Bahnstrecke Langenstein–Minsleben
| Langenstein–Minsleben | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Streckennummer (DB): | 6868 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Kursbuchstrecke: | 779 (1914); 182d (1934, 1939) 205c (1943); 717a (1968) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Streckenlänge: | 12,3 km | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Spurweite: | 1435 mm (Normalspur) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Die Bahnstrecke Langenstein–Minsleben war eine normalspurige, eingleisige Nebenbahn am nördlichen Harzrand in Sachsen-Anhalt. Die rund 12 km lange Strecke verband Langenstein über Derenburg mit Minsleben.
Geschichte
Die Strecke Langenstein–Derenburg wurde am 9. September 1880 durch die Halberstadt-Blankenburger Eisenbahn (HBE) eröffnet. Mit der kurzen Stichbahn sollte die örtliche Zuckerfabrik in Derenburg angeschlossen werden.<ref name="Högemann, S. 101">Josef Högemann: Eisenbahnchronik Harz – Die Geschichte der Eisenbahnen im Harz, EK-Verlag, Freiburg 2007, ISBN 3-88255-722-2, S. 101</ref>
Die Verlängerung bis Minsleben – und damit eine Anbindung an die dortige Zuckerfabrik sowie die Staatsbahnstrecke Heudeber-Danstedt–Bad Harzburg – wurde am 31. Oktober 1900 eröffnet. Die stark von der Montanindustrie abhängige HBE versprach sich einen großen Verkehrszuwachs auf der Verbindung Blankenburg–Wernigerode ohne den Umweg über Halberstadt und somit sichere Einnahmen. Allerdings blieb das Betriebsergebnis stark unter den Erwartungen. Bereits 1919 wurde der Personenverkehr auf dem Abschnitt Derenburg–Minsleben eingestellt.<ref name="Högemann, S. 101" /> Im Güterverkehr wurde nur noch die Strecke bis zur Minslebener Zuckerfabrik bedient, der Anschluss zur Staatsbahn entfiel. Am 1. Mai 1922 wurde der Güterverkehr zwischen Derenburg und der Minslebener Zuckerfabrik eingestellt.
Der verbliebene Streckenabschnitt kam 1946 zu den Sächsischen Provinzialbahnen<ref>Josef Högemann: Eisenbahnchronik Harz – Die Geschichte der Eisenbahnen im Harz, EK-Verlag, Freiburg 2007, ISBN 3-88255-722-2, S. 106</ref>, dann 1949 zur Deutschen Reichsbahn. Im Sommerfahrplan 1965 verkehrten, je nach Wochentag, sieben bis zehn Reisezugpaare (durchweg als Triebwagen; 18 Minuten Fahrzeit) auf der Strecke.<ref>Kursbuch der Deutschen Reichsbahn, Sommerfahrplan 1965, S. 262</ref> In den 1960er Jahren war dafür der Triebwagen VT 135 543 vorhanden, der täglich etwa 127 km zurückzulegen hatte.<ref>Günther Dietz: Die Vorkriegs-Verbrennungsmotor-Triebwagen der DR im Jahre 1968, in: Die DR 1968, Reihe: Die Deutsche Reichsbahn vor 25 Jahren, EK-Verlag, Freiburg 1994, S. 109</ref> Am 15. November 1968<ref>Josef Högemann: Eisenbahnchronik Harz – Die Geschichte der Eisenbahnen im Harz, EK-Verlag, Freiburg 2007, ISBN 3-88255-722-2, S. 108</ref> wurde der Verkehr eingestellt und die Strecke anschließend abgebaut.
Weblinks
Einzelnachweise
<references />