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Bahnhof Koblenz-Ehrenbreitstein

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Koblenz-Ehrenbreitstein
20230609 Koblenz Ehrenbreitstein 0001.jpg
Daten
Lage im Netz Zwischenbahnhof
Bauform Durchgangsbahnhof
Bahnsteiggleise 3
Abkürzung KKOE
IBNR 8003351
Preisklasse 5
Eröffnung 27. Oktober 1869
Profil auf bahnhof.de Koblenz-Ehrenbreitstein
Lage
Stadt/Gemeinde Koblenz
Ort/Ortsteil Ehrenbreitstein
Vorlage:Info ISO-3166-2/admtypelink Rheinland-Pfalz
Staat Deutschland
Koordinaten 50° 21′ 43″ N, 7° 36′ 37″ OKoordinaten: 50° 21′ 43″ N, 7° 36′ 37″ O
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Eisenbahnstrecken Bahnstrecken bei Koblenz-Ehrenbreitstein
Bahnhöfe in Rheinland-Pfalz

Der Bahnhof Koblenz-Ehrenbreitstein ist der einzige rechtsrheinische Bahnhof der rheinland-pfälzischen Großstadt Koblenz. Er liegt an der rechten Rheinstrecke, am Fuße des Ehrenbreitsteins im gleichnamigen Stadtteil, unmittelbar am Rhein.

Geschichte

Datei:Clp 20140827 2894 Bf Koblenz-Ehrenbreitstein Bstg.jpg
Panorama des Bahnhofs Ehrenbreitstein

In den Jahren 1859 und 1860 einigten sich die preußische und nassausche Regierung auf den Bau einer Verbindungsstrecke zwischen Ehrenbreitstein und Oberlahnstein. In Oberlahnstein bestand Anschluss an die im Bau befindlichen Nassauische Rheinbahn und Lahntalbahn. Außerdem wurde vertraglich festgelegt, dass eine Eisenbahnbrücke zwischen Koblenz und Ehrenbreitstein gebaut werden solle, und das Herzogtum Nassau verpflichtete sich dazu, den Bau der Lahntalbahn voranzutreiben.<ref>Preußen: Gesetz-Sammlung für die königlichen preussischen Staaten, G. Decker, 1860, S. 282.</ref>

Der Streckenabschnitt Neuwied – Niederlahnstein, und damit auch der Bahnhof Ehrenbreitstein, wurde am 27. Oktober 1869 in Betrieb genommen. Er besaß ein Eisenbahnpostamt und eine Bahnmeisterei.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Private Seite zum Bahnhof Ehrenbreitstein (Memento vom 30. März 2012 im Internet Archive) (PDF; 685 kB)</ref> Am selben Tag wurde auch die Bahnstrecke vom Bahnhof Ehrenbreitstein über die Pfaffendorfer Brücke zum ehemaligen Rheinischen Bahnhof eröffnet. Der Rheinische Bahnhof lag nordwestlich des heutigen Löhr-Centers in der Fischelstraße.<ref>uqp.de: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />100 Jahre Koblenz Hbf (Memento vom 15. Februar 2017 im Internet Archive) Abgerufen am 11. Dezember 2010.</ref> Diese Bahnstrecke hatte jedoch nur bis 1899 Bestand. Danach wurde die Brücke von der Coblenzer Straßenbahn-Gesellschaft genutzt. Eine Verbindung zur linken Rheinstrecke und zum 1902 eröffneten Koblenzer Hauptbahnhof besteht seit 1879 über die Horchheimer Eisenbahnbrücke.

Planung

Im Zuge der Generalsanierung der rechten Rheinstrecke ist auch eine umfassende Sanierung des Bahnhofs Koblenz-Ehrenbreitstein vorgesehen. Künftig soll der Bahnhof als Ersatzhalt für den Fernverkehr anstelle des Koblenzer Hauptbahnhofs dienen können. Geplant ist der Ersatzneubau des Mittelbahnsteigs an den Gleisen 1 und 3 mit einer Höhe von 55 cm und einer Länge von 285 m sowie der Neubau des Außenbahnsteigs an Gleis 2 mit einer Höhe von 55 cm und einer Länge von 215 m. Die Bahnsteige sollen über drei Aufzüge barrierefrei erreichbar sein; zudem sind der Neubau der Personenunterführung sowie der Treppenanlagen vorgesehen.<ref>Generalsanierung Rechter Rhein. DB InfraGO AG, 22. Januar 2026, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 23. Januar 2026; abgerufen am 23. Januar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Bedienung

Datei:Dampfspektakel Koblenz-Ehrenbreitstein 2004.jpg
Dampfspektakel in Koblenz 2004 – Die Dampflokomotive 78 468 (Preußische T 18) im Bahnhof Koblenz-Ehrenbreitstein

Der Bahnhof wird seit 2019 stündlich durch die Rhein-Erft-Bahn (RB 27) Koblenz–Köln–Mönchengladbach bedient (bis dahin durch den RE 8).

Linie Verlauf Takt Betreiber KBS
RB 27 Rhein-Erft-Bahn:
Mönchengladbach Hbf – Rheydt Hbf – Rheydt-Odenkirchen – Hochneukirch – Jüchen – Grevenbroich – Rommerskirchen – Stommeln – Pulheim – Köln-Ehrenfeld – Köln Hbf – Köln Messe/Deutz – Köln/Bonn Flughafen – Troisdorf – Friedrich-Wilhelms-Hütte – Menden (Rheinl) – Bonn-Beuel – Bonn-Oberkassel – Niederdollendorf – Königswinter – Rhöndorf – Bad Honnef (Rhein) – Unkel – Erpel (Rhein) – Linz (Rhein) – Leubsdorf (Rhein) – Bad Hönningen – Rheinbrohl – Leutesdorf (Rhein) – Neuwied – Engers – Vallendar – Koblenz-Ehrenbreitstein – Koblenz Hbf
Stand: Fahrplanwechsel Dezember 2023
60 min DB Regio 465.2

Bis nach dem Zweiten Weltkrieg hatte der Bahnhof Ehrenbreitstein auch Bedeutung für den Fernverkehr, da ein Teil der Fernzüge auf der rechten Rheinstrecke nicht den Koblenzer Hauptbahnhof bediente. So hielten im letzten Fahrplan vor Kriegsausbruch alle Eilzüge und ein Schnellzug in Ehrenbreitstein.<ref>deutsches-kursbuch.de: Auszug aus dem Deutschen Kursbuch 1939, Tabelle 230: Frankfurt – Wiesbaden – Niederlahnstein – Köln</ref>

Verkehrsanbindung

Unweit des Bahnhofes an der Bushaltestelle Ehrenbreitstein Bahnhof verkehren Stadt- und Regionalbuslinien der Koblenzer Verkehrsbetriebe, Rhein-Mosel-Bus sowie des Griesar Reisedienst. Zudem befindet sich am Bahnhof eine Park-and-Ride-Anlage sowie eine Bike-and-Ride-Anlage. In Nähe des Bahnhofes Ehrenbreitstein verkehrt von Dienstag bis Sonntag die Rheinfähre Koblenz nach Koblenz-Altstadt. Der Festungsaufzug zur Festung Ehrenbreitstein mit der dort untergebrachten Jugendherberge ist fußläufig erreichbar.

Fahrzeugverladung

Datei:Koblenz Bahnanlagen.gif
Karte der Bahnanlagen im Großraum Koblenz

Zu Zeiten des Kalten Krieges wurde dieses von der Bundeswehr zum Verladen von Truppen und Panzern für Manöver und Übungszwecke genutzt. Autoreisezüge der DB wurden hier nie beladen.

Literatur

  • Energieversorgung Mittelrhein GmbH (Hrsg.): Geschichte der Stadt Koblenz. Gesamtredaktion: Ingrid Bátori in Verbindung mit Dieter Kerber und Hans Josef Schmidt.
    • Band 1: Von den Anfängen bis zum Ende der kurfürstlichen Zeit. Theiss, Stuttgart 1992, ISBN 3-8062-0876-X.
    • Band 2: Von der französischen Stadt bis zur Gegenwart. Theiss, Stuttgart 1993, ISBN 3-8062-1036-5.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />