasst.

Die LfL unterhält mehrere Standorte in ganz Bayern. Neben ihrem Hauptsitz in Freising hat die Behörde unter anderem Standorte in Grub-Poing, München und Ruhstorf a.d.Rott.

Geschichte

Die Landesanstalt für Landwirtschaft wurde zum 1. Januar 2003 errichtet. In ihr gingen sechs bis dahin eigenständige Landesanstalten und drei Versuchsgüterverwaltungen (Achselschwang, Freising und Grub) auf. Die sechs Vorgänger-Landesanstalten waren die Landesanstalt für Bodenkultur und Pflanzenbau, die Landesanstalt für Tierzucht, die Landesanstalt für Ernährung, die Landesanstalt für Betriebswirtschaft und Agrarstruktur, die Landesanstalt für Landtechnik sowie die Landesanstalt für Fischerei. Die LfL wurde zum Zeitpunkt ihrer Gründung in zehn Institute und fünf Abteilungen unterteilt.<ref name=":3">Jahresbericht 2003. In: lfl.bayern.de. Abgerufen am 1. Januar 2026.</ref>

Zum 1. Januar 2004 erfolgte die Eingliederung von fünf Lehr- und Versuchsanstalten für Tierhaltung (Almesbach, Kringell, Schwarzenau, Spitalhof und Achselschwang), zwei Lehr- und Versuchsanstalten für Milchwirtschaft sowie dem Haupt- und Landgestüt Schwaiganger.<ref name=":3" /> Diese wurden zunächst in der Abteilung „Lehr-, Versuchs- und Fachzentren“ (LVFZ) zusammengefasst.<ref name=":4">Jahresbericht 2004. In: lfl.bayern.de. Juli 2005, abgerufen am 1. Januar 2026.</ref> Aus sieben der Lehr-, Versuchs- und Fachzentren gingen zum 1. Januar 2020 die Bayerischen Staatsgüter (BaySG), ein Staatsbetrieb mit 25 Standorten, hervor.<ref>Bayerische Staatsgüter gehen an den Start – Bayerisches Landesportal. In: bayern.de. Bayerische Staatsregierung, 30. Dezember 2019, abgerufen am 1. Januar 2026.</ref>

Erster Präsident der Landesanstalt war Hans Schön.<ref name=":4" /> Nach seinem Tod 2004 wurde Jakob Opperer ab August 2005 der zweite Präsident, der die Landesanstalt aufbaute und weiterentwickelte.<ref>Jahresbericht 2005. In: lfl.bayern.de. April 2006, abgerufen am 1. Januar 2026.</ref> Seit 1. November 2020 steht Stephan Sedlmayer an der Spitze der LfL.

Aufgaben

Foto einer Orientierungstafel mit insgesamt 20 Liegenschaften der Landesanstalt, die einzelnen Abteilungen und Instituten der LfL zugeordnet sind.
Orientierungstafel für die Gebäude der LfL (Lange Point)

Die Landesanstalt ist auf den Gebieten der Agrarökologie, des Pflanzenbaus, des Pflanzenschutzes, der Tierzucht, der Tierernährung, der Fischerei, der Landtechnik und Tierhaltung, der Ernährung und der Agrarökonomie tätig. Sie betreibt in diesen Bereichen anwendungsorientierte Forschung, ferner obliegen ihr die Durchführung von Versuchen und Modellvorhaben sowie Bestandsaufnahmen und Langzeitbeobachtungen. Ihr Tätigkeitsfeld umfasst die Erarbeitung von fachlichen Grundlagen für agrarpolitische Entscheidungen sowie die Erstellung von fachlichen Grundlagen und Standards für die Landwirtschaftsverwaltung und -beratung. Ein weiterer Aufgabenbereich liegt in der beruflichen Bildung in einzelnen landwirtschaftlichen Berufen.

Der Landesanstalt obliegen ferner Vollzugsaufgaben im landwirtschaftlichen Fachrecht sowie die Koordinierung und Steuerung der Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten im Vollzug des Rechts der pflanzlichen und tierischen Erzeugung und der Milchquotenregelung.

Im Rahmen ihrer Aufgaben arbeitet die Landesanstalt mit vergleichbaren Einrichtungen, Universitäten, Fachhochschulen, Behörden und Institutionen sowie Verbänden, Organisationen und Unternehmen der Wirtschaft zusammen und wirkt in nationalen und internationalen Gremien mit.

Der Bayerische Oberste Rechnungshof kritisierte 2015 die Hopfenzüchtung und -forschung durch die Landesanstalt. Diese liegen ganz überwiegend im Interesse der Brau- und Hopfenwirtschaft und seien keine originäre staatliche Aufgabe. Zumindest solle sich die Brau- und Hopfenwirtschaft angemessen an den Kosten der Hopfenzüchtung und -forschung beteiligen.<ref>ORH-Bericht 2015: Hopfenzüchtung und -forschung durch den Staat, abgerufen am 31. März 2015.</ref>

Dienstleistungen und Beratungen

Wissenstransfer aus der Forschung in die Praxis
forschen, fördern, bilden
Die LfL ist in der angewandten Forschung aktiv, konkret vernetzt die LfL die verschiedenen Forschungsdisziplinen (Boden, Pflanze, Tier, Markt sowie Ökologie und Ökonomie) und erarbeitet fachübergreifendes Wissen. Die Forschungsergebnisse der LfL münden in praxistaugliche Lösungen und Strategien, es erfolgt eine enge Abstimmung mit Praktikern, Verbänden, anderen Forschungseinrichtungen und Behörden.
Aus dieser Zusammenarbeit bietet die LfL für ihre Zielgruppen lösungsorientierte Anwendungen und EDV-Programme, Monitoring, Prognosen und Warndienste, Ergebnisse von Sortenversuchen und detaillierte Informationen.
Monitoring und Warndienst
Die Empfehlungen des amtlichen Pflanzenschutzwarndienstes in Bayern basieren auf Monitoringprogrammen, die das Auftreten von Krankheiten und Schädlingen erfassen und auf Prognosemodellen, die deren Infektionsrisiko oder Ausbreitung berechnen.
Hinweise zum regionalen Auftreten von Krankheiten und Schädlingen, Tipps zu Pflanzenbau und Pflanzenschutz sowie den lokalen Ansprechpartner für produktionstechnische Fragen erhält man bei den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (mit dem Fachzentrum Pflanzenbau) in der Nähe.
AgrarMeteorologie Bayern
Die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft bietet mit dem Agrarmeteorologischen Messnetz aktuelle Wetterdaten für Bayern sowie Prognosen und Monitoring-Programme für die Landwirtschaft, den Wein- und Gartenbau sowie die Bienenzucht. Darüber hinaus findet der Besucher dort einen Bewässerungsservice und eine Wettervorhersage.
Sortenversuche und -beratung
Die Forschung zu Züchtung und Qualität von Pflanzen ist eine zentrale Aufgabe der LfL. Wir unterstützen Landwirte und Berater mit einer Sortenberatung fast aller Kulturen. Eigens durchgeführte Versuche sind die Basis.
Notifizierung
Laborunternehmen, die im Bereich von Klärschlamm und Bioabfall Analysen durchführen, müssen ein Notifizierungsverfahren durchlaufen. Das Verfahren umfasst alle Schritte von der Probenahme über die Durchführung der Analysen bis zur Erstellung der Ergebnisberichte. AQU ist die Notifizierungsstelle nach Abfallrecht für Bayern.
Interaktive Anwendungen
Die LfL stellt den Landwirten und der Landwirtschafts-Beratung sowie allen Bürgerinnen und Bürgern eine Reihe kostenloser EDV-Programme, Kalkulationsdaten und Hintergrundinformationen zur Kalkulation der Wirtschaftlichkeit landwirtschaftlicher Produktionsverfahren zur Verfügung.

Organisation

Leitung

Foto eines Gebäudes mit Glasfassade
Sitz des Präsidenten im Institutsgebäude Lange Point 12 in Freising

Die Landesanstalt wird von einem Präsidenten geleitet und nach außen vertreten. Unterstützt wird er von zwei Vizepräsidenten und dem Präsidialbüro. Der Vizepräsident Ressourcen (Michael Elsinger) koordiniert die Planung, Bereitstellung, Überwachung und Nachweisführung von Stellen und Haushaltsmitteln der Landesanstalt und übernimmt die Vertretung des Präsidenten. Die Vizepräsidentin Wissen (Annette Freibauer) koordiniert die inhaltliche Schwerpunktsetzung der Landesanstalt und überwacht deren Einhaltung.<ref name=":5" /><ref>Über uns – Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft. In: lfl.bayern.de. Abgerufen am 19. Januar 2026.</ref>

Zum Präsidium gehören neben dem Präsidenten und den Vizepräsidenten auch zwei weitere Mitglieder, die aus den Reihen der Institutsleitungen bzw. der Leitung des KErn ins Präsidium berufen werden.<ref name=":5" />

Institute

Die Landesanstalt gliedert sich in mehrere fachlich eigenständige Institute.

Institut für Agrarökologie und Biologischen Landbau (IAB)

Foto eines Gebäudes mit Glasfassade. Im Vordergrund eine Tafel mit der Aufschrift „Lange Point 12“
Lange Point 12, Institutsgebäude mit Tafel

Das Institut für Agrarökologie und Biologischen Landbau (IAB) ist in den Bereichen Agrarökologie, Biologischer Landbau, Bodenkultur, Pflanzenernährung und Landschaftspflege tätig. Es erforscht dabei unter anderem Methoden zur standortgerechten Landbewirtschaftung und Pflege der Kulturlandschaft. Dem Institut obliegen zudem Hoheitsaufgaben im Bereich des Bodenschutzes und der Düngung. Der Hauptsitz von IAB ist in Freising.<ref>Über uns – Institut für Agrarökologie und Biologischen Landbau (IAB). In: lfl.bayern.de. Abgerufen am 4. Juli 2025.</ref>

Das Institut für Agrarökologie und Biologischen Landbau ist in vier Arbeitsbereiche untergliedert:<ref>Organisationsübersicht – Institut für Agrarökologie und Biologischen Landbau (IAB). In: lfl.bayern.de. Abgerufen am 4. Juli 2025.</ref>

  • IAB 1 – Bodenschutz und Bodenfruchtbarkeit
  • IAB 2 – Düngung, Nährstoffflüsse und Gewässerschutz
  • IAB 3 – Kompetenzzentrum Ökolandbau
  • IAB 4 – Kulturlandschaft und Biodiversität

Institut für Agrarökonomie (IBA)

Das Institut für Agrarökonomie (IBA) ist mit der Erarbeitung, Aufbereitung und Darstellung von ökonomischem Entscheidungswissen in der Land- und Ernährungswirtschaft betraut. Die Hauptstandorte des Instituts liegen an der Menzinger Str. 54 in München sowie in Ruhstorf an der Rott.<ref name="iba">Über uns – Institut für Agrarökonomie. In: lfl.bayern.de. Abgerufen am 4. Juli 2025.</ref>

Das Institut für Agrarökonomie ist in fünf Arbeitsbereiche untergliedert:<ref name="iba" />

Institut für Fischerei (IFI)

Das Institut für Fischerei (IFI) betreibt Forschung und Ausbildung im Fischereiwesen. Im Rahmen dessen führt das Institut unter anderem die staatliche Fischerprüfung in Bayern durch. Es soll zudem wirtschaftlich und ökologisch nachhaltige Strategien zur Fischproduktion entwickeln. Die IFI-Standorte sind Starnberg, Nonnenhorn und Höchstadt an der Aisch.<ref>Über uns - Institut für Fischerei. In: lfl.bayern.de. Abgerufen am 4. Juli 2025.</ref>

Das Institut für Fischerei ist in fünf Arbeitsbereiche untergliedert:<ref>Organisationsübersicht – IFI. In: lfl.bayern.de. Abgerufen am 4. Juli 2025.</ref>

  • IFI 1 – Fluss- und Seenfischerei
  • IFI 2 – Karpfenteichwirtschaft
  • IFI 3 – Forellenteichwirtschaft
  • IFI 4 – Intensive Aquakultur
  • IFI 5 – Aus- und Fortbildung

Institut für Landtechnik (ILT)

Datei:LfL Landtechnik 01.jpg
Bulldog vor alten Landtechnikgebäuden – Symbol der Mechanisierung
Datei:LfL Landtechnik 05.jpg
Gebäude der alten Landtechnik an der Vöttinger Straße

Das Institut für Landtechnik (ILT) forscht in den Bereichen der Automatisierung, Mechanisierung und Digitalisierung im Bereich der Landwirtschaft. Zu den Schwerpunkten gehören die Agrarsystemtechnik und die Umwelttechnik. Das Institut hat seine Standorte an der Vöttinger Straße in Freising und in Ruhstorf an der Rott.<ref name=":2">Über uns – Institut für Landtechnik. In: lfl.bayern.de. Abgerufen am 1. Juli 2025.</ref>

Das Institut für Landtechnik ist in vier Arbeitsbereiche untergliedert:<ref name=":2" />

  • ILT 1 – Verfahrenstechnik im Pflanzenbau
  • ILT 2 – Umwelttechnik in der Landnutzung
  • ILT 3 – Technische Arbeitsgruppe – Mechatronik
  • ILT 4 – Digitalisierung

Bis Juni 2025 hieß das Institut noch „Institut für Landtechnik und Tierhaltung“. Das frühere ILT-Arbeitsgebiet Tierhaltung ging im Juli 2025 im Institut für Tierhaltung und Futterwirtschaft (ITF) auf.<ref name=":1" />

Institut für Pflanzenschutz (IPS)

Das Institut für Pflanzenschutz der LfL ist das Kompetenzzentrum für den Pflanzenschutz in Bayern und für den Vollzug des Pflanzenschutzgesetzes zuständig. Die Leitung des Instituts für Pflanzenschutz (IPS) befindet sich im Gebäude „Lange Point 10“, im Nordteil des Campus Freising-Weihenstephan.

Leitung: Jakob Maier

  • An der „Kreuzbreite 2“ in Freising sitzt ein Teil des Instituts für Pflanzenschutz:
    • Arbeitsgruppe Grundsatzfragen Pflanzenschutz (IPS 1a),
    • Amtliche Mittelprüfung (IPS 1c),
    • Anwendungstechnik, amtliche Geräteprüfung (IPS 1d).
  • An der „Kreuzbreite 4“ in Freising sitzen
    • ein Teil des Arbeitsbereiches Allgemeiner Pflanzenschutz (IPS 1),
    • ein Teil des Arbeitsbereiches Spezieller Pflanzenschutz (IPS 3),
    • sowie die Arbeitsgruppe Krankheiten, Schädlinge im Gartenbau (IPS 3d).
  • An der „Langen Point 10“ in Freising sitzen die
    • Leitung
    • und die übrigen Arbeitsbereiche des Instituts für Pflanzenschutz (IPS 2a, IPS 2b, IPS 2c, IPS 2d, 2e, 3a, 3b, 3c, 4a, 4b, 4c)

Ferner gibt es noch den

  • Standort „Grub-Poing“ („Prof.-Zorn-Straße 19“ in 85586 Grub-Poing). Dort befinden sich
    • die Arbeitsgruppe „Bekämpfung des Asiatischen Laubholzbockkäfers“ (ALB) (IPS 4d)
    • und die Versuchsstation Grub.

Weitere Mitglieder der Arbeitsgruppe Bekämpfung des Asiatischen Laubholzbockkäfers sitzen an Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.

Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung (IPZ)

Das Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung (IPZ) beschäftigt sich mit pflanzenbaulichen Fragestellungen in Bayern. Es übernimmt Forschungs-, Versuchs- und Beratungstätigkeiten sowie Aufgaben im Hoheitsvollzug.<ref>Über uns – Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung. In: lfl.bayern.de. Abgerufen am 31. März 2026.</ref> Das Institut ist unter anderem an der Standorten Freising, Ruhstorf an der Rott und Wolnzach vertreten.

Das Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung ist in sechs Arbeitsbereiche untergliedert:<ref>Organisationsübersicht – IPZ. In: lfl.bayern.de. Abgerufen am 31. März 2026.</ref>

Das Hopfenforschungszentrum Hüll ist eine gemeinsame Einrichtung der LfL und der Gesellschaft für Hopfenforschung e. V. Das Forschungszentrum ist im Ortsteil Hüll von Wolnzach im Zentrum der Hallertau angesiedelt ist.<ref>Hopfenforschungszentrum Hüll. In: lfl.bayern.de. Abgerufen am 31. März 2026.</ref>

Im unterfränkischen Schwarzenau ist das Forschungszentrum für Landwirtschaft in Trockenlagen (FLT) verortet. Dort werden Feldfrüchte auf ihre Toleranz gegenüber lang anhaltender Trockenheit getestet und neue Kulturen wie Hirse, Sesam und Erdnüsse aus eigentlich wärmeren Anbauregionen auf ihre Eignung für den Ackerbau in Bayern zu prüfen.<ref>Aufbau eines Forschungszentrums für Landwirtschaft in Trockenlagen in Nordbayern. In: lfl.bayern.de. Abgerufen am 31. März 2026.</ref>

Institut für Qualität in der Ernährungswirtschaft (IQE)

Das Institut für Qualität in der Ernährungswirtschaft (IQE) ging zum 1. Oktober 2024 aus dem früheren Institut für Ernährungswirtschaft und Märkte (IEM) hervor. Am Institut sind wesentliche hoheitliche Aufgaben gebündelt. Der Hauptstandort des Instituts liegt an der Menzinger Str. 54 in München.<ref name="iqe">Über uns – Institut für Qualität in der Ernährungswirtschaft (IQE). In: lfl.bayern.de. Abgerufen am 22. November 2024.</ref>

Das Institut für Qualität in der Ernährungswirtschaft ist in vier Arbeitsbereiche untergliedert:<ref name="iqe" />

  • IQE 1 – Kontrollen Marktordnungen
  • IQE 2 – Systemkontrollen
  • IQE 3 – Kontrollen EU-Öko-Verordnung
  • IQE 4 – Fachrechtskontrollen

Institut für Tierhaltung, Tierernährung und Futterwirtschaft (ITF)

Das Institut für Tierhaltung und Futterwirtschaft (ITF) wurde zum 1. Juli 2025 gegründet. Es ging aus dem Institut für Tierernährung und Futterwirtschaft (ITE) und dem Arbeitsgebiet Tierhaltung aus dem früheren Institut für Landtechnik und Tierhaltung (ILT) hervor. Der Forschungsschwerpunkt des Instituts liegt auf der Haltung und Fütterung von Nutztieren wie Rindern, Schweinen und Geflügel. Der Hauptstandort des Instituts liegt in Grub.<ref name=":1">Institut für Tierhaltung, Tierernährung und Futterwirtschaft. In: lfl.bayern.de. Abgerufen am 1. Juli 2025.</ref>

Das Institut ist in vier Arbeitsbereiche untergliedert:<ref>LfL-Organigramm. In: lfl.bayern.de. 15. Juli 2025, abgerufen am 18. Juli 2025.</ref>

  • ITF 1 – Bauwesen und Tierverhalten
  • ITF 2 – Futterwirtschaft und Grünlandnutzung
  • ITF 3 – Schweine und Geflügel
  • ITF 4 – Rinder, kleine Wiederkäuer und Pferde

Institut für Tierzucht (ITZ)

Das Institut für Tierzucht (ITZ) forscht in verschiedenen Bereichen der Tierzüchtung und erfüllt hoheitliche Aufgaben wie den Vollzug der gesetzlichen Vorgaben in der landwirtschaftlichen Tierzucht. Zu den Forschungsschwerpunkten des Instituts zählen die Leistungsprüfung und die Zuchtwertschätzung. Der Hauptstandort des Instituts befindet sich in Grub.<ref>Über uns – Institut für Tierzucht. In: lfl.bayern.de. Abgerufen am 14. April 2025.</ref> Weitere Standorte sind München-Riem und Ruhstorf an der Rott.<ref>Zuchtleitung. In: lfl.bayern.de. Abgerufen am 14. April 2025.</ref>

Das Institut für Tierzucht ist in vier Arbeitsbereiche untergliedert:<ref>Organisationsübersicht – ITZ. In: lfl.bayern.de. Abgerufen am 14. April 2025.</ref>

  • ITZ 1 – Leistungsprüfung, übertragene Aufgaben
  • ITZ 2 – Zuchtleitung
  • ITZ 3 – Quantitative Genetik
  • ITZ 4 – Experimentelle Tierzuchtforschung

Kompetenzzentrum für Ernährung (KErn)

Datei:Kompetenzzentrum Ernährung.jpg
Das KErn in der LfL – Lange Point

Das Kompetenzzentrum für Ernährung (KErn) wurde im Herbst 2011 als eigenständige Einrichtung gegründet.<ref>Bayerischer Agrarbericht 2012. In: Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Juni 2012, abgerufen am 9. Juni 2025.</ref> Mittlerweile ist es den Instituten der LfL gleichgestellt.<ref name=":5">Geschäftsordnung für die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfLGO). In: gesetze-bayern.de. Abgerufen am 19. Januar 2026.</ref> Zu den Aufgaben des Kompetenzzentrums zählt es, Informationen aus Wissenschaft und Praxis aus dem Bereich der Ernährung zusammenzuführen. Das KErn ist an den Standorten Freising und Kulmbach angesiedelt.<ref name=":0">Über das KErn. In: kern.bayern.de. Abgerufen am 9. Juni 2025.</ref>

