Zum Inhalt springen

Baiocco (Münze)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Baiocco 1795.jpg
1 Baiocco von 1795
Datei:3 baiocchi.jpg
3-Baiocchi-Münze der Römischen Republik (1849)

Baiocco (auch Bajocco, Plural Baiocchi oder Bajocchi) ist eine historische Münze des Kirchenstaates. Die Herkunft des Namens ist strittig.<ref name="schrötter">Friedrich Freiherr von Schrötter (Hrsg.): Wörterbuch der Münzkunde. Berlin/Leipzig 1930, S. 54.</ref> Erstmals taucht er um 1420 in Sulmona und Sora auf, wo er die silbernen Bolognini bezeichnet. Von ihnen wurde der Name etwa um 1450 auf die päpstlichen Bolognini übertragen.<ref name="schrötter"/>

In der Regierungszeit von Papst Julius II. galten im Kirchenstaat

  • 10 Baiocchi = 60 Quattrini = 1 Giulio<ref>Helmut Kahnt: Das große Münzlexikon von A bis Z. (2005), S. 158</ref>

Von 1726 bis 1870 wurde der Baiocco als kupferne Scheidemünze geprägt<ref name ="kahnt">Helmut Kahnt: Das große Münzlexikon von A bis Z, Regenstauf 2005, ISBN 978-3-89441-550-1. S. 37.</ref>; gegen 1800 zum Teil in riesigen Stückzahlen.<ref name="schrötter"/> Der Wert der 12 Gramm schweren Kupfermünze betrug 1/100 Scudo. Ein Baiocco war in 5 Quattrini unterteilt. Neben ganzen Baiocchi wurden halbe und doppelte Baiocchi, sowie zur Regierungszeit von Pius VI. auch Münzen zu 2 ½ und 5 Baiocchi geprägt. Während der Römischen Republik von 1849 war auch eine 3-Baiocchi-Münze in Umlauf.

Im Königreich beider Sizilien (1816–1861) existierte ebenfalls eine Baiocco genannte Scheidemünze im Wert von 2 Grani; auch in der für sechs Monate unabhängigen Romagna (1859–1860) zirkulierte der Baiocco.

Siehe auch

Weblinks

Commons: Bajocco – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references/>