Barbexaclon
Barbexaclon ist ein Arzneistoff aus der Gruppe der Barbiturate zur Behandlung verschiedener Epilepsieformen. Chemisch betrachtet ist es eine aus Phenobarbital und Propylhexedrin bestehende salzartige Verbindung. Nach Resorption werden die Einzelkomponenten wirksam. Eine zur antiepileptischen Wirkung des Phenobarbitals additive oder synergistische Wirkung durch das Stimulans Propylhexedrin konnte im Tierversuch nicht nachgewiesen werden.<ref name="albinus">M. Albinus: Hagers Handbuch der pharmazeutischen Praxis: Stoffe E–O. Birkhäuser, 1993. S. 372.</ref> Barbexaclon ist heute obsolet<ref name="albinus" /><ref name ="berlit">P. Berlit: Therapielexikon Neurologie. Springer, 2004. S. 162.</ref> und nur in wenigen Ländern als Arzneimittel zugelassen. In Italien, der Schweiz und Österreich wurde es bis 2009 unter dem Handelsnamen Maliasin von der Pharmafirma Abbott vertrieben.<ref name="Maliasin">Fachinformation für Maliasin von ABBOTT im Arzneimittelkompendium der Schweiz – Stand Januar 2004.</ref><ref>ABDA-Datenbank (Stand: 4. Dezember 2009).</ref>
Betäubungsmittelrechtliche Vorschriften
International fällt Barbexaclon unter die Konvention über psychotrope Substanzen. In Deutschland ist es als verkehrs- und verschreibungsfähiges Betäubungsmittel eingestuft<ref>Anlage III des Betäubungsmittelgesetzes.</ref> und unterliegt – sofern nicht weniger als 300 mg Substanz (berechnet als Phenobarbital) pro Tablette oder Ampulle im Arzneimittel enthalten sind – einer gesonderten Verschreibungspflicht. Der Umgang ohne Erlaubnis oder Verschreibung ist grundsätzlich strafbar.
Einzelnachweise
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