Baumüller (Unternehmen)
| Baumüller Nürnberg GmbH
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| colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Baumueller.svg | |
| Rechtsform | GmbH |
| Gründung | 1930 |
| Sitz | Nürnberg, Datei:Flag of Germany.svg Deutschland |
| Leitung |
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| Mitarbeiterzahl | 1800 (2026/27) |
| Umsatz | 310 Mio. Euro (2023/24) |
| Branche | Automatisierungs- und Antriebssysteme |
| Website | www.baumueller.com |
| Stand: 4. August 2025 | |
Die Baumüller Nürnberg GmbH ist einer der führenden Hersteller elektrischer Automatisierungs- und Antriebssysteme mit Stammsitz in Nürnberg.<ref>Weltmarktführer nach Branchen: Baumüller. In: weltmarktfuehrerindex.de. Abgerufen am 9. Oktober 2025.</ref>
Geschichte
Das Unternehmen wurde 1930 vom Ingenieurkaufmann Adam Baumüller unter dessen Namen gegründet. Als Geschäftsfelder wurden dabei die Herstellung und der Großhandel mit elektrischen Apparaten, der Großhandel mit gebrauchten Elektromotoren und Maschinen sowie eine Reparaturwerkstatt angegeben.<ref>Deutscher Reichsanzeiger und preußischer Staatsanzeiger vom 31. Dezember 1930, Seite 4, abgerufen über deutsche-digitale-bibliothek.de am 14. Januar 2025, Direktlink.</ref> 1935 wurde das Unternehmen zur Offenen Handelsgesellschaft umgewandelt und der Elektroingenieur und Elektromaschinenbaumeister Heinrich Baumüller (1909–1973<ref>Heinz Fenzel: Die Geschichte der Firma Baumüller von 1875–2000. Abgerufen am 3. Oktober 2024.</ref>) als Gesellschafter aufgenommen.<ref>Deutscher Reichsanzeiger und preußischer Staatsanzeiger vom 6. September 1935, Seite 3, abgerufen über deutsche-digitale-bibliothek.de am 14. Januar 2025, Direktlink.</ref> 1940 firmierte das Unternehmen weiterhin unter Adam Baumüller und als Elektromotorenfabrik.<ref>Stuttgarter NS-Kurier vom 3. Februar 1940, Seite 11, abgerufen über deutsche-digitale-bibliothek.de am 14. Januar 2025, Direktlink.</ref> Während des Zweiten Weltkriegs waren in der Produktion Zwangsarbeiter aus dem Kriegsgefangenenlager Stalag XIII D in Langwasser tätig. Zwischen 1943 und Ende 1944 kamen 300 Kriegsgefangene aus Russland zum Einsatz.<ref> "Kriegs-Gefangenenlager Nürnberg-Langwasser" von Oberst a. D. Pellet, Regensburg. Stadtarchiv Nürnberg. 1949. Signatur: Stadtarchiv Nürnberg C 36/I Nr. 322 S. 367–371. Link</ref> 1973 übernahm Günter Baumüller (1940–2017) das elterliche Unternehmen und baute es zu einem internationalen Industrieunternehmen für Antriebs- und Automatisierungssysteme aus.<ref>Günter Baumüller verstorben – Nachfolge im Unternehmen frühzeitig geplant. 5. Oktober 2017, abgerufen am 23. April 2024.</ref>
Eigentümerstruktur und Anteilseigner
Die Baumüller-Gruppe befindet sich über die Baumüller Holding zu 100 % im Besitz der Geschwister Andreas Baumüller und Karin Baumüller-Söder.<ref>Die mächtige Frau an Söders Seite: Dezent im Hintergrund – doch groß im Geschäft. Focus, 28. September 2021, abgerufen am 23. April 2024.</ref>
Produkte
Baumüller ist Hersteller elektrischer Antriebs- und Automatisierungssysteme. An den Produktionsstandorten in Deutschland, Tschechien, Slowenien, Indien und China sowie in über 40 Niederlassungen weltweit entwickeln und produzieren rund 1900 Mitarbeitende intelligente Systemlösungen für den Maschinenbau und die E-Mobilität.
Das Unternehmen entwickelt und produziert:
- Elektromotoren
- Umrichter
- Steuerungs- und Regelungstechnik
- Industriekommunikation: Profibus
- Softwaretools für Antriebstechnik
- Schaltschränke, -säulen, -felder und -pulte
- Blechteile und -verkleidungen
- Kabelkonfektion
- energieeffiziente Antriebstechnik<ref>Baumüller Nürnberg GmbH, Nürnberg Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.02.2022 bis zum 31.01.2023, abgerufen über unternehmensregister.de am 17. Januar 2025.</ref>
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
Koordinaten: 49° 27′ 14″ N, 11° 6′ 52,9″ O
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