Baldur Schönfelder
Baldur Schönfelder (* 6. Januar 1934 in Hasenthal) ist ein deutscher Bildhauer. Er ist nicht zu verwechseln mit dem naiven Thüringer Maler Baldur Schönfelder (1935–2022).
Leben
Nach dem Schulbesuch absolvierte Schönfelder von 1949 bis 1951 an der Wallendorfer Porzellanmanufaktur in Lichte eine Lehre zum Keramikmodelleur, nach deren Abschluss er bis 1952 in der Staatlichen Porzellanmanufaktur Meißen arbeitete. Von 1953 bis 1954 arbeitete er in Weißwasser in der Werkstatt von Friedrich Bundtzen, und von 1954 bis 1955 war er Assistent von Will Lammert an der Berliner Akademie der Künste. Dann studierte er bis 1960 bei Heinrich Drake, Waldemar Grzimek und Walter Howard an der Hochschule für Bildende und Angewandte Kunst in Berlin-Weißensee. Bei Grzimek war er Meisterschüler.
Seit 1962 betrieb er ein eigenes Atelier und führte bis 1970 vor allem baubezogene Auftragsarbeiten für den Magistrat von Berlin aus. U. a. schuf er eine Anzahl von Spielplastiken für Kinderspielplätze und Kinderkrippen und -Gärten.<ref>Erika Neumann (Bearbeitung): Bildende Kunst + Architektur. Katalog Teil 1 Berlin. Hrsg. Deutsche Bauakademie, Berlin, 1969, passim</ref> Von 1979 bis 1981 unterrichtete er an der Humboldt-Universität und seit 1985 war er auch Honorarprofessor an der Weißenseer Kunsthochschule.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Baldur Schönfelder und Absolventen der Kunsthochschule Berlin-Weißensee ( vom 15. Juni 2015 im Internet Archive; PDF; 3,8 MB) Plakat von der Kunstausstellung 2009</ref> Schönfelder hatte in der DDR eine große Anzahl von Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen, u. a. von 1972 bis 1988 an der VII. bis X. Kunstausstellung der DDR in Dresden.
Werke Schönfelder befinden sich u. a. in der Neuen Nationalgalerie Berlin<ref>Recherche | Staatliche Museen zu Berlin</ref>, in der Kunstsammlung der Berliner Volksbank, im Brandenburgischen Landesmuseum für moderne Kunst (vormals Museum Junge Kunst, Frankfurt/Oder) und im Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen, Magdeburg.
Weitere Werkbeispiele
Siehe auch Bildindex der Kunst & Architektur<ref>Bildindex der Kunst & Architektur - Startseite Bildindex. Abgerufen am 30. April 2026.</ref>
Die Kuratoren im Museum Junge Kunst formulieren das Credo von Schönfelder wie folgt: „Die Anwesenheit des Menschen in Gestalt seiner Abwesenheit“.<ref name="Museum">Baldur Schönfelder: AUS DEUTSCHEN GÄRTEN. kunstaspekte.art; abgerufen am 17. März 2020</ref>
- 1963: Weiblicher Akt
- 1968: Der Mensch fliegt, frei stehende Reliefwand, Bronze auf Beton, 2,70 m × 5,80 m; Guss in Lauchhammer; Berlin-Pankow, Schule an der Strauchwiese, Mendelstraße 54)<ref>Manfred; Schönfelder Thonig: Der Mensch fliegt, Reliefwand für die Schule in Pankow-Strauchwiese. 1969, abgerufen am 17. September 2022.</ref><ref>Ruth Pape, Erika Neumann (Bearbeitung): Bildende Kunst + Architektur. Katalog Teil 6, Ergänzung; Deutsche Bauakademie, Berlin, 1974, S. 120/121</ref>
- 1975: Volkstümliches Instrument<ref name="Museum" />
- 1976: Vogelbrunnen, Kupfertreibarbeit und Stahl, 1981 aufgestellt in Berlin-Fennpfuhl<ref>Kunst am Wege Website mit Bild und Kurzinformation zum Vogelbrunnen (nicht mehr aktuelle Straßennamen), abgerufen am 29. August 2011</ref>
- 1979: Verhüllter Torso<ref name="Museum" />
- 1981: Nike I (Büste, Zinn, legiert)<ref>Hans; Schönfelder Reinecke: Nike I. 1981, abgerufen am 17. September 2022.</ref>
- 1983: Drei Grazien, Bronzegruppe, Standort Kniprodestraße/Hanns-Eisler-Straße in Berlin-Prenzlauer Berg
- 1985: Sphinx<ref name="Museum" />
- 1988: Mutter Courage
- 1993: unheimliches Nähgerät<ref name="Museum" />
- 1999: Aus deutschen Gärten Werkgruppe (Die Fallen), Holz und Draht<ref name="Museum" />
- 2006: Jugendstilvase mit Trichterblumen<ref name="Museum" />
- 1966: Gestaltung von 4 Tonreliefs an der Karl-Marx-Oberschule Eberswalde
- Das Bezirksamt Pankow organisierte mit Werken von ihm und einigen seiner ehemaligen Studenten im Jahr 2009 eine Ausstellung in der Galerie Parterre.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Baldur Schönfelder und Absolventen der Kunsthochschule Berlin-Weißensee ( vom 22. Januar 2011 im Internet Archive) Kunstamt Pankow; abgerufen am 29. August 2011</ref>
Literatur
- Jutta Schmidt: Baldur Schönfelder – Bildhauer. In: Bildende Kunst, Berlin, 1970, S. 628–630
- Dörthe Lammel: Baldur Schönfelder. In: Bildende Kunst, Berlin, 1984, S. 502/503
- Schönfelder, Baldur. In: Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 848/849
Weblinks
- Werkverzeichnis Baldur Schönfelder - Kunst Archive (ARTfilo powered)
- Im Tal der alten Mutter - Pressebüro - Jens Hirsch
- Baldur Schönfelder - Südthüringer Regionalfernsehen GmbH Kurzfilm
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Schönfelder, Baldur |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Bildhauer |
| GEBURTSDATUM | 6. Januar 1934 |
| GEBURTSORT | Hasenthal |