Das Kompetenzzentrum für Ernährung ist in drei Bereiche untergliedert:<ref>Organisation. In: kern.bayern.de. Abgerufen am 8. Juni 2025.</ref>

  • Ernährungswissen und Innovation
  • Ernährungsbildung und Gemeinschaftsverpflegung
  • Ernährungswirtschaft und Genuss

Am KErn ansässig ist zudem ist der Cluster Ernährung, der Akteure aus Landwirtschaft, Ernährungshandwerk, Ernährungswirtschaft, Wissenschaft und Lebensmittelhandel zusammenbringen soll.<ref name=":0" />

Abteilungen der LfL

Neben den Instituten gehören vier Abteilungen zur Landesanstalt für Landwirtschaft.

  • Abteilung Berufliche Bildung (ABB): Die Abteilung soll sicherstellen, dass die Ausbildung einschließlich der Meisterfortbildung in den Agrarberufen Milchtechnologe/in, Milchwirtschaftliche/r Laborant/in, Pferdewirt/in, Fischwirt/in und Tierwirt/in (ohne Imkerei) sowie die Fortbildung als Fachagrarwirt/in Erneuerbare Energien-Biomasse, Fachagrarwirt/in Besamungswesen und Fachagrarwirt/in Leistungs- und Qualitätsprüfungen in der Tierproduktion gesetzeskonform und auf hohem Niveau erfolgt.<ref>Über uns – Abteilung Berufliche Bildung. In: lfl.bayern.de. Abgerufen am 20. Mai 2025.</ref> Zur Abteilung gehören zwei Lehr-, Versuchs- und Fachzentren (LVFZ): Das LFVZ für Molkereiwirtschaft in Kempten und das LFVZ für Milchanalytik in Triesdorf.<ref>Lehr-, Versuchs- und Fachzentrum für Molkereiwirtschaft Kempten. In: lfl.bayern.de. Abgerufen am 1. Januar 2026.</ref><ref>Lehr-, Versuchs- und Fachzentrum für Milchanalytik Triesdorf. In: lfl.bayern.de. Abgerufen am 1. Januar 2026.</ref>
  • Abteilung Informationsmanagement (AI): Die Abteilung ist für die strategische Ausrichtung und die Steuerung des IuK-Einsatzes an der Landesanstalt, den Betrieb der IuK-Infrastruktur im Bayerischen Behördennetz und für die IT-Arbeitsplatzausstattung zuständig.<ref>Über uns – Abteilung Informationsmanagement. In: lfl.bayern.de. Abgerufen am 20. Mai 2025.</ref>
  • Abteilung Laboranalytik (AL): Die Abteilung unterstützt mit ihren chemischen und mikrobiologischen Analysen die Institute der LfL bei Versuchsvorhaben und Forschungsprojekten sowie beim Vollzug von Hoheitsaufgaben. Die Daten dienen der staatlichen Beratung und der Wirtschaftskreise, vor allem in den Bereichen Qualitätssicherung und Umweltschutz. Des Weiteren besteht eine Zusammenarbeit mit den Selbsthilfeeinrichtungen der bayerischen Landwirtschaft (LKP, LKV).<ref>Über uns – Abteilung Laboranalytik. In: lfl.bayern.de. Abgerufen am 14. April 2024.</ref>
  • Abteilung Verwaltung (AV): Die Abteilung bearbeitet die internen Verwaltungsvorgänge an der LfL. Sie ist in die fünf Sachgebiete „Zentraler Servicebereich“, „Personal“, „Betriebswirtschaftliche und finanzielle Steuerung“, „Allgemeine Rechtsangelegenheiten und Recht der Ernährungswirtschaft“ sowie „Bußgeldverfahren und Recht der pflanzlichen und tierischen Erzeugung“ gegliedert.<ref>Über uns – Abteilung Verwaltung. In: lfl.bayern.de. Abgerufen am 20. Mai 2025.</ref>

Standorte der LfL

Die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft hat Standorte in Freising, Grub (Gemeinde Poing), Höchstadt an der Aisch, Hüll (Markt Wolnzach), Kempten, Kitzingen, Kulmbach, München, Nonnenhorn, Ruhstorf an der Rott, Schwarzenau (Markt Schwarzach am Main), Starnberg, Triesdorf (Markt Weidenbach) und Wolnzach.<ref>LfL: Standorte und Anfahrt. In: lfl.bayern.de. Abgerufen am 8. Juni 2025.</ref>

Freising

Datei:LfL Verwaltungsbau 02.jpg
Sitz der Verwaltung der LfL an der Vöttinger Straße 38, Freising

In Freising verteilt sich die LfL auf Standorte auf mehrere Adressen am Campus Freising-Weihenstephan:

  • Am Gereuth 2, 4, 6 und 8: Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung (IPZ), Institut für Pflanzenschutz (IPS) und Kompetenzzentrum für Ernährung (KErn)
  • Am Staudengarten 3: Institut für Landtechnik (ILT)
  • Kreuzbreite 2 und 4: Institut für Pflanzenschutz (IPS)
  • Lange Point 4, 6, 10 und 12: Präsident, Präsidium, Präsidialbüro, Institut für Agrarökologie und Biologischen Landbau (IAB), Institut für Pflanzenschutz (IPS), Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung (IPZ), Abteilung Laboranalytik und Abteilung Informationsmanagement (AI)
  • Vöttinger Straße 36 und 38: Abteilung Verwaltung (AV), Abteilung Berufliche Bildung (ABB), Institut für Landtechnik (ILT)
  • Weihenstephaner Berg 4: Institut für Agrarökologie und Biologischen Landbau (IAB)

Grub-Poing

Datei:GrubGebäude Poing-01.JPG
LfL in Grub

Am Standort Grub-Poing sind das Institut für Tierzucht (ITZ), das Institut für Tierhaltung, Tierernährung und Futterwirtschaft (ITF), das Institut für Landtechnik (ILT), das Institut für Pflanzenschutz (IPS), das Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung (IPZ) sowie die Abteilung Laboranalytik (AL) beheimatet.

München

Am Standort „Menzinger Str. 54“ in München ist die LfL mit dem Institut für Agrarökonomie (IBA), dem Institut für Qualität in der Ernährungswirtschaft (IQE) und der Abteilung Verwaltung (AV) vertreten.

Ruhstorf an der Rott

Die LfL ist in Ruhstorf an der Rott im Ortsteil Kleeberg (Kleeberg 14) sowie an der Hans-Loher-Straße 32 ansässig. Vertreten sind dort die Stabsstelle Ruhstorf, das Institut für Agrarökologie und Biologischen Landbau (IAB), das Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung (IPZ), das Institut für Pflanzenschutz (IPS), das Institut für Landtechnik und Tierhaltung (ILT), das Institut für Agrarökonomie (IBA), das Institut für Tierzucht (ITZ) und die Abteilung Informationsmanagement (AI).

Weitere Standorte

  • Höchstadt an der Aisch, Greiendorfer Weg 8: Institut für Fischerei (IFI)
  • Hüll: Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung (IPZ)
  • Kempten, Auf dem Bühl 84: Lehr-, Versuchs- und Fachzentrum für Molkereiwirtschaft Kempten (LVFZ Kempten)
  • Kitzingen, Mainbernheimer Str. 101: Abteilung Berufliche Bildung (ABB)
  • Kulmbach, Hofer Straße 20: Kompetenzzentrum für Ernährung (KErn)
  • München-Riem, Landshamer Straße 11: Institut für Tierzucht (ITZ)
  • Nonnenhorn, Im Paradies 7: Institut für Fischerei (IFI)
  • Schwarzenau: Institut für Tierhaltung, Tierernährung und Futterwirtschaft (ITF) und Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung (IPZ)
  • Starnberg, Weilheimer Str. 8: Institut für Fischerei (IFI)
  • Triesdorf, Steingruberstr. 10: Lehr-, Versuchs- und Fachzentrum für Milchanalytik Triesdorf (LVFZ Triesdorf) und Institut für Qualität in der Ernährungswirtschaft (IQE)
  • Wolnzach, Kellerstr. 1: Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung (IPZ)

Weblinks

Commons: Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein