Bahnhof St. Gallen St. Fiden
| St. Gallen St. Fiden | ||||||
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| SBB Historic - F 116 00001 462 - St Gallen St Fiden.tiff Empfangsgebäude, Gleisseite, 1976
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| Daten | ||||||
| Lage im Netz | Trennungsbahnhof | |||||
| Perrongleise | 3 | |||||
| Abkürzung | SGF | |||||
| IBNR | 8506303 | |||||
| Eröffnung | 1856 (SGAE) | |||||
| Architektonische Daten | ||||||
| Architekt | Friedrich Trindler (1891) | |||||
| Lage | ||||||
| Stadt/Gemeinde | St. Gallen | |||||
| Ort/Ortsteil | St. Fiden | |||||
| Vorlage:Info ISO-3166-2/admtypelink | St. Gallen | |||||
| Staat | Schweiz | |||||
| Koordinaten | 747504 / 255658
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dim=2000 | globe= | name=St. Gallen St. Fiden | region=CH-SG | type=railwaystation
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| Höhe (SO) | 645 m ü. M. | |||||
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| Eisenbahnstrecken | ||||||
| Liste der Bahnhöfe in der Schweiz | ||||||
Der Bahnhof St. Gallen St. Fiden ist nach dem Bahnhof St. Gallen der zweitwichtigste Bahnhof der Stadt St. Gallen. Auf seinem Bahnhofgebiet zweigt die ehemalige Bodensee-Toggenburg-Bahn (BT) nach Romanshorn von der ursprünglich der Sankt Gallisch-Appenzellischen Eisenbahn (SGAE) gehörenden Strecke nach Rorschach ab. Der Bahnhof befindet sich seit 1902 in Eigentum der SBB.
Lage
Der Bahnhof liegt nordöstlich der Innenstadt im gleichnamigen Stadtteil St. Fiden und ist mit dem 1466 Meter langen Rosenbergtunnel mit dem St. Galler Hauptbahnhof verbunden. Direkt neben dem Bahnhof verläuft die Autobahn A1, ein Anschluss St. Fiden ist unmittelbar westlich des Bahnhofs erstellt worden. Der Bahnhof hat seine Bedeutung weniger als Umsteigeknoten, sondern wegen seiner Nähe zu diversen Einrichtungen und Gebäuden. So befindet sich beispielsweise das St. Galler Kantonsspital in Bahnhofsnähe, genauso wie die Messehallen der Olma-Messen St. Gallen, weswegen dem Bahnhof während der Messe starke Bedeutung zukommt. Bis 2008 war er zudem noch für Fussballfans bedeutend, da das ehemalige Espenmoos-Stadion des FC St. Gallen sich oberhalb des Bahnhofs St. Fiden befand.
Gleisanlage
Die Gleisanlage inklusive Industrieanschlüsse umfasst dreizehn Schienenstränge, wovon drei dem Personenverkehr vorbehalten sind. Das Gleis 1 liegt am Seitenbahnsteig, während zwischen den Gleisen 3 und 4 ein Mittelbahnsteig angebracht ist. Gleis 2 war ein bahnsteigloses Durchgangsgleis, bis 2011 auf der Ostseite die Weichenverbindung abgebaut wurde. Die anderen Gleise werden seit dem Rückgang des einst mächtigen Güterverkehrs vom Baudienst zum Abstellen von Zügen und Waggons verwendet. Die fünf Gleise nördlich des Güterschuppens sind über ein Ausziehgleis in nordöstlicher Richtung erreichbar.<ref name="Wanner" details="S. 9.">Ruedi Wanner: 1912 – 2012, 100 Jahre St. Galler Rosenbergtunnel. In: s'Tablättli. Quartierverein St. Fiden-Neudorf, abgerufen am 20. Januar 2025.</ref> Die grosszügigen Gleisanlagen werden einerseits von der Splügenstrasse und andererseits von einer Passarelle niveaufrei gequert. Am nördlichen Ende der Passarelle befindet sich eine Migros-Filiale.
Die aus Wittenbach kommenden Züge halten auf Gleis 1, die aus Rorschach auf Gleis 3. Gleis 4 wird für die Gegenrichtung sowohl für die Fahrt nach Wittenbach als auch nach Rorschach benutzt.<ref Name="Stand 2016">Stand 2016</ref>
Geschichte
1856 eröffnete die Sankt Gallisch-Appenzellische Eisenbahn (SGAE) die Bahnstrecke von Rorschach nach St. Gallen und damit auch den Bahnhof St. Fiden, der damals jedoch nur eine Dienststation war. Die Verbindung zum Hauptbahnhof St. Gallen war damals in offener Linienführung mit der Blumenaubrücke hergestellt worden. Die SGAE ging 1857, nur ein Jahr nach der Eröffnung, in den Vereinigten Schweizerbahnen (VSB) auf, welche 1902 zusammen mit den anderen Privatbahnen NOB, JS und SCB zur SBB verstaatlicht wurden.
Anfänglich war für den Bahnhof der Name Buchenthal vorgesehen gewesen.<ref name="Heer" details="S. 74.">Anton Heer: Rorschach – St.Gallen – Winterthur: Zwischen 170-jähriger Eisenbahngeschichte und Zukunft. Hrsg.: Historischer Verein des Kantons St. Gallen (= Neujahrsblatt. Nr. 146). Sabon-Verlag, St. Gallen 2006, ISBN 3-907928-55-5 (hvsg.ch [PDF; 15,0 MB; abgerufen am 20. Januar 2026]).</ref> 1876 erhielt er von den VSB den Status als Güterbahnhof, ehe er 1891 für den Personenverkehr eingeweiht wurde.<ref name="Hufenus">Maria Hufenus: Daten zur Baugeschichte der Stadt St. Gallen von den Anfängen bis 2000. Stadtarchiv (Vadiana) St. Gallen, St. Gallen 2004 (stadtarchiv.ch [PDF; 444 kB; abgerufen am 20. Januar 2026]).</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Stadtgeschichte 1801–1900. ( vom 14. Juni 2016 im Internet Archive) In: St. Galler Stadtgeschichte/n. ASS St. Gallen.</ref> Im Zuge auf die Eröffnung der Bahnstrecke zwischen Romanshorn und St. Fiden der Bodensee-Toggenburg-Bahn (BT) 1910 wurde der Bahnhof in Etappen zwischen 1908 und 1915 erweitert. Im Zuge dieser Erweiterung erhielt der Bahnhof den heute noch bestehenden Mittelbahnsteig sowie einen Güterschuppen und den Freiverlad.<ref name="Heer" /><ref></ref> Die Strecke nach Romanshorn konnte nach diversen Bauverzögerungen wegen Unfällen und Erdrutschen erst am 1. Oktober 1910 eröffnet werden, zwei Tage später begann der fahrplanmässige Betrieb.<ref>Rickenpostkutsche Nr. 1584. In: Programm Bahnhofsfest Wattwil. Südostbahn, 18. September 2010, S. 13 (eurovapor.ch [PDF; 3,6 MB; abgerufen am 20. Januar 2026]).</ref> Bis 2011 wurde das Gleis 1 von den Zügen der BT von und nach Romanshorn benutzt, während die Gleise 3 und 4 dem Verkehr nach Rorschach und ins Rheintal dienten.
Da wegen der BT auch mit einer Verkehrszunahme zum St. Galler Hauptbahnhof gerechnet werden musste und die einspurige offene Strecke den Anforderungen nicht gewachsen war, entschieden die SBB, den 1466 Meter langen doppelspurigen Rosenbergtunnel zu bauen. Er wurde nach vierjähriger Bauzeit 1912 eröffnet und die alte Strecke stillgelegt.<ref name="Hufenus" details="S. 34." /> Ein Reststück wurde noch jahrzehntelang als Anschlussgleis benutzt.<ref name="Wanner" details="S. 1." /> Relativ parallel zum Bahntunnel führt seit 1987 der gleichnamige Strassentunnel der A1.
Das elektromechanische Stellwerk mit den beiden Wärterstellwerken wurde 1984 durch ein Drucktastenstellwerk der Bauart Domino 67 ersetzt. Im Sommer 2011 wurde die sogenannte Spange SOB, eine rund 300 Meter lange Verbindungslinie zwischen der gleichzeitig erbauten SBB-Doppelspur St. Fiden–Engwil und dem Bruggwaldtunnel in Betrieb genommen. Sie erhöht die betriebliche Flexibilität gegenüber den früheren getrennten Einspurgleisen von SBB und BT wesentlich.<ref name="Wanner" details="S. 9." />
Verkehr
Der Bahnhof St. Fiden wird von fünf Linien der S-Bahn St. Gallen und zwei Nachtlinien erschlossen:
- Vorlage:S-Bahn St. Gallen/Linie Vorlage:S-Bahn St. Gallen/Route (Vorlage:S-Bahn St. Gallen/Betreiber)
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- Vorlage:S-Bahn St. Gallen/Linie Vorlage:S-Bahn St. Gallen/Route (Vorlage:S-Bahn St. Gallen/Betreiber) (Vorlage:S-Bahn St. Gallen/Hinweis)
Beim Bahnhof befindet sich eine Haltestelle der Autobuslinien 9 und 11 der Verkehrsbetriebe St. Gallen (VBSG).<ref Name="Stand 2016" />
Durchschnittlich stiegen 2024 im Bahnhof St. Fiden täglich 2763 Bahnreisende ein und aus.<ref>Bericht öffentlicher Verkehr (= Statistik aktuell Kanton St.Gallen. Nr. 119). Kanton St. Gallen Amt für öffentliches Verkehr, August 2025, S. 34 (sg.ch [PDF; 8,4 MB; abgerufen am 20. Januar 2026]).</ref>
Früher wurde St. Fiden auch von Fernverkehrszügen bedient. Bis 2013 hielten jeweils stündlich der Rheintal-Express Vorlage:S-Bahn St. Gallen/Linie und der Voralpen-Express Vorlage:S-Bahn St. Gallen/Linie . Der Voralpen-Express verkehrt seither nur noch bis St. Gallen<ref>S-Bahn 2013 Fahrplan St. Gallen-Romanshorn. (PDF) Ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 9. September 2021. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> und der ehemalige Rheintal-Express wurde zwischen Rorschach und St. Gallen beschleunigt und verkehrt neu als Datei:SBB IR W Logo.svg13 bis Zürich HB verlängert.<ref>S-Bahn 2013 Fahrplan Rheintal. (PDF) Ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 9. September 2021. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref>
Siehe auch
Literatur
- INSA St. Gallen. Band 8, S. 136, Lindentalstrasse 31 (Vorlage:InvSchweizArch/Seiteonline#Vorlage:InvSchweizArch/Seiteonline e-periodica.ch).
Weblinks
Einzelnachweise
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