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Bahnhof Wiesbaden-Biebrich

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wiesbaden-Biebrich
WiesbadenBahnhofBiebrichNO.JPG
Der Biebricher Bahnhof 2010
Daten
Betriebsstellenart Haltepunkt
Bauform Durchgangsbahnhof
Bahnsteiggleise 2 (zuvor 3)
Abkürzung FWB
IBNR 8000288
Preisklasse 6
Eröffnung 11. August 1856
Profil auf bahnhof.de Wiesbaden-Biebrich
Architektonische Daten
Baustil Klassizismus
Architekt Heinrich Velde
Lage
Stadt/Gemeinde Wiesbaden
Ort/Ortsteil Biebrich
Vorlage:Info ISO-3166-2/admtypelink Hessen
Staat Deutschland
Koordinaten 50° 2′ 55″ N, 8° 14′ 11″ OKoordinaten: 50° 2′ 55″ N, 8° 14′ 11″ O
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Eisenbahnstrecken Bahnstrecken bei Wiesbaden-Biebrich
Bahnhöfe in Hessen

Der Bahnhof Wiesbaden-Biebrich ist heute nur noch ein Haltepunkt an der rechten Rheinstrecke auf der Gemarkung Biebrich der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden.

Geschichte

Datei:Bahnhof Biebrich-Mosbach (Wiesbaden-Süd) 01.jpg
Der Biebricher Bahnhof auf einer Aufnahme um 1900, damals unter dem Namen Biebrich-Mosbach

Der Bahnhof entstand im Zuge des Baus der nassauischen Rheintalbahn Wiesbaden – RüdesheimOberlahnstein als Bahnhof Biebrich-Mosbach. Die Strecke und der Bahnhof wurden am 11. August 1856 für den öffentlichen Verkehr in Betrieb genommen. Der Bahnhof wurde mehrfach umbenannt und trug seit dem 1. Mai 1907 die Bezeichnung Biebrich Hauptbahnhof<ref> Eisenbahn-Directionsbezirk Mainz (Hg.): Amtsblatt der Königlich Preußischen und Großherzoglich Hessischen Eisenbahndirektion in Mainz vom 6. April 1907, Nr. 18. Bekanntmachung Nr. 175, S. 204. </ref>, seit dem 1. Oktober 1908 die Bezeichnung Biebrich West<ref> Eisenbahndirektion Mainz (Hg.): Amtsblatt der Königlich Preußischen und Großherzoglich Hessischen Eisenbahndirektion in Mainz vom 22. August 1908, Nr. 52. Bekanntmachung Nr. 672, S. 590. </ref>, in Folge der Eingemeindung Biebrichs nach Wiesbaden 1926 seit dem 1. März 1927 die Bezeichnungen Wiesbaden-Biebrich<ref> Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft (Hg.): Amtsblatt der Reichsbahndirektion in Mainz vom 5. März 1927, Nr. 9. Bekanntmachung Nr. 140, S. 53. </ref> und zum Winterfahrplan 1939 Wiesbaden Süd.<ref> Deutsche Reichsbahn (Hg.): Amtsblatt der Reichsbahndirektion Mainz vom 5. August 1939, Nr. 39. Bekanntmachung Nr. 470, S. 227. </ref> Dabei darf der Bahnhof nicht mit dem ebenfalls in Biebrich gelegenen Wiesbaden-Biebrich Rheinbahnhof verwechselt werden. Das geschah allerdings schon zu Zeiten, als beide Bahnhöfe parallel in Betrieb waren, so häufig, dass die Reichsbahndirektion Mainz ihre Mitarbeiter wiederholt anwies, nur Frachtsendungen mit ganz eindeutig und korrekt ausgefüllten Frachtbriefen für diese beiden Bahnhöfe entgegenzunehmen.<ref> Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft (Hg.): Amtsblatt der Reichsbahndirektion in Mainz vom 9. Juli 1927, Nr. 29. Bekanntmachung Nr. 415, S. 196; Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft (Hg.): Amtsblatt der Reichsbahndirektion in Mainz vom 1. Oktober 1927, Nr. 43. Bekanntmachung Nr. 569, S. 270. </ref> Beim Inkrafttreten des Sommerfahrplans am 28. Mai 1961 erhielt der Bahnhof dann wieder die Bezeichnung Wiesbaden-Biebrich.<ref>Bundesbahndirektion Mainz (Hg.): Amtsblatt der Bundesbahndirektion Mainz vom 12. Mai 1961, Nr. 19. Bekanntmachung Nr. 223, S. 93.</ref>

Betrieb

Betrieblich war der Bahnhof zunächst recht bedeutend. Hier trafen die nassauische Rheintalbahn vom damaligen Taunusbahnhof, später dem Wiesbadener Hauptbahnhof, aus Wiesbaden kommend auf die Verbindungskurve zwischen der Rheintalbahn und der Taunusbahn nach Frankfurt am Main. So gab es eine Zeit lang sogar Kurswagenläufe zwischen Wiesbaden und Biebrich für Züge zwischen dem Rheintal und Frankfurt, deren Lauf Wiesbaden und seine Kopfbahnhöfe vermied.

Regionalverkehr

Der Biebricher Bahnhof wird stündlich, im Berufsverkehr teilweise auch halbstündlich, durch die Linie RB10 und seit dem Fahrplanwechsel 2018/2019 die Linie RE9 als neue Expressverbindung nach Frankfurt (Main) Hbf, welche den Wiesbadener Hauptbahnhof auslässt und die direkte Strecke zwischen dem Bahnhof Wiesbaden-Biebrich und Mainz-Kastel befährt, bedient.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />RheingauLinie - RE9 + RB10 Fahrplan Download (gültig seit 15.12.2019 - 12.12.2020) (Memento vom 29. Januar 2020 im Internet Archive), PDF-Datei 0,829 MB</ref>

Linie Linienverlauf Takt

Vorlage:Linienverlauf SPNV RMV 0X Vorlage:Linienverlauf SPNV RMV 1X

Nahverkehr

Der Bahnhof Biebrich ist mit den Linien 47 und 74 der ESWE Verkehrsgesellschaft sowie der Mainzer Mobilität an den Nahverkehr in Wiesbaden angeschlossen.

Empfangsgebäude

Das Empfangsgebäude ist architektonisch besonders repräsentativ gestaltet, da es zugleich Bahnhof für das Schloss Biebrich, Residenz der Herzöge von Nassau, war, dessen Park sich direkt gegenüber der Straßenseite des Bahnhofsgebäudes entfaltet. Architekt war Heinrich Velde, der das Gebäude in klassizistischem Stil auf einem H-förmigen Grundriss erstellte. Die Gestaltungselemente des Gebäudes wurden bei einer späteren Renovierung vereinfacht. Das Empfangsgebäude steht inzwischen als Kulturdenkmal unter Denkmalschutz.

Weblinks

Commons: Bahnhof Wiesbaden-Biebrich – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur

  • Eisenbahn in Hessen. Kulturdenkmäler in Hessen. Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Hrsg.: Landesamt für Denkmalpflege Hessen. Theiss Verlag. Stuttgart, 2005. Bd. 2.1, S. 208. ISBN 3-8062-1917-6

Einzelnachweise

<references/>

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende