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Bahnstrecke Schwerin–Rehna

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Schwerin–Rehna
Datei:Bahnstrecke Schwerin-Rehna Friedrichsthal.jpg
Bahnstrecke nahe Schwerin-Friedrichsthal
Bahnstrecke nahe Schwerin-Friedrichsthal
Datei:Bahnstrecke Schwerin - Rehna Karte.png
Streckenverlauf
Streckennummer (DB):6932
Kursbuchstrecke (DB):152
Kursbuchstrecke:104c (1934)
118e (1946)
Streckenlänge:33,9 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Maximale Neigung: 10 
Streckengeschwindigkeit:100 km/h
Zugbeeinflussung:PZB
<templatestyles src="BS/styles.css" />
von Ludwigslust
0,0 Schwerin Hbf
Schwerin Gbf
(Verbindungskurve)
Schwerin Abzw
nach Wismar
2,9 Anst Schwerin Wasserwerk
3,0 Schwerin-Lankow
4,4 Schwerin-Margaretenhof
Bundesstraßen 104, 106
5,5 Schwerin-Warnitz
6,6 Schwerin-Friedrichsthal Ost
8,3 Schwerin-Friedrichsthal
Bundesstraße 104
Kreisstraße NWM 28
11,9 Groß Brütz
Bundesstraße 104
16,9 Lützow
23,6 Gadebusch
Bundesstraße 208
29,3 Holdorf (Meckl)
Bundesstraße 104
33,9 Rehna

Die Bahnstrecke Schwerin–Rehna ist eine eingleisige, nicht elektrifizierte Nebenbahn im Westen des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern. Sie verbindet die Landeshauptstadt Schwerin mit den Städten Rehna und Gadebusch.

Geschichte

Planung und Bau

Die Verbindung wurde in den 1890er Jahren als Teil einer durchgehenden Verbindung Lübeck–Schwerin–Parchim mit einer potentiellen Erweiterung in die preußische Provinz Brandenburg geplant. Die mecklenburgische Friedrich-Franz-Eisenbahn übernahm den Bau sowie die anschließende Betriebsführung. Beginn der Arbeiten war wie bei der Verlängerung Schwerin–Parchim im Jahr 1893.

Uneinigkeiten bei der genauen Trassierung ließen den Baubeginn zunächst nach hinten fallen, da sich vor allem für das letzte Stück zwischen Schönberg an der Lübeck-Kleinener Eisenbahn und Rehna die Agrarwirte nicht bereit erklärten, ihre Grundstücke zum Bau der Strecke zur Verfügung zu stellen. Daher beschränkte sich die Bahngesellschaft zunächst auf den Bau der knapp 34 Kilometer zwischen Schwerin und Rehna.

Eröffnung

Die Eröffnung der Strecke fand am 12. Oktober 1897 statt. Der Eröffnungszug, gezogen von der Dampflok Triddelfitz war nur mit wenigen Honoratioren gefüllt. Die Stationen waren zudem lediglich an wenigen Stellen bereits fertiggestellt, so erhielt der Bahnhof Lützow erst gegen 1901 sein Empfangsgebäude.<ref>Gerd Behrendt: Mit dem Dampfross in die Zukunft. In: Schweriner Volkszeitung. 3. November 2007, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 25. Dezember 2007.@1@2Vorlage:Toter Link/www.svz.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref><ref>Gerd Behrendt: Zur Jungfernfahrt bitte einsteigen. In: Schweriner Volkszeitung. 3. November 2007, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 25. Dezember 2007.@1@2Vorlage:Toter Link/www.svz.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref>

Pläne zu einer Streckenverlängerung und Sanierungen

Datei:Gleisbild Bahnhof und Lokstation Rehna um 1940.svg
Unmaßstäbliches Gleisbild von Bahnhof und Lokstation Rehna (um 1940)

Weil die Bahn mit sechs Zugpaaren täglich schon zu den besser ausgelasteten Nebenstrecken gehörte, sprachen sich die Planer bis in die 1940er Jahre mehrmals für eine Verlängerung nach Schönberg zur Lübeck-Kleinener Eisenbahn aus. Da jedoch wie bereits beim Bau der Strecke die finanziellen Mittel des Staates begrenzt waren, verweigerte Schwerin seine Zustimmung. Zudem erklärten sich die Grundbesitzer entlang der geplanten Verlängerung nicht bereit, ihr Land herzugeben, sondern zahlten mitunter sogar mehrere Mark dafür, dass die Bahn einen Umweg in Kauf nehmen sollte. So versiegten die Pläne im Laufe des Zweiten Weltkrieges.

Datei:Rehna Bahnhof.jpg
Bahnhof in Rehna (2008)

Die nächsten Planungen für den Lückenschluss kamen in den 1990er Jahren wieder auf. Ausschlaggebend war unter anderem die anstehende Sanierung der Strecke und Stilllegungsandeutungen für den Abschnitt Gadebusch–Rehna aus Mangel an Passagieren. Die etwa zehneinhalb Kilometer lange Verlängerung sollte Schätzungen zufolge 15,5 bis 18 Millionen Euro kosten und mit Regionalisierungsmitteln bezahlt werden. Der erwartete Fahrgastzuwachs hätte zudem einen langfristigen Verkehr garantiert. Obwohl sich mehrere Politiker, darunter die Bürgermeister von Schönberg und Rehna sowie Erhard Bräunig, der Landrat des Landkreises Nordwestmecklenburg, für den Neubau aussprachen, wurde die Realisierung für das Projekt auf unbekannte Zeit verschoben.<ref>Mayk Pohle: Fehlendes Machtwort vom Minister. In: Schweriner Volkszeitung. 13. März 2003 (<templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />rehna.de [Memento vom 28. August 2006 im Internet Archive]).</ref> Die Sanierung der vorhandenen Strecke erfolgte unabhängig davon im Jahr 2006. Der Wirtschaftsausschuss des Landkreises beschloss 2017 die Erarbeitung eines Gutachtens, an dem sich der Kreis, der Fahrgastverband Pro Bahn und die Städte Rehna und Gadebusch finanziell beteiligen.<ref>Michael Schmidt: Rehna: Gutachten für Bahn-Lückenschluss. In: Gadebusch-Rhenaer Zeitung. 22. November 2017, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 2. März 2018; abgerufen am 1. März 2018.</ref>

Die Strecke wurde über viele Jahre hinweg bis 2025 in teils monatelangen Sperrungen abschnittsweise saniert und für höhere Geschwindigkeiten von bis zu 100 km/h ertüchtigt.<ref>Katharina Henkel: Schneller unterwegs auf der RB13. Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern, 11. Juni 2025, abgerufen am 14. Juni 2025.</ref>

Unfälle

Datei:Bundesarchiv Bild 183-1987-0803-034, Bei Holdorf, Eisenbahnunglück.jpg
Eisenbahnunglück 1987 bei Holdorf

Am 3. August 1987 kam es bei Holdorf zu einem schweren Unfall, als eine Ersatzlok auf einen wegen eines Triebfahrzeugschadens liegengebliebenen Personenzug auffuhr. 17 Menschen wurden verletzt, fünf davon schwer, darunter auch die beiden Lokführer.<ref>Bei Holdorf, Eisenbahnunglück. In: App in die Geschichte. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 10. November 2018; abgerufen am 10. November 2018.</ref>

Verkehr und Fahrzeugeinsatz

Schienenpersonennahverkehr

Den Schienenpersonennahverkehr führte ab 2001 die MecklenburgBahn (seit 2005 Ostseeland Verkehr) mit Dieseltriebwagen vom Typ Coradia LINT durch. Zum 15. Dezember 2013 wurde der Verkehr von der Ostdeutschen Eisenbahn mit Triebwagen vom Typ Regio-Shuttle übernommen.

Auf der gesamten Strecke besteht ein Zwei-Stunden-Takt, der während der Hauptverkehrszeiten montags bis freitags auf einen Stundentakt verdichtet wird. Die meisten Züge sind auf die Strecke Schwerin–Parchim durchgebunden. Die Kreuzungen finden in Groß Brütz statt.

Sonderfahrten

Neben den regulären Fahrten verkehrte in den 1990er Jahren einmal jährlich der Dampfzug „Radegast-Express“ mit der Dampflok 91 134. Das Fahrzeug wird vom Verein Mecklenburgische Eisenbahnfreunde Schwerin betreut und fährt mit einem Sonderzug unter anderem auf dieser Strecke.<ref>Mecklenburgische Eisenbahnfreunde Schwerin e. V.: Sonderfahrten</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